Montagsauto???
24.10.2002
Pro:
guter Fahrkomfort
Kontra:
schlechte Qualtität, viel zu hoher Verbrauch
Empfehlenswert:
Nein
 NikolasK
Über sich:
Mitglied seit:23.10.2002
Erfahrungsberichte:2
Vertrauende:2
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nach gut 3 Jahren ist es genug. Dieser Mercedes ist seinen Preis nicht wert. Aber fangen wir am Anfang an, wozu ich eine längere, aber auch ganz interessante Geschichte erzählen muss: Nach mehr als einem Jahr Lieferzeit rief der Mercedes-Verkäufer endlich an und teilte uns mit, dass das Auto da sei. Die Freude war groß, als der Wagen dann abgeholt wurde. (Ein ML 320 mit einiger Ausstattung und Baujahr 09/99) Doch diese währte nicht lange. Nach etwa zwei Monaten gab es während der Fahrt einen lauten Knall, und von der Heckscheibe waren nur noch Einzelteile übrig geblieben. Viele Einzelteile. Sie war einfach so zerplatzt. Laut Mercedes sei dies noch nie vorgekommen. Natürlich wurde sie kostenlos ersetzt. In der Hoffnung, dass nun alles in Ordnung sei, verbrachten wir die nächsten paar Monate. Doch dann mussten wir in den Kunststoffblenden, die hinten neben der Scheibe sitzen, Risse entdecken. Und witzigerweise an beiden Seiten. Ein Besuch bei unserem Mercedes Händler brachte die Erkenntnis, dass auch dieses Phänomen noch nie aufgetreten sei. Aber nach der kostenlosen Erneuerung dieser Teile war der Wagen wieder fit. Der Wagen war noch kein Jahr alt, da stand ein weiterer außerplanmäßiger Besuch in der Werkstatt an. Die Zentralverriegelung machte sich selbstständig. Sie entschloss sich, wie sollte es auch anders sein, im Urlaub „Tag der offenen Tür“ zu veranstalten. Man konnte zwar abschließen, die Beifahrertür öffnete sich jedoch in unregelmäßigen Abständen und Zeitpunkten selbständig. So konnte man den Wagen natürlich nicht unbeaufsichtigt stehen lassen. Die dortige Werkstatt konnte keinen Fehler in dem Diagnose System entdecken, außer einen Defekt in der Zentralverriegelung. (!?) Da wäre ich nie drauf gekommen. J Wieder zu Hause wurde also die komplette Zentralverriegelung ausgetauscht. Bei dieser Gelegenheit auch gleich die rostenden Radmuttern. Zwischenzeitlich war der Wagen auch mal wieder in der Werkstatt, um die Gurte zu überprüfen, die, man glaubt es kaum , jedoch in Ordnung waren. Nun, das Auto fuhr nun über ein Jahr, ohne größere Mängel, bis auf die üblichen Klappergeräusche und den sich äußerst ungesund anhörenden Scheibenwischern. Doch dann ging es wieder los. Ich war mit dem Auto bei einem doch recht heftigen Unwetter unterwegs, als es anfing zu hageln. Da nun gerade ein Parkhaus auf meinem Weg lag, fuhr ich dort rein, um keine Beulen zu bekommen. Wie man nun einmal in einem Parkhaus das Fenster herunter fährt, tat ich dies auch. Doch dann konnte ich das Knöpfchen drücken wie ich wollte, die Scheibe blieb unten. Natürlich hörte es nicht auf zu Regnen, so dass ich nicht gerade in trockenen Zustand zu Hause ankam. Immerhin haben die Leute aus der Werkstatt nicht gesagt, dass das noch nie vorgekommen sei, sondern einfach nur die komplette Schaltereinheit der Mittelkonsole ausgetauscht. Nun konnte man die Fenster auch wieder hochfahren. Es dauerte ungelogen keine 2 Wochen, da stand der Abschleppwagen der Werkstatt wieder vor unserer Garage. Diesmal hatte sich das Getriebe verabschiedet. Genauer gesagt, es ist während der Fahrt auseinander geflogen. Mit Mühe und Not kam der Wagen wieder zu Hause an, wo sich der Rest des Getriebes dann vollends abmeldete. Das Problem war, dass dies auch 2 Tage vor unserem Urlaub geschah. Hier ein großes Lob an die Werkstatt. Sie haben es geschafft, den Wagen noch rechtzeitig fertig zu bekommen. Hier kam dann aber eine Rechnung, über einen nicht ganz unerheblichen Betrag. Der Urlaub war beendet, keine 2 Tage wieder zu Hause, kam uns die Tankanzeige etwas merkwürdig vor. Gerade erst getankt, 20 Kilometer gefahren, sollte der Tank schon wieder halb voll sein. Oder halb leer, wie man möchte. Das Tanken für 1,5 Euro brachte dann die Gewissheit, der Tankgeber muss defekt sein. Bei diesem Besuch in der Werkstatt wurden dann auch die Endstücke der Dachreling festgeklebt. Unser ML ist jetzt der Einzige mit einer komplett festen Dachreling. Ein kurzer Rundgang durch die Ausstellungshalle von Mercedes brachte die Erkenntnis, dass bei allen dort stehenden ML die Reling hinten locker sitzt. Wer nun glaubt, jetzt sei alles in Ordnung, der irrt. Vor drei Wochen war an eine Fahrt mit dem Auto nicht mehr zu denken, da die Servolenkung Urlaub gemacht hat. Eine Leitung mit Öl war geplatzt und hat unsere Garage mit Öl geflutet, was jedoch als Folge hatte, dass in der Servolenkung eben dieses nicht mehr war. Und ohne Öl funktioniert sie nicht. Nun kam der nette Herr vom Abschleppwagen auch einmal ins Schwitzen, da er den Wagen aus unserer Garage ziehen musste und dabei lenken musste, um um die Ecke zu kommen. Auch für diese Reparatur flatterte eine dicke Rechnung ins Haus. Momentan stehen wir in Verhandlung mit Mercedes, da es so nicht weitergehen kann. Dies war die Leidensgeschichte unseres Autos. Um aber nicht nur negativ über den Wagen zu reden, möchte ich auch ein paar Vorteile nennen. Der Fahrkomfort ist sehr gut. Man sitzt hoch, hat alles im Blick, beim rückwärts einparken nicht immer, aber ein bisschen Übung lässt die Ängste verschwinden. Ich persönlich habe jedoch nach längeren Fahrten leichte Rückenschmerzen, da ich eine Lendenunterstützung vermisse. Was mich jedoch ein wenig enttäuscht ist der Geruch des Leders. Es klingt vielleicht ein wenig übertrieben, es riecht im Auto aber nicht wie in anderen mit Leder bestückten Autos. Ist nur eine Nebensächlichkeit, gehört bei mir aber zu einem Auto in dieser Preisklasse dazu. Der Motor ist kräftig, und bringt das Auto mühelos auf seine abgeriegelte Höchstgeschwindigkeit von 195 Km/h, also knappe 200 km/h. Auch die Beschleunigung ist mehr als ausreichend. Auch hier muss ich aber einen Kritikpunkt nennen. Der Motor hört sich in den oberen Drehzahlbereichen eher gequält an, als kraftvoll. Durch das hohe Gewicht von ca. 2,2 Tonnen und den Allrad fließen durch den Motor auch der ein oder andere Liter Sprit. Da der Wagen keinen Bordcomputer hat kann ich nur sagen, dass es zu viel ist. Eine Strecke von 550 Kilometern kann gefahren werden, dann ist aber Ende. Man kann der Tanknadel zugucken, wie sie nach unten wandert, so dass ich schon immer ein schlechtes Gewissen bekomme, wenn ich mal etwas schneller anfahre oder auf der Autobahn über 140 fahre. So, nachdem ich nun über meine/unsere Erfahrungen geschrieben habe, bleibt mir nur noch eine kurze Zusammenfassung, die nicht sehr positiv ausfällt. Qualität: nicht überzeugend, billige Materialien, viele Mängel Fahren: angenehm, sicher, gutmütig Verbrauch: viel zu hoch Kosten: nicht gerechtfertigter Anschaffungspreis, hohe Spritkosten
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08.11.2002 00:14
hallo! sehr guter bericht! sie sprechen mir aus dem herzen! habe selbst einen - aber nicht mehr lange!!! :-) TJA! (mein bericht: http://www.amiro.de/opinion.php/OpinionId/2489667/SortOrder/0/sortedReverse/0 )
25.10.2002 08:44
da gibt es wohl nur eins, umsteigen auf x5!
24.10.2002 23:21
Wirklich gut für deinen ersten Bericht! Ein wenig mehr Gliederung solltest du aber noch reinbringen. Grüße Defiant