Wenn die Stimmung auf dem Nullpunkt ist...
11.10.2009
Pro:
ich hab mich gut erholt
Kontra:
das Hotelzimmer in Singen hätt etwas billiger sein können ; - )
Empfehlenswert:
Ja
 andreasloy
Über sich:
Bekennender Faschingsmuffel +++ Ciao-Stammtisch in Augsburg am Samstag 05. Mai 2012 ab 17:30 Uhr. An...
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... muss man Urlaub machen. Ist er vorbei, muß es wohl eine besondere Begebenheit sein die einen wieder auf den Boden der Tatsachen zurück bringt ;-) Ich verstehe zwar nicht wirklich, warum „Mein Sommerurlaub 2009“ in den aktuellen Debatten und nicht an passenderer Stelle im Ciao Cafe zu finden ist, aber ich muß wohl nicht alles verstehen ;-)Mein Sommerurlaub 2009 startete pünktlich zum kalendarischen Herbstanfang. Ich hätte gerne bereits ein bis zwei Wochen früher Urlaub genommen, dies war aber arbeitstechnisch nicht machbar. Entweder muss ich da sein oder der Kollege, beide gleichzeitig geht nicht. Ich habe auf jeden Fall alles geschafft was ich mir für diesen Urlaub vorgenommen hatte – Singen, Fulda und Bad Hofgastein. Am Montag dem 21.09.2009 war ich dabei noch in der Arbeit, freute mich jedoch schon auf den ersten Urlaubstag. Da sollte es schon gleich auf Tour gehen. Am Dienstag dem 22.09.2009 verliess ich die Wohnung gegen 07:30 Uhr und fuhr mit der Straßenbahn zum Bahnhof. Pünktlich um 08:03 Uhr ging es dann mit dem ICE-3 nach Stuttgart und stieg dort um in einen ICE-T der mich auf der Gäubahn bis nach Singen brachte. Die Fahrt von Stuttgart nach Böblingen war sehr beeindruckend, vor allem die Ausfahrt aus dem Stuttgarter Hauptbahnhof mit Blick auf den Talkessel. Leider war es überwiegend neblig-trüb, erst bei Tuttlingen im Donautal konnten einzelne blaue Lücken im Himmel ausgemacht werden und in Singen schien dann überwiegend die Sonne als ich mittags um 11:50 Uhr dort ankam. Anschließend lief ich zum Hotel, ging einkaufen und sah mir die Innenstadt an.Am Abend ging ich Richtung Hegau-Tower, ich war auf das easySports Studio in Singen gespannt. Dieses befindet sich im 12. OG des 17stöckigen Hegau-Towers, von den Räumlichkeiten aus hat man eine tolle Sicht auf Singen, die Gleisanlagen des Bahnhofs und den Hohentwiel. An der Theke habe ich gerade das letzte Leihschloss (Vorhängeschloss) ergattert, denn meine Mitgliedskarte geht hier nur fürs ein- und auschecken. Die Schränke lassen sich in diesem Studio nicht elektronisch versperren. Ich hatte zunächst meine Probleme damit bis mir ein Mitarbeiter auf Nachfrage erklärte dass dieses Schloss sich durchdrehen lasse, „vielleicht sollte man einen Zettel Defekt dranhängen“. Wäre sicher eine gute Idee, Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung! Ne Stunde später war der Zettel auf jeden Fall noch nicht da. An der Sitzgruppe wartend auf den Kursbeginn fielen mir alte Zeitschriften auf – die Healty Living von Oktober 2008 (!!!) und April 2009. Um 18:32 Uhr begann dann mit zwei Minuten Verspätung RückenFit, etwas anders wie ich es gewohnt bin. Die Musik wunderbar leise (es gab keine) denn es gibt keinen abgetrennten Kursraum und während nach dem Wegräumen der „Bauch-Roller“ die einen den Anweisungen des Trainers folgen wird direkt gegenüber an den Ausdauergeräten trainiert. Nach einer halben Stunde war der Kurs vorbei und ging für die wo wollte noch in eine Viertelstunde Bauch über. Ich wollte nicht ;-) Am nächsten Tag dann fuhr ich mit dem Inter Regio Express (Nahverkehrszug) um 8 Uhr von Singen nach Basel wo ich um 09:15 Uhr ankam. Dort hatte ich leider weniger Glück mit dem Wetter, während es bei der Abfahrt in Singen schon etwas sonnig war herrschte in Basel noch trübe hochnebelartige Bewölkung,
Bilder von Mein Sommerurlaub 2009
direkt am Rhein sogar etwas mehr Nebel. Die Fahrkartenautomaten der Baseler Tram nahmen mir Euro-Münzen an, zu Fuß und mit der Tram ging es dann auf Entdeckungstour durch Basel. Mittags dann fuhr ich nach Singen zurück, machte im Hotel kurz Brotzeit und dann gings auch schon nach Überlingen am Bodensee. Nach einer Stunde Fahrzeit und 3 Minuten Fußmarsch war ich dann am Eingang der Bodensee-Therme. Dort hab ich mich wunderbar entspannt in den Wellness-Becken, ehe es am späten Nachmittag zurück nach Singen ging.Am nächsten Morgen (Donnerstag) dann hieß es erst mal am Bahnhof warten. Im Hotel war der Zug für die Heimfahrt noch als pünktlich gekennzeichnet im RIS, am Bahnsteig wurden 10 – 15 Minuten Verspätung daraus. Und voll war der Zug, offenbar mehrere Wandergruppen und eine Schulklasse. Die erste Klasse freigegeben, ich fand dort einen Platz. Über Friedrichshafen und Biberach (Riß) erreichte ich Ulm und hatte aufgrund der 15minütigen Verspätung einen beschleunigten Umstieg der bis zuletzt wackelte. Doch Anschlußzug erreicht, alles gut. Um 12:50 Uhr war ich wieder zuhause am Bahnhof. Von Freitag bis Sonntag dann war ich in meiner Heimatstadt, am Montag 28.09.2009 ging es nach Fulda. Der Zug fuhr um 07:33 Uhr und kam kurz nach 10 Uhr am Ziel an. Einchecken konnte ich zu dieser Zeit noch nicht, aber das war auch nicht anders zu erwarten. Ich stellte mein Gepäck ab und machte Spaziergänge durch Fulda (Innenstadt, Dom, Schloßgarten). Gegen 12:30 Uhr checkte ich dann ein, später ging es dann nochmals in die Innenstadt. Während des Aufenthalts ging es für mich im Bademantel auch desöfteren in das hoteleigene Solebad und die Saunalandschaft, dort nutze ich vor allem die Ruheräume mit Wärmeliegen und Kopfhörer mit Instrumental-Musik. Montag abend und Dienstag vormittag ging es dann auch noch ins EasySports Studio Fulda in der Löherstraße, übrigens so wie bei mir zuhause in Augsburg eine ehemalige Fitness Company.Das Studio gefällt mir recht gut, zumal sich die Schränke in den Umkleiden elektronisch versperren lassen. Was mir etwas unpraktisch erscheint, sind die etwa 15 Treppenstufen zur Kinderbetreuung, es gibt keinen Lift. Montags von 19:30 – 21:00 Uhr habe ich dann bei Nina Yoga mit gemacht, etwas anders wie ich es kenne. Ich war der einzige der sich anfangs in die Totenstellung legte (die anderen zogen den Schneidersitz vor) und auch die im Halbkreis angeordneten Matten und die Duftkerze (immerhin kein Räucherstäbchen, Gott sei Dank) waren für mich neu. Von den Übungen her kannte ich die meisten, es kamen unter anderem Baum, Kamel, Krieger und natürlich das obligatorische Sonne grüßen dran. Am Ende dann A-O-M singen, auch für mich neu – ich war der einzige der ein Omm sang weil mir das A-Omm einfach nicht gelingen wollte. Am Dienstag vormittag wollte ich dann TaiChi (10 – 11 Uhr) machen, so wie es im Internetkursplan stand. Im Kursplan vor Ort stand jedoch von 11 – 12 Uhr Pilates. Um 10:50 Uhr im Studio angekommen zog ich mich dann um, sah noch zu was die Trainerin mit zwei Leuten machte und wartete zusammen mit zwei anderen darauf dass es 11 Uhr wurde. Dann erfuhr ich, dass das eben Pilates war man habe es ab heute vorverlegt. Toll, warum sagt mir das keiner? Die Dame an der Theke lud mich zu einem Entschädigungsgetränk ein, ja man habe neue Kurspläne die seit gestern gelten, die müsse man jetzt dann auslegen. Haben sie dann auch gleich gemacht nachdem nicht nur ich geschimpft hatte. Die Trainerin jedenfalls hatte keine Lust zwei Stunden zu geben, „eine Stunde mehr geht nicht“. Da soll sie mal nach Augsburg kommen, da machen die meisten Trainer zwei Stunden hintereinander und manche sogar drei Stunden hintereinander. Am Mittwoch mittag kam ich zurück nach Augsburg, war Donnerstag und Freitag in Augsburg und dann schon wieder auf Tour. Samstag 03. Oktober schrieb ich morgens noch einen Urlaubsgruss an die Kollegen und kündigte in der email an dass ich mich schon wieder etwas auf die Arbeit freue, was zum einen ehrlich gemeint war und zum anderen meinen Chef sehr erfreute. Um 11:41 Uhr ging es mit dem EuroCity über München – Rosenheim – Traunstein – Freilassing – Salzburg – Bischofshofen – Schwarzach St. Veit – Dorfgastein nach Bad Hofgastein. Dort am Bahnhof mit wenigen Minuten Verspätung um 15:31 Uhr angekommen wartete schon der Bus der seit drei Minuten weg sein sollte. Der Bahnhof liegt außerhalb des Ortes, verspätete Züge werden nach Möglichkeit abgewartet. Das finde ich sehr klasse und hab das bisher noch nirgendwo erlebt. Gleich nach dem Zimmerbezug vertrat ich mir die Beine und ging einkaufen. Jeweils ab 18:15 Uhr war ich im Hotel beim Abendessen (Halbpension), morgens ab 07:30 Uhr gleich einer der ersten beim Frühstück machen. Sehr oft war ich auch in der Alpentherme in Bad Hofgastein, so ein Bademantelgang ist doch was feines und der unbegrenzte Eintritt ließ mich rein- und rausgehen wann ich wollte. Den Ort Bad Hofgastein habe ich dann am Sonntag so zwischen 12 und 16 Uhr genauer unter die Lupe genommen, morgens war ich schwimmen und wartete darauf dass es warm wurde und sich der Nebel restlos verzog. Komisch, auf 900 Meter über dem Meer noch bis gegen 11 Uhr stellenweise Nebel?Am Montag dann war ich wieder beim Frühschwimmen (so ein Reifen ist für Nichtschwimmer eine tolle Sache, er sorgt dafür dass ich nicht untergehe) ehe ich um 10:15 Uhr mit dem Bus nach Bad Gastein fuhr. Dort zog es mich vor allem an den Wasserfall, der da mitten durch den Ort rauscht und den ich schon von weitem hörte. Wohnen möchte ich hier nicht, schon gar nicht unmittelbar am Wasserfall. Waren die Wege bisher bergabwärts, hätten sie nun etwas steil bergauf geführt zur Bushaltestelle zurück nach Bad Gastein. Doch ich hatte Glück dass der nur stündlich verkehrende Bus gerade zu einer Haltestelle nahe des Wasserfalls kam und mich zurück brachte. Am Dienstag 06.10.2009 fuhr ich um 10:30 Uhr mit dem EuroCity zurück, wegen Bauarbeiten bei Übersee (mit Standzeit in diesem Bahnhof um auf den Gegenzug zu warten) kam ich mit 10 Minuten Verspätung in Augsburg an, genauer gesagt um 14:30 Uhr. Zuhause Koffer abstellen, ne Runde drehen und dann freute ich mich auch schon auf das Bilder übertragen. Auspacken konnte ich später, nur das nötigste wurde gleich ausgepackt. Der Tinnitus im rechtem Ohr ist etwas lauter, kein Wunder da die Klimaanlage im Zug nicht gerade leise war. Abends schlaf ich trotzdem recht schnell ein, mir fehlt einfach Schlaf ;-) Mittwoch der 07.10.2009. Liegt es am bevorstehenden Wetterumschwung oder am doch recht sportlich zu Ende gegangenen Urlaub dass ich mich heute nicht so wohl fühle? Die Beine tuen mir auch zeitweise weh, vor allem beim Laufen. Ich bin noch von der langen Fahrt geschädigt. Doch dagegen hilft nur eines – raus an die frische Luft. Nachdem ich mir etwas die Beine vertreten habe fahre ich mit dem Bus nach Hochzoll, ich könnte das ungewöhnlich warme Wetter nutzen um mal wieder die Baustelle (Neubau) der Straßenbahnlinie 6 abzulaufen. Die Stimmung ist noch immer auf dem Tiefpunkt, als ich im Bus eine junge Mutter auf dem Sitz vor mir sehe die ihre schlafende Tochter ganz zärtlich im Arm wiegt (da fing ich unweigerlich zu schmunzeln an) und später in den Kinderwagen setzt. Da wir beide an der Haltestelle Hochzoll Mitte aussteigen frag ich sie ob sie Hilfe beim Aussteigen benötigt. Danke nein ist ja ein Niederflurbus und der Randstein ja nur wenige cm entfernt. Eine Puppe macht sich vom Kinderwagen selbstständig, ich hebe sie auf, oh dankeschön das ist aber sehr lieb. Ein bezauberndes Lächeln, ein Lob das von Herzen kommt, meine Stimmung ist nun besser. Donnerstag der 08.10.2009. Morgens um 07:40 Uhr komme ich im Büro an, ein kurzer Plausch über den Urlaub und schon stürze ich mich wieder in die Arbeit. Als ich abends gegen 17:00 Uhr nach Hause komme merke ich schon dass ich geistig nicht mehr in der Lage bin heute Abend am Fahrgastbeirat teilzunehmen. Wie gut dass ich meine wacklige Teilnahme bereits am Vormittag telefonisch bekannt gegeben habe. Ich wär ja gerne gekommen, aber frisch aus dem Urlaub zurück und erster Arbeitstag danach waren zwei kontraproduktive Faktoren. Zumal der Termin um eine Woche vorverlegt wurde, das habe ich dann bei meiner Rückkehr aus Singen erfahren und wußte sofort: Das ist ungünstig, dass muß ich vom erstem Arbeitstag her abhängig machen was los ist im Büro. Ich habe mich in meinem Urlaub recht gut erholt, vor allem im letztem wo ich traumhaftes Bergwetter hatte und einen Bademantelgang in die Alpentherme Bad Hofgastein. Knapp über zwei Wochen mal an was anderes denken, da kann man schon neue Kraft tanken. Jetzt geht es mit frischer Energie auf die kommenden Aufgaben!Hier ein Überblick über meine Urlaubskosten: 2 Nächte im Best Western Hotel Singen *** a 89 EUR = 178 EUR 2 Nächte im Esperanto Hotel in Fulda ****S a 76 EUR = 152 EUR 3 Nächte im Österreichischem Hof **** in Bad Hofgastein a 82 EUR = 246 EURIn Singen und Fulda incl. Frühstück, in Fulda incl. Solebad und Sauna. In Bad Hofgastein incl. Halbpension und unbegrenztem Thermeneintritt exklusive Kurtaxe. Fahrkarten mit BahnCard 50 (Hin- und zurück) ohne Reservierungen: Augsburg – Singen 58,50 EUR Singen - Basel 19,40 EUR Singen - Überlingen 6,90 EUR Augsburg - Fulda 67,-- EUR Augsburg - Bad Hofgastein 56,10 EUR (wegen 10 EUR Gutschein)Hotelkosten: 576 EUR Bahnkosten: 207,90 EUR Gesamt: 783,90 EUR zuzüglich ca. 30 EUR für Brot, Getränke, abendlichen Joghurt (mein Betthupferl *g*), Kurtaxe und ReservierungenBILDUNTERSCHRIFTEN aus Bad Hofgastein: Bild 1: Family-Außenbereich der Therme (ein richtig schönes Herbstbild) Bild 2: Mit diesem Kleinbus ging es vom Bahnhof ins Zentrum Bild 3: Wer sieht den Salamander im Kurpark? Bild 4: Wer will ein Eis vom Känguruh? Bild 5: Der Urlauber wollte unbedingt auch auf ein Foto ;-) Bild 6: Der Ausblick aus meinem Hotelzimmer nach NebelauflösungBILDUNTERSCHRIFTEN aus Bad Gastein: Bilder 7 und 8: Diese Kugel nahe Mozartplatz gefällt mir ;-) Bilder 9 und 10: Der Wasserfall mitten im Ort
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19.10.2009 00:00
*BH nachreicht* :)
18.10.2009 19:06
Hier kommt das lange versprochene BH nachgereicht. Gruß Doris
16.10.2009 17:55
schön beschrieben, super Bilder!