Mercedes G 400 CDI...die "G"enuss-Klasse
06.08.2007
Pro:
Fahr - und Geländeeigenschaften, Komfort, Qualität, Werthaltigkeit
Kontra:
man wird irrtümlich der Jägerei verdächtigt
Empfehlenswert:
Ja
 Ciao.mer.mal
Über sich:
Mitglied seit:06.08.2007
Erfahrungsberichte:1
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Es war ein Zufall, dass ich bei der NL München-Neuperlach an einer Reihe G-Modellen vorbeispazierte. Aus dem daraus entstandenen vagen Interesse wurde eine Probefahrt und größte Begeisterung für ein Auto, das ich bis dato kaum wahr genommen hatte. Bewusst habe ich mich dann Anfang 2007 für einen G400cdi entschieden (gibt es bis heute noch als Neuwagen), weil ich trotz bekannter Probleme mit Injektoren etc. den 8-Zylinder mit 5-Gang-Automatik dem meiner Meinung nach zu oft schaltenden 7-Gang Automat und dem 3,2-6-Zylinder vorziehe (auch wenn die Fahrwerte fast gleich sind). Das Auto bietet mir seit der ersten Minute Fahrfreude pur...man spürt das Auto, in den Kurven muss man noch richtig lenken, die Starrachsen, die im Gelände ideal sind, vermitteln einem auch auf der "normalen" Strasse ein Gefühl für den Weg und es ist ein Genuss ohne den ganzen elektronischen Schnickschnack wie Wankkontrolle, Berganfahrassistent und was es sonst noch so gibt für Leute, die gar nichts mehr selbst machen wollen, unterwegs sein zu können (ESP und Bremsassistent sind sinnvollerweise Serienausstattung). Die Sitzposition ist einmalig, hoch über dem restlichen Verkehr und der Blick über die wuchtige Motorhaube mit den beiden "Krokodilsaugen-Blinkern" ist alleine ein optischer Genuss. Der "G" ist nichts für Schnellfahrer, auch wenn er's kann...aber man spürt, dass er dafür nicht gemacht ist. Ich werde in diesem Auto zur Ruhe in Person...kein Fluchen mehr über ewige Linksfahrer, über Ampelschläfer und Parkplatzsuchkriecher und was einem sonst so das Leben im Verkehr schwer macht...man sitzt einfach "über den Dingen", genießt die Aussicht und findet zu einer ungeahnten inneren Ruhe. War es zuvor mir eine Freude mit meinem jetzt zum Verkauf stehenden S4 möglichst mit Anschlag Tachonadel, was ja eh nur noch Nachts oder auf kürzesten Strecken möglich war, voranzukommen, hat mich mein "G" den wahren Genuss am Fahren gelehrt. Bei 140 kommt der Tempomat und dann brummt der Diesel geruhsam vor sich hin - draussen die Autobahn und drumerhum gibts viel zu sehen; wenn man im "G" sitzt. Neben dem, was man sieht, ist das was man hört auch nicht schlecht: das Auto hat zwar ein für seine Klasse sehr gutes Sound-System, aber das bleibt meisens stumm, weil alleine das Geräusch des Motors einen Hörgenuss sondersgleichen bietet - zumindest für Menschen die große Diesel mögen. Nach soviel Schwärmerei hier ein paar kürzer gehaltene Charakteristika: Nach knapp 30000 km gibt es bisher keine Mängel am Fahrzeug, Der Innenraum ist riesig und bietet den Komfort der S-Klasse, phänomenal und für jeden Geschmack einstellbar, von Sportsitz mit entsprechendem Seitenhalt bis hin zum Clubsessel-Feeling sind die Multikontur-Sitze (Sonderausstattung). Das bis Juni 2007 verbaute ältere Command-System arbeitet zuverlässig ist in der Bedienung nicht ganz so komfortabel wie das aktuelle Comand oder andere Systeme von VW/Audi, Die Rückbank lässt sich variabel teilen und umklappen und es es entsteht ein fast ebener Boden. Hinter der Rücksitzbank habe ich ein herausnehmbares Ablagebrett für meinen Hund in Fensterhöhe eingebaut, ideal kombiniert mit dem Trennentz für G-Modelle. Der Hund hat dank der kastigen Bauweise viel Raum, schaut nach draussen (was ihn sichtlich freut) und drunter ist noch richtig viel Platz fürs Gepäck. Die Fahreigenschaften auf der Strasse habe ich aus meiner subjektiven Einschätzung beschrieben. Zum Verhalten im Gelände muss man nichts sagen, da gibt es kein Fahrzeug, das besser unterwegs ist. Wer weiss mit Reifen, deren Luftdruck, Differentialsperren, der zuschaltbaren Gelände-Untersetzungen und den Grundregeln des Geländefahrens umzugehen, kommt in unseren Breiten überall durch (unzählige Male habe ich mich zwischenzeitlich aus Staus einfach so über "den Acker" davon gemacht, man glaubt gar nicht, wieviele Schlupflöcher die Autobahn bietet, wenn man das richtige Auto hat). Der Verbrauch liegt durchschnittlich bei 16,0 Liter, was aber bei Fahrzeuggewicht und Form völlig in Ordnung ist, wer denn gerne mal das Auto bis zum Anschlag ausfährt ist mit knapp über 18 Litern dabei, wobei selbst bei knapp 200 km/h (lt. Tacho) sich Windgeräusche erstaunlich in Grenzen halten und auch eine Unterhaltung im Fahrzeug noch problemlos möglich ist. Die Verarbeitung ist phänomenal gut; das rührt wohl aus der Fertigung in Handarbeit, der an sich geringen Stückzahl von um 5000 Autos/Jahr im Österreichischen Steyr und sicherlich auch aus der immer wieder behutsamen Weiterentwicklung dieses Typs über sage und schreibe 28 Jahre. Nichts klappert, keine seltsamen Spaltmasse, keine Plastiklandschaft, die auseinanderfällt (wie bei in USA gefertigten neuzeitliche Mercedes-"Gelände"Wagen). Wer mal die Türen zumacht oder an verschiedenen Stellen aufs Blech klopft, weiss, was "robust" bei einem Fahrzeug bedeuten kann und wird an die gute alte Mercedes-Qualität früherer Jahre erinnert. Hin und wieder hört man mal aus den Federn und Stabis des Fahrwerks ein Knarzen, hier muss auch mal ne Schraube nachgezogen werden, wenn man etwas geländiger unterwegs war, aber das nehme ich bei diesem Fahrzeug gerne in Kauf. Ein weiteres riesen-Plus: der "G" ist das ideale Zugfahrzeug, es gibt für den Anhänger-Betrieb nichts besseres. Wer sich ernsthaft einen "G" zulegen will, dem sei die anfangs benannte Niederlassung in München-Neuperlach empfohlen - auch Auswärtigen. Hier finden sich immer 40 bis 50 Fahrzeuge und damit nahezu für jeden Anspruch das passende Fahrzeug. Im Verkaufsraum steht vorm Schreibtisch das beeindruckende Fahrgestell eine "G" und dahinter sitzt ein Verkäufer, der ähnlich seines Produkts etwas grobschlächtiger durchs Verkaufsgespräch prescht, dafür aber den nützlichen Erfahrungsschatz seit Baubeginn der G-Klasse vorzuweisen hat. Also mal kein Verkäufer-Blabla, sondern notwendiges Wissen und stichhaltige Information. Zum Schluss der Wehrmutstropfen für alle Profilneurotiker und Menschen, die sich über ihre Autos definieren müssen: da siehts beim "G" eher schlecht aus, denn der fällt vielen gar nicht auf und wenn, wird man für einen Förster oder (was mir äußerst unangenehm ist!) für einen Jäger gehalten. Dass dieses Auto ordentlich ausgestattet nach Rabattierung neu über 90.000.- Euro (inkl, MWSt) kostet, weiss keiner und ahnt keiner, immerhin geht die Wuchtbrumme von Q7 schon für knapp über 70000 Euro mit wesentlich mehr elektr. Schnickschnack usw. durch die Ladenhalle von Audi und ein Porsche, Touareg oder der ähnlich teure LandRover machen natürlich auch viel mehr her! Der "G" ist also beileibe kein "Lifestile-SUV", sondern schon ein Auto für Individualisten, denen es weniger um die Aussenwirkung geht. Wobei ich sagen muss, dass ich auch das "Design" (sofern man von einem solchen reden kann) einmalig schön finde. Ein Auto mit richtig schönen Ecken und Kanten, statt windkanalförmigen Einerlei-Eiern. Wer also den Genuss am Fahren sucht und den Neidfaktor sowieso ausblenden möchte, der findet im "G" das Auto fürs Leben! Übrigens auch beim Wiederverkauf, denn Gebrauchte sind richtig rar (es trennt sich scheinbar niemand mehr gerne von seinem G-Modell) und die Preise sind entsprechend hoch, also hinsichtlich Wertverlust auch und jetzt zum letzten Mal...ein "G"enuss.
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06.08.2007 17:48
ich find den bericht gut geschrieben...das bißchen formatierung.. und das auto hab ich schon beim bund als "Wolf" geliebt...ohne jeglichen komfort wie bei dir....
06.08.2007 14:59
Eine Strukturierung deines Textes würde die Lesbarkeit um 100% erhöhen...ansonsten nicht schlecht geschrieben! ;)
06.08.2007 14:57
An der Formatierung musst du noch einiges verändern. Ansonsten eigentlich ein sehr guter Bericht für den Anfang!