Das Power T-Modell
11.08.2004
Pro:
V8 Kompressor Motor, Fahrleistung
Kontra:
Traktionsprobleme, Preis
Empfehlenswert:
Ja
 Temposuender300
Über sich:
Mitglied seit:02.06.2004
Erfahrungsberichte:6
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 32 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nachdem ich meinen Cayenne Turbo 7 Monate fuhr, mit einem Durchschnittsverbrauch von über 25 Liter Super Plus entschied ich mich ihn gegen einen Mercedes E 55 AMG T zu tauschen. Der Wertverlust war zum Glück nicht zu hoch, und der Aufpreis für den E55 fiel gering aus. Seit nun 5 Wochen fahre ich mit dem E55, und habe mittlerweile über 6000 km abgespult. Der Wagen: Das neue E-Klasse T-Modell zeichnet sich durch eine wunderschöne Silhouette aus, und durch einen verbesserten cW Wert gegenüber dem Vorgängermodell. Das abfallende Dach schränkt das Kofferraumvolumen zwar um 25 Liter ein, es bleiben aber immer noch 690 Liter Stauraum. Äußerlich unterscheidet sich der E55 durch das AMG-Paket von seinen Brüdern. Das AMG-Paket besteht aus bulligeren Front-. Seiten-, und Heckschwellern und einer 4-flutigen Auspuffanlage. Die 18 Zoll Doppelspeichen Felgen mit den Niederquerschnitt Reifen passen exakt in den Radkasten und runden den sportlichen Auftritt ab.
Der Motor: Der 5,5 Liter V8 Kompressor gehört zu den besten V8 Motoren der Welt, und wird in mehreren Mercedes-Modellen eingesetzt z.B. in meiner S-Klasse. Mit 476 PS hat die E-Klasse 24 PS weniger als SL, CL und S-Klasse. Dies wird aber durch das geringere Gewicht kaschiert. Im Grunde haben alle 55 AMG 476 PS, aber die anderen Modelle haben nur eine 5% Streuung nach oben erhalten, um 1. die Exklusivität zu unterstreichen und 2. um einen eventuellen Vorsprung der E-Klasse so klein wie möglich zu halten. Dies war der Fall mit den Vorgängermodellen, wo die E-Klasse bei fast gleicher Leistung der S-Klasse die rote Karte zeigte. Dies sollte nun anders sein, weil es mehrere Beschwerden von S-Klasse Kunden gab. Wie bei meinen Autos üblich erhielt auch die E-Klasse ein Chiptuning. Der Ergebnis kann sich sehen lassen : 515 PS und 775 Newtonmeter Drehmoment. Dadurch schafft der E55 den Sprint von 0-100 in 4,6 Sekunden, und eine VMax von 320 Km/H. Diese schaffte er allerdings nur auf dem Prüfstand. Auf der Autobahn liegt meine VMax bei 314 (digitaler Tacho). Diese Geschwindigkeit schafft der Motor ohne große Anstrengung und es wären auch noch mehr drinnen, wenn das Fahrwerk in diesem Bereich besser abgestimmt wäre. Dazu kommen wir später. Durch den Heckantrieb und der hohen Leistung hat der E55 leichte Traktionsprobleme bei nässe. Eine 4-Matic Version wäre auch im Hinblick auf den Winter eine tolle Alternative. Das Fahrwerk: Die AMG Modelle werden serienmäßig mit dem ABC Fahrwerk ausgeliefert, welches dem Fahrer erlaubt sein Fahrwerk von Komfortabel bis Sportiv einzustellen. Unter normalen Konditionen ist das ABC Fahrwerk erste Sahne, wenn man allerdings in Bereiche über 280 Km/H kommt ist es auf kurzen Bodenwellen zu hart, und auf langen Bodenwellen zieht es die Luftfedern aufs maximale auseinander und presst die dann so stark zusammen das der Wagen noch ein paar Meter weiter federt, welches bei diesen Geschwindigkeiten kein Spaß ist. Das Thema Haltbarkeit möchte ich da erst gar nicht ansprechen. Für den Alltag empfehle ich die Komfort Stellung denn sie bietet einen guten Federungskomfort für die Stadt. Zu dem Thema AMG-ABC-Fahrwerk kann ich nur sagen das man sich hätte mehr mühe geben müssen, denn meine S-Klasse, auch mit ABC Fahrwerk hat eine viel bessere Abstimmung und verleiht auch bei 300+ eine Sicherheit wie es kein anderes Auto leisten kann.
Die Bremsen: Die AMG Hochleistungsbremsen verdienen das Prädikat „Perfekt“. Die gelochte Bremsen mit 8-Kolben Sätteln verzögern sehr gut und bringen den Wagen in 37 Metern zu stehen. Ein Audi RS6 braucht für diese Disziplin ca. 40 Meter. Bei den Bremsen zeigt sich auch nach hoher Belastung kein Fading, was auch an der erstklassigen SBC Bremsanlage liegt. Wie bei allen Mercedes muss man den zu sanften Druckpunkt der Bremse kritisieren, der aber von meinen ganzen Mercedes` immer noch am besten zu dosieren ist. Mein zweiter Kritikpunkt ist die Haltbarkeit der Bremsscheiben die schon nach 6000 km in einem (für diesen km Stand) nicht einwandfreien Zustand sind. Die Ausstattung: Wie bei all meinen Mercedes hat er Vollausstattung, diesmal aber mit wirklich jedem Extra aus der Preisliste. Hier die Ausstattung:
E 55 AMG T-Modell Designo Lack Perl Schwarz
Distronic Elektrische Außenspiegel
Bi-Xenon Scheinwerfer mit Abbiegelicht Alarmanlage
Garagentüröffner Innenhimmel in Alcantara – Kieselbeige
Keyless-Go Fix-Kit Laderaum Management
Elektrische Heckklappe Parktronik
Erweitertes Designo Nappa Leder Zweifarbig, Kieselbeige/Schwarz Comand APS
Bildschirm im Fond 6 Fach CD-Wechsler
Sound-System mit 12 Lautsprechern Linguatronic
Fernbedienung für Comand APS TV-Tuner
TV- Freischaltung WAP Festtelefon mit Teleaid
Reifendruckkontrolle Glas-Schiebedach
Sidebags im Fond Fahrdynamischer Multikontursitz Links/Rechts
Komfortsitze mit Heizung/Belüftung Sitzheizung im Fond
Sonnenschutzrollo im Fond Wärmedämmendes Infrarot Verbundglas
Hintere Fensterscheiben dunkel getönt Designo Zierteile Ahorn Maser Hell
Sonderausstattung die von externen Firmen gemacht wurden: Chiptuning DVD Wechsler für Fond Passagiere Zweites WAP Mobiltelefon im Fond DVD Player in den Kopfstützen
Viele Extras hat der E55 schon serienmäßig, und sind deshalb hier nicht als Sonderausstattung aufgeführt. Der Innenraum: Wie man es von Mercedes gewohnt ist, ziemlich konservativ, keine Experimente, einfache Bedienung, Mercedes typisch. Mir persönlich gefällt der Innenraum sehr gut, speziell in dem hellen Holz. Die Sitze sind sehr bequem, bieten einen guten Seitenhalt und führen auch bei 700km Nonstop-Fahrten nicht zu Rückenschmerzen. Die Fahrdynamischen Multikontursitze blasen die Seitenwangen in Kurven so auf, das der Fahrer nicht zur Seite gedrückt wird. Speziell wenn man schnell unterwegs ist lernt man die Vorzüge dieses Systems lernen. Das Comand System arbeitet in der E-Klasse sehr schnell und akurat ohne kleine Aussetzer wie im CL oder S-Klasse. Die TV-Freischaltung (durchgeführt beim Chiptuner) erlaubt mir bei jeder gewünschten Geschwindigkeit Fern zu sehen. Die Fondpassagiere haben noch mehr Luxus, denn sie verfügen über einen DVD Player (mit Bildschirm in der Kopfstütze) und eines TV-Zugangs (über Bildschirm im Fond). Des Weiteren gibt es hinten noch ein 2. WAP Mobiltelefon für separate Gespräche.
Alltägliches Fahren: Der E55 ist ein Auto für das tägliche Leben, denn er ist ein Universaltalent durch und durch. In der Stadt macht er sich nur negativ Bemerkbar wenn er auf große Schlaglöcher trifft, denn da besteht die Möglichkeit aufzusitzen. Ansonsten gibt es nichts zu bemeckern. Der Verbrauch: Gerade als Nachfolger des durstigen Cayenne´s war der Verbrauch für mich ein Kriterium. Der Durchschnitt liegt bei dem E55 bei 14 Liter, der aber in beide Richtungen schwanken kann. Bei gemächlicher Fahrt schafft man auch 10 Liter, wenn man allerdings die volle Leistung abruft und das Gaspedal mit dem Bodenblech permanent Kontakt aufnimmt ist auch ein Verbrauch von 22 Litern möglich. Für einen Wagen mit der Leistung ist der Verbrauch angemessen, im Gegensatz zum Cayenne.
Kritik: Selten gab’s bei mir so wenig Kritik wie beim E55. Die Traktionsschwäche muss man in Kauf nehmen bei einem solchen Auto, eine 4-Matic Version wäre doch auch fürs Handling auf trockener Straße erheblich besser. Der einzige große Kritikpunkt ist das ABC Fahrwerk mit seiner schlechten Abstimmung bei hohen Geschwindigkeiten.
Kosten: Der Grundpreis war mit über 139.000 € zwar extrem teuer, die Unterhaltskosten sind aber um einiges billiger. Für die Versicherung muss man etwa bei 30% 2400€ rechnen, die Steuer liegt bei 290 €. Da bisher noch kein KD gemacht wurde, habe ich den Preis nicht, es wird allerdings kein zu großer Unterschied zu den normalen Mercedes Preisen bestehen.
Fazit: Der E 55 AMG als T-Modell ist ein Alleskönner der jede Disziplin beherrscht. Wer ein Auto braucht mit dem er alles erledigen muss, und dazu noch sportliche Fahrleistungen sich wünscht, dem empfehle ich den E55T. Der Preis ist zwar gesalzen, aber man Investiert hier in das richtige. Den E55 kriegt man, mit schon guter Serienausstattung ab 92.000 €.
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01.09.2004 20:39
Gut gemachter, sehr ausführlicher Bericht. Man kann sich was drunter vorstellen. Die 14 Liter sind schon gut. Mein CL55 verbraucht das gleiche. Da kann man nicht meckern. Ich glaube sogar, daß die AMGs weniger als die Serienmodelle verbrauchen, z.B. 500er. Ich hatte mal einen E 500 (s. Bericht), der hat vielleicht geschluckt!! Bei Porsche ist nicht nur der Cayenne teuer im Verbrauch. Selbst mein C4 S verbraucht mind 17 Liter- und das ist zuviel für ein 1400KG-Auto. Außerdem mag er Öl, 1 Liter 2.000 km. Viel Spaß noch mit deinem AMG Comuni
23.08.2004 16:32
Wie kämen wir Normalsterblichen ohne Dich in den Genuß eines Berichts über diese Autos......allerdings erhöht die genaue Aufzählung der Ausstattungsdetails vermutlich den Neidfaktor bei manchem Leser gehörig. Allerdings wundert mich ein wenig, wie Jemand mit deinem , zwangsläufig vorhandenen. Autowissen so naiv sein kann vom Cayenne Turbo einen geringeren Verbrauch zu erwarten.
11.08.2004 20:23
Traumauto;) Naja du hasts wohl*g*, sehr guter Bericht Lieben Gruß und schönen Abend noch-Sebi