SLK 320 - die Lizenz zum Tiefflug
7. Aug 2001
Pro:
Motor, Verdeckmechanismus, Fahrwerk
Kontra:
Preis, Platzverhältnisse, Verbrauch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Zuverlässigkeit:
Fahreigenschaften:
Bedienung:
Platzangebot:
mehr
 www.shoptal.de
Über sich:
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Erfahrungsberichte:19
Vertrauende:2
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Aufregender 6 Zylinder und Leistung satt - Gerade dieses Antriebskonzept des SLK 320 stellt sicherlich eine der aufregensten Motorvarianten dar, die Mercedes in den SLK verpflanzt hat. Meine Testfahrten habe ich an mehreren Wochenenden in dem Fahrzeug eines Freuneds gemacht und dabei ca. 1000 km zurückgelegt.
Der Motor ist seidenweich und es steht wirklich ständig ausreichend Leistung zur Verfügung. Beschleunigung und Geschwindigkeiten in den Bereichen bis 220 km/h sind daher als völlig ausreichend zu bezeichnen. Der Motor stellt dabei eine Leistung von maximal 218 PS und 310 NM Drehmoment zur Verfüung. Bei einem Gewicht von knapp unter 1500 kg sicherlich genug für viel Fahrspaß. Vibrationen sind keine zu spüren, der sonore Klang der Auspuffanlage ist wirklich als angenehm zu bezeichnen. Der Verbrauch liegt bei ca. 11 Litern, im Stadtverkehr können es bis zu 15 Litern im Durchschnitt werden. Dies lag sicherlich auch daran, daß die in diesem Fahrzeug verwendete Automatik fast keine Motorbremse hat. Ist der SLK einmal im Rollen kann er fast nur manuell eingefangen werden. Dies beruht auch auf den grossen Massen des Motors, die, einmal in Bewegung gebracht, das Fahrzeug einfach weiterschieben - man gewinnt zumindest diesen Eindruck, wenn man an 4-Zylinder und Schaltgetriebe.
Die
Karosserie ist sehr verwindungssteif und man hat auch im geschlossenen Zustand eine sehr gute Übersicht. Bei offenem Dach verkleinert sicher Kofferraum von fast 350 Liter auf ca. 150 Liter, da sich das Verdeck elegant in diesem Teil des Wagens zurückzieht. Das Fahrverhalten ist wie in einem Go-Kart. Breite Reifen, tiefe Sitzposition und genau ansprechende Lenkung machen richtig Spass. Nachteilig ist, wie bei fast allen Sportwagen, daß durch die tiefe Sitzposition das Verkehrgeschehen voraus nicht mehr ganz so zeitnah eingeschätzt werden kann.
Man sitzt ausreichend vor dem Wind geschützt im Fahrzeug und kann im Bedarfsfall die Seitenfenster bzw. ein Windschott zur weiteren Wirbelreduktion verwenden. Die Installtion des Windschotts erweisst sich allerdings alles etwas aufwendig, da Sie auf die Überrollbügel geknüpft wird. Hier hat Audi mit einer versenkbaren Glasscheibe beim dem TT eine bessere Lösung. Die Bedienelemente sind praktisch angeordnet, daß Tacho gut ablesbar. Ablagen und Fächer gibt es leider nicht ausreichend. Sonnenbrille kann man in der Mittelkonsole unterbringen, daß Handschuhfach hat seinen Namen wirklich zu recht verdient. Hinter den Sitzen können Straßenkarten untergebracht werden, seine Jacke sollte man mangels Platz besser im Kofferraum unterbringen.
Der von mir gefahrene Wagen hat leider, wie bereits ein gefahrener SLK 200 vor 2 Jahren, immer noch Probleme mit der Dienbstahlwarnanlage, die trotz zweier Reparaturversuche immer noch Fehlalarme auslöst. Dies ist zwar kein aufregender technischer Defekt, senkt die Beliebtheit der Nachbarschaft allerdings auf Dauer ungemein. Eigentlich sollte Mercedes dieses Problem endlich in den Griff bekommen haben. Die Anschaffungskosten liegen bei ca. 95.000 DM, was bereits Zusatzaustattung wie Leder, Xenon, Naviagtion und weitere Kleinigkeiten beinhaltet. Zu Empfehlen sind die automatisch abblendbaren Spiegel, da man durch die niederigere Sitzposition eher in die Verlegenheit kommt, zu sehr in die Beleuchtung des nachfolgenden Verkehrs abzutauchen. BOSE Soundsystem ist nett, aber im Vergleich zu anderen Herstellern sind alle Audio- und Navigationskomponenten bei Mercedes zu teuer. Ein CD Wechsler ist laut Mercedes Niederlassung nicht ab Werk zu bestellen.
Persönlich würde ich einen SLK 200 vorziehen, der mit einigen Extras bei ca. 70.000 DM liegen würde. Leider hat Mercedes eine Aufpreispolitik, die weniger Preis-/Leistungs- sondern vielmehr Status bezogen ist. Anders können sich die stark proportional ansteigenden Preise bei größeren Motoren im gleichen Auto wohl kaum rechtfertigen. Dem hohen Anschaffungskosten steht ein geringer Wertverlust gegenüber, der laut Presse bei nur 30% in 3 Jahren steht. Dies sollte man allerdings nicht überbewerten und die Zahl steht eher für den SLK allgemein.
Es bleibt die Frage, wieviel Leistung man selbst für den offenen Fahrgenuss braucht. Technische Neuerungen wie Bordcomputer, autmatische einschaltende Scheinwerfer, KlimaAUTOMATIK usw. die man aus der neusten C-Klasse kennt sucht man bei dem aktuellen SLK vergeblich. Wer auf den SLK Nachfolger warten möchte, der vom Styling her an den neuen SLR erinnert, muss sich noch bis mindestens 2004 gedulden. Als Fazit bleibt aber, das der SLK und besonders der 320 ein tolles Cabrio-Gefühl vermittelt und Ihm durch die sehr gute Motorisierung Sportwagencharakter verleiht. Der SLK 200 mit bereits 163 PS und Kompressoraufladung aus 2.0 Liter Hubraum stellt sich für mich persönlich als die bessere Alternativ aufgrund des Preis-/Leistungsverhältnisses dar.
Der Service bei Mercedes (dies hat ja nichts direkt mit dem SLK 320 zu tun) scheint wie andere Hersteller auch nur mit Wasser zu kochen. Bei der Inspektion des 230er SLK wurde ein Schraubenzieher unter einer Fussmatte sowie ein Schraubenschlüssel im Motorraum vergessen. Die Kennzeichenbeleuchtung wurde falsch herum montiert - Der Halter hat deswegen bereits für den Service die Niederlassung gewechselt.
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25.03.2004 15:34
Soweit alles nachvollziehbar, nur die Sache mit dem Go-Kart stimmt so ja mal nicht: Erstens ist die Sitzposition nicht wirklich tief (schon mal Smart-Roadster oder Opel Speedster gefahren?), zweitens ist die Lenkung kurz gesagt schlecht: Habe den SLK selbst ein Jahr gehabt, vorher ein CLK-Cabrio und anschließend ein C-Klasse Sportcoupé. Letztere hatten eine Zahnstangenlenkung, während der SLK noch eine Kugelumlauflenkung besitzt, die bauartbedingt indirekt ist und um die Ruhelage ein hohes Spiel hat. Beim neuen SLK (den ich kürzlich gefahren bin) kommt eine Zahnstangenlenkung zum Einsatz, die wesentlich besser ist.
06.04.2002 21:07
Der 6-Fach-CD-Wechsler von Mercedes Benz (Alpine) kann in jeder Niederlassung nachgerüstet werden, es sollte allerdings ein Mechaniker mit Geschick machen. Bei mir wurde im Kofferaus uf dem Boden vorne rechts motiert, Montageteile unsichtbar. Problem bereitet lediglich das lange benötigte optische Datenkabel. Ein normales reicht nicht, man braucht das der S-Klasse. Und der Nacheinbau kostet mindestens 880€, die habe ich jedenfalls bezahlt, Verhandlungssache VOR Einbau. Bei mir war alles so kompliziert, daß die bei Daimler mächtig draufzahlten bei dem Preis. Aber Service OK, kenne ich von VW so nicht, Ersatzteilpreise auch geringer als woanders. Toller Bericht! Gruß Pferdestehler
09.08.2001 22:42
sehr gut beschriben weiter so