So verdient man schnell viel Geld nebenbei
17.09.2000
Pro:
wenig Arbeit, interessant, gute Bezahlung, man kann sich seine Zeit frei einteilen
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Einstellungschancen:
Aufstiegschancen
Verdienstmöglichkeiten:
Sozialleistungen:
 Wiebke
Über sich:
Mitglied seit:17.11.1999
Erfahrungsberichte:343
Vertrauende:92
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 65 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vor ca. 1 1/2 Jahren stieß ich durch eine Freundin, die bei einem Marktforschungsinstitut arbeitet, auf diese Tätigkeit und war sofort begeistert. Zum einen natürlich weil die Verdienstmöglichkeiten einfach zu verlockend klangen und man nur wenig Zeit investieren muss. Aber auch die Arbeit als solche interessierte mich sehr. Von meiner Freundin erhielt ich dann die Adresse der Krämer Marktforschung in Münster, die eines der führenden Institute in Deutschland ist. Sofort setzte ich mich mit der Firma in Verbindung und erfuhr, dass fast ständig ein ziemlich hoher Bedarf an neuen Interviewern vorhanden ist. Nach wenigen Tagen hatte ich einen Mitarbeiterbogen im Briefkasten, in dem die wichtigsten Infos über mich abgefragt wurden. Außerdem erhielt ich einen Zettel, auf dem ich ankreuzen musste, für welche Tätigkeiten ich zur Verfügung stehe. So konnte man auswählen, ob man für Mystery Shopping (man geht in bestimmten Läden einkaufen oder lässt sich beraten, ohne sich als Interviewer zu erkennen zu geben, danach beurteilt man dann verschiedene Sachen, z.B. die Freundlichkeit der Mitarbeiter, die Auswahl, die man im Geschäft hatte usw.), Studien mit dem Computer, Umfragen im Freundes- und Bekanntenkreis oder auch für Studien mit fremden Menschen zur Verfügung steht. Man kann sich auch mehrere Sachen aussuchen. Den Personalbogen schickt man dann mit 2 Passbildern zurück und erhält innerhalb von ein paar Wochen einen Mitarbeiterausweis. Und dann bekommt man in unregelmäßigen Abständen Vorschläge fur Studien.
Bei mir ist das folgendermaßen: Ich habe mich damals dazu entschieden, für Umfragen in meinem Freundes- und Bekanntenkreis und für das Mysteryshopping zur Verfügung zu stehen. Alternativ dazu gibt es wie gesagt auch noch die Befragung von Fremden. Die funktioniert so: Man erhält als Vorgabe, dass man entlang einer bestimmten Route in jedes dritte Haus gehen soll und dort dann zum Beispiel das Familienmitglied befragen soll, das als nächstes Geburtstag hat. Bei dieser Art der Befragung muss man damit rechnen, dass man auch immer wieder Leuten begegnet, die nicht bereit sind, Auskunft zu geben oder die stutzig werden, wenn man am Ende des Interviews die Adresse und Telefonnummer verlangt. Denn das ist Pflicht, damit das Marktforschungsinstitut nachforschen kann, ob man die Interviews wirklich durchgeführt hat oder die Fragebögen einfach nur selber ausgefüllt hat. Dazu ist allerdings zu sagen, dass Adressen grundsätzlich nicht weitergegeben werden und auch vom Fragebogen getrennt werden, so dass im Nachhinein keiner mehr weiß, wer welche Aussagen getroffen hat. Nun zu den Tätigkeiten, mit denen ich mich besser auskenne, weil ich sie auch selber durchführe. Sobald eine neue Studie vorliegt (bei großes Instituten sehr oft), erhält man eine Benachrichtigung per Post. Darin steht, um welches Thema es bei der Umfrage geht, welche Bedingungen die zu befragenden Personen erfüllen müssen (Alter, Beruf oder sonstige Sachen), wie lange ein Interview ungefähr dauert und wie es entlohnt wird. Wenn man Zeit und Lust hat, diese Befragung durchzuführen (kein Muss, man kann selber entscheiden, ob man will oder nicht), dann fragt man Freunde, Bekannte oder Verwandte, ob man sie in ein paar Tagen zu diesem Thema befragen kann. Wenn man dann weiß, wie viele Probanden (so heißen die zu befragenden Personen) man hat, dann schickt man der Krämer Marktforschung einen Brief, ein Fax oder ruft an und bittet um die Zusendung von einer bestimmten Anzahl an Interviews. Entweder die gewünschten Fragebögen werden einem dann innerhalb von einer Woche zugeschickt oder man erhält eine telefonische Absage, weil schon genug Fragebögen angefordert wurden.
Die Bögen werden einem dann nach Hause geschickt, zusammen mit einem Zettel zur Gehaltsanforderung, einem Freiumschlag für die Rücksendung der ausgefüllten Bögen, einer Intervieweranweisung und einer Adressliste. Man liest sich die Anweisung durch, in der noch ein paar wichtige Dinge stehen, die man bei dieser Studien berücksichtigen muss und dann kann es losgehen. Man macht mit den Leuten, die man befragen will, Termine aus und stellt ihnen dann einfach die im Bogen aufgelisteten Fragen. Das ganze Interview dauert meistens eine Stunde und man hat ca. eine Woche Zeit, um alle Befragungen durchzuführen. Dann muss man noch die Adressliste ausfüllen (da kommen die Adressen und Telefonnummern der befragten Personen rein), die Honoraranforderung (umfasst Kontodaten, auf die das Geld überwiesen werden soll sowie eine Aufschlüsselung, wieviel Geld man bekommt) und das Ganze in den Freiumschlag stecken und abschicken. Wenn übrigens mal ein Proband doch keine Zeit hat, das Interview zu geben, dann ist das auch kein Problem. In diesem Fall ruft man einfach beim Institut an und sagt Bescheid. Den Fragebogen kann man dann auch leer wieder zurückschicken. Das Geld für die Umfragen erhält man, wenn die Studie abgeschlossen ist. Das ist meistens einem Monat nach der Einsendung der Interviews der Fall. In dieser Zeit wird ab und zu auch stichprobenweise überprüft, ob man die Personen wirklich befragt hat, d.h. das Marktforschungsinstitut ruft bei einer Person an und fragt einfach nur, ob sie in letzter Zeit von Person XY befragt wurde und wenn ja, zu welchem Thema.
Wenn übrigens irgendwas nicht stimmt, wird ein Teil des Gehalts oder eben auch alles abgezogen. Solche Fehler sind zum Beispiel fehlende Angaben, unbeantwortete Fragen, eine fehlende Adressliste oder auch Rückfragen, die ergaben, dass das Interview nie durchgeführt wurden. Bei mir ist sowas noch nie vorgekommen und wenn man sich Mühe gibt, wird es dann auch nicht. Am meisten wird Euch sicher interessieren, wieviel man verdienen kann. Nun ja, es gibt ca. 25 DM pro Interview, mal mehr und mal weniger. Das richtet sich ganz nach der Dauer der Umfrage. Bei langen Fragebögen bekommt man mehr, als wenn es sich nur um eine kurze Umfrage handelt. Aber für die wenige Arbeit, die man hat, wird die Tätigkeit wirklich sehr gut entlohnt. Und Spaß macht sie auch noch.
Meiner Meinung nach ist diese Tätigkeit ideal für Schüler und Studenten oder eben auch für alle anderen, die nebenbei ein bisschen Geld verdienen wollen, ohne an feste Arbeitszeiten gebunden zu sein. Man kann ganz individuell entscheiden, ob man eine Umfrage durchführen möchte oder nicht. Je nachdem, wieviel Zeit und Lust man hat. Man kommt übrigens auch mit der "neuesten" Technik in Berührung, denn letztens wurde mir eine Umfrage mit dem Laptop angeboten. Dieses bekam ich extra für die Studie per Kurier zugeschickt und nach dem Beenden der Umfragen wurde es wieder abgeholt. So habe ich nicht nur Geld mit der Umfrage verdient, sondern konnte auch mal mit einem Laptop arbeiten.
Es ist auf jeden Fall eine tolle Tätigkeit, die meinen Berufswunsch auch doll beeinflusst hat, eben weil sie so interessant ist. Wer sich ebenfalls vorstellen könnte, als Interviewer zu arbeiten, der muss bei den "Gelben Seiten" im Internet nur mal den Begriff Marktforschung eingeben und schon finden sich zahlreiche Firmen, die in diesem Bereich arbeiten und von denen viele Mitarbeiter suchen.
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23.06.2003 21:18
und dann doch ein paar punkte von mir *lächelt* - aber jetzt muss ich auchs chon wieder abbrechen und noch einw enig elrnen. bis die tage, dominik
21.03.2002 13:28
Mensch, ein klasse Bericht! Da ich auch was für nebenbei suche, bin alleinerziehende Mutti, und einwenig nebenbei ist ja nie weg, wäre es total lieb von Dir, wenn Du mir die Adresse mailen könntest. Marlene_Schulte@web.de Danke vielmals!!
12.10.2001 01:21
Ich arbeite für INRA als Kontakter und suche Haushaltsführende Frauen ab 18 die in Münschen, Köln, Leipzig, Gelsenkirchen oder Hamburg einmal an einer 75 Minütigen Studie zum Thema fernsehen teilnehmen wollen. Dafür gibt´s auch 25.-DM und was für die Lachmuskeln. Interesse? Kontakt: Struffel@GMX.de