Meluna Menstruationsbecher

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Meluna Menstruationsbecher

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Nie wieder!

2  28.09.2009

Pro:
umweltfreundlich, trocknet die Schleimhäute nicht aus

Kontra:
kompliziert in der Anwendung, schwierig und schmerzhaft zu entfernen

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Kaufanreiz

Tragekomfort:

Saugkraft:

Handhabung/Komfort:


Minoschafus

Über sich: Fragt mich bloß nicht nach Preisen! Dank meiner Dyskalkulie kann ich mir nicht einmal vom Laden bis ...

Mitglied seit:03.09.2009

Erfahrungsberichte:10

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 54 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich muss ja immer alles ausprobieren. Ich kann einfach nicht anders. Bin immer auf der Suche nach Produkten, die mein Leben verbessern. Manchmal mache ich dabei ganz wundervolle Erfahrungen und entdecke Dinge, die mich begeistern. Manchmal erlebe ich dabei aber auch Grässliches. Zu letzterer Kategorie gehört leider meine Erfahrung mit dem MeLuna Menstruationsbecher.


Die Sache ist die: Tampons sind dafür gemacht, Flüssigkeit aufzusaugen. Das ist ihr Job. Wenn allerdings die Menstruation eher schwach verläuft, sondert frau nicht soo viel Flüssigkeit ab. Und da der Tampon aber ordentlich saugfähig ist, fängt er an, die Feuchtigkeit aus der Scheidenschleimhaut zu saugen. Die wird daraufhin trocken, gereizt und tut weh. Ganz abgesehen davon, dass Tampons aus hygienischen Gründen Wegwerfartikel sind, und so in einem durchschnittlichen Frauenleben ein ganz hübsch hoher Berg an Hygieneartikelmüll anfällt.
Um diese Probleme zu umgehen, haben kluge Menschen den Menstruationsbecher erfunden.

Was ist ein Menstruationsbecher?

Ein Menstruationsbecher (meist unter der Bezeichnung mooncup oder Mondbecher zu finden) ist eine Art Saugglocke aus Silikon oder anderem antibakteriellen Kunsstoff, der in die Vagina eingeführt wird, und dort das Menstruationsblut auffängt. Auffängt, nicht aufsaugt! Wenn der Becher voll ist, wird er ausgeleert, kurz ausgespült und kann wieder verwendet werden. Laut Herstellerangaben hält ein Menstruationsbecher 5-10 Jahre lang.

Ganz ehrlich: Als ich das erste Mal in einem Forum davon las dachte ich "Igittigitt". Nach einigem Nachdenken entschloss ich mich jedoch, dem Produkt mal eine Chance zu geben. Immerhin klangen die Vorteile sehr vielversprechend. Es gibt mehrere Varianten von mehreren Herstellern, und ich entschied mich für das Produkt MeLuna. Wieso ausgerechnet hierfür? Es war nur halb so teuer wie die anderen, was vor allem daran liegt, dass es nicht aus dem Ausland importiert werden muss, sondern in Deutschland hergestellt und vertrieben wird. Anders als viele andere Menstruationsbecher besteht MeLuna nicht aus Silikon, sondern aus dem Kunsstoff TPE, aus dem unter anderem auch Babyflaschensauger hergestellt werden. Und was gut ist für Babys Mund, sollte auch gut sein für meine... - nun, lassen wir das.


Es gibt MeLuna in verschiedenen Größen. Welche die richtige ist, muss man leider ganz alleine herausfinden, die Angaben des Herstellers sind da ziemlich allgemein gehalten.
Man kann sich auch die Farbe aussuchen. Zur Auswahl stehen alle möglichen bunten Bonbonfarben sowie Schwarz und Transparent. Ob die Farbwahl für ein solches Produkt wirklich nötig ist, weiß ich nicht, aber frau hat's ja nun mal gerne ein wenig stylisher.
Ebenfalls aussuchen kann frau sich, ob der Menstruationsbecher einen Stiel, einen Ring, eine Kugel oder gar nichts zum Greifen beim Rausziehen haben soll.


Alle Varianten kosten das gleiche, nämlich 12 Euro. Dazu gibt es automatisch ein Mikrofasersäckchen, in dem MeLuna aufbewahrt werden kann. Im Shop des Herstellers kann man auch gleich noch für 4 Euro einen mikrowellenbeständigen Plastikbecher erstehen, in dem man den Menstruationsbecher nach Gebrauch sterilisieren kann. Das fand ich sehr angenehm, denn eigentlich wollte ich das Ding nicht in einem meiner Kochtöpfe auskochen. Die Transportpauschale beträgt nur dankbare 1,90 Euro, dank Inlandsversand als Warensendung.


So, ich hatte das Ding gekauft und wollte es nun auch anwenden. Ich hatte mich für die Variante mit der Kugel entschieden. Zum Einführen muss man MeLuna falten. Es gibt mehrere Techniken dafür, jede muss sehen, welche bei ihr die passende ist. Zu finden sind diese Techniken in großen Mengen im Internet. Das Einführen war nicht ganz so einfach, es brauchte da schon mehrere Versuche. Aber schließlich war das Ding drin, und es machte den Anschein, als säße es am richtigen Platz, es drückte nichts, alles war in Ordnung. In der Gebrauchsanweisung heißt es: "kontrollieren Sie nach dem Einführen, ob sich ihre MeLuna richtig entfaltet hat. Dies können Sie durch Drehen der Tasse oder durch Umfahren des Randes mit dem Finger feststellen." Tja. Das hab ich versucht. Aber alles, was ich erwischte, war die Kugel am unteren Ende.


Und dann wollte ich das Ding entfernen... Um das zu schaffen, muss man MeLuna am oberen Rand leicht eindrücken, um den Unterdruck, der sich gebildet hat, zu lösen, und dabei rausziehen. In der Gebrauchsanleitung steht, dass man bei den ersten Versuchen ein wenig Geduld mitbringen solle, weil das schon etwas Übung erfordere.


Geduld hatte ich. Ich hab mich wirklich bemüht. Aber alles, was ich mit den Fingern erreichte, war die Unterseite des Menstruationsbechers. Bis zum oberen Rand kam ich nicht. Keine Chance. Und einfach an der Kugel unten ziehen war keine gute Idee, weil sich das Ding ja durch den Unterdruck ordentlich an mir festgesaugt hatte und das Ziehen ziemlich wehtat.


Nachdem ich fast eine Viertelstunde lang in allen möglichen Positionen und mit viel gutem Willen versucht hatte, mich von MeLuna zu befreien, gab ich schließlich auf und ließ sie mir von meiner Gynäkologin entfernen. Die übrigens auch fragte "Wie soll man das denn bewerkstelligen? Soviele Finger, wie man zum Entfernen braucht, kriegt man da doch gar nicht rein."

Fazit:


Nie wieder! Das Konzept des Menstruationsbechers mag an sich eine gute Idee sein, aber in der konkreten Anwendung hat es doch merkliche Schwächen! Da nehme ich lieber wieder die guten alten Tampons. Trockene Schleimhaut kann ich wenigstens mit Wund- und Heilsalbe selbst behandeln, ohne als Notfall bei der Gynäkologin erscheinen zu müssen.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Penny1

Penny1

07.05.2010 18:10

Was es nicht alles gibt ;-))))

Engelszauber

Engelszauber

02.12.2009 21:37

Herreje, dann doch lieber Tampons.

Fliegmaus32

Fliegmaus32

30.09.2009 17:31

Ich bleibe bei der guten alten Binde, da kann nicht viel passieren.

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