Meine Schwester

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... Meine Mutter hatte uns zwei Male Nachrichten drauf gesprochen: „Ruft mich bitte, bitte an. Die Nummer ist....“ Sie befand sich gerade in einer Reha-Klinik nach einer Knie-Operation. Normalerweise wollte sie dort nicht angerufen werden – und die Nummer wussten wir nicht. Aber nun sollten wir ... Bericht lesen





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Sie hat uns gezeigt, wie man auch im Leiden stark sein kann
Erfahrungsbericht von Sydneysider47 über Meine Schwester
13.12.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: ihr Wesen, ihre Persönlichkeit  -  einfach alles
Kontra: ihre Krankheit und ihr Abschied

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ich hatte einmal drei Schwestern.
Ich habe nur noch zwei.
Was mit meiner Schwester S. passiert ist, möchte ich hier schildern. Ihr möchte ich 5 Sterne geben.

20. November 2005 – der Morgen

Es war „Totensonntag“ in Deutschland, trüb, grau, verregnet und kalt.
Es war acht Uhr am Morgen. Der Anrufbeantworter blinkte. Meine Mutter hatte uns zwei Male Nachrichten drauf gesprochen:
„Ruft mich bitte, bitte an. Die Nummer ist....“
Sie befand sich gerade in einer Reha-Klinik nach einer Knie-Operation. Normalerweise wollte sie dort nicht angerufen werden – und die Nummer wussten wir nicht. Aber nun sollten wir dort anrufen. Es war dringend.
„S. liegt im Sterben“, sagte sie mir. „Rufe bitte folgende Nummer im Krankenhaus in ... an.“
Ich war geschockt, die Zeit schien still zu stehen.
Ich rief im Krankenhaus an. Vielleicht sollten wir noch schnell dorthin fahren. Wir würden wohl zwei Stunden brauchen, bis wir dort waren. Aber das war egal. Ich liebte meine Schwester S. Ich wollte sie noch sehen, bevor sie ging. Ich wollte mich von ihr verabschieden. Sie lag schon seit fast einer Woche in der Gynäkologie eines großen Krankenhauses – das ich nicht nennen will.
Eine Stationsschwester meldete sich. Sie kannte mich nicht und wollte wissen, in welchem Verwandtschaftsverhältnis ich zu S. stand. In Krankenhäusern darf man Informationen über Patienten nicht „einfach so“ an Personen weitergeben, da müssen triftige Gründe vorliegen.
Ich stellte mich vor, sagte, ich sei eine der drei Schwestern von S.
Die Krankenschwester reichte den Hörer weiter an eine andere Krankenschwester.
„Ihre Schwester ist vor fünf Minuten verstorben“, sagte sie zu mir.

Es war 8.30 Uhr am 20. November 2005. Der Tag war gekommen, vor dem wir uns alle gefürchtet hatten.

Rückschau:

Wenn man Geschwister hat, will man mit ihnen erwachsen werden, man will alt mit ihnen werden. Ich kenne niemanden, der oder dem es nicht genauso geht.
Ich hatte drei Schwestern und einen Bruder. Ihre Namen werde ich nicht nennen. Auch werde ich hier kaum Ortsnamen und Namen von Krankenhäusern oder Einrichtungen nennen. Ich bitte hierfür um Verständnis.
Wenn ich über medizinische Sachverhalte schreibe, so tue ich das als Laie. Ich selbst habe keinen medizinischen Beruf und gebe nur das wieder, was ich während der Zeit, als meine Schwester S. schwer krank war, mitbekommen habe.

Ich habe jetzt nur noch zwei Schwestern, meine Schwester S. ist tot.
S. war unser aller Lieblingsschwester. Wenn man mehrere Schwestern hat, so sucht man sich irgendwann eine aus, mit der man am besten zurechtkommt. S. war die Lieblingsschwester meiner ältesten Schwester, sie war die Lieblingsschwester meiner jüngsten Schwester, sie war meine Lieblingsschwester. Sie hatte die Gabe, sich in viele Menschen hineinversetzen zu können.

Meine Schwester S. hatte viele Träume. Nach dem Abitur wollte sie studieren, aber nach vier Semestern musste sie das Studium aufhören. Ein Professor hatte sie „rausgeprüft“, weil sie Bafög-Empfängerin war.
So wurde S. Arzthelferin. Sie liebte diesen Beruf. Medizin war ohnehin nicht nur ein Beruf für sie, es war auch ihr Hobby, denn sie versuchte, so viel wie möglich über Krankheiten und gesunde Lebensweise zu lernen.

1996 heiratete S. ihren langjährigen Freund. Sie wollten Kinder haben. Kinder haben – das war immer ein großer Lebenstraum von S.
Am 5. Januar 2000 erfuhr S., dass sie Brustkrebs hatte. Mammakarzinom beidseitig, lautete die Diagnose – also bösartige Tumore in beiden Brüsten. Ihre Überlebenschance lag bei 30 Prozent. Es wäre möglich, sagten die Ärzte, dass sie – wenn sie ihre erste Krebsbehandlung überlebe, im Rollstuhl sitzen würde. Für S. brach eine Welt zusammen – und auch wir waren sehr geschockt. Wir merkten, wie machtlos wir sind. Was konnten wir tun, um S. zu helfen?
Wir konnten „nur“ da sein für sie.
Gegen die Krankheit kämpfen musste alleine sie. Sie war 36 Jahre alt.

Nach dem ersten Schock über ihre Krankheit, versuchte S. zu kämpfen. Die Prognosen der Ärzte trafen nicht ein. Die erste Chemotherapie war ein hundertprozentiger Erfolg, und wir alle hofften, die Krankheit sei vorbei. Allerdings fielen ihre schönen, vollen, langen Haare aus. Aber die würden ja nachwachsen.
Außerdem vertrug sie kurz nach der Chemotherapie keine Bettdecke auf ihrem Körper.
Und mit der Zeit litten ihre Venen – so dass sie die Chemotherapien in verschiedene Venen erhielt, nicht nur in Armvenen, sondern auch Hand-, Hals- und Fußvenen.

Ich habe gehört, dass man dann erst sagen kann, dass jemand von Krebs geheilt ist, wenn bei ihm oder ihr in den folgenden fünf Jahren nach einer Krebsbehandlung kein Krebs mehr auftritt.

Bei einer Chemotherapie werden zumeist durch eine Infusion (es gibt auch Chemotherapien, bei denen man Tabletten nehmen muss) Stoffe in den Körper geleitet, die die Krebszellen abtöten sollen. Allerdings greifen diese Stoffe nicht nur die Krebszellen an, sondern auch gesunde Zellen. Das Immunsystem wird so durch eine Chemotherapie geschwächt. Man sollte also keine Erkältung und/oder weitere ansteckende Krankheiten haben, wenn man eine Krebskranke oder einen Krebskranken besucht, der gerade eine Chemotherapiebehandlung über sich ergehen lassen muss.

Die erste Chemotherapie war ein Erfolg.
Aber der Krebs kam wieder. Er ließ S. keine Ruhe.
Sie konnte nicht mehr arbeiten, sie bekam einen Behindertenausweis.
Weitere Chemotherapien folgten.
2002 waren so viele Metastasen in ihren Brüsten, dass sie beide entfernen ließ.

Durch die Brust-Operationen hatten ihre Lymphdrüsen gelitten. An einem Arm trug sie einen „orthopädischen Strumpf“, um die Zirkulation der Lymphflüssigkeit zu erleichtern.
Sie war dreimal zur Kur.

S. war oft in Studien integriert – das heißt: an ihr wurden Chemotherapien getestet, die schon bei anderen Krebsarten geholfen hatten. Vielleicht würden sie auch bei Brustkrebs helfen. Der Krebs ließ sich verdrängen – aber nur für einige Zeit.

S. erzählte uns, dass man, wenn der Krebs erneut auftritt, nicht dieselben Chemotherapien bekommt, die man schon bekommen hat. Denn gegen die ist der Körper jetzt immun. Ein anderes Mittel wird ausprobiert. Es gibt nicht nur Chemotherapien, die über die Venen in den Körper geleitet werden – es gibt auch Chemotherapien in Tablettenform. Auch so ein Medikament bekam S.

Auch eine Serie von Bestrahlungen bekam sie. Auf ihrem Rücken wurden Zeichnungen mit Kugelschreiber (so glaube ich) gemacht. Es wurde genau eingezeichnet, welche Stellen mit Strahlentherapie behandelt werden sollten. S. durfte sich wochenlang am Rücken nicht waschen, bis die Strahlentherapie vorüber war.

S. konnte in ihrer Krankheit auch positive Aspekte erkennen

Die Therapien halfen glücklicherweise immer wieder. Und es gab oft Zeiten voller Lebensqualität. S. war humorvoll, sie lachte gerne. S. sagte oft: „Wenn ich nicht wüsste, dass ich so krank bin, würde ich es gar nicht merken.“
Sie fühlte sich oft gut.

Weiterhin sah sie es positiv, dass sie unserer Mutter bei der Pflege unseres Vaters helfen konnte. Er hatte mit 79 Jahren einen Schlaganfall erlitten. Er konnte zwar laufen, aber sein Gedächtnis und seine Sprachfähigkeit hatten gelitten – und er war hilfsbedürftig.

S. zog zu meiner Mutter – denn durch den Krebs und andere Gründe hatte ihre Ehe gelitten.

S. war außerdem die Taufpatin meines Sohnes Thomas, und es machte ihr Spaß, auf ihn aufzupassen und sich mit ihm zu beschäftigen.

Die Lebermetastasen

Die Lebermetastasen wurden 2003 bei S. entdeckt. Immer wieder musste sie zu Untersuchungen in das Krankenhaus fahren, das sie schon gegen Brustkrebs behandelt hatte – und dort wurden auch die Lebermetastasen entdeckt.

Da trat eine „Therapiemüdigkeit“ bei S. auf. Sie wollte nicht mehr. Sie hatte genug von dem Krebs, von Chemotherapien und Bestrahlungen. Sie wollte alle neuen Behandlungen gegen Krebs ablehnen.

Wir redeten ihr zu, es doch nochmals mit einer Krebsbehandlung zu probieren. Wir wollten sie nicht verlieren. Wir hatten immer noch Hoffnung, dass S. den Krebs überwinden könne.

Auch während ihrer Krankheit war sie innerlich so stark und voller Energie. Sie konnte sich so gut in andere Menschen hineinversetzen, und sie hatte für jeden einen guten Rat zur Hand. Ich fragte mich oft: Wie macht sie das? Wie kann sie gleichzeitig gegen eine tödliche Krankheit kämpfen und trotzdem die Kraft und Geduld haben, auf andere Menschen einzugehen?

S. probierte den Kampf gegen die Lebermetastasen – sie ließ sich auf eine Chemotherapie ein.

Der Tod meines Vaters

Am 13. Januar 2004 starb mein Vater. Er durfte 82 Jahre alt werden. Er starb auf dem Sofa in dem Wohnzimmer des Hauses, das er sich gebaut hatte. Meine Mutter war bei ihm, als er einen Herzinfarkt und einen Schlaganfall gleichzeitig erlitt (so hat es der Arzt später diagnostiziert).
S. war gerade nicht da. Als sie kam, war sie in Tränen aufgelöst.
Sie hatte meinen Vater oft zum Arzt gebracht, als er noch lebte. Jetzt organisierte sie einiges für die Beerdigung zusammen mit meiner Mutter – und natürlich einem Beerdigungsunternehmen.

Januar bis November 2005

Im Februar 2005 hatten wir alle Angst um S. Als Nebenwirkung einer Chemotherapie war Wasser in der Nähe des Herzens aufgetreten. Das war gefährlich. S. musste im Krankenhaus behandelt werden. Man versuchte bei S., Fieber hervorzurufen – das half, das Wasser in der Nähe des Herzens zum Verschwinden zu bringen. Und das rettete das Leben von S.

Im Mai 2005 fuhren mein Mann, mein Sohn Thomas, meine Schwester S. und ich zusammen in den Urlaub an die Nordsee (Ostfriesland/Niedersachsen). Wir hatten uns dort eine behindertengerechte Ferienwohnung gemietet. Der Urlaub war schön.
S. brauchte damals eine Chemotherapie. Es war möglich, dass sie zwei Chemotherapie-Sitzungen in einem Krankenhaus in Ostfriesland bekommen konnte. S. hatte das vor Urlaubsantritt organisiert.

Im September 2005 wurde festgestellt, dass die Lebermetastasen bei S. sich vermehrt hatten. Die letzte Chemotherapie war also kein Erfolg gewesen.
S. wurde gesagt, dass sie vier Wochen warten müsse, bis man ein neues Mittel bei ihr anwenden könne.
Uns erzählte sie nichts davon – sie versuchte, im Internet nach neuen Heilungswegen zu forschen.

Am 23. Oktober 2005 sah ich sie zum letzten Mal lebend. Sie machte einen guten Eindruck, sie hatte noch Hoffnung.
S. hatte ihr Leben immer im Griff – aber Anfang November 2005 begann ihr, ihr Leben zu entgleiten. Sie bekam Bauchschmerzen, sie fühlte sich nicht gut. Sie tippte auf eine Magen-Darm-Grippe.

Und auf einmal wurde ihr alles zuviel. Sie schimpfte, wenn man sie anrief und fragte, wie es unserer Mutter ginge. Unsere Mutter war nämlich im Krankenhaus gewesen, man hatte ihr ein neues Kniegelenk eingesetzt. Im November 2005 befand sich unsere Mutter in einer Reha-Maßnahme, und S. fuhr oft zu ihr, um sie mit sauberer Wäsche zu versorgen und mit ihr zu plaudern.

Am Montag, 14.11.2005, fuhr S. mit dem Taxi in die Klinik, die sie all die Jahre gegen den Krebs behandelt hatte. Sie hatte Hoffnung, auch diese Krise mit Hilfe der Ärzte zu meistern.

Am Dienstag, 15.11.2005, wurden Röntgen- und/oder Ultraschallbilder vom Bauch von S. gemacht. Man stellte fest: die Lebermetastasen blockierten bereits die Galle, die deswegen nicht mehr richtig arbeiten konnte. Die Galle musste operiert werden – aber zuerst mussten die Lebermetastasen weg. Dazu brauchte S. eine Chemotherapie.

Am Donnerstag, 17.11.2005, bekam S. eine neue Chemotherapie. Die Chancen, dass diese Chemotherapie ein Erfolg sein würde, lagen immerhin bei 50 Prozent.

Am Freitag, 18.11.2005, telefonierte unsere jüngste Schwester mit S. S. sagte, sie fühle sich furchtbar. Daraufhin beschloss unsere älteste Schwester, S. zu besuchen.

Am Samstag, 19.11.2005, bekam S. Besuch von unserer ältesten Schwester. Diese hatte keinen schlechten Eindruck von S. S. klagte über einen Schlauch, der in ihrem Bauch steckte und piekste. Ansonsten machte S. einen aufgeweckten Eindruck.
Unsere älteste Schwester verließ S. gegen 16.30 Uhr.

Gegen 19 Uhr setzten Krankenschwestern S. noch in einen Rollstuhl und fuhren sie ans Fenster So konnte S. noch einen Blick auf die Großstadt, in deren Krankenhaus sie lag, werfen.

In der Nacht vom 19. auf 20.11.2005 verschlechterte sich der Gesundheitszustand von S. rapide. Ich weiß nicht, wann man begann, ihr Morphium zu geben. Man fragte sie, ob man ihre Angehörigen benachrichtigen dürfe, dass sie kommen sollten. Aber S. lehnte das ab. Was sie nicht ablehnte, war, dass eine Krankenschwester bei ihr war, mit der sie sich schon seit längerer Zeit angefreundet hatte. Diese Krankenschwester verstand etwas von Sterbebegleitung.

S. starb am 20.11.2005 um 8.25 Uhr – sie war 42 Jahre alt.

20. November 2005 – der Rest des Tages

Nach dieser furchtbaren Nachricht, funktionierte ich nur noch. Fast hätte ich vergessen, meinen Sohn zu füttern.
Ich rief einige Verwandte an, um sie über den Tod von S. zu informieren. Sie weinten mit mir um S.
Nachmittags sollte ich an einer Lesung teilnehmen – ich sollte im Rahmen einer Volkshochschulveranstaltung den Finnland-Text lesen, den ich auch bei Ciao eingestellt hatte. Ich wusste nicht, ob ich lesen konnte – tat es dann aber doch, verließ aber anschließend schnell die Veranstaltung, da ich meine Tränen nicht zurückhalten konnte.
In der Nacht konnte ich nicht schlafen.

Und danach

S. wurde am 2. Dezember 2005 beerdigt. Sie kam in ein Urnengrab. Die Kirche war so voll, dass einige Trauergäste stehen mussten. Sie kamen aus vielen Orten.
Später bildeten sie eine lange Schlange vor dem Urnengrab, in dem übrigens auch mein Vater liegt.

In die Todesanzeige schrieben wir: „Sie hat uns gezeigt, wie man auch im Leiden stark sein kann.“
Ja, genauso war sie. Stark im Leiden. Sie nahm den Kampf auf gegen den Krebs, aber zum Schluss war die Krankheit stärker...

Zur Regelung des Nachlasses brauchten wir einen Notar, denn ja auch der Witwer von S. musste berücksichtigt werden. Wir denken, wir haben alles so geregelt, wie S. es wollte.

Der Tod von S. hat unser Leben verändert, er hat etwas in uns verändert. Wir haben unsere Unbeschwertheit verloren. Sie ist verschwunden – zusammen mit S.

Klar, wir freuen uns über Dinge, wir lachen auch wieder, wir können Dinge genießen. Aber in unseren Herzen gibt es immer noch einen Schmerz – einen Schmerz, der uns sagt: „Wir haben S. verloren“. Wir als Familie sind ernster geworden.

Ich habe mich nach dem Tod von S. mit der Frage beschäftigt: „Wo ist sie jetzt?“ Ich habe Bücher gelesen von Elisabeth Kübler-Ross und anderen Autoren, die sich mit dem Tod beschäftigen. Diese Bücher haben mich etwas getröstet – die Trauer um den Verlust konnten sie mir nicht vollständig nehmen.

Ich habe mit vielen Leuten über den Tod von S. gesprochen und geschrieben. Jemand fragte mich sogar: „Hast du jetzt ausgetrauert?“ Ich finde diese Frage nicht gut. Trauer ist kein Kleidungsstück, das ich ablegen kann. Klar wird Trauer mit der Zeit leichter zu tragen, leichter erträglich. Aber „etwas“ bleibt immer im Herzen, ein gewisser Schmerz.

Mehr als vier Jahre ist S. jetzt von uns gegangen – und es vergeht kein Tag, an dem ich sie nicht vermisse.

Ja, ich hatte einmal drei Schwestern.
Aber eine von ihnen ist nicht mehr da.


   
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