Mein Sommerurlaub 2009

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Mein Sommerurlaub 2009

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1-6 von 15 Erfahrungsberichten    
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In 65 Tagen durch Amerika
Erfahrungsbericht von gudy2 über Mein Sommerurlaub 2009
13.08.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Weite faszinierende Landschaften, günstige Übernachtungemöglichkeiten, viel Unterhaltung
Kontra: Nichts !

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Unter Urlaub versteht wohl jeder etwas anderes. Den einen zieht es in die Natur, fern ab von großen Menschenmassen, den anderen an den Strand, um sich die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen, dem nächsten ist das Abzappeln in der Disco wichtig und wieder andere finden ihre Erfüllung in einer Wanderung durch die Berge.
Ich liebe eine gute Mischung als allem, ausgenommen des feucht, möchtegern fröhlichen Dahinwimmerns, mit 2,5 Promille in irgendeinem Dampfschuppen mit Gleichgesinnten. Auch bin ich kein Freund des guten Laune Urlaubs im Clubholtel, dass schon zur Morgenstunde animiertes Ringelpitz mit anfassen bietet.
Das Alter der Hotelgäste, ihre Herkunft oder politische Gesinnung ist mir grundsätzlich vollkommen egal, weil ich weder einen der Gäste heiraten möchte, noch beabsichtige meinen Lebensabend in fremdem Hotelgemäuer zu verbringen. Soweit mir bekannt, sind die meisten Hotelfenster nicht vergittert und vor dem Ausgang hängt kein dickes Schloss, so dass ich mir das Umfeld ansehen und das Hotel verlassen kann, wann immer ich möchte. Mein Zimmer im Hotel ist für mich meistens nur ein Schlafplatz, an dem ich dusche und der für mich ein sauberes Bett bereithalten muss, um abends ein paar Stunden darin zu verschwinden.
Ich bin auch nicht der große Urlaubsplaner, der schon ein Jahr im Voraus weiss, wohin es ihn verschlagen wird. Bei mir läuft vieles spontan ab. Ich nehme meistens einfach, was sich günstig bietet und mache dann das beste daraus. Dadurch lande ich manchmal in Gegenden, von denen ich nie gedacht hätte, mal dort zu landen, erlebe viele, vorher ungeahnte Überraschungen und entdecke Orte auf dieser Welt, an die sich nur wenige Touristen verlaufen, was mich wiederrum sehr erfreut.

In diesem Jahr, gab es bei uns eine wage Vorstellung, wohin unsere Reise gehen sollte. Mein Sohn (ewig hungriger Student) machte den Vorschlag doch mal quer durch Amerika zu reisen. Semersterferien sind auch in Schweden lang und so suchte ich im Internet mal nach günstigen Flugverbindungen. Der Flug nach New York war sehr günstig. Wenn man allerdings von San Francisso oder Los Angeles wieder zurückfliegen wollte, dann war der Preis leider nicht mehr so günstig und so beschlossen wir, auch von New York aus wieder nach Hause zu fliegen. 429 Euro kostete der Flug von Stockholm nach Newark und zurück.

16.500 km durch die USA

Am 14.5. landete ich in Newark, einen Flugplatz nah bei New York, holte meinen Mietwagen ( ca. 1200 Euro für 8 Wochen) und begab mich auf die Suche nach dem Hotel, dass ich für die ersten beiden Nächte schon daheim vorgebucht hatte. Außer den ersten beiden Nächten hatte ich nichts gebucht, weil ich flexibel bleiben wollte. Wir hatten uns zwar eine ungefähre Route zusammengestellt, aber ich weiche auch gern von solchen Planungen ab, wenn ich eine Ecke finde, die mir gut gefällt und mir erkundigunswürdig scheint.
Über New York werde ich jetzt nichts mehr schreiben, denn darüber gab es schon einen Bericht von mir.
Wir hatten uns grob vorgenommen von der Ostküste bis zur Westküste zu fahren. Die Hinfahrt sollte durch die nördlichen Bundesstaaten gehen und die Rückfahrt durch die südlichen.
Da ziemlich lange Teilstücke vor uns lagen, gingen wir vor unserer Abfahrt in New York noch ein bisschen Einkaufen, denn wir brauchten eine Kühltasche, Pappteller, Trinkbecher, Plastikbesteck und ein bisschen was zum Essen.
Für Einkäufe kann ich jedem nur den Walmart in den USA empfehlen. Da bekommt man was man braucht, muss nicht lange suchen und der Laden ist günstig.
Wir brachen am 6. Tag in aller Frühe auf in Richtung Kanada, weil wir zu den Niagara Fällen wollten. Die 750 km nach Niagara Falls waren, am späten Nachmittag, geschafft. Diese Gegend hatten wir uns vollkommen anders vorgestellt und so reisten wir nach 2 Tagen schon wieder ab. Der Rummel um die Niagara Fälle war ein wenig nervtötend. Bunte Lämpchen blinken, wie in Las Vegas, von überall dröhnt Musik und schrille Attraktionen weisen den Weg zu den Wasserfällen. Wir hatten ein bisschen mehr Zeit dort eingeplant, hielten es dann aber doch für sinnvoller, weiter zu reisen.
Unsere Weiterreise machten wir in Richtung Hamilton entlang des Ufers des Ontariosees. Das Wetter meinte es nicht ganz so gut mit uns. Es war kühl und regnerisch, aber das tat der wunderschönen Landschaft keinen Abbruch. Wenn man schonmal in der Gegend ist, dann sollte man sich vielleicht auch noch das ca. 70 km entfernt liegende Toronto anschauen. Eine beeindruckende kanadische Stadt, die viel zu bieten hat!
Nach 2 Nächten in Toronto fuhren wir zurück auf die Interstate 401, entlang des Eriesees in Richtig Detroit. Ein Stop auf der Fahrt lohnt sich wirklich, denn diese Gegend ist Kanadas Fruchtanbaugebiet! Entlang des Sees stehen viele beeindruckende Villen, aber wirklich beeindruckend sind die alten Weingüter, die in mitten einer hügeligen Rebenlandschaft ihren Platz gefunden haben. Freundlich wird der Neugierige zu einer Weinprobe eingeladen und das frisch gebackene Brot, dass es dazu gibt, ist das einzige Brot, dass ich in Amerika als "lecker" bezeichenen würde. Die Landschaft ist lieblich und besonders wohlgefällig sind für mich die Geschwindigkeits - und Streckenangaben in Kilometern bzw. km/h.
Verläßt man Kanada über die 401, dann landet man in der Grenzstadt Detroit. Zu dieser Stadt gibt es gewiss eine Menge zu sagen. Ich empfand sie als so häßlich und heruntergekommen, dass ich es vorzog, nach 4 Stunden wieder das Weite zu suchen.

10. Tag

Über die Interstate 94 bin ich inzwischen in Chicago angekommen. Eine Großstadt, wie es viele in Amerika gibt, aber doch am vielen Stellen beeindruckender. Ich weiss gar nicht wo ich beginnen soll, über die drittgrößte Stadt der USA, mit dem lustigen Namen, zu berichten, in deren Zentrum ca. 2, 85 Millionen Menschen leben. Sehenswürdigkeiten aufzulisten braucht lange, denn Chicago ist voll von Museen, Kultur und architektonischen Highlights. Die Stadt diente vielen Filmen, wie Blues Brothers oder Batman, als Kulisse. Allein ein Spaziergang am Ufer des Michigansee, bietet schöne Aus-und Einblicke in die exzellente Verkehrsanbindung zu Wasser über den Sankt-Lorenz-Seeweg und Eriekanal mit dem Atlantik.
Warum Chicago von den Potawatomi-Indianern so einen ulkigen Namen bekommen hat, weis ich nicht und konnte es auch nicht herausfinden. Die Indianer nannten den Ort Checagou, was soviel bedeutet wie stinkende Zwiebel.
Von Chicago (Illenois) ging es weiter entlang der Eriesses nach Millwaukee (Wisconsin) und dann auf der I94 Richtung Madison bis nach La Crosse.

Wisconsin (America`s Dairyland)

Hat man die großen Städte hinter sich gelassen, begegnet einem nun eine total abwechslungsreiche Weite. Wisconsin ist ein grüner Bundesstaat, mit Maisfeldern, bunten Blumenwiesen, Wäldern und Farmland soweit das Auge reicht. Unendlich scheinende Kornfelder werden unterbrochen von Oma-Duck-Farmen, neben denen große Kornspeicher, in allen möglichen Farben, stehen. Hier kann man lange Wanderungen unternehmen, ohne einem Menschen zu begegnen. Es gibt weder Tiere, die einem gefährlich werden könnten, noch störende Autos. Auf einer Fläche, die unbefähr doppelt so groß ist wie Bayern, leben nur ca. 5,5 Millionen Menschen. Fast die Hälfte der Bewohner ist deutschen Ursprungs. Mitte des 19. Jahrhunderts gab es, bedingt durch die Lebensverhältnisse in Deutschland eine sehr starke Einwanderungswelle, worauf Städtenamen wie Berlin, New Berlin, Kiel, Hamburg, New Holstein oder Rhinelander heute noch hindeuten. Bis 1890 gab es in Wisconsin 6 deutschsprachige Zeitungen. Allein dieser Bundesstaat wäre einen mehrwöchigen Urlaub wert. Mit seinen über 15.000 Seen und großen Waldgebieten hat er mich ein bisschen an meine Heimat Schweden erinnert.
Auf den vielen Meilen, die wir durch Wisconsin zurückgelegt haben, sind mir recht viele Schilder mit Hinweisen auf Skigebiete aufgefallen und ich fragte mich, wo man in dieser Gegend Ski laufen sollte. Das ganze Land ist platt wie Deckel, aber vielleicht meinten die ja auch Langlaufski.
In Wisconsin Delton, gleich neben der I90, war es mal wieder Zeit für einen Tankstop. Wir waren viele Stunden durch einsame Landschaften und sehr abgelegene Dörfer gefahren, als wir das wirklich traumhaft gelegende Dorf mit 2418 Einwohnern erreichten. Delton liegt gleich am Lake Delton, der durch einen breiten Fluss (blue River) mit dem Lake Wisconsin verbunden ist. Der kleine Ortskern hat eigentlich alles was man braucht. Bei genauerem Hinsehen, ist das kleine Dorf jedoch ein riesiger Freizeitpark, in dem während der Hochsaison mindestend 50.000 Menschen ein Hotelbett finden. Gleich hinter dem Dorfkern, reihen sich Achterbahnen an Achterbahnen, Wasserparks mit gewundenen Rutschen, unzählige Restaurants, schiefe Häuser, römisch Kulissen, Karussels, und beeindruckende Poollandschaften - es fehlt absolut nichts. In der Nebensaison wirkt alles ein bisschen ausgestorben und darum wäre ich gern etwas länger geblieben. Das Umland dieser zugegeben, sehr seltsam wirkenden Plastikwelt ist traumhaft schön. Seen, Flüsse, ruhige Wälder - alles im Gehabstand gut zu erreichen. Mir gefiel diese bunte Mischung und natürlich auch die lockere, offene, amerikanische Lebensart!
Ich habe dieses Weite Land nun schon so oft bereist und immer wieder gibt es Neues zu endecken. Immer wieder überraschen mich Flora und Fauna mit ihrer Vielfalt. Wisconsin ist im Frühling sehr farbenprächtig wohltuend anders, als in großen Teilen Europas. Wer morgens in einem abgelegenen Farmhaus, zwischen Wiesen und Wäldern, vom Zwitschern der Vögel geweckt wird, noch halb verschlafen den Kaffeeduft in die Nase bekommt und den Duft von frisch gebackenem Brot, der versteht was ich meine. Es gibt keine Eile. Die Welt scheint stehen geblieben zu sein. Wer zum Postamt muss, dass nach der Mittagspause bis 13 Uhr geschlossen hat, kann gern schonmal bis 14 Uhr vor der Post warten, weil der Postmann seinen Mittagsschlaf ein bisschen verlängert hat. Das scheint niemanden zu stören.

15. Tag

Wir haben den Missisippi und damit die Grenze nach Minnesota erreicht.
Das Wetter ist wunderbar. Vom Missisippi-Damm hat man eine wunderbare Aussicht auf den breiten Fluss mit seinen vielen kleinen, baumbestandenen Inseln. Ich laufe ein bisschen am Ufer entlang und stelle fest, dass der Missisippi helle Sandstrände hat. Es ist ziemlich warm und über mir ziehen kleine Mikrosoft - Wölkchen am Himmel vorbei. Auf einer der Wiesen am Flussufer machen wir Rast. Unsere Kühltasche bietet uns kaltes Mineralwasser, leckere Früchte, Brot und Käse. Mehr brauchen wir nicht!
Unser Nachtlager schlagen wir diesmal in Fairmond auf, in einem Budget Inn Hotel, für 36 Dollar die Nacht ohne Frühstück, auf. Das Zimmer ist geräumig, saber, nett eingerichtet und bietet tatsächlich einen funktionierenden Internetanschluss, so dass ich schon ein Zimmer für die nächste Station buchen kann.

Wyoming (Equality State)

Als der 18.Tag angebrochen war, führte uns unser Weg weiter entlang der I90 durch Wyoming. Die Landschaft gleicht der in Wisconsin und Minnesota, ist jedoch hügeliger und bergiger und wirkt dadurch noch interessanter. Fährt man von der I90 auf die 14 in Richtung Greybull, kommt man immer höher und landet irgendwann bei den Shell Falls. Steinfreunde dürfen diesen Punkt nicht verpassen! Diese Gebirgslandschaft besteht aus 1000 Millionen Jahre altem Granit des Präcambriums. Das Wasser suchte sich seinen Weg durch das harte Gestein und hinterließ tiefe Rinnen, die heute als Wasserkaskaden zu bestaunen sind. Der Ort Greybull mit seinen 1815 Einwohnern wirkt wie eine Großstadt, im Vergleich zu den umliegenden Ortschaften, die es oft nicht über 50 Seelen bringen. Einkaufslädchen, Banken, Bau-und Gartenmarkt, kleine Hotels, Schulen und ein Campingplatz, umgeben von liebevoll gepflegten Vorgärten, in denen kleine Holzhäuser stehen - das ist, kurz gesagt, Greybull.
Am Ortseingang grüßt der winzige Flugplatz mit den Worten "In God we trust" und bei genauerem Betrachten der Start- und Landebahn und der Flieger, hofft man, dass sich die Himmelfigur dieses Vertrauens als würdig erweist.
Wyomimg ist einer der kleinsten und unbewohntesten Staaten Amerikas. Mit seinen ca. 500.000 Einwohnern, hat er gerade mal die Größe von Wuppertal oder Hannover. Die Fläche ist allerdings nur ein Drittel kleiner als die gesamte Bundesrepublik. Fährt man durch Wyoming ist der Straße gesäumt von Rinder - und Schafweiden. Vereinzelt sieht man auch Pferdefarmen, Zuckerrübenfelder, Bohnen oder Weizen. Seit einigen Jahren hat aber auch der Bergbau ( Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Uran-, Eisenerz) in bestimmten Regionen Einzug gehalten. Die Lebensart wird aber weiterhin eher von der Landwirtschaft bestimmt!

20. Tag

Wir haben den Yellowstone Nationalpark erreicht. Der Park ist berühmt für seine vulkanogene Landschaft mit Geysiren, Schlammtöpfen und heißen Quellen, denn er liegt direkt über der Magmakammer des Yellowstone-Vulkans. Diese beeindruckende Landschaft ist fast ein Muss, wenn man sich in der Gegend aufhält. Sie ist so faszinierend, dass man es kaum in Worte fassen kann. Wer sich Zeit nimmt, wird beeindruckende Tierbeobachtungen machen. Zu erleben sind Bären, Wölfe, Bisons, Murmeltier, Dickhornböcke, Erdhörnchen, Elche, Silberdachse, Biber, Bisamratten, Puma, Luchs, Stachelschweine oder Kojoten u.v.m., in freier Natur.
Die reiche Vogelwelt gewährt einen Blick auf 320 verschiedene Vogelarten, u.a. auf Fischadler, Wanderfalke, Elster, Nashornpelikan, verschiedene Spechte, Bartkauz, Kolinri oder verschiedene Entenvögel. Man braucht mindestes 3 Tage, wenn man sich etwas genauer im Park umsehen möchte.
Folgt man der 191/287/89 im Park in südlicher Richtung geht der Yellowstone Nationalpark in den Grand Teton Nationalpark über. Die Landschaft, Tier- und Pflanzenwelt ist sehr ähnlich wie im Yellwostone. Mein größtes Erlebnis war jedoch im Teton Nationalpark die Begegnung mit einem Bären. Wow, die sind echt groß. Nachdem die Hose fast voll war, konnte ich jedoch beruhigt festellen, dass sich der Bär nicht für Menschen interessierte.
Unweit des Teton Nationalparks liegt das kleine Örtchen Jackson, mit 8614 Einwohnern. Eine wunderschöne Kleinstadt im Stil des wilden Westens. Hier verkehrt noch eine alte Postkutsche. Die Hotels sind rustikal im Landhaus - oder Cowboystil eingerichtet und sehr günstig. Eine Übernachtung im Doppelzimmer ist für 25 Dollar zu bekommen. Nicht nur die Kleinstadt Jackson ist sehr sehenswert, auch das Umfeld des Ortes muss man sich unbedingt näher anschauen. Es gibt die Möglichkeit ein Kanu zu mieten und damit selbst eine Angeltour zu machen. Man kann an einer Wildwassertour auf dem Shake River teilnehmen oder einfach durch die einmalige Landschaft wandern. Ich bin ca.6km, über blühende Bergwiesen, zum Shake River Park gelaufen. Man erlebt herrliche Ausblicke und auf den Bergwiesen tummeln sich junge Fohlen, wie Gazellen, Elche mit ihren Kälbern und ab und zu bekommt man in weiter Ferne auch mal einen Büffel zu Gesicht. Die ganze Landschaft duftet nach wildem Bergthymian. Etwas weiter südlich kreuzt man den Hoback River, der durch eine völlig unberührte Landschaft mäandert. Auch diese Ecke Wyomings ist sicher einen längeren Urlaub wert!!!

25.Tag

Utah (The Beehive State) , mit seiner Hauptstad Salt Lake City, haben wir, dem Himmel sei Dank, hinter uns. Utah ist eines der amerikanischen Bundesstaten, die mir am wenigsten gefallen. Die trockene, fast pflanzenlose Steppenlandschaft, die über große Teile des Bundesstaates verteilt ist, hatte ich recht schnell satt. Das extreme Steppenklima mit heißen Sommern, kalten Wintern, wenig Niederschlag, gleichmäßig übers Jahr verteilt, ist vielleicht ein schöner Aufenthaltsort für Klapperschlangen und Mormonen - ich war eher froh, als ich Utah in Richtung Nevada wieder verlassen konnte. Aber auch Utah hat seinen Reiz! Sehenswert ist der Canyonlands-Nationalpark in der Nähe von Moab, der durch Erosion entstandene Bryce-Canyon-Nationalpark im Südwesten, der Zion-Nationalpark im Südwesten an der Grenze zu Arizona, der Capitol-Reef-Nationalpark oder das Cedar Breaks National Monument, in dem man bizarre Erosionen in Sandstein sehen kann.
Inzwischen sind wir schon in Nevada (Las Vegas) ankenommen und endlich ist es Zeit für einen längere Pause. Mal wieder hocken wir im Hotel Wynn. Schön schön, aber für mich kein Ort, der mich zum längeren Verweilen anregt und so machen wir uns nach 2 Tagen wieder auf den Weg nach San Francisco.

Die Westküste ist erreicht

Knapp 8000 km liegen hinter uns und noch ca. 35 Tage vor uns.
Von San Francisco fuhren wir nach Los Angeles, einer Millionenstadt mit dörflichen Charakter.
Von Los Angeles geht es dann wieder zurück nach Las Vegas ins Hotel Luxor. Eine Woche Pause am Pool, in der Sonne - lesen, faulenzen, abends früh schlafen, ein bisschen den Wahnsinn genießen, Musik hören, ausschlafen, 50 Dollar im Casino verballern und endlich mal nicht ins Auto steigen müssen. Ich kann das Auto inzwischen nicht mehr sehen. Es reicht gerade noch um bis zum Hoover Damm und ins Death Valley zu kommen.
Inzwischen ist es merklich wärmer geworden. Während es in New York noch Frühling war, ist es inzwischen höchster Sommer in Nevada, mit Temperaturen um 100 Grad Fahrenheit. Kühler wird es in den nächsten 30 Tagen wohl kaum werden, denn unsere Rückreise nach New York, führt durch die südlichen Bundesstaaten.

33. bis 40.Tag

Wir machen uns auf den Weg nach Arizona. Gut, dass unser Super8 Motel für 22 Dollar, Klimaanlage hat, denn es ist noch wärmer geworden. Wir folgten der 40 Richtung Flagstaff und weiter bis Holbrock, weil wir im Petrified Forest wieder eine Rast einlegen wollten.
Das klimatisierte Auto zu verlassen fiel einigermaßen schwer. Man musste es sich 2 mal überlegen, ob man wirklich aussteigen wollte, bei der unglaublichen Hitze, die einem entgegenschlug. Der Petrified Forest ist jedoch eine echte Attraktion der Natur und die wollten wir uns nicht entgehen lassen. Der Petrified-Forest-Nationalpark auf dem Colorado-Plateau, ist eine ausgedehnte Fundstätte von Fossilien und verkieseltem Holz. Außerdem gibt es dort auch noch vereinzelt Sedimentgestein der Obertrias.
Nachdem wir Arizona verlassen hatten, fuhren wir quer durch New Mexico, mit einer mehrstündigen Rast in Albuquerque und übernachteten im Super8 Motel in Tecumcari für 29 Dollar.

New Mexico

Dieser Bundesstaat ist eine Hochebene. Die Landschaft, die zwischen den Gebirgszügen der Rocky Mountains liegt, ist flach und hügelig. Das Klima ist im Sommer sehr trocken und heiss - nahe der Gebirgszüge sind die Winter kalt und schneereich. Es gibt in New Mexico tatsächlich Skigebiete in der Gegend um Santa Fe. Der Süden des Staates ist Teil der Chihuahua-Wüste. Ich muss gestehen, dass ich New Mexico, ähnlich wie Utah, weniger abgewinnen kann. Eine Ausnahme bildet jedoch die Gila Wilderness im Südwesten, die schwerer erreichbar vom Menschen fast unberührt ist. Sehenswert ist das farbige Sandgestein in unterschiedlichen Regionen des Staates. Eine Reise wert ist der anscheinende ewig blaube Himmel, der über dem Bergregionen besonders leuchtet und das Farbenspiel von Sonne und Schatten in den trockenen Schluchten.


Als wir Oklahoma erreichen ist der 38 Tag angebrochen. In El Reno, kurz vor Oklahoma City finden wir eine Unterkunft im Budget Inn für 29 Dollar. Das Zimmer ist so schön, sauber und komfortabel wie alle anderen Hotels bisher.
Die Hitze ist auch am Abend noch gewaltig und da freut es uns, dass der Pool bis 22 Uhr geöffnet hat. Als ich voller kühler Erwartung ins Wasser steige, bin ich doch etwas überrascht, denn der Pool ist beheizt und wärmer als meine Badewanne daheim. Darin zu schwimmen ist schier unmöglich. Man bekommt Schweißausbrücke. Wenn man das Wasser wieder verläßt, empfindet man die 32 Grad warme Abendluft als Abkühlung.
Die einzige Möglichkeit zur Abkühlung bietet die Klimaanlage im Hotelzimmer.

Texas (Lone Star State)

Für mich, neben Oregon und Wisconsin, einer der schönsten Bundesstaaten Amerikas. Ich hätte mir Texas nie so schön grün vorgestellt! Kleine Seen, Rinderfarmen, Wälder und Auen durchziehen den Staat. Kleine und auch große Städte (Dallas, Fort Worth, Irving oder Plano) sind eine echte Augenweide. Wohl durchdachte Architektur, die den Gedanken an die Umwelt nicht außen vor ließ, führte zu eineem wohlgefälligen Stadtbild. Viele sehr alte Bäume mussten den modernen Neubauten nicht weichen und bieten heute schattige Oasen zwischen den Häuserschluchten. Hier erfährt man, dass modern und klassisch keinen unbedingt unpassenden Gegensatz bietet. Außerhalb der großen Städte ist Landleben angesagt. Die Farmhäuser sind größer, die Rinderherden riesig und ab und zu taucht auch ein Bohrturm auf. Auf den stets bewässerten Feldern wächst Zuckerrohr, Tabak, Weizen und Mais.
Texas ist ein konservativer Staat, in dem die Todesstrafe noch häufig Anwendung findet. Wer sich als Deutscher jedoch über die Texaner (Amerikaner) ereifert, dem sei gesagt, dass deutsche Einwanderer Texas zu einem großen Teil geprägt haben. Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Texas über 100.000 deutschsprachige Texaner. Erst der 1. Weltkrieg machte die deutsche Sprache unter den deutschen Texanern sehr unpopulär. Es war plötzlich peinlich in der Öffentlichkeit deutsch zu sprechen und so ging die Zahl der deutschsprachigen Texaner rapide zurück. Diese Tatsache soll die Anwendung der Todesstrafe keinesfalls rechtfertigen! Ich möchte einige bekennende Amerikahasser, nur einfach mal daran erinnern, dass es z.T. unsere deutschen Vorfahren waren, die der Todesstrafe zustimmten und ihre Nachkommen es bis heute tun.
Am 40. Tag überqueren wir bei Shreveport die Grenze nach Louisiana, fahren auf der I49 in südlicher Richtung durch Alexandria und zweigen dann ab auf die 1 nach Marksville. Gegenüber des großen, nobelen Casinos gibt es einen schön angelegten Golfplatz, in dessen Nähe kleine Golfvillen vermietet werden. Das sind wunderschöne Behausungen aus Holz, mit 2 geräumigen Zimmern, einem ansprechenden Bad, einer kleinen, voll ausgestatteten Küche, Klimaanlage und einer lustigen Holywoodschaukel auf der Terrasse, die mit Eisenketten von der Decke baumelt. Für 2 Tage kosten die kleine Villa 60 Dollar. Sie bietet Platz für 4 Personen. Marksvill ist eine Stadt, mit einem alten, sehr schönen Stadtkern, der langsam verfällt. Es hat sich ein neuer Stadtkern rund ums Casino gebildet. Mc Donalds, Burger King und all der Kram, hat sich im neuen Zentrum angesiedelt und den alten Kern menschenleer gemacht, fast überflüssig. Die alten, hübsch verzierten Holzhäuser, in denen mal kleine Geschäfte waren, stehen leer.
Trotzdem ist Marksvill eine sehr schöne Stadt, mit blühenden Bäumen in allen Farben. Ich habe solche Bäume noch nie gesehen. Manchmal blühen sie himmelblau oder tief dunkelrot, gelb oder rosa. Am frühen Morgen, wenn die Wiese noch feucht vom Tau der Nacht ist, lohnt sich ein Morgenspaziergang. Es ist noch nicht so heiß, die Stadt, deren grünes Umfeld langsam zu erwachen beginnt, schläft noch und aus den Bäckereinen duftet es nach frisch Gebackenem. Ein Sonnenaufgang am See (Petite Riviere) dessen zerklüftets Ufer vielen Tieren ein Zuhause bietet, ist ein guter Start in den Tag. Schon früh um 6 Uhr trifft man auf ein paar verschlafene Angler, die ihr Glück versuchen, gern ein Schwätzchen halten und den Kaffee aus den Thermoskanne teilen.

41. bis 50. Tag

Es ist heiß und ich habe das Gefühl es wird immer heißer. Je weiter man in den Süden kommt und sich dem Meer nähert, desto höher wird die Luftfeuchtigkeit. Die trockene Hitze ist nicht unangenehm, aber die feuchte Hitze schafft mich ganz schön. Man stellt viele Aktivitäten ein, läßt die Sachen erstmal langsam angehen und kriecht wie eine Schnecke. Man braucht gar nichts zu tun, um zu schwitzen. Es reicht schon, einfach auf einem Stuhl zu sitzen und nichts zu tun.
Wir schwitzen uns durch New Orleans, geniessen ein bisschen frischen Wind am Mississippi, triefen durch Alabama und erreichen schließlich, über die Interstate 10, Talllahassee im Sonnenstaat Florida. Wir wollen noch bis zum südlichsten Punkt, nach Key West. Das Hotel Quality Inn in Tallahasse will 39 Dollar pro Übernachtung, die wir gern bezahlen, denn es gibt einen sehr schönen Pool, der diesmal auch nicht beheizt ist. Einerseits bedauerlich, andrerseits erfrischend, erleben wir, kurz bevor wir endlich den Pool nutzen wollen, ein gewaltiges Gewitter. Der Regen ist warm, wie in der Dusche. Es macht Spaß durch die Pfützen zu tanzen und das Wasser einfach auf sich plätschern zu lassen. Leider schlägt der Biltz erstmal ein und unterbricht die Stromversorgung. In den nächsten Tagen folgen in ganz Florida heftige Gewitter und so erleben wir den Sonnenstaat eine Woche im Regen, mit ständig dunkelgrauen Himmel.

Florida

Viele Reisende lieben diesen Staat, in dem immer die Sonne zu scheinen scheint. Ganz ehrlich, ich finde, er ist mit Abstand der unschönste aller amerikanischen Staaten. Miami ist eine häßliche Stadt, die mit Hochhäusern unüberlegt zugepflastert wurde. Miami Beach ist überlaufen und laut. Wer sich einen Platz im Wasser neben knatternden Bananenbooten, Jetskis, Tauchern, Surfern und Tretbooten ergattern will, braucht gute Nerven. Aber selbst an Land ist es nicht ganz so einfach Ruhe zu finden. Autos und Lkw`s brummen am Badehandtuch vorbei und in der Luft kreisen Hubschrauber und Flugzeuge, die irgendwelche Reklamebändchen hinter sich her ziehen.
Das ganze Umfeld von Orlando ist ein einziges Disney World. Für kleine Kinder wirklich schön gemacht, aber in Städten wie Kissimmee scheint man vergessen zu haben, dass es auch noch eine Altersgruppe oberhalb des 10. Lebensjahres gibt. Sehenswert ist der Everglades Nationalpark, den man jedoch keinesfalls im Sommer ohne Mückenschutz betreten sollte! Die schönste Reisezeit für diesen Park sind die Monate Dezember bis März, weil das die trockenen Monate sind, in denen es nicht so viele Mücken gibt.
Absolut empfehlenswert sind in Florida Daytona Beach an der Ostküste und der Ocala National Forst am Lake George. In Daytona Beach darf man zwar auch mit dem Auto auf den Strand fahren und auch hier weisen Schilder darauf hin, dass Handfeuerwaffen am Strand verboten sind, aber es läuft am Strand alles etwas ruhiger ab. Es gibt günstige Hotels direkt am Meer, von denen aus man oft Delphine beobachten kann. Der Strand ist jedoch so sauber, dass man den Eindruck bekommt, er wäre künstlich angelegt.
Wer sich im Süden Floridas befindet, sollte die langen Brücken über das Meer nicht scheuen und den Florida Keys einen Besuch abstatten. Das ist schon eine recht einzigartige Welt da draußen im Golf von Mexico, kurz vor den Ufern von Kuba. Allein die Fahrt über das endlos blaue Meer ist ein Erlebnis. In Key West gibt es ein paar Besonderheiten, die ich sehr zu schätzen weiss. Es gibt dort viele Kirchen, die keiner Konfession angehören. In keiner anderen amerikanischen Stadt ist die Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben so groß, wie auf Key West. Der Leitspruch der Insel ist "We Are One Human Family". Key West ist Tag und Nacht voller Leben und Musik. Die größten Pizzas ( so groß, wie ein Wagenrad ) gibt es dort und die Stimmung ist überall absolut angenehm. Am südlichsten Punkt der USA treffen viele verschiedene Kulturen, Musiker, Künstler und schrille Vögel friedlich aufeinander und sie scheinen Spaß miteinander zu haben.

Nach 8 regnerischen, aber trotzdem sehr warmen Tagen verließen wir Florida und machte uns auf den Weg nach Georgia. Unser Ziel war diesmal Savannah.
Über diese einzigarige Stadt gäbe es sehr viel zu berichten. Sie ist einfach atemberaubend schön. Den Regen in Florida hatten wir hinter uns gelassen, waren ins Hilton Hotel gezogen, mitten ins historischen Zentrum und erkundeten, nun wieder in glühender Hitze, die Stadt. Die nur wenig kühleren Abende verbrachten wir im Hafengebiet, wo Küster aller Art, für ein kleines Taschengeld auftraten, Kunsthandwerker ihre Arbeiten ausstellten und Musiker die Menschen mit Reggae beglückten. Savannah ist eine sehr abwechslungsreiche Stadt, die man nicht verpassen sollte, wenn man schonmal in Georgia ist. Wir hatten 2 wirklich erlebnissreiche Tage dort und brachen dann auf nach South Carolina.
Unser nächster Stopp war in Florence (South Carolina) Dort verbrachten wir eine Nacht im Hotel Day`s Inn für 34 Dollar und fuhren am nächsten Tag weiter nach Washington.

50. bis 60. Tag

Washington D.C. überraschte mich zunächst mit seinen Preisen. Als Hauptstadt und Regierungssitz der Vereinigten Staaten, hatte ich mir die Preise höher vorgestellt. Gleich neben dem Kapitol konnte ich 2 Stunden kostenlos parken und da mir das absolut nicht geheuer war, fragte ich doch lieber einen, der vielen umherstehenden Polizisten dieser Stadt. 2 Stunden reichten aus, um die Stadt grob zu erkunden, das Weiße Haus zu besuchen und die wuderschönen alten Parkanlagen zu bestaunen. Bei Herrn Obama stocherten 2 Gärtner lustlos in den Blumenrabatten und unzählige Menschen aus aller Welt brüllten per Megaphone ihre Hilfsgesuche über den Gartenzaun. Ich dachte es gäbe so eine Art Bannmeile um Obamas Wohnzimmer, aber das war nicht der Fall. Mit Plakaten behängt brachten die Menschen lautstark ihre Klagen, über die Lebensbedingungen in ihrem Heimatland zum Ausdruck und ich hoffte, dass Mr. Obama wenigstens sein Schlafzimmer im hinteren Teil des Weißen Hauses hat.
Washington ist eine sehr schöne, saubere und faszinierende Stadt. Es gibt viele beeindruckende Bauwerke, auch außerhalb des Regierungsbezirkes, sehr schöne Parks, Museen und Galerien. Die Stadt zu erkunden braucht schon einige Tage. Unweit des Weißen Hauses gibt es ein gut erreichbares Einkauszentrum. Da ich auf meiner gesamten Reise fast nur Selbstversorger war, schaute ich mir dieses Einkaufszentrum mal genauer an und musste festellen, dass die Preise für Lebensmittel und Bekleidung eher neidriger waren, als in anderen großen amerikanischen Städten.
Es fiel ein wenig schwer, sich von Washington zu verabschieden. Ich hatte das Gefühl, vieles noch nicht gesehen zu haben, aber irgendwann mussten wir schließlich wieder los.
Es ging weiter nach New Jersey. 24 Stunden in Philadelphia waren viel zu kurz, aber dann ging es schon wieder weiter nach Atlantic City. Endlich wieder Meer!
Atlantic City, ist eine seltsame Stadt am Atlantischen Ozean. Ich empfand diese Stadt als eine Mischung aus Las Vegas und einem verlassenen Dorf. Es gibt große Hotels mit Casino, die ein wenig verwaist wirken. Die kleinen Tante Emma Lädchen, mit Obstkisten vor dem Schaufenstern wirken gegen, die Hotelriesen, wie Puppenstuben, die sich bei der Bevölkerung großer Beliebtheit erfreuen. Sie sind immer gut besucht. Mir scheint, als hätte man hier versucht den Wahnsinn der Wüste Nevada an den Atlantischen Ozean zu tragen, was aber nicht so recht gelang. Atlantic City hat sich einen Teil seines Ursprungs bewahrt.

60.bis 65. Tag

So langsam neigt sich meine Reise dem Ende. Es wird Zeit wieder ans Koffer packen zu denken. Von Atlantic City nach New York ist es nicht so weit und dan mein Sohn in Los Angeles gelandet ist und New York noch nicht gesehen hat, werden wir die letzten 4 Tage in New York verbringen. Nochmal in den Central Park, nochmal durch die großen Buchläden, nochmal China Town - mein Sohn ist begeistert. Am letzten Tag habe ich mich dann auch noch dazu breit schlagen lassen, mir New York von oben anzuschauen und bin auf das Empire State Building gefahren. New York ist von oben beeindruckend hässlich.


Wir hatten ca. 16.500 km durch ein absolut faszinierendes Land zurückgelegt, als ich den Mietwagen am Tag unseres Rückfluges wieder zurückgab. Amerika hat viele Gesichter, traumhaft schöne Landschaften, sehenswerte Städte, eine atemberaubende Natur und eine großartige Flora und Fauna. Die unterschiedlichen Kulturen, sind mit ihrem völlig gegensätzlich wirkenden Ideenreichtum und ihrer Schaffenskraft, eine absolute Bereicherung. Amerika ist vielseitig - ein freies Land, dass an seiner Geschichte der Ureinwohner kränkelt.
Viele Menschen, leben in bitterer Armut, sind im Krankheitsfall nicht abgesichert und haben keine gesunde Zukunftsperspektive für ihr Alter.
Spricht man von Amerika, dann weiss ich heute nicht mehr welches Amerika gemeint ist, denn dieses Land ist so unglaublich groß, anders und unüberschaubar, dass man sich unglaublich schwer ein Bild basteln kann, in dem man die gesamte Bevölkerung erfasst. In fast jedem Bundesstaat sind die Lebensbedingungen anders. Für uns Europäer ist Amerika einfach ein Oberbegriff, unter dem man sich das vorstellt, was man in den Medien präsentiert bekommt oder was man in einem Urlaub erlebt. Amerika ist jedoch mehr. Amerika ist flächenmäßig, nach Russland und Kanada der drittgrößte Staat der Erde und nicht zu Unrecht trägt er den Namen USA (Vereinigten Staaten von Amerika). Die USA hat verschiedene Klimazonen, verschiedene Zeitzonen und auch unterschiedliche Sprachen. Neben deutsch und spanisch gibt es Bevölkerungsteile die französisch, chinesisch, koreanisch, vietnamesisch oder polnisch sprechen.
Diese Vielfalt spiegelt sich in vielen Regionen als Abwechslungsreichtum wieder.
Es gibt jedoch, was den Abwechslungsreichtum betrifft, eine Sache, die ich ganz allgemein bemängeln möchte. Auf meiner Reise habe ich gesehen, dass die Welt immer gleicher wird. Egal welchen Bundesstaat ich besuchte, die Straßen waren gesäumt von den gleichen Hotelketten, McDonalds, KFC, Wendy´s, Burger King, Walmart oder Walgreens. Private, ganz individuelle Hotels, Lebensmittelläden oder Restaurants gibt es kaum noch. Alte Stadtkerne werden kaum noch besucht, weil sich neue Zentren um diese Ketten bilden.
Mach schöner Ort wird so zum Einheitsbrei.

Die 65 Tage haben mich mit allem drum und dran (Flug, Benzin, Hotels, Mietwagen, Eintrittsgelder, Essen u.s.w.) ca. 5800 Euro für 3 Personen gekostet. Klar hätte man noch eine Menge mehr Geld ausgeben können, aber danach war mir nicht. Amerika ist ein sehr günstiges Urlaubsland, man muss sich nur von den Touristenhochburgen fernhalten.


   

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Bewertung für Mein Sommerurlaub 2009 von sunflower76

Pro: Land, Leute, Natur, Kultur, Erlebnis, Abenteuer, Lerneffekt,.....
Kontra: viele Kilometer, ohne Navi fast nicht bewältigbar

...Hallo meine Lieben, irgendwie scheint Ciao mein Produktvorschlag mit der Kombireise USA & Kanada nicht zu gefallen. Vermutlich wissen sie nicht unbedingt, in welcher Kategorie er einzustellen ist. Ich bin des Wartens aber müde und habe eine Kategorie g ... Bericht lesen

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14.09.2009
Warum in die Ferne schweifen?
Bewertung für Mein Sommerurlaub 2009 von ditho1911

Pro: Auch in Deutschland ist es schön
Kontra: ---

Warum in die Ferne schweifen... wenn das Gute liegt so nah? Könnte fast von Goethe stammen, dieser Ausspruch, aber nur fast. Vielleicht ist dieser Spruch an Goethes Gedicht "Erinnerungen" angelehnt: Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt ... Bericht lesen

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02.08.2009
... traumhafter Urlaub auf dänischer Ostsee-Perle...
Bewertung für Mein Sommerurlaub 2009 von jansdarling2002

Pro: Viel zu sehen, entdecken, Landschaft, Urlaub, Entspannung, Natur, kaum Touristen
Kontra: gibt es nicht wirklich, wenn nur Kleinigkeiten

Hi meine Lieben hach Sommerurlaub 2009, das ist doch eine schöne Erinnerung. Wie gerne erinnere ich mich an meinen / unseren Inselurlaub auf der dänischen Insel Bornholm zurück. Ach war das ein Erlebnis. Auch wenn das packen davor etwas stressig war ;-), ... Bericht lesen

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07.08.2009
"Zahlst du selbst?"
Bewertung für Mein Sommerurlaub 2009 von Cosmay

Pro: Sommerurlaub gibts auch für lau bzw. günstig; Zeit für viele Dinge, die man sonst nie macht
Kontra: ...ich wär doch ganz gern noch mal nach London ^^

Warum um alles in der Welt „Mein Sommerurlaub 2009“ nun unbedingt zur Debatte des Monats auserkoren wurde, kann selbst ich nicht beantworten. Ein wenig geschickter wäre es vermutlich gewesen, die Frage in den Raum zu werfen, ob man wegen der allgemeinen W ... Bericht lesen

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20.08.2009
Wenn die Stimmung auf dem Nullpunkt ist...
Bewertung für Mein Sommerurlaub 2009 von andreasloy

Pro: ich hab mich gut erholt
Kontra: das Hotelzimmer in Singen hätt etwas billiger sein können ;-)

... muss man Urlaub machen. Ist er vorbei, muß es wohl eine besondere Begebenheit sein die einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück bringt ;-) Ich verstehe zwar nicht wirklich, warum „Mein Sommerurlaub 2009“ in den aktuellen Debatten und nicht a ... Bericht lesen

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11.10.2009

Berichte die interessant sein könnten für Mein Sommerurlaub 2009    
Wenn ein Mann seiner Frau ohne Grund Blumen kauft, hat er einen.
Bewertung für Meine 7 schönsten Blumenfotos von  Lady-Alexa

Pro: Blumen sind eine tolle Sache, machen glücklich und zufrieden
Kontra: die Natur hat kein Kontra

..., eine Sonnenblume auch, danach ich dann schon Schluss. Dennoch finde ich sie nett anzusehen. Aufgenommen sind die Fotos 1-3 bei meinem Opa im Garten im Frühjahr 2009, 4&5 haben wir im Sommerurlaub 2009 in Ungarn aufgenommen. Die Bilder 6&7 sind wieder im Garten meines Opas entstanden, Ende Sommer 2009. Ich wünsche warme, schöne Gedanken!... Bericht lesen

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01.01.1970
Wassertaxi´s begleitet von Möwen und Meeresrauschen
Bewertung für Fähren-Fragebogen von  jansdarling2002

Pro: Fähren sind entspannend, sparen Zeit, geben Urlaubsfeeling
Kontra: Pomp, Blinkende Lichter und Zwangsbespaßung muss nicht sein.

...Hi meine Lieben, Einen Fährfragebogen habe ich entdeckt, da bin ich doch glatt mit von der Partie, da ich nun dank meines Sommerurlaubes 2009 doch auf einige Fährfahrten zurückgreifen kann, aber auch vorherige Urlaube kann ich mit einbeziehen. Na dann auf geht es. . 1 ) Auf welchen Routen bist Du schon mit Fähren gefahren? Mal sehen ob ich noch alle auf die Reihe bekomme... : Amsterdam-Ijmuiden nach Newcastle Upon Tyne im Jahr 2006, mit DFDS Seaways . Hirtshals - Kristianssand im Sommer 2007 für einen 36-Stunden Kurztrip mit Colorline . Hansthom ? Haugesund im Jahr 2007 mit Fjord Line [Diese Verbindung gibt es seit Nov.2008 nicht mehr] . Frederikshavn ? Læsø im Sommer 2008 mit der Fährgesellschaft Læsø . Ystad ? Rønne und Rønne ? Køge, im Jahr 2009 mit Bornholmstrafikken . Allinge ? Christiansø im Sommer 2009... Bericht lesen

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01.01.1970
Fast ein Deja-Vue: Wie bei Gerti so bei Oma
Bewertung für Abschied von  andreasloy

Pro: meine Oma muss nun nicht mehr leiden...
Kontra: ... doch Gerti hat diese Welt zu früh verlassen.

...neue Kraft tanken. Kurz nach dem Ende meines ?Sommerurlaubs? den ich vom 22.09.-07.10.2009 hatte erfuhr ich dann dass meine Oma im Krankenhaus ist und dort offenbar nicht mehr rauskommt. Krebs im Endstadium, Metastasen. Das beste wäre, sie würde von heute auf morgen friedlich einschlafen. Mit etwas gemischten Gefühlen fuhr ich bei nasskaltem Wetter Mitte Oktober nach Bamberg zum Ciao-Stammtisch. Eine Woche später (23.10.2009) dann der Anruf dass sie alle Kinder und Enkel sehen will ehe sie ?nur noch sterben will? und zum Papa (meinem schon vor Jahren verstorbenen Opa) will. Allerdings liegt sie auf der Intensivstation liegt und hat einen Virus. Man braucht Schutzkleidung und Mundschutz. Da hat selbst mein Vater von einem ?Abschiedsbesuch? Abstand genommen, erstens dürfen alle auf einmal sowieso nicht rein, wie stellt diese Frau sich das vor... Bericht lesen

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01.01.1970

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