Erfahrungsbericht über

Mercedes-Benz C 220 CDI Sportcoupe

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Mercedes-Benz C 220 CDI Sportcoupe

222 Angebote von EUR 2.222,40 bis EUR 38.690,47  

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Die Konkurrenzfähigkeit schwer in Frage gestellt

2  18.06.2003 (06.07.2003)

Pro:
Gesamtkomfort, sehr hohes Sicherheitsniveau

Kontra:
Sehr hohe Anschaffungskosten (Grundpreis plus saftige Aufpreise ! ), hohe Betriebskosten (ungünstige Kaskoeinstufung, hoher Verbrauch), geringe Qualität, Zuverlässigkeit,  Service, Innenraum mit negativer Aura, kein Dieselrußfilter

Empfehlenswert: Nein 

Womibla

Über sich: ---> Wer hat Fragen zu meinen Testkriterien? Wer möchte wissen, wer die "Consumer's Union&qu...

Mitglied seit:20.10.2000

Erfahrungsberichte:34

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Mein 6.000km-Erfahrungsbericht zum 2001er Mercedes C220 CDI Sportcoupé, den meine Mutter seit Mai 2003 besitzt.

Übersicht:
I. Modellgeschichte
II. Konkurrenten des C-Klasse Sportcoupés
III. Unser C220CDI
IV. Erfahrungsbericht
V. Fazit


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I. Kurzüberblick Modellgeschichte:
Das Sportcoupé debütierte im Jahr 2000 als verkürzte Abwandlung der Mercedes-C-Klasse-Limousine Geplant war die 3-türige Version als Antwort auf die erfolgreichen Edel-Kompakten BMW 3er Compact und Audi A3 .
Mercedes’ Antwort kam spät, aber kämpferisch: man nannte das Auto viel versprechend „Sportcoupé“ und stattete es unter anderem mit aufwändigen Kompressor-Benzinern aus (z.B. mit dem 2,3l Kompressor und 193PS im C230K), später gab es auch einem hubraumstarken V-Sechszylinder (C320 mit 218PS) und einem kultivierten Dieselvierzylinder (C220CDI). Zusätzlich waren sportlich getrimmte Ausstattungspakete erhältlich, die sich „Evolution“ und „Evolution AMG“ nannten. Mit ihren frechen optischen Details (z.b. 17-Zoll-Räder) avancierte das Sportcoupe zu einem ernsthaften GTI-Schreck mit Stern auf dem Kühlergrill

Ob das Mercedes Sportcoupé hält, was es verspricht, können Sie in diesem Bericht nachlesen.

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II. Grundlage für folgenden Erfahrungsbericht ist dieses Auto:

Mercedes C 220 CDI SC, Baujahr 2001
Motor: 2,2 Liter Diesel mit Common-Rail-Technik, 143PS

Farbe: smaragdschwarz metallic

Ausstattung:
- Nachgerüstet: 17-Zoll Felgen „Evolution“, Lederlenkrad und Lederwählhebel, Navi-System Audio 30 APS, MB-Freisprecheinrichtung
- 5-Gang-Automatikgetriebe
- Klimaanlage
- Panoramaglasdach
- Sitzheizung

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IV. Mein Erfahrungsbericht, Herzstück dieses Artikels

Kapitelübersicht und Notenverteilung:
Außenhülle: 2.0
Innenraum: 5.0*)
Sicherheit: 1.0
Fahrdynamik: 2.5
Antrieb: 3.0
Komfort: 1.5
Qualität: 5.0*)
Zuverlässigkeit: 6.0*)
Service: 4.0

Zusatzinfos: Gebrauchtwagenpreise / Unterhaltskosten / Techn. Daten

Gesamtnote: 2 von 5 Sternen. Empfehlung: Nein
*) führt zur Abwertung in der Gesamtnote

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Außenhülle: „Von Haus aus recht bieder“

Von vorne stellt sich aus manchem Blickwinkel eine gewisse Ähnlichkeit mit den Mercedes-Überfliegern SL und CL ein….da ist Überholprestige garantiert.
Die zweitürige Coupéform und ein vermeintlich schnittiges Heck machen aber noch keinen Sportler, das wissen wir schon, seit Mazda mit dem 323F in den 90ern die Vorlage für das Sportcoupé-Heck lieferte. Dabei ist die Form des Ausgangsprodukts, der C-Limousine, so viel versprechend.
Nein, nicht das umstrittene Pummelheck ist die unverkennbare Biederkeit wirklich schuld, sondern die penetrante Aufpreispolitik des Hauses Mercedes-Benz: passende Leichtmetallräder erhält der vermeintliche GTI-Schreck nur gegen hohen Aufpreis, schicke Details wie lackierte Türgriffe bekommt man nur geschnürt mit aufpreispflichtigen Paketen wie „Evolution“ oder „Evolution AMG“.
Meine Mutter entschied sich, ihr Sportcoupé, das sie als Vorführwagen in Basisausstattung übernahm, mit den tollen 17-Zoll-Felgen aus dem Evolution-Paket aufzurüsten.

Note: 2.0

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Innenraum: „Das geschmackloseste und billigste Ambiente in der Kompaktklasse“

Auch im Innenraum zeigt sich Mercedes von der knauserigen Seite: die Materialauswahl ist billig und bisweilen wahrlich primitiv, Komfort-Gimmicks wie Lederlenkrad oder Lederschalthebel bzw. beleuchtete Spiegel in den Sonnenblenden wollen extra bezahlt werden. Beleuchtete Lüftungsdüsen-Rädchen gibt es nur zusammen mit der Thermotronic-Klimaanlage. Und erst die ärgerliche Verarbeitung: überall, wo man in diesem Jungfahrzeug mit den Knien anstößt oder was auch immer man mit den Händen berührt: es quietscht, knarrt und klappert schlicht zu viel. Ob man das skurrile Armaturenbrett mit dem Tachoinstrument in gotischem Design nun schön findet oder nicht, gerät zur Nebensache. Immerhin ist die Bedienung ohne Fehl und Tadel, mit Ausnahme der Multifunktionsknöpfe auf dem Lenkrad (die Hupe wird zu leicht ausgelöst).
Die Variabilität des Innenraums ist gut, wenn auch das Raumgefühl im Vergleich zur Konkurrenz gering ist: ich selber fahre einen 3er Compact und bekam beim ersten Probesitzen im Sportcoupé klaustrophobische Gefühle. Immerhin läßt das teure Panoramasonnendach mehr Licht in den engen Innenraum, aber bei Betrieb surrt es laut, und bei Fahrt stört es mit Klappergeräuschen im Bereich der Mittelverstrebung.
An den Störgefühle errgenden Gummi-Geruch im Innenraum werde ich mich wohl so schnell nicht gewöhnen.
Die zierlich dimensionierten Sitzgelegenheiten wirken wie ein frühes Design-Projekt, das nicht die Aufgabe besitzt für wirklichen Sitzkomfort zu sorgen.
Verblüffenderweise ist genau das Gegenteil der Fall: der Seitenhalt ist ausgezeichnet, ebenso der Langstreckenkomfort und die Verstellmöglichkeiten. Noch besser wäre es, wenn die Sitze bei Kurvenfahrt weniger wackeln würden.
Übrigens: auch der teuer zu bezahlende Lederbezug verbessert das Ambiente der düsteren Plastikwüste nicht. Das Leder sieht aus wie Imitat, fühlt sich ebenso synthetisch an und besitzt gar keinen eigenen Geruch.
Dagegen sind die „kostenlosen“ Stoffsitze im belanglosen Streifen-Design eine Wohltat.


Innenraum-Note: 5.0


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Sicherheit: „Tadellos. Perfekt geeignet auch für Anfänger.“

Beim Sicherheitskapitel spart Mercedes nicht. Das C-Klasse Sportcoupé besitzt serienmäßig alle wichtigen Sicherheitsfeatures wie Doppelairbags, Sidebags, Kopfairbags, ABS, ESP mit Bremsassistent und immerhin optionale Fondairbags. Zusätzlich dürfen noch Dinge wie Reifendruckkontrolle und Bi-Xenon-Licht geordert werden.
Ausschlaggebend für meine sehr gute Bewertung im Sicherheitskapitel sind aber vornehmlich das 5-Sterne-Crashverhalten (nachzulesen auf www.euroNCAP.com), die hervorragende Bremsanlage und das narrensichere Fahrverhalten.

Sicherheits-Note: 1.0

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Fahrdynamik: „Bisher einer der handlichsten Mercedes’ überhaupt. Von athletischer Dynamik aber weit entfernt“.


Das C-Coupé verfügt über ein narrensicheres Fahrverhalten mit guter Handlichkeit, optimal ausgewogener Lenkung und einem hochwertigen Fahrwerk. Es erlaubt sichere Fahrt, wo andere Fahrzeuge dieser Klasse dem Fahrer längst Schwierigkeiten bereiten. Ist das Sport-Coupé also nicht ein „perfektes Anfängerauto“? Was bizarr klingt, muß nicht unbedingt so sein.
Stellt sich doch die Frage, was das Mercedes-C-Derivat denn noch bietet.
Die Antwort lautet: wenig.
Das Auto „händelt“ zwar gut, aber wirklich nicht sportlich, und ein Einparktalent wie viele seiner Konkurrenten ist es mit der schwergängigen Lenkung auch nicht. Seltsamerweise kostet eine geschwindigkeitsabhängige Regelung in diesem doch sehr teuren Kompaktwagen noch Aufpreis.
Da rümpft der anspruchsvolle Fahrer oder die Dame mit den zarten Händen doch eher die Nase und wendet sich ab zur Konkurrenz.

Fahrdynamik-Note: 2.5

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Antrieb: „Sanfter Gleiter mit wenig Würze. Trinksitten und Abgasreinigung enttäuschen.“

Schlappe 130PS und 310Nm machten die Fahrt im jüngst verblichenen Audi A3 der ersten Generation zu einem Höllenritt.
Ein-hundert-drei-und-vierzig Pferdestärken und 340Nm Drehmoment bei 2000/min im C220CDI: das ist eine Ansage! Und noch besser, anstatt zu krümeln und zu hämmern wie der alte TDI aus dem VW-Konzern begeistert der Mercedes-Diesel durch ein ganz ziviles Arbeitsgeräusch, das höchstens bei voller Leistungsabgabe in ein dezentes Knurren übergeht.
Das sänftenartige Automatikgetriebe setzt dem himmlischen Komforteindruck noch eins drauf, was sich sicherlich positiv auf die Komfortnote (siehe unten) auswirken wird. Gut auch die schöne Abstimmung des Getriebes, das den Motor angenehm niedertourig operieren lässt.
Nicht so toll ist aber das eher verschlafene Temperament des 2,2-Liter Vierzylinders, das den Fahrer zu langsamer Fahrweise nötigt. Dreht man den Spieß als Fahrer um und versucht, durch aggressives Gasgeben dem Auto eine flottere Gangart anzugewöhnen, bringt das wenig, abgesehen davon, dass der Verbrauch in die Höhe schnellt (immerhin treibt die Automatik den Motor nicht dauernd ins Drehzahl-Nirvana).
Was sich mit dem Motor allerdings hervorragend anstellen lässt, ist stundenlanges Kilometerfressen auf der Autobahn mit hoher Geschwindigkeit (leider zum Teil bei konstanten Verbrauchswerten über 11 Liter auf 100km)
Der 1,9-Liter-Benziner meines BMW 3er mit nur 105PS bzw. 180Nm bietet ähnliche Fahrleistungen bei verbessertem Fahrspaß. Ein Kuriosum vor allem, dass mein Saugbenziner bei zügiger Fahrweise spürbar weniger verbrauchen kann als der 220-Turbodiesel. Eine Folge sicherlich auch durch das hohe Leergewicht von 1505kg, das kein modernes Auto vergleichbarer Bauart auf die Waage bringt.
Zuletzt noch ein Worte zur Abgasreinigung der Diesel-Mercedes: Obwohl seit nunmehr 3 Jahren Russpartikelfilter im Automobilbau erfolgreich eingesetzt werden, besitzt bis heute kein Mercedes-PKW so ein Gerät.


Antriebs-Note: 3.0

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Komfort: „Komfort-Benchmark in der Kompaktklasse: C-Sportcoupé“

In der Bequemlichkeitswertung erhält der kurze Mercedes die meisten Lorbeeren. Wie bereits angesprochen ist der Sitzkomfort hervorragend, die Laufkultur des Motors spitzenmäßig und der Schaltkomfort des Getriebes super. Reifenabrollgeräusche sind trotz 225er-Breitreifen kaum zu vernehmen, und auch die Windgeräusche sind angenehm dezent.
Trotz des für Mercedes-Verhältnisse ungewöhnlich handlichen Fahrverhaltens ist das Federungskomfort keinesfalls zu hart: So ist das in der neuen E-Klasse meines Vaters, deren Federung manchmal übel aufstößt, obwohl das Fahrverhalten deutlich zu unpräzise bleibt. Die Federung des C-Klasse-Sportcoupés aber nimmt Bodenwellen sensationell gut auf, eine Glanzleistung!

Komfort-Note: 1.0

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Qualität: „Hoher Preis kontra schwache Qualität: das passt nicht!“

Schade, wirklich schade, dass sich Mercedes so weit davon entfernt hat, einen soliden Innenraum mit luxuriösem Ambiente zu schaffen. Speckige, mausgraue Oberflächen, billige Haltegriffe, einfache Schalter und primitive Abdeckungen: die Materialauswahl ist fast identisch mit der eines´94er Fiat Punto, entsprechend mies ist die Aura dieses Innenraums. Die Verkleidungen der Mittelkonsole neigen zum Quietschen, Klappern und Verkanten. Der Fahrersitz wackelt bei Kurvenfahrt.
Auch die Karosseriequalität verfügt noch über Verbesserungspotenzial, was sich an leichten Rütteleien des Autos schon im jungen Alter bemerkbar macht.

Note: 5.0

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Zuverlässigkeit: „Die ersten Wochen waren eine Qual“

Die „amerikanische“ Stiftung Warentest führt alljährlich Verbraucherbefragungen durch. Ausgehend von der Meinung von Fahrzeugbesitzern werden Zuverlässigkeitsstatistiken erstellt, die Aufschluss über die Qualität und die Haltbarkeit von Fahrzeugen geben.
Schneidet ein Fahrzeug mindestens genauso gut ab wie das „durchschnittliche, in den USA verkaufte Auto“, nennt es die „Consumer’s Union“ empfehlenswert.
In diesem Jahr wurde kein Auto der Marke Mercedes-Benz mehr empfohlen. Mercedes S, M, CLK und C-Klasse sind erstmals alle zusammen die Autos, die von den Kunden am defektanfälligsten in ihrer Klasse genannt wurden.

Unsere eigenen Erfahrung war, dass es in den ersten zwei Wochen, in denen wir das Auto besaßen, zu dauernden Elektrik- und Elektronikausfällen kam, die die Komponenten Navigationssystem und Freisprechanlage (beides nachgerüstet), Parktronic und Schiebedach betrafen. Das Auto wurde von uns nun schon über 10mal in die Werkstatt gebracht, mit zweifelhaftem Erfolg.
Ich teile die Meinung der Consumer’s Union und mehrerer Personen im Bekanntenkreis, die ihren Mercedes als höchst unzuverlässig und daher „nicht empfehlenswert“ bezeichneten.
Resultat ist die niedrigstmögliche Noteneinstufung.

Zuverlässigkeits-Note: 6.0*)

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Service: „Viel Engagement, mäßiges Ergebnis“

Bedingt durch die hohe Ausfallrate unseres C-Klasse Sportcoupés und gelegentliche Defekte an unserem E320CDI haben wir einen tieferen Einblick in die Service-Welt von Mercedes-Benz erhalten, was Verkaufs- und Werkstattpersonal sowie Firmenpolitik mit einschließt.
Abschließend bleibt folgendes zu sagen:
- Mercedes-Verkäufer sind auch nur Verkäufer: mit Tricksereien und Flunkereien bewegen sie einen zum Kauf eines angeblich fehlerlosen (!!) Produkts, von dem sie kaum selbst wissen wie gut es ist, und schon gar nicht, inwieweit man auftretende Fehler überhaupt reparieren kann.
- Mercedes-Werkstattpersonal ist freundlich, zuvorkommend, engagiert und alles andere als inkompetent. Warum sie die Probleme an den Autos oftmals nicht lösen können (schon gar nicht „auf Anhieb“), liegt an der verflixt komplexen und dazu noch unausgereiften Elektronik der Fahrzeuge. Oft hilft nur das herausreißen ganzer Elektronikschaltzentralen aus dem Auto. HOFFENTLICH, ja HOFFENTLICH sind die wichtigsten Elektronikbauteile schon längst getauscht, bis die Garantiezeit abgelaufen ist.
- Mercedes Firmenpolitik ist manchmal genauso knauserig wie bei Pöbel-Marken à la Volkswagen. Daß der Kunde grundsätzlich einen Ersatzwagen erhält, wenn das eigene Auto mal wieder streikt ist so nicht vorgesehen.
Oft genug ist es vorgekommen, dass man sich ein Ersatzauto erst erkämpfen muß, und wenn man Glück hat, dann erhält man statt einer standesgemäßen C- bzw. E-Klasse eine A-Klasse oder einen dieser unseligen Vaneo.
Es wäre noch der Gipfel gewesen, wenn Mercedes meinem Vater einen Smart als Ersatz für seinen E320CDI gegeben hätte, mit dem er quer durch Deutschland auf Geschäftsreise geht. Rechnen darf der Mercedes-Kunde offenbar mit allem.

PS: Es geht hier nicht darum, dass sich meine Eltern nicht auch in einem Smart sehen lassen würden. Aber: wenn man 80.000 Euro innerhalb eines Jahres bei einer Firma lässt, beobachtet man dann nicht, wie ernst man als Kunde genommen wird???

Service-Note: 4.0

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Zusatzinfo’s (Stand Juni 2003):

Circa Einkaufswert des getesteten Gebraucht-Fahrzeugs: € 32000.-

Versicherungsklassen HP/TK/VK: 17/33/27

Technische Daten:
Leergewicht: ca. 1505kg
Beschl. 0-100km/h: gemessen ca. 10,5 sek.
Vmax: 215km/h
Leistung: 143 bei 4.200/min
Maximales Drehmomen: 340 bei 2000/min

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Fazit:
Über das Design des C-Klasse Sportcoupés wurde oft hämisch gelacht, und es hagelte Begriffe wie „Manta-Mercedes“, „Proll-Karre“ oder böswillig „Schrottcoupé“.

Diesen wenig differenzierten Äußerungen möchte ich mich nicht anschließen, denn das Auto ist weder optisch noch technisch misslungen.
Zu Gute halten muss man ihm, dass es in den Punkten Sicherheit und Komfort ehrliche Maßstäbe setzt.
Darüber hinaus fährt es sich gut, ist im Großen und Ganzen angenehm motorisiert und nimmt bequem 5 Leute plus ein wenig Gepäck auf. Nur muss man sich fragen, wo bei soviel „sportlicher Begrifflichkeit“ denn der wahre Sportsgeist bleibt – der ist nämlich auch nach wochenlanger Suche nicht zu finden.
Als Zwischenlösung – z.B. im Urlaub als Mietauto - ist das C-Klasse-Coupé vielleicht eine Empfehlung wert.

Warum ich das Auto aber nie besitzen wollte, liegt an der unglaublich dreisten Preisgestaltung, die bei genauerem Hinsehen die Konkurrenzfähigkeit des C-Klasse Sportcoupés ernsthaft in Frage stellt. Denn die Mitbewerber sind billiger, schneller und nicht zuletzt oft zuverlässiger: die deutschen Mitstreiter sind wohl ähnlich unsolide, bieten aber schon ab der Kleinwagenklasse mehr Platz und Ambiente. Nicht zuletzt wird ein besserer Kompromiss zwischen tollem Handling und angenehmem Komfort bei ihnen großgeschrieben.
Im europäischen Ausland setzt z.B. Peugeot mit dem 307 auf scharfe Optik bei zugleich großem Raumangebot und Komfort zu einem akzeptablem Preis.
Japanische Hersteller setzen eine Solidität, die dem Mercedes gut Stünde, und obendrauf gibt es legendären, z.T. Rallye-erprobten Fahrspaß. Für um die 30.000 Euro (soviel kostet ein Mercedes Sportcoupé gebraucht) erhält der König Kunde dort Neu-Fahrzeuge mit mehr als 190 PS, darunter den messerscharf geformten Toyota Celica TS, den Honda Civic Type-R, einen Allrad-getriebenen Subaru WRX oder den Star-Athleten Mitsubishi Lancer Evo-VIII. Noch attraktiver ist der zukünftige Porsche-Schreck Nissan 350Z: er wird ab Herbst 2003 280PS leisten und kommt serienmäßig mit Ledersitzen, Xenonlicht und 18-Zoll-Leichtmetallrädern. Das ganze zu einem Preis von läppischen 35.000 Euro.

Also, wieso sollte ich dann noch Mercedes kaufen?


[Qualitätssiegel für die Glaubwürdigkeit und Fundiertheit dieses Berichts: mehr als 120 von mir selbst gefahrene bzw. erfahrene Fahrzeuge. 20 ausführliche Auto-Testberichte auf dieser Verbraucherplattform, davon 100% „sehr hilfreich“ bewertet.

Unter anderem mit folgenden Mittelklasse-Fahrzeugen, die ich bisher gefahren bin, habe ich den C220CDI in diesem Erfahrungsbericht verglichen:

Audi A3 TDI 130PS
Audi A4 TDI 130PS
Audi TT 225PS
BMW Mini One
BMW 316i
BMW 320i
BMW 320i
BMW 320dA
BMW 330dA
Mazda 6 1,8
Mazda 6 2,3
Honda Accord 2,4
Mercedes SLK 320
Mercedes Vaneo 1,7CDI
VW New Beetle 2,0
VW Golf 1,6
VW Golf 2,0
VW Golf GTI V5
VW Golf TDI 90-115PS
VW Passat 1,8T
VW Passat TDI
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Hi-Vi

Hi-Vi

23.04.2004 18:48

Dein Bericht zeigt mir, dass man bloß keinen alten Gebrauchten kaufen darf. Der neue von 2004 sieht eh viel besser aus.

Runghold

Runghold

24.12.2003 03:52

Naja, bin ca. 12.000 km mit dem C220 CDi des Chefs gefahren. Jetzt hat der Wagen insgesamt 20.000 km gelaufen. Also den hohen Verbrauch kann ich nicht nachvollziehen, da muß was defekt sein. Ich bin mit den Wagen häufig von Solingen nach Böblingen gefahren und bei zügiger, dennoch vorrausschauender Fahrweise (Einhalten der Limits plus 10 km) sonst so 160 bis 180 km/h etwa 7,5 Liter Diesel verbraucht. Der Wagen hat Automatik. Die Fahreigenschaften finde ich recht gut. An Mängeln wurde festgestellt: Rücksitzrückseite eingerissen, Knarren im hinteren Bereich, ansonsten bis jetzt sehr zuverlässig. Schön finde ich die elektronische Sitzverstellung (3 Fahrer pro Schlüssel programmierbar), wehe aber, da geht mal was kaputt. Die Verarbeitung des hinteren Fahrgastraumes und des Kofferraums ist absolut grottenhaft, da wundert man nicht, dass sogar Lada eine höhere Kundenzufriedenheit als Mercedes hat (lt. ADAC).

koeter1097

koeter1097

08.10.2003 10:42

Mal wieder ein eindeutiges sh! Die Innenraumgestaltung der neuen C, S und CL Baureihen empfinde ich ebenfalls als grausig - zur Qualität kann ich mangels Erfahrung nicht viel sagen. Ob mir der Innenraum der neuen E-Klasse gefallen soll, weiß ich wohl erst in ein paar Jahren. Grüße von Thomas

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