Akte eXlibris – Ein Bücherwurm packt aus!
02.09.2004
Pro:
Lieblingsbücher halt . . .
Kontra:
Was soll daran schlecht sein?
Empfehlenswert:
Ja
 Espionne
Über sich:
"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort >>...
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Lieblingsbücher, das ist so ein Thema. Genau wie Lieblingsfilme und Lieblingsalben. Temporären Schwankungen unterworfene persönliche Präferenzen. Der Reiz liegt wohl gerade in den temporären Schwankungen, denn wer weiß, wenn ich mir in 10 Jahren noch einmal angucke, was ich hier und heute als meine 10 Lieblingsbücher festgehalten habe, werde ich möglicherweise einiges davon wieder streichen – einiges davon wieder streichen müssen, um Platz zu schaffen, für ein paar neue liebgewonnene Titel oder über manches den Kopf schütteln. Also, fragt in 10 Jahren noch einmal... [ DAS LIEBLINGSBUCH: EINE ANALYSE ]Bevor man nun aber die ultimativen unendgültigen Top Ten der Lieblingsbücher zusammenschustert, gilt es das Feld abzustecken und zu definieren. Um das Ganze halbwegs überschaubar und interessant zu gestalten, bleibe ich beim Buch im klassischen Sinn. Hörbücher fallen, obwohl ich sie sehr schätze unter den Tisch, genauso wie Sachbücher und Comics. Ich beschränke mich auf Belletristik. Doch was ist das jetzt überhaupt, ein Lieblingsbuch? Den Begriff mag jeder für sich selbst anders definieren. Für mich muss ein Lieblingsbuch eine Chance haben, sich auch langfristig zu behaupten, d.h. es muss thematisch und literarisch interessant genug sein, um mich auch zur mehrmaligen Lektüre zu reizen. Da wird die Luft also schon dünner und viele Bücher, die zwar auf den ersten Blick, bei der ersten Lektüre noch interessant und gut erscheinen, verstauben und vergilben den Rest ihrer Tage unangetastet im Bücherregal. Wenn wir diese Schmöker mal beiseite schieben, kommen wir zu den wirklichen Lieblingsbüchern. Bücher, die man immer mal wieder aus dem Regal nimmt, um sie mal durchzublättern, vertraute, besonders liebgewonnene Stellen nochmals anzulesen, gleich das komplette Buch noch einmal durchzuschmökern oder einfach nur mal zärtlich über den Buchrücken zu streichen, weil man es ja so gerne mag. Und damit sind wir auch schon beim Kern angelangt: Zu wirklichen Lieblingsbüchern hat man ein durchaus inniges Verhältnis. Oder geht das etwa nur mir so? Bin nur ich so bibliophil veranlagt? Und die weitaus wichtigere Frage: Ist das etwa therapiebedürftig? Aber lassen wir die Fragen, widmen wir uns lieber den augenblicklich wirklich wichtigen Dingen zu... [ DIE ZEHN AUSERWÄHLTEN ]# 10: Gudrun Pausewang – DIE LETZTEN KINDER VON SCHEWENBORN Gudrun Pausewang zeichnet in „Die letzten Kinder von Schewenborn“ ein düsteres Szenario: Über Deutschland explodieren Atombomben. Was niemand für möglich gehalten hat, ist plötzlich grausame Realität. Alle großen deutschen Städte sind ausgelöscht. Die Menschen kämpfen um das nackte Überleben, um einen Tropfen sauberes Wasser, einen Krümel Brot und ein Dach über dem Kopf. Ein Leben im Ausnahmezustand, das der Leser anhand der Familie des jungen Ich-Erzählers erlebt.Ich weiß nicht mehr genau, wie alt ich war, als ich dieses Buch zum ersten Mal gelesen habe (12 vielleicht), aber ich kann mich dennoch sehr lebhaft an die Geschichte erinnern. Ich war geschockt, berührt und zutiefst erschüttert. Kein Buch meiner Kinder- und Jugendzeit hat mich stärker beeindruckt und nachhaltiger geprägt als dieses. Und auch jetzt nehme ich das Buch noch hin und wieder zur Hand und lese die 126 Seiten aufs Neue. Von ihrer schockierenden Wirkung hat die Geschichte nichts eingebüßt. Sie geht mir auch heute noch sehr an die Nieren. Pausewang zeichnet ein durchaus vorstellbares Szenario und sie zeichnet es lebendig und ohne zu beschönigen. Ein hartes, aber auch sehr wichtiges Buch, das eigentlich jeder kennen sollte. # 09: Douglas Adams – THE HITCH-HIKER’S GUIDE TO THE GALAXY“The book that gives a whole new definition of the word trilogy.” “The Hitch-Hiker’s Guide to the Galaxy” ist auf seine Art ein unheimlich faszinierendes Buch und wohl die weltweit einzige Trilogie, die aus fünf Bänden besteht. Der Leser geht zusammen mit Arthur Dent und Ford Prefect auf eine irrsinnige, verrückte Reise durch Zeit und Raum. Nachdem die Erde zerstört wurde, um Platz für eine interstellare Schnellstraße zu machen, schlagen Ford und Arthur sich zunächst als Anhalter durch und erleben allerhand kuriose Ereignisse, speisen im Restaurant am Ende des Universums, besuchen die prähistorische Erde und verfolgen nicht zuletzt die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest. Adams erzählt seine Geschichte mit einer brillanten Komik und so viel Einfallsreichtum, dass er damit eine Art modernen Klassiker schuf. Feiner britischer Humor mit bissig-ironischem Unterton, verpackt in eine Science-Fiction-Geschichte, die ihresgleichen sucht. Ich lese Adams immer gerne im Original, denn so bleibt von Humor und Wortwitz im Endeffekt das Maximum erhalten. Ich mag ganz einfach den charmanten Humor und die Figuren, angefangen mit dem trotteligen Arthur Dent bis hin zu „Marvin, the paranoid android“. Auch wenn ich das Buch in letzter Zeit schon lange nicht mehr gelesen habe, so höre ich doch die Hörspielproduktion der BBC immer wieder sehr gerne, denn sie setzt das Buch einfach fantastisch um. # 08: Alex Garland – THE BEACH Wir bleiben bei englischsprachigen Büchern und widmen uns einem Werk, das ebenso wie „Per Anhalter durch die Galaxis“ bereits verfilmt wurde. Wenngleich die Verfilmung von „The Beach“ in einer gänzlich anderen Liga spielt. Ein paradiesisches Setting: Eine einsame exotische Insel und eine geheime Kommune, die nach ihren eigenen Regeln, abgeschottet von der Außenwelt, ihre eigene Form der Gesellschaft verwirklicht. Der englische Rucksacktourist Richard macht sich zusammen mit einem französischen Pärchen auf die Suche nach der Insel und findet sie. Doch was zunächst als paradiesischer Traum erscheint, entwickelt sich schon bald zu einem Albtraum...Garland beschreibt in seinem Roman die Apokalypse im Paradies. Die zunehmend düstere Handlung stellt einen krassen Gegensatz zu der paradiesischen Umgebung dar. Der Strand ist der Himmel, der sich als Hölle entpuppt, weil Menschen eine Grenze überschreiten, die sie besser nicht überschritten hätten. Fernab der vertrauten Welt tun sich die Abgründe der menschlichen Seele auf, die im gleißenden Sonnenschein des paradiesischen Settings umso düsterer und beklemmender wirken. Garland schreibt mitreißend und versteht es, eine unglaublich dichte Atmosphäre aufzubauen. Er zeigt wie Menschen das absolute Glück, die letzte große Freiheit suchen und der westlichen Welt entsagen wollen und genau das Gegenteil erreichen. Düster, dicht und ein moderner Abenteuerroman allererster Güte, der sich auch im Original sehr gut lesen lässt. # 07: Matt Ruff – FOOL ON THE HILL„Fool on the Hill“ ist eines dieser Bücher, die sich schwer in Worte fassen lassen. Die Geschichte spielt sich auf mehreren unterschiedlichen Handlungsebenen auf dem Campus der Cornell University ab. Da wäre beispielsweise der Schriftsteller S.T. George, der gerade dabei ist, sich in eine Frau zu verlieben, die noch meilenweit von ihm entfernt ist. Da wären der Hund Luther und die Katze Blackjack, die sich im fernen New York aufmachen, den Himmel für Hunde und Katzen zu suchen. Da wäre der Kobold Puck, der vom Campusgelände aus die kleine Dame Zephyr mit seinem Doppeldecker bis auf den Friedhof verfolgt. Und genau dort befindet sich der seltsame Grabstein mit der mysteriösen Aufschrift „Pandora“, der allerlei Schauerliches bereit hält... „Fool on the Hill“ lässt sich in keine Schublade stecken. Matt Ruff bringt in seinem Roman so viele verrückte und zauberhafte Ideen unter einen Hut, dass man nur Staunen kann. Ein Roman, der eine wundervolle, phantastische Geschichte erzählt. Liebesgeschichte, Fantasyroman und humoristische Erzählung in einem. Aber auch eine Geschichte, die mich in Anbetracht der überraschend grausamen Elemente ein wenig erschrocken hat, denn was das Ungeheuer Rasferret so alles der Campuswelt für Schrecken bereitet, steht im krassen Kontrast zu der ansonsten so friedlichen Geschichte. Ein Roman, der spannungsreich und witzig zugleich ist und so manche verrückte Idee bereit hält. # 06: A.A. Milne – PU, DER BÄR Ist „Die letzten Kinder von Schewenborn“ noch mehr ein Jugendbuch, das auch für Erwachsene noch durchaus interessant ist, haben wir mit „Pu, der Bär“ nun einen waschechten Kinderbuchtitel vorliegen. Dabei muss ich aber gestehen, dass ich Pus Erlebnisse im Hundersechzig-Morgen-Wald als Kind nie gelesen habe. Wirklich aufmerksam wurde ich erst durch Linnie1978s Pu-Schwärmereien (*g*) und fand damit ein Buch, das schnurstracks in meine persönlichen Top Ten durchmarschierte.Gespickt mit allerhand niedlichen Zeichnungen, präsentiert A.A. Milne die Geschichten um Pu, den Bären. Pu ist der beste Freund von Christopher-Robin, Milnes Sohn. Zusammen mit dem stets etwas ängstlichen Ferkel, dem griesgrämigen Esel I-Ah, dem schlauen Kaninchen, der zischelnden Eule, Tieger, sowie Känga und Klein Ruh erlebt Pu allerhand Spannendes und Lustiges. Milne zeichnet Geschichten, die so charmant und liebevoll sind, dass man sie einfach mögen muss, egal ob man nun Kind oder Erwachsener ist. „Pu, der Bär“ ist ein wahrer Kinderbuchklassiker, der mittlerweile schon fast 80 Jahre alt ist. Besonders lobenswert ist hier auch mal die liebevolle Neuübersetzung durch den größten Pu-Fan überhaupt, Harry Rowohlt. Die Geschichten strotzen nicht nur vor Charme und Liebenswürdigkeit, sondern haben auch einen ganz eigenen Humor und Wortwitz – und genau das macht das Buch für mich einmalig. Sehr zu empfehlen ist hier übrigens auch mal wieder die Hörbuchfassung, mit einem unglaublich bärigen Harry Rowohlt. # 05: Stanislaw Lem – STERNTAGEBÜCHERIch mag die Reihe „Phantastische Bibliothek“ aus dem Suhrkamp Verlag. Gut gemachte Science-Fiction mit Tiefgang. Keine platten interstellaren Schlachten mit blutrünstigen Aliens, sondern Geschichten, die voller Phantasie stecken und dabei eine gewisse Klasse habe. In dieser Reihe sind auch die „Sterntagebücher“ von Stanislaw Lem erschienen. Die „Sterntagebücher“ sind ein Erzählzyklus, der die Erlebnisse des Weltraumfahrers Ijon Tichy zusammenfasst. Tichy ist eine Art kosmischer Münchhausen, dessen Geschichten dem Vorwort zur Folge im allgemeinen kein großer Glauben geschenkt wird. Tichy durchlebt die kuriosesten Geschichten und als Leser sieht man die Welt nach der Lektüre mit anderen Augen – mit Tichys Augen. Tichy besucht andere Welten, trifft die kuriosesten Wesen und lebt in den absonderlichsten Gesellschaften. Für Lem waren die „Sterntagebücher“ ein großer literarischer Wurf. Das Buch sprüht vor kuriosen und paradoxen Ideen und Lem nimmt nicht zuletzt auch das Science-Fiction-Genre ganz allgemein aufs Korn. Scharfsinnig und voller Erfindungsreichtum erzählt Lem eine absurde Geschichte nach der anderen und vermag sich dabei immer wieder selbst zu übertreffen. Doch Lems Geschichten gehen letztendlich über reine Unterhaltung und Belustigung hinaus und wer tiefer gräbt, findet durchaus auch philosophische Überlegungen und Anspielungen auf die Politik. Die „Sterntagebücher“ sind vielschichtig, tief und dabei auch stets sehr unterhaltsam. # 04: Walter Moers – DIE 13 ½ LEBEN DES KÄPT’N BLAUBÄR „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“ hat mich letztendlich in zweierlei Hinsicht überzeugt. Literarisch und visuell, denn allein die Aufmachung des Buches mit seinen vielen Bildern ist reizvoll und ungewöhnlich zugleich. Ein Blaubär hat üblicherweise 27 Leben. Die Hälfte davon erzählt uns Käpt’n Blaubär, die andere Hälfte verschweigt er, weil er meint das müsse so sein, wegen der mysteriösen Aura. Vielleicht verschweigt er den Rest aber auch nur, weil er auch so schon 700 Seiten voll bekommt. Wer weiß. Moers schildert Kätp’n Blaubärs Geschichte so unglaublich phantasievoll, dass man beim Lesen aus dem Staunen nicht herauskommt. Letztendlich zaubert er eine ganz eigene Welt aus dem Hut, die überraschend komplex ist, gespickt mit den vielfältigsten Orten und Völkern, die teilweise die kuriosesten Namen und Lebensweisen an den Tag legen. Käpt’n Blaubär lebt dort sein Nomadenleben, mal im Innern eines Tornados, mal zusammen mit den Gimpeln in der süßen Wüste, mal als Navigator eines Pterodaktylus Salvatus (ein Rettungssaurier), mal auf der Delikatesseninsel oder als Lügengladiator in Atlantis, der Hauptstadt Zamoniens. Moers erzählt ganz locker und frei von der Leber weg Käpt’n Blaubärs Geschichte und regt damit gleichermaßen zum Schmunzeln und Staunen an. Einfach phantastisch vielseitig und ein grandioser Unterhaltungsspaß. # 03: Robert McLiam Wilson – EUREKA STREET BELFAST „Eureka Street Belfast“ erzählt die Geschichte zweier schräger Vögel in Belfast und vereint einen lockeren Unterhaltungsroman mit einem nachdenklich stimmenden Portrait der Stadt. Die Handlung konkret widerzugeben ist eigentlich nicht möglich, denn sie wirkt episodenhaft und die Hauptfiguren Jake und Chuckie bilden den einzigen roten Faden. Jake ist recht bodenständig und schlägt sich mit unterschiedlichen Jobs durch, während Chuckie ein Phantast ist, der irgendwann einfach anfängt die verrücktesten Ideen zu Geld zu machen. Erstaunlicherweise sogar recht erfolgreich. „Eureka Street Belfast“ ist mir vor allem deswegen ans Herz gewachsen, weil es sehr schön erzählt wird. Eine Geschichte mit viel Drive, mit flotten Perspektivenwechseln und einem Schwanken zwischen Leichtigkeit und Dramatik, bei dem einem manchmal schwindelig zu werden droht. Schmunzelt man in einem Moment noch über die verrückten Figuren, schockiert einen im nächsten Augenblick ein grausamer Bombenanschlag – Belfaster Alltag, zu der Zeit in der das Buch spielt. McLiam Wilson verwebt dieses Wechselbad der Gefühle zu einem liebevollen und lebendigen Portrait der Stadt. Sehr menschlich, aber irgendwie auch etwas abgedreht und sehr liebenswürdig. # 02: Henning Mankell – MITTSOMMERMORD Klassische Krimis lese ich eigentlich nicht sehr oft und meistens gefallen sie mir auch nicht gerade überragend. Eine Ausnahme bildet da Henning Mankell. Sein Bücher gefallen mir durch die Bank weg gut und ich muss mich schon richtig zusammenreißen, um sie nicht alle am Stück wegzulesen. Ich teile mir die Mankells sorgfältig ein, damit ich etwas länger was davon habe. Der beste Mankell, den ich bislang gelesen habe, ist „Mittsommermord“, der siebte Fall des schwedischen Kommissars Wallander. In einem Naturschutzgebiet finden Wanderer die Leichen von drei Jugendlichen, verkleidet zu einem harmlosen Rollenspiel. Etwa zeitgleich wird Wallanders Kollege Svedberg in seiner Wohnung brutal erschossen. Wallander sucht nach einem Zusammenhang und stellt fest, dass er doch eigentlich nur sehr wenig über seinen Kollegen weiß...Mankells Krimis sind eine Klasse für sie. Die Atmosphäre ist so dicht, so zum Greifen lebendig, wie ich es bei kaum einem anderen Krimiautoren erlebt habe. Dies trifft besonders auch auf „Mittsommermord“ zu. Durchgängig spannend geschrieben, sprachlich sehr klar formuliert und immer auch ein Auge auf das stets zu kurz kommende Privatleben des Antihelden Kurt Wallander erzählt Mankell seine Geschichte so fesselnd, dass man sie am liebsten in eins durchlesen möchte. Er kreiert seine ganz eigene Stimmung, zaubert eine unverwechselbare Atmosphäre aus dem Hut und lässt den Leser durchgängig mitfiebern. Für mich das obere Ende der Messlatte, was Krimis angeht. # 01: J.R.R. Tolkien – THE LORD OF THE RINGS Das obere Ende in Sachen Fantasy ist für mich ganz eindeutig „Der Herr der Ringe“. Ein Buch, das ich regelmäßig alle paar Jahre wieder zur Hand nehme und aufs Neue lese, ohne dass die Begeisterung nachlassen will. Immer wieder fiebere ich mit den Hobbits Frodo und Sam auf dem Weg zum Schicksalsberg zur Zerstörung des einen, schicksalhaften Ringes mit, der Mittelerde in Dunkelheit stürzen wird, sollte der dunkle Herrscher Sauron ihn in den Finger bekommen. Tolkien hat mit seinem Roman ein ganz neues Genre aus der Taufe gehoben. Er hat ein Meisterwerk geschaffen, das im Bereich Fantasy Maßstäbe gesetzt hat, die nie wieder erreicht wurden. Viele eifern ihm nach, aber erreicht hat ihn bislang wohl noch niemand, so einmalig ist sein Werk. Tolkien hat mit Mittelerde eine Welt geschaffen, die mit so vielen Details und einer so unglaublichen Komplexität glänzt, dass man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Er hat komplexe Familienstammbäume aufgezeichnet, eigene Sprachen entwickelt und eine geographische Karte von Mittelerde skizziert. Der Roman erzählt eine spannende, geradezu fesselnde Geschichte, liebevoll erzählt und phantasievoll ausgeschmückt. Im Original ist Tolkien für mich Pflicht, denn das ist (bei mehr oder minder guten Englischkenntnissen) sehr schön zu lesen und ich umgehe eine Streitfrage: Alte oder neue Übersetzung? Weiterer Bonus: Die kompletten Anhänge sind enthalten und obendrein macht sich der schicke, schwarze Schuber mit den drei Bänden unheimlich gut im Bücherregal. [ 10 SIND DOCH VIEL ZU WENIG! ] Das sind sie also, meine Top Ten. Hm, nur werde ich irgendwie das dumme Gefühl nicht los, dass noch einige Titel fehlen. Aber nun gut, Qualität beginnt mit Beschränkung und so will ich die Top Ten lieber nicht verlängern. Dennoch wären da eine Handvoll Titel, die mir zumindest noch erwähnenswert erscheinen, weil sie dicht an den Top Ten vorbeischrammt sind und bereits in der engeren Auswahl waren:Jean-Claude Izzo – Die Marseille-Trilogie Nick Hornby – About A Boy Max Barry – Logoland Andreas Eschbach – Das Jesus Video Haruki Murakami – Gefährliche Geliebte Jeffrey Eugenides – The Virgin Suicides David Guterson – Schnee, der auf Zedern fällt ... To be continued/changed someday. Irgendwie sind die Top Ten eben doch relativ. ~~ © 09/2004 Espionne ~~
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09.03.2005 13:21
Außer "Lord of the rings" und "Pu" haben wir sehr unterschiedlichen Geschmack. Aber darüber kann man ja bekanntlich nicht streiten. Auf jeden Fall sehr interessante Liste. Liebe Grüße, Elena
21.02.2005 20:47
Eine klasse Auflistung, zumindest den Büchern nach, die ich davon kenne und die andern hören sich auch verdammt lesenswert an! Und vor allem: Noch jemand, der "Fool on the Hill" nicht nur kennt, sondern auch noch richtig gut findet! Liebe Grüße, der "Wiedergekehrte"
14.10.2004 12:34
Wenn ich auch andere Lieblingsbücher habe, so teile ich auf alle Fälle die Definition eines Lieblingsbuches mit Dir. Ich habe auch so meine Bücher, die immer und immer wieder zum Vorschein kommen - mit einigen Jahren Abstand zwar, aber dennoch. Ich teile daher meinen Bücherberg immer ein in "Ebay" und "Nicht Ebay". Die Ebay-Bücher wandern dann gleich wieder in den Verkauf, damit sie mir nicht so viel Platz versperren. Wie Du schon sagst, viele sind zwar ganz nett, aber wenn man sich ernsthaft die Frage stellt, ob man sie nochmals lesen würde und dies auch ehrlich beantwortet, fallen wohl viele schon durch das Raster. Wenn man letzten Endes so sehr viel liest wie unsereiner *g* kann man, ohne bauliche Veränderungen vorzunehmen, gar nicht alle Bücher behalten.