Mein (weiteres) Ciao-Jubiläum

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... Meine Mandeln waren schon immer riesengroß gewesen, mussten aber bisher nie raus, da sie nun mal auch gut für das körpereigene Immunsystem sind. Doch letztes Jahr hatte es dann keinen Sinn mehr. Mittlerweile waren meine Mandeln derart zerklüftet, dass sich die Krankheitserreger jedes Mal darauf ... Bericht lesen





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Ciao proudly presents: Wishmaster 2000
Erfahrungsbericht von The-Wishmaster über Mein (weiteres) Ciao-Jubiläum
05.08.2008


Produktbewertung des Autors:   


Pro: .  .  . ich bin zufrieden .  .  .
Kontra: .  .  . es war harte Arbeit .  .  .

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Wie beginnt man einen Bericht für ein Jubiläum? Ich könnte jetzt damit anfangen, dass erstens immer alles anders kommt und zweitens als man es denkt. Und dann wäre das gar nicht so verkehrt. Denn erst vor zwei Tagen habe ich gemerkt, dass ich der Grenze von 2000 Berichten mittlerweile verdammt nahe gekommen bin. Ich weiß, dass beim Lesen der Berichte in meinem Profil etwas anderes angezeigt wird und danach habe ich diese Grenze schon überschritten, aber da zählen seitens Ciao offenbar auch die bereits gelöschten Berichte mit rein, von daher ist erst heute die offizielle Grenze von 2000 Berichten erreicht. Und was war nun meine Idee für den heutigen Bericht?


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| ° Wishmaster 2000
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Ja, der "Wishmaster 2000" sozusagen. Keine lustige Story mit Anspielungen auf die Community und darauf, dass selbst in den hohen Farbrängen Leute existieren, die scheinbar keine Digicam haben, dafür aber umso mehr hochwertige Artikel und die dann noch mit Minimalberichten beschreiben, die größtenteils mit s.h. oder sogar b.h. abgeklickt werden. Nein. Keine Anekdoten aus meiner bereits über 7 Jahre dauernden Zeit bei Ciao, obwohl es da sicherlich genug zu erzählen gäbe. Nein.Und auch keinen ausformulierten Dank an alle meine Vertrauten, an alle Leser sowie an die Leute, die mir hier wichtig geworden sind. Wer das ist, weiß es selbst und dass ich allen Lesern zum größten Dank verpflichtet bin, versteht sich ja von selbst. Aber nein, auch das ist es nicht. Vielmehr möchte ich euch einfach ein kleines Stückchen mehr von mir erzählen und euch vielleicht ein wenig hinter die Fassade blicken lassen.


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| ° New & improved?
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Zuviel verraten werde ich dabei trotzdem nicht und wer noch mehr wissen will, darf gerne persönlich nachfragen. Dann werden wir auch sehen, ob es darauf eine Antwort gibt. *g*
Doch in erster Linie möchte ich den Bericht hier nutzen und ein wenig davon erzählen, was sich bei mir im letzten Jahr getan hat. Denn die letzten 12 Monate steckten für mich voller Veränderungen. Teils zum Negativen, aber in erster Linie hin zum Positiven. Ich habe einen Großteil meines Lebens umgekrempelt und auch wenn es teils schwere Zeiten waren, so bin ich doch froh es in Angriff genommen zu haben.

Angefangen hat im Prinzip alles damit, dass ich Anfang letzten Jahres immer wieder erkältet war und Mandelentzündungen in einer Tour hatte. Meine Mandeln waren schon immer riesengroß gewesen, mussten aber bisher nie raus, da sie nun mal auch gut für das körpereigene Immunsystem sind. Doch letztes Jahr hatte es dann keinen Sinn mehr. Mittlerweile waren meine Mandeln derart zerklüftet, dass sich die Krankheitserreger jedes Mal darauf freuten sich dort einzunisten und meine Mandeln letzten Endes nahezu konstant entzündet und eitrig waren. Da ich nicht nur im Kundenservice arbeite und somit jeden Tag Kontakt zu Kunden habe, sondern auch meine Stimme als Sänger bei "Circle of Grief" ab und zu brauche, konnte es so nicht weitergehen. Mein Hausarzt schickte mich also zum HNO-Arzt, der mich ans Krankenhaus überwies und gleich einen Termin vereinbarte, wann er mich dort dann höchstpersönlich operieren würde. Dieser Termin war für Anfang Juli geplant. Nun bereitet man sich ja vor einer OP entsprechend vor und selbst wenn es "nur so eine Kleinigkeit" wie eine Mandel-OP ist, hat man etwas Bammel davor. Mir ging es erst recht so, denn es war meine erste OP überhaupt.

Doch soll es jetzt gar nicht um die OP selbst gehen, denn die verlief problemlos, die Wunden heilten erstaunlich schnell und dank zweier netter Bettnachbarn vergingen auch die fünf Tage im Klinikum Kulmbach recht flott. Nein, aber diese OP war das Auslöser für mich etwas in meinem Leben zu ändern. Ich hatte lange Zeit Probleme damit es zuzugeben, aber ich litt unter starkem Übergewicht. Schlank war ich eigentlich noch nie gewesen, selbst im Kindergarten und in der Schule nicht. Doch als ich nach meinem Zivildienst meinen jetzigen Bürojob antrat, schlichen sich mit den Jahren so nach und nach immer mehr Kilos auf meine Hüften. Gerade durch unsere Arbeit im Schichtbetrieb war man froh, wenn man Feierabend hatte und nichts mehr unternehmen musste. Sport konnte ich schon in der Schule nie leiden, von daher wäre ich auch damals nie auf die Idee gekommen freiwillig Sport zu treiben. Gepaart mit der Tatsache, dass mein Schatz gelernter Koch ist, nahm das Unheil also seinen Lauf. Es war also nicht einmal so, dass ich ständig nur gegessen hätte, aber die fehlende Bewegung, die sicherlich auch nicht immer gesunde Ernährung und andere Sünden wie das Naschen am Abend vor dem Fernseher oder beim DVD schauen machten sich eben bemerkbar. Als die Waage irgendwann mal 125 kg anzeigte, war ich zwar schockiert, unternahm allerdings immer noch nichts dagegen. Zum Glück blieb es bei diesem Maximalgewicht und wurde nicht noch mehr. Doch war das dennoch schon eindeutig zuviel gewesen.

Ich musste daran etwas ändern und nahm genau den Zeitpunkt der Mandel-OP als Starttermin, um mein Leben in einigen Punkten auf den Kopf zu stellen. Ich hatte von der "Schlank im Schlaf"-Methode gehört und auch wenn das natürlich nicht so einfach gehen würde wie es der Name versprach, so klang diese Methode doch interessant. Es war keine strenge Diät, in der man sich alles verkneifen sollte, sondern eher eine Umstellung der Ernährung. Wer es nicht kennt, dem sei es ganz, ganz knapp erläutert, wobei man dazu im Netz leicht ausführlichere Infos findet: Man beginnt den Tag mit einem Frühstück reich an Kohlehydraten, isst zu Mittag Mischkost und achtet darauf, abends hauütsächlich Eiweiß zu sich zu nehmen. Drei Mahlzeiten, die gerne üppig sein dürfen, dazwischen allerdings keine kleinen Sünden oder Zwischenmahlzeiten. Wichtig ist es die Ruhezeiten von grob fünf Stunden zwischen den Mahlzeiten einzuhalten und natürlich auch Sport zu treiben. Nach meiner Mandel-OP konnte ich einige Tage lang sowieso kaum etwas essen, wobei ich in diesem Zeitraum noch nicht nach dem "Schlank im Schlaf"-Prinzip meine Nährung auswählte. Doch als die Wunden langsam verheilten und ich wieder essen konnte was ich wollte, wählte ich ganz bewusst, was ich zu mir nahm. Ich startete meinen Tag wie es sich gehörte mit zwei oder drei Brötchen samt süßem Aufstrich und einer Banane. Die Menge musste sein, damit dem Körper ausreichen Kohlenhydrate für den Tag zur Verfügung gestellt wurden. Mittags gab es dann meist in der Arbeit eine Käsesemmel aus dem Automaten oder auch mal was aus der Kantine. Das war die Mahlzeit, bei der sich am wenigstens darauf achtete, was ich zu mir nahm, denn Mischkost zu Mittag war ja erlaubt. Abends dann gab es bei mir vornehmlich Eiweiß. Oftmals genehmigte ich mir nur noch einen großen Becher Naturjoghurt, mal gab es auch Eier oder ganz oft einen frischen Salat, teils mit etwas Käse oder Wiener Würstchen dazu. Auch wichtig war es viel zu trinken. Ich nahm mir auf die Arbeit stets eine große 1,5 Liter Flasche Mineralwasser mit, die bis zum Feierabend vernichtet werden sollte und versuchte daheim noch einmal die selbe Menge zu trinken. Dass ich dadurch oft zur Toilette rennen musste war zwar an sich ein nerviger Nebenaspekt, doch so hatte ich gleich etwas mehr Bewegung. *lach*

Denn einzig mit einer Umstellung der Ernährung war es natürlich nicht getan. Auch wenn die Pfunde am Anfang relativ schnell purzelten und ich bereits nach wenigen Wochen die ersten Kilos abgenommen hatte, musste auch Sport sein. Dadurch sollte nicht nur der Kalorienverbrauch angekurbelt werden, sondern auch meine Muskeln mussten aufgebaut und die Haut möglichst straff gehalten werden. Ich muss gestehen, dass ich mich am Anfang wirklich dazu zwingen musste Sport zu treiben. Also bin ich her gegangen und habe mir den Sport ausgesucht, der mir selbst am meisten Spaß gemacht hat: Schwimmen. Schwimmen ist ohnehin gut, da dabei eigentlich so gut wie der gesamte Körper trainiert wird und es gerade wenn man übergewichtig ist auch die Gelenke kaum belastet. Das ist bei Sportarten wie Joggen/Laufen da ja ganz anders. Es ist ohnehin wichtig, dass man mit Spaß an die Sache herangeht und keinen Leistungsdruck aufbaut. Man sollte sich zwar schon Ziele setzen, diese aber in einem erreichbaren Maße halten. Die Geschwindigkeit wie schnell ich geschwommen bin war mir daher von Anfang an egal. Mir ging es eher darum, mich überhaupt im Wasser zu betätigen. Ich habe also mit Einheiten von 45 - 60 Minuten angefangen, was für andere allerdings schon wieder zuviel sein kann. Da sollte man auch selbst ein wenig auf seinen Körper hören und darauf achten, was einem gut tut. Durch meine Schichtarbeit war es nicht immer einfach, jedoch habe ich es auch oft ausgenutzt vor der Arbeit schnell eine Stunde ins Hallenbad zu gehen oder beispielsweise abends vor einer Nachtschicht. Mit der Zeit merkte ich, wie es sogar richtig gut tut. War ich anfangs nach dem Schwimmen oft erschöpft und müde, verschwand dieser Zustand schon nach kurzer Zeit und ich fühlte mich nach einer Stunde Schwimmen immer noch gut und voller Energie.

Da der Bericht nicht in irgendwelche Diät- oder Sport-Tipps ausarten soll, will ich mich mal in dieser Beziehung ein wenig kürzer fassen. Jedenfalls habe ich mir für den Heimgebrauch noch ein paar kleinere Geräte zugelegt, u.a. ein Mini-Bike, mit dem ich unter meinem Schreibtisch Radfahren kann und ein paar Hanteln, etc., um auch die Armmuskulatur trainieren zu können. Hier am Ball zu bleiben erfordert viel Eigenmotivation und es ist manchmal ganz schön schwierig, sich auch nur für 15 Minuten am Tag aufzuraffen. Da muss ich zugeben, dass mir das sogar heute noch manchmal schwer fällt. Auf der anderen Seite sehe ich mittlerweile deutlich das Ergebnis und bin verdammt stolz auf das, was ich erreicht habe. Angefangen hat es damit, dass meine Hosen immer weiter wurden und irgendwann auch kein Gürtel mehr geholfen hat. Zum Glück hatte meine Mutter noch etliche aussortierte Hosen bei sich daheim im Schrank hängen, die meinem Vater und meinem Bruder allesamt nicht mehr passten. Ich konnte einige davon mittlerweile tragen, andere waren noch ein klein wenig zu eng. So musste ich mir nicht gleich eine komplett neue Garderobe zulegen, zumal für mich zu diesem Zeitpunkt (da hatte ich die ersten gut 10 Kilo verloren) ja noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht sein sollte. Von Dezember bis Februar kam dann über den Winter hinweg eine echt harte Zeit. Trotz der ersten Erfolge ließ meine Motivation deutlich nach und gerade in der Weihnachtszeit sündigte ich auch mehr, als ich eigentlich wollte. Ich nahm nicht mehr weiter ab, allerdings sah ich es trotzdem als positiven Punkt an, dass ich nicht gleich wieder zulegte.

Im Frühjahr dann entschied ich mich wieder konsequenter auf meine Ernährung zu achten und hatte damit auch weiterhin Erfolg. Inzwischen bin ich auf ca. 96 - 97 Kilo runter, das schwankt immer ein wenig, und ich habe damit fast 30 Kilo abgenommen. Mein Ziel ist es noch weitere 15 Kilo zu verlieren, aber damit werde ich mir Zeit lassen. Wichtig ist mir, dass ich mit meiner Ernährungsumstellung super zurecht komme, zwischendurch trotzdem mal sündigen darf und dass ich weiterhin mehr oder weniger regelmäßig Sport treibe. Vor allem an den Oberarmen und den Beinen merke ich die Entwicklung der Muskeln recht deutlich und bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Ich hatte in den letzten zwölf Monaten zwar mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen und oftmals fehlte mir auch die Motivation. Mir hat es dann meist geholfen mir alte Bilder von Auftritten mit unserer Band anzuschauen. Nein, so wollte ich nicht weiterhin auf der Bühne stehen, dachte ich mir dann immer und das gab mir die Kraft, weiterhin durchzuhalten.

Auch in anderen Bereichen hat sich etwas getan, das gibt's aber jetzt nur in der Kurzzusammenfassung, da der Bericht ohnehin schon viel zu lang geworden ist. Dass ich mittlerweile zum Teil von der Brille auf Kontaktlinsen umgestiegen bin, hatte ich ja in zwei entsprechenden Berichten bereits verraten. Hinzu kommt, dass ich momentan an einer Fortbildung von meinem Arbeitgeber aus teilnehme und wenn alles gut läuft im November die Möglichkeit haben werde als zusätzliche Ausbildung den Abschluss zur "Servicefachkraft für Dialogmarketing" zu machen. Da mir mein Job Spaß macht und mir unsere Dozentin im Lehrgang auch jede Menge weitere Tipps gegeben hat, werde ich dann wahrscheinlich im Folgejahr das Studium zum "Fachwirt für Dialogmarketing" aufnehmen, um mich auch beruflich weiterzuentwickeln. Und der letzte Punkt betrifft dann noch einmal meine Optik, was einige vielleicht anhand des neuen Profilfotos bereits gemerkt haben: Seit ca. 8 Wochen sind meine langen Haare ab und ich habe sie bisher nicht ein einziges Mal vermisst. Im Gegenteil, denn von allen Seiten hagelt es nun Komplimente, dass ich viel besser, viel jünger und viel attraktiver aussehe als zuvor. Das gibt mir die Bestätigung, dass sich all die Mühe in den letzten zwölf Monaten gelohnt hat. Am wichtigsten ist aber, dass ich mich selbst dabei besser fühle und weiß, dass ich mir insgesamt etwas Gutes getan habe.


Ich habe wie gesagt noch einiges vor mir und weiß aber, dass ich meine Ziele nicht zu hoch gesteckt habe, so dass ich sie mit Ehrgeiz und der nötigen Konsequenz erreichen kann. Das ist denke ich einer der wichtigsten Punkte, den ich im letzten Jahr persönlich gelernt habe. Man muss die Veränderung wollen und etwas dafür tun, sonst ändert sich nie etwas.

Ich bedanke mich abschließen bei allen Vertrauen, allen Lesern und heute ausnahmsweise sogar bei allen Klickern (auch wenn die es nicht mitbekommen - selbst Schuld, aätsch!) - tut mir leid, wenn der ein oder andere vielleicht zum 2000. Bericht etwas anderes erwartet hatte, aber es war mir wichtig, auch mal ein paar persönliche Zeilen zu schreiben. DANKE für alles, denn ihr seid der Grund dafür, warum ich auch hier bei Ciao noch ein Ziel habe: Der schwarze Community-Punkt. Das wird zwar noch ein gutes Stück Zeit in Anspruch nehmen, aber ihr dürft mir ja gerne dabei helfen. *lach*

In diesem Sinne...

Stay dark!

The-Wishmaster2000


PS: Alle Freunde des schnellen Klicks haben eine einmalige Sache verpasst... ;)

Shake Heads!   

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