Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Patenschaften unterstützen die Parks |
| Kontra: |
. . . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Nach mehreren Besuchen im Wildfreigehege Hellenthal und der dazugehörigen, wundervollen Greifvogelstation, wollte ich endlich eine Patenschaft für Tiere des Geheges annehmen.
Knuddeln würde ich sie am liebsten alle - inklusive Braunbär und Luchsen. Bei den Patenschaften habe ich aber auch ein wenig auf die Jahresbeiträge geschaut, und ich habe zudem mal einen Rundblick streifen lassen, wer denn noch keinen Paten hat.
Ein paar goldige Esel hatten es mir angetan, aber dann entdeckte ich sie, die beiden australischen Vögel namens Kookaburra. Hier nennt man sie „lachender Hans“. Die Australier nennen ihren Lieblingsvogel aber ähnlich, nämlich "Laughing Jack".
Wer den Namen „lachender Hans“ erfunden hat, weiß ich nicht, aber es hätte schlimmer sein können...!!! „Plappernder Ekkehard“ oder „alberner Willibald“ wären nahezu fatal :o)
@@@ KOOKABURRA @@@
Der “lachende Hans” lebt ursprünglich in Australien und Tasmanien. Er bevorzugt als Lebensraum Laubwälder und Savannen, aber auch in Gärten und Parks fühlt er sich pudelwohl.
Und die Menschen lieben den Kookaburra nicht nur wegen seines lustigen Lachens und seinem Aussehen, sondern auch weil er lästige Insekten und teils auch Giftschlangen vertilgt. Der Kookaburra ist ein Fleischfresser, und zu meinem Erstaunen las ich, dass ihn eine ferne Verwandtschaft mit dem Eisvogel verbinden soll.
Der lustige Kookaburra wird rund 45 Zentimeter groß und wiegt bis knapp 400 Gramm. Zum Nisten mag der kleine Kerl am liebsten hohle Baumstämme und Baumlöcher. Das Weibchen legt zwei bis vier Eier, und Mama als auch Papa Kookaburra wechseln sich beim Bebrüten ab.
Ganze 25 Tage sitzen die Eltern abwechselnd auf den Eiern. Die Kleinen bleiben dann rund einen Monat nach dem Schlüpfen im Nest. Weitere 35 bis 40 Tage werden die Jungvögel von den Eltern geführt und gefüttert.
Ich las ferner, dass der Ruf des Kookaburra nach einer Legende der australischen Ureinwohner in der Morgendämmerung ein Zeichen für die Himmelswesen ist, das Licht des neuen Tages zu entfachen.
Sein Lachen ist einfach markant und amüsant. Ich möchte es am liebsten mit dem Gelächter der Comic-Ente Duffy Duck in den Zeichentrickfilmen vergleichen.
ES LOHNT SICH, unter der Website http://www.ingrids-welt.de/reise/aus/konku.wav eine kleine Datei von 130 KB und 12 Sekunden Länge herunterzuladen, u sich das geniale Gelächter vom “lachenden Hans” anzuhören.
@@@ MEINE PATENKINDER @@@
Zunächst dachte ich, die Patenschaft gilt für ein Tier. Welches der beiden, das war mir egal, denn in beide hatte ich mich sofort verliebt. Schmunzelnd sah ich dann, dass die Patenschaft für beide Tier gilt, als ich eine Patenschaftsurkunde erhielt.
Während diese Urkunde und der für ein Jahr gültige Besucherausweis fertiggestellt wurden, habe ich das Wildgehege nochmals abgelaufen und dann die beiden “Kookaburra’s” besucht. Eine Tierpflegerin war ganz begeistert, als ich sagte, ich hätte die Patenschaft übernommen und sie nahm mich mit in den Käfig.
Beide Tiere sind recht lieb und so habe ich natürlich kleine Streicheleinheiten vergeben, und die beiden haben sich vermutlich gedacht “das also ist unser Eintagsküken-Sponsor”. Einmal leicht Kneifen in den Finger inklusive...
Es ist äußerlich nicht zu unterscheiden, wer das Männlein und wer das Weibchen ist, aber ein kurzes Gelächter der Vögel bestärkte mich, demnächst am Morgen zu erscheinen, weil die Dame, die mir über den “lachenden Hans” erzählte, den Tipp gab, dass sie bevorzugt morgens ihre Lachattacken loslassen.
Die beiden Kookaburra’s haben übrigens keinen Namen... finde ich auch nicht nötig.
Die Angestellten waren supernett, als sei es auch für sie eine Freude, dass ein Mensch wieder eine Patenschaft übernommen hat. Die 100 Euro, zumal ich die 40 Euro für eine Jahreskarte so spare, finde ich überhaupt nicht viel. Im Gegenteil, ich überlege, ob ich den Ententeich noch mit einer Patenschaft sponsern soll ;o)
Ich genieße die Patenschaft für “meine” beiden Vögel sogar mit Dankbarkeit, denn als ich vor einigen Monaten am Tinnitus erkrankte, habe ich Wege und Möglichkeiten gesucht, abzuschalten. Und das gelang mir nicht nur durch einfache Spaziergänge, sondern vor allem durch die regelmäßigen Besuche im Tierpark Aachen, aber vor allem im mich immer wieder umwerfenden und wunderbaren Wildfreigehege Hellenthal.
Im Web kann man sich eine Vorstellung unter
www.greifvogelstation-hellenthal.de und
www.wildgehege-hellenthal.de
und sich auch über Patenschaften erkundigen. Der Steinkauz, ein Anden-Kondor, die Luchse oder auch viele andere der schönen Tiere werden sich über einen Paten freuen.
“Meine” beiden Kookaburra’s werde ich jetzt wohl noch öfter besuchen, die schöne Natur und die andere Tiere genießen. Mein anderer Liebling ist ein Uhu namens Mary... da möchte man am liebsten ins Gehege ziehen, um die “tollen Viecher” den ganzen Tag um sich herum zu haben.
Und eine Patenschaft zu verschenken, ist auch eine schöne Sache...
“Patenonkel” JL
Kookaburra’s Lachen, siehe: http://www.ingrids-welt.de/reise/aus/konku.wav