Nie wieder A- Klasse
18.11.2002 (02.11.2005)
Pro:
Sehr kompaktes Auto mit sehr viel Platz und vielen Variationsmöglichkeiten, niedrige Versicherungstarife, Klimaanlage hat Halbautomatik .
Kontra:
Preis, Benzinverbrauch, Verarbeitung, Wertverlust, Werkstattkosten
Empfehlenswert:
Nein
 Jaskeratz
Über sich:
Mitglied seit:18.11.2002
Erfahrungsberichte:2
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Angeschafft wurde unsere A- Klasse als Gebrauchter im zarten Alter von 9 Monaten und 10 tkm auf der Uhr. Die Vorbesitzer verkauften ihn wegen Familien- Nachwuchs (2 Erw. + 2 Kinder und Kinderwagen = Auto bereits voll, ohne Gepäck) und wir waren damals nur zu zweit und fanden das Konzept praktisch, das tun wir auch heute noch. Langstreckentauglich sollte es sein und eine Klima- Anlage wurde gewünscht. Daß es ein 160er war, war zweitrangig, der 140er hätte auch gereicht, in Deutschland sind nämlich die schnellen Autobahnfahrten eh vorbei. Daß es ein Mercedes ist, merkt man beim Anschaffungspreis, bei der Sicherheit (4 Airbags, Nebelscheinwerfer, ABS und ESP) und bei der Klimaanlage, die eine Halbautomatik besitzt, so daß die gewünschte Temperatur sehr gut eingehalten wird und zwar beim Kühlen und beim Heizen; im Winter setzt die Heizleistung außerdem sehr früh ein. Aber der Rest... Das Armaturenbrett wirkt billig, trotz der "Belederung", die Sitze sind mies, von orthopädisch geformten Sitzen hat bei der Entwicklung wohl noch niemand etwas gehört oder warum wird der Rücken im Lendenwirbelbereich nicht ausreichend gestützt, so daß man Schmerzen bekommt? Ich vermisse eine einstellbare Lendenwirbelstütze, die gibt es aber nicht einmal gegen Aufpreis. Die Kopfstützen sind nach vorne geneigt und dadurch ebenfalls sehr unkomfortabel. Dann ist bereits ein Beifahrertürschloß und das Kofferraumschloß ausgetauscht worden, beides allerdings noch auf Garantie. Dann wurden die Bremsbeläge vorne bei ca. 35 tkm gewechselt, wobei ich betone, daß das Auto sanft gefahren wird, um Benzin zu sparen. Unter 8 Liter/100km schafften wir es im Drittel- Mix trotzdem nicht, nur auf der Autobahn, wenn man unter 140 km/h bleibt, schafft man eine sieben vor dem Komma. Dann wurden das erstemal die vorderen Stabilisatoren des Fahrwerks ausgetauscht , war beim ersten Mal noch auf Kulanz. Dann wurde zum zweitenmal an den Fahrwerksstabis in der Daimler- Werkstatt gebastelt: wieder vorne (weil es ein Wiederholungsfall war, wieder auf Kulanz, aber mit der Bemerkung, daß sich Mercedes das Geld doch noch dafür holen könne) und neuerdings hinten, aber wir hatten zu bezahlen. Das Unverschämte ist, daß sich Daimler- Chrysler eine Fahrwerks- FEHLKONSTRUKTION geleistet hat und diese teilweise auf Kundenkosten repariert. Unser Auto war knapp über drei Jahre alt und hatte nicht einmal 36tkm auf der Uhr. Daß es sich um eine FEHLKONSTRUKTION handelt, ist ganz klar. DC hat nämlich sogar die Ersatzteile der Händler zurückgezogen und ganz schnell neue gebaut. Ich mußte dann acht Wochen auf die neuen warten. Die Fahrwerksschwächen der A- Klasse waren auch schon Thema in Auto- Bild. Der nächste Schock kam als wir den Wagen wegen Nachwuchs und Anschaffung eines Wohnwagens verkaufen wollten: immenser Wertverlust, weil die Dinger inzwischen überall herumstehen. Jetzt haben wir die Karre als Zweitwagen behalten und uns einen billigen Zugwagen gekauft. Mein Fazit: wer so teure Autos in minderwertiger Qualität anbietet und die FEHLKONSTRUKTIONEN auf Kundenkosten abwickelt, der hat es nicht anders verdient und bekommt von mir das Urteil: "NICHT EMPFEHLENSWERT". Ergänzungen: Die Sitze gab es bis zum Schluß nicht für Geld und gute Worte mit Lendenwirbelstütze auch wenn jemand meint, dies in einem Leihwagen gesehen zu haben, wir Privatkunden konnten es nicht ordern, wird jetzt erst beim Neuen angeboten. Beim Fahrwerk wurden alle 1,5 Jahre die Stabilisatoren und Querlenker ausgetauscht, Daimler verwendet zum Teil KUNSTSTOFFTEILE! Der Gebrauchtwagenpreis ist auf dem Niveau eines Golf oder Astra. STIMMT! Nur mußten wir für die A- Klasse über 5000 DM mehr bezahlen! Oder anders ausgedrückt: als 9 Monate alter Gebrauchter war er so teuer wie Golf & Co. neu gewesen wären. Der Alptraum geht weiter: die Karre säuft 13L Super/100km! Diagnose in der Werkstatt: Defekt der Lambda- Sonde. Diese wurde für 440 Euro getauscht, Verbrauch immer noch 13L. Ich halte Euch auf dem Laufenden, wenn ich die neue Diagnose erfahre. Außerdem mußte sie (die Karre) wegen eines Bremsendefektes vom ADAC in die Werkstatt gebracht werden, weil sich in einer der hinteren Bremstrommeln Teile so verkeilt haben, daß das sie nur noch rückwärts lief. Kosten: 480 Euro! Die vorderen Stabis sind übrigens zum dritten Mal ausgetauscht worden: 280 Euro. Die Sitze haben wir mit Lendenwirbelstützen zum Aufschnallen von der Fa. Schukra nachgerüstet. Das sieht zwar nicht besonders gut aus, tut aber dem Rücken sehr gut, bei Autos in dieser Preisklasse erwarte ich aber so etwas serienmäßig. Januar 2006 wird sie 7 Jahre alt, und hat jetzt 72000 km gelaufen
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23.12.2002 17:08
Der Wertverlust der A-Klasse ist sowohl absolut als auch proportional auf den Niveau des Golfs - und der gilt in diesem Bereich eigentlich als Klassenprimus. Das spiegelt sich beispielsweise darin wider, dass die Leasingraten für die A-Klasse deutlich unter denen eines günstigeren Skoda Octavia liegen oder denen eines Toyota Corolla
20.12.2002 22:06
Hier werden so viele Dinge unzulässig vermischt. Zunächst einmal steht hier überhaupt nicht, um was für eine Fehlkosntruktion es sich handeln soll oder auch nur ansatzweise, was eigentlich repariert worden ist. Die Site des Mercedes A stützen im Lendenbereich hervorragend, CAR & Driver hat die A-Klasse zum besten Langstreckenfahrzeug seiner Klasse gewählt. Die geschilderten Mängel sind in der Art, wie sie geschildert werden - der Fahrwerkskonstruktionsfehler ist mit Abstand der schlimmste - weder verständlich noch nachvollziehbar... Sorry
19.12.2002 21:55
...am besten beim Berichte Schreiben erst mal kurz durchatmen, sich von der Wut befreien.... ;->