Auf die Länge kommt es an...
01.01.2002
Pro:
Platzangebot, Komfort
Kontra:
"Elchtest" - Image
Empfehlenswert:
Ja
 Semaan
Über sich:
Mitglied seit:27.05.2001
Erfahrungsberichte:469
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 27 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Als Mercedes 1997 erstmals einen Kompaktwagen entwickelt hatte, waren die Eindrücke sehr verschieden. Viele behaupteten, dies sei für die deutsche Nobelmarke nicht das richtige. Das haben die Schwaben allerdings mit einer vollständig neuen Form und erstmals erscheinenden Design sehr eindrucksvoll gekontert. Trotz einem schweren Einstieg in die Herzen deutscher Autofahrer, hat sich das Exemplar insgesamt 570000 mal verkauft, und die Hälfte davon allein in Deutschland. Das ist sehr erstaunlich, da die A-Klasse vorerst als Lachnummer galt. Die Elchtest-Geschichte war ein Dng für sich, ließ die Mercedeschefs aber kalt. Man entwickelte ein neues Fahrwerk mit elektronischer Unterstützung und machte den Kompaktwagen somit strassensicher. Nun hat man sich nochmals an den Tisch gesetzt und hat das Platzangebot vergrößert, um noch mehr Käufer zu finden.
Karosserie Das Blechkleid hat sich 17 cm verlängert. Das klingt zwar nicht viel, macht aber so einiges möglich. Das wohl jedem bekannte Design blieb unverändert und hat immernoch den eigenen unverwechselbaren Charakter. Lediglich kleine Veränderungen an den schmalen Heckleuchten sowie weitere unbedeutsame Retuschen wurden im Bereich der Optik vollzogen. Innen wirkt das Armaturenbrett nach wie vor sehr billig. Das viele, graue Plastik ist trotz einer Überarbeitung absolut unpassend für den bekannten Konzern der Nobelklasse. Dennoch findet man sich sehr gut zurecht. Jeder Schalter und Knopf kann nich verwechselt werden, sowie auch die runde Anzeige des Tachometers. Die ovalen Lüftungsausgänge mögen vielleicht gut aussehen, sind aber etwas unpassend ausgerichtet, so dass man lange stellen und fummeln muss, um die Puste nicht störend in die Augen zu bekommen.
Ausstattung/Komfort
Wie gesagt ist dies ein ziemlich großer Nachteil bei längeren Fahrten. Aber mehr kann man auch kaum meckern, da Mercedes die A-Klasse jetzt noch komfortabler gemacht hat. Angefangen beim Fahrwerk, das nach dem Elchtestdesaster zu straff und hart ausgerichtet wurde, hat man es jetzt wieder weicher und angenehmer abgestimmt, ohne irgendein Risiko einzugehen. Für die Sicherheit sind ABS, ESP und Bremsassistent immer mir an Bord, um Unfälle zu vermeiden. Vier Airbags schützen die Insassen, wenn es doch zu einem Aufprall kommen sollte. Noch zwei Luftsäcke gibt es gegen Aufpreis. Die Sitze geben sehr guten Seitenhalt und sind auch bei langen Fahrten immernoch gut erträglich. Das Platzangebot ist vorn wie hinten allemal besser als bei der kurzen Version des Kompaktwagens. Vor allem die Beinfreiheit im hinteren Bereich hat mich beeindruckt, obwohl alles nur um 17 cm langgestreckt wurde. Man kann es kaum glauben, aber in der E-Klasse mit über einem Meter mehr Länge sitzt man bei weitem nicht so bequem und frei, wie hier. Auch der Kofferraum hat von dieser Veränderung profitiert. Von 390 auf 470 Liter Volumen angewachsen, passen nun doch der ein oder andere Koffer mehr in den Gepäckraum. Um das Komfortangebot noch abzurunden hat die A-Klasse auch noch fernbediente Zentralverrieglung und beheizte Aussenspiegel serienmäßig bei sich.
Motor Bei der Motorisierung hat man sich nicht auf Sportlichkeit und Höchstleistungen spezialisiert, sondern ebenfalls den Komfort und die Alltagstauglichkeit, immer im Bezug zur Wirtschaftlichkleit gesetzt. Für Sportler gibt es ja andere Modelle, die erstens schnittiger geformt und zweitens stärker motorisiert sind. Der 1,4 Liter Benziner holt akzeptable 82 Pferdestärken aus sich heraus. Das reicht im Allgemeinen für die Familie aus. Wer das Gaspedal stärker betätigt bekommt diese auch vollkommen zu spüren. Es ist erstaunlich, wie dieser Wagen in Bewegung kommt, wenn er richtig getriezt wird. Bei hohen Drehzahlen, bleibt das Triebwerk aber immernoch erstaunlich ruhig und leicht zu kontrollieren. Aber auch bei niedrigen Drehzahlen reicht der antrieb für den Stadt- oder Landverkehr total aus. Der Spritverbrauch hält sich in Grenzen und ermöglicht somit ungehinderten Fahrspass in allen Lagen. Wer dennoch mehr Leistung haben will, kann sich auch den A190 zulegen, der dann aber auch deutlich tiefer in die Brieftasche greifen lässt.
Fazit
Also, Mercedes hat sich hartnäckig gegen alle anfänglichen Kritiken und Meinungen gewehert. Man hat den Wagen gründlich überarbeitet und nur positives daraus erlangt. Viel Komfort, Platz und Käufer hat man mitlerweile herausgearbeitet bzw. bekommen. Bei einem Preis von 34500 DM ist man in der Kompaktwagenklasse recht gut vertreten. Im Gegensatz zu Volkswagen oder Opel hält man sich hier preislich in freundlichen Grenzen. Sicherlich ist es nicht so bedeutend weniger, aber für einen "Mercedes" ist das ein echt günstiger Preis. Diese Veränderungen sind auf jeden Fall die Mühe wert gewesen und haben diesen Wagen nur gut getan. Da fragt sich bloß, warum man immer noch die, zwar um 2000 DM biligere aber dennoch schlechtere, alte kürzere Variante anbietet...
Bis bald, Euer Semaan...
Preisvergleich
sortiert nach Preis
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Mercedes-Benz A 140
|
|
13.04.2002 19:04
Lieber semaan, für mich hat die A-Klasse ein bedeutend schlechteres P/L-Verhältnis als der VW Golf (als Beispiel). Die Ausstattung ist bmiserabel und für so einen kleinen Wagen ist der Preis meiner MEinung nach zu hoch. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, der BEricht war sehr angenehm zu lesen. Elmar
01.01.2002 23:24
Ein guter Bericht! Leider scheint Mercedes ein Problem nicht in den Griff zu kriegen: die Fenster knacken in ihren Führungen - ich habe das bei inzwischen fünf verschiedenen A-Klassen, die ich als Leihwagen fuhr, bemerkt. Der A140 mit Automatik ist m.E. klar untermotorisiert. Der Tritt aufs Pedal erhöht subjektiv empfunden lediglich den Geräuschpegel im Innenraum. Gruß, Thomas
01.01.2002 19:27
*lol* Ich denke der Elchtestgehört der Vergangenheit an, außerdem wurde das problems chon längt behoben. Grüsse Mike :-)