Wenn man träumt man träume
06.07.2006
Pro:
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Kontra:
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Empfehlenswert:
Nein
 dahmane
Über sich:
Man muß schon ein Herz aus Stein haben, um über Little Nells Tod nicht zu lachen. - Oscar Wilde
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Ich bin mir nicht sicher, warum es mir angemessen erschien, nicht aus dem dunklen Jaguar auszusteigen, als ich angekommen war. Es war ein großes Gebäude, niedrig, wie ein altes Ausflugslokal, sagen wir, an der englischen Südküste. Ein flacher Bau mit niedriger Decke, ziemlich verwinkelt, mir gegenüber eine lange Reihe Fenster, die anscheinend auf das Meer hinausblickten. Bevor ich hineinfuhr, mit dem Wagen, versteht sich, hatte ich den Eindruck von schlecht proportionierten und willkürlich zusammengewürfelten Gebäudeteilen an den Rändern der Wahrnehmung, Teile von Gebäuden, die ich schon einmal irgendwo gesehen habe, ein wenig absurd, aber so, wie man es sich vielleicht erträumt als weitläufiges Erkundungsgebiet, das nie enden wollende Überraschungen und Wendungen birgt wie der wahnsinnige komplex in Tad Williams "Otherland". Drinnen saßen unglaublich viele Leute, allesamt Ausflügler. Sie saßen an achteckigen Tischen aus poliertem dunklen Holz, wie in einem Wiener Café, nur daß es keine wunderbar gerundeten Stühle von Thonét waren, die um den Tisch herumstanden, sondern eckige Jugendstilstühle aus Nußbaum, dunkel gebeizt und lackiert., mit Sitzen aus hellerem Rohrgeflecht. Irgendwie habe ich den schweren Wagen durch die eng stehenden Tische hindurchgesteuert. Niemand nahm von mir Notiz. Die Leute, mit denen ich mich hier treffen wollte zu einer geschäftlichen Besprechung, sah ich nirgendwo. Ich konnte mich aber auch nicht erinnern, wer sie sein sollten, geschweige denn, wie sie hießen. Anscheinend war die "geschäftliche Besprechung" nur eine Chiffre für etwas anderes, das mich mit einem sehr unbestimmten Unbehagen zu erfüllen begann. Es war ziemlich lärmig. Die Aufwärter liefen auf Rollerblades zwischen den Tischen hindurch. Irgendwann hatte ich mich durch alle Räume bewegt, die versetzt aneinander lagen wie riesige Bienenwaben; dann war Schluß. Ein etwas ungepflegter Hof, dahinter eine abfallende dunkles Wiese. Es regnete beharrlich. Die Tropfen zerplatzten auf dem Teerpflaster. Der Hof war von sorgsam markierten Parkplätzen eingerahmt. Die Markierungen aus verblichenen hellen Farbstreifen schienen mir auch ein bißchen ineinander verschachtelt. An der Wand standen ein paar runde Mülltonnen aus verzinktem Blech. Ich würde den Wagen so einparken, daß ich jederzeit von hier verschwinden könnte. Ich hatte einen von diesen eckigen Stühlen in der Hand. Hinter mir war alles still. Ich stellte den Stuhl im strömenden Regen sorgfältig so mit der Sitzfläche nach unten auf die nasse Tischkante, daß ich hinterher einfach so würde ausparken können. Keiner würde seinen Stuhl vor meinen Stuhl stellen und mich behindern. Da war ich mir sicher.Als ich aufwachte, erschien mir noch immer alles schlüssig und unbedenklich. Ich stand auf und tappte ins Bad. Vielleicht sollte ich den Stuhl mit einer Plane abdecken. Bestimmt hatte ich das Schiebedach nicht richtig zugemacht. Aber es hat eine Wanne integriert, die das Spritzwasser aufnimmt. Also wird schon nichts passieren. Draußen, auf unserem Balkon, bewegten sich die Zwirbelkiefern im Wind. Erst wenn einem die Träume absurd erscheinen, ist man wirklich aufgewacht.
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09.08.2006 02:48
Blue hour.... Always here and near - Absurdistan.
18.07.2006 16:42
Was kann absurder sein als das Leben?
09.07.2006 19:45
ich träumte letzte nacht folgendes: ich hatte die aufsicht für das große fußballstadion. es war samstag und ich gehörte zu einer kleinen gruppe freunde. aber erst war ich allein und kontrollierte, ob die fluchtwege frei waren. zwei ordner sahen mich und schimpften. ich schimpfte lautstark zurück, dass ich hier bin, um die fluchtwege zu kontrollieren und sie sollen sich mal abregen. danach ging ich in eine art treppenhaus und sah einen hyazinthara (http://www.tiermotive.de/tieralbum/4images/data/media/285/hyazinthara-02.jpg), der übrigens der größte papagei ist, auf dem boden liegen. er war struppig, noch sehr jung (hatte auf dem kopf eher flausch als federn) und sah fast tot aus. sein flügel war vollkommen verdreht, wahrscheinlich gebrochen. hyazintharas sind meine lieblingspapageien. ich überlegte kaum, ob ich ihn sterben lassen sollte. ich nahm ein handtuch, drehte den flügel in die richtige position und wickelte das handtuch um seinen körper, damit er nicht flattern konnte. er spürte, dass ich ihm helfen wollte und blieb ganz ruhig und lieb. ich hielt ihn wie ein baby, sein kopf war aber aufgrund der größe an meinem und er schnäbelte liebevoll an meinem ohr. ich ging zu meinen freunden und forderte sie auf, einen spezialisten für papageien ausfindig zu machen, der den ara rettet oder ihm hilft. (im grunde würde dieser auch nur einen schonverband anlegen). niemand war erreichbar. ich wurde lauter und ungeduldiger und rief , sie sollen züchter anufen, weil die meist tierärzte für papageien kennen würden. und in zoos. es war sooo schwer, an diesem fußballsamstag einen arzt zu finden und ich war fast verzweifelt. dann ließ ich den ara runter, um selbst zu telefonieren. er bewegte die flügel, die wieder ganz normal aussahen nicht und hüpfte im haus umher. ich ließ ihn, da ich ihn jederzeit finden und nehmen konnte. dann wachte ich auf...