Pro und Contra im Detail
02.01.2001 (16.05.2002)
Pro:
Festes Dach; hoher Wiederverkaufswert; hoher Spaßfaktor
Kontra:
relativ hoher Verbrauch
Empfehlenswert:
Ja
 dklump
Über sich:
Mitglied seit:07.06.2000
Erfahrungsberichte:7
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 8 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich fahre bereits den zweiten SLK, weil ich kein besseres Cabrio kenne. Der beste Motor ist der 230 K, weil er kaum mehr verbraucht als der 200 und deutlich stärker ist. Der Aufpreis lohnt sich, zumal die Versicherungseinstufung auch für den 230 K moderat ist (Preis-Tipp: WGV Versicherungen in Stuttgart). Der neue 320 verbraucht deutlich mehr Sprit und hat nur ca. 10% mehr Leistung. Dafür ist er natürlich ruhiger, aber zum Roadster paßt der kernige Kompressorsound am besten. Mein erster SLK 230 K hatte eine 5-Gang-Schaltung und verbrauchte 9,5-10,0 Liter. Mein jetziger 230 K hat Automatik (5-Gang) und braucht leider um die 11,5 Liter (meine Fahrweise ist recht geruhsam), also schluckt die Automatik ca. 1,5 Liter mehr. Ich rate von der Automatik ab, zumal Sie bei kaltem Motor erst später schaltet als bei warmem Motor - das nervt, weil der Wagen dann bei Tempo 30 recht laut ist und der Motor dann kalt auf hohen Touren läuft.
Farben: Ich schwöre auch die klassische Kombination silbermetallic und Leder scarletrot. In dieser Form ist der SLK 1996 vorgestellt worden und meist auch gekauft worden. Nachdem blaue SLKs einige Zeit Konjunktur hatten, kommt silber neben schwarz nun wieder mehr auf. Empfehlenswert ist das BOSE-Soundsystem, wenn man kräftige Musik im Auto mag, da man dann 2 zusätzliche Lautsprecher hinter den Sitzen hat. Leider gibt es keinen CD-Wechsler, nur ein Single-CD-Radio.
Neben Leder ist die Sitzheizung natürlich ein Muß, damit man auch im Winter bei trockenem Wetter schonmal für den Frühling üben kann ;-) Die Klimaanlage sollte nicht fehlen, denn im Winter trocknet sie die Scheiben prima, und im Sommer auf der Autobahn oder bei vollem Kofferraum ist sie unbedingt notwendig.
Die Alarmanlage halte ich für überflüssig, weil heutzutage ja doch jeder denkt, die anwesende Person könne bei einem Alarm nicht mit dem eigenen Auto umgehen. Ein Dieb würde wohl kaum behelligt werden. Das AMG-Styling sieht zwar klasse aus, aber zu einem hohen Wiederverkaufswert trägt es nicht gerade bei, man bekommt vom Aufpreis von ca. 8.000,- DM nach 1-2 Jahren vielleicht noch 50%. Lieber weglassen, ein Roadster soll ja auch kein Rennwagen, sondern ein Spaßauto sein - und dazu paßt ein weniger aggressives Styling besser!
Der Kofferraum ist - wenn das Dach draußen ist - mit 348 l recht groß und nicht zerklüftet. Von der Höhe her passen auch Wasserkästen locker rein. Wenn man statt dem Ersatzrad das Reifendichtmittel ordert, hat man unter dem Kofferraumboden sogar noch eine Luke mit ca. 40x40x40cm, in die Taschen o.Ä. gut hineingehen. Die Dach-Show: Man hält einfach den Knopf auf dem Mittelkanal zwischen den Sitzen gedrückt, und dann fahren erst die Fenster runter. Dann klappt der Kofferraumdeckel nach hinten auf, und das Dach klappt sich zusammen in den Kofferraum, der sich wieder schließt. Die Gürtellinie ist makellos, es steht nichts mehr nach oben raus, bis auf die Überrollbügel hinter den Kopfstützen. Wenn man ca. 20 km/h fährt, stoppt der Vorgang aber aus Sicherheitsgründen. Also an der Ampel die Zeit gut abschätzen! Außerdem nicht vergessen: Im Kofferraum muß man erst mit einem Rollo den Bereich für das Dach abtrennen, sonst geht die Dachautomatik nicht. Unter dem Rollo bleibt ca. 40% vom Kofferraum, aber da der Platz unter dem Dach und sehr flach ist, ist er kaum zu nutzen. Man kommt aber noch einigermaßen gut an das Unterboden-Fach ran und kann Dinge unters Dach schieben.
Insgesamt: Nach 1 Jahr SLK 230 und 1 Jahr Audi TT bin ich froh, wieder bei Mercedes zu sein - mit dem SLK hatte ich noch nie eine Macke, ganz im Gegensatz zum TT. Ich kenne zum SLK keine Alternative, KAUFEN! __________________________________________ Ergänzung vom 16.05.02:
Mittlerweile fahre ich den 3. SLK, diesmal ein SLK 200 K in schwarz mit schwarzem Leder; dies ist mein erster SLK nach dem Facelift im Frühjahr 2001. Der 200er Kompressor verbraucht ohne Automatik ca. 10,0-11,5 l Superplus (Super ginge auch, aber ich gönne meinem SLK immer Optimax mit 99+ Oktan ;-).
Im Vergleich zum 230 K mit Automatik verbraucht der 200 K ohne Automatik also etwas weniger Benzin, aber mehr als der 230 K ohne Automatik. Zudem liegt die Endgeschwindigkeit mit tachogemessenen 250 km/h deutlich über den gut 230 km/h des 230 K Automatik. Nach dem Facelift sind die Sitze deutlich besser, man fühlt sich wesentlich besser abgestützt.
Geschickt übrigens: Die Stoßstangen-Ecken sind separate Kunststoff-Teile. Wenn diese verkratzt sind (das passiert leicht einmal), kosten sie als Zubehör, fertig lackiert in Wagenfarbe, nur ca. 25 EUR! Das ist sehr budgetfreundlich, und man braucht sich nach kleinen Remplern nicht mehr so zu ärgern. Als nächstes ist im Sommer wieder ein 230 K an der Reihe, wieder mit Automatik (trotz hohem Verbrauch, aber ich fahre momentan sehr wenig, d.h. weniger als 10.000 km pro Jahr), und zwar in silber, mit siambeigem Leder (die Kombination ist höchst selten, ich probiere sie trotzdem einmal aus).
Achtung übrigens in Sachen Wiederverkauf: im Frühjahr 2004 kommt der neue SLK mit neuer Karosserie und neuen Motoren! Keep on cruising! :-)
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02.01.2001 12:40
Schöne Meinung. Bin aber mal wieder erschrocken, dass so ein Leichtgewicht einen so hohen Spritverbrauch hat - scheint also ein generelles Problem der MB-Benziner zu sein...