Mercedes-Bank: Ist mein Geld sicher?
03.02.2009 (05.02.2009)
Pro:
Hohe Zinsen
Kontra:
Schlechter Service, Sicherheit der Anlage fraglich
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Service
Filialnetz:
Fachliche Beratung:
 Thorsten21RW
Über sich:
Mitglied seit:21.07.2000
Erfahrungsberichte:62
Vertrauende:4
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 29 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Die Zinssenkungen der letzten Monate gingen an der Mercedes-Benz Bank scheinbar spurlos vorbei. Wärend alle anderen Banken ihre Zinsen senken müßten, konnte die Mercedes-Benz Bank ihre Zinsen zum Jahresbeginn sogar noch erhöhen. Wie kann dies sein, paßt dies mit der aktuellen wirtschaftlichen Situation zusammen? Ja, den die Mercedes-Benz Bank ist eine spezielle Bank, während andere Banken und Sparkassen das Risiko der Geldanlage streuen (Anlage bei Bundesbank, Baufinanzierung für Privatleute, Kreditvergabe an Firmenkunden), macht die Autobank ein sehr einseitiges und riskantes Geschäft. Sie sammlt Gelder von Kunden ein, zahlt dafür sehr hohe Zinsen und finanziert wiederrum den Kunden ihrer Autohauser das neue Fahrzeug der Marke Mercedes, meist zu 0,0% Zinsen, da sich Autos in der heute Zeit nicht so gut verkaufen lassen.
Welche Probleme können entstehen? 1. Ziehen viele Kunden ihre Einlagen kurzfristig ab, dann kann es zu einem finanziellen Engpass kommen, da die Kundengeld ja in finanzierten Fahrzeugen steck. Andere Banken vertrauen den Autobanken wegen dieser riskanten Geschäfte schon seit Monaten nicht mehr, geben ihr also keine Kredite mehr. Deshalb wird jetzt der Privatkunde als "Retter aus dem Liquiditätsengpass" angezapft.
2. Wenn die finanzierten Fahrzeuge nach Ende der Finanzierungszeit an die Autobank zurückgegeben werden, kann es zu erheblichem Abschreibebedarf bei der Bank kommen, da die Nachfrage nach gebrauchten Fahrzeugen aufgrund der Wirtsschaftskrise und der attraktiven Prämien (Abfrackprämie) für den Neuwagenkauf stark zurückgegangen ist. Derzeit sitzen Autobanken auf ganzen Halden mit Gebrauchtwagen. 3. Besonders angepriesen wir immer der Sicherungsfond der Privaten Banken. Es stellt sich allerdings die Frage: Wieviel Geld steckt da derzeit tatsächlich drin, auch wenn angeblich Kundengelder bis mehrere Millionen abgesichert sein sollen. Experten sagen voraus, das der Fond den Zusammenbruch einer systemrelevanten Bank nicht übersteht.
Bereits als Kleinkinder wurde uns immer eingetrichtet, dass wir unser Geld zur Bank bringen sollen, da es dort sicher ist. Das hat uns geprägt. Unser Verstand ist daher garnicht in der Lage das unvorstellbare sich nur vorzustellen. Vor gut einem Jahr hätten wir die derzeitigen Probleme der Banken ebenfalls nicht geglaubt. Während im September und Oktober die Menschen ihre Gelder bei vielen Banken abgezogen haben und beim Bund oder Sparkassen und Volksbanken angelegt haben, haben die "Problembanken" mit höheren Zinsen an unser Belohnsystem im Kopf appeliert. Darauf, dass wir immer mehr haben wollen, also gierig sind. Dies hat bislang auch funktioniert. Hoffen wir, dass es nicht zum zusammenbruch kommt. UPDATE: Seit heute ist eine Kontoeröffnung bei der Mercedes-Bank nichtmehr für Neukunden möglich, da der Ansturm der Kunden zu hoch sei! Da kann man jetzt denken was man will, bei der Kaupting-Bank konnte man kurz vor dem Zusammenbruch auch keine Konten mehr eröffnen.
Interessant ist auch zu sehen, was der sonst doch so anspruchsvolle und mündige Kunde alles mit sich machen läßt, stellen Sie sich einen Filialleiter bei einer Bank vor, der ihnen als Kunde die Tür vor der Nase zuschlägt. Würden Sie sich nicht sagen, ich habe das nicht nötig und muss mir dieses Verhalten nicht gefallen lassen, ich gehe zu einer anderen Bank. Gut so! Dann machen Sie dies auch bei der Mercedes-Bank!
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15.05.2009 13:49
Irgendwie steht in dem Erfahrungsbericht nicht wirklich eine Erfahrung drinnen. Es wird nur beschrieben, wie so eine Bank arbeitet und was wäre, wenn... aber nicht, was der Autor erlebt hat.
03.02.2009 18:45
Ich bewerte das nicht, denn bei Zinsen spielen die Zahlen nun wirklich eine Rolle. Das Autobanken eher beim Leasing mit den Restwertabschreibungen Probleme haben und immer Absatzförderer ihrer Mutterkonzerne macht diese anfällig. Das ist gut herausgearbeitet. Der Einlagensicherungsfonds hat jetzt schon einen Mrd.Kredit erhalten, um die Schäden abzuwickeln. Man darf jedoch nicht übersehen, der Einlagensicherungsfonds sichert nichts ab, weil ...und das ist so ziemlich die "schönste Begründung", die ich kenne....weil er sich die dann fällige Versicherungssteuer sparen möchte.
03.02.2009 14:51
guter Bericht