Dieser Erfahrungsbericht wurde von 14 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der Film "Metropolis" von Fritz Lang ist nach "Die Reise zum Mond" der erste(Nicht der ganz erste lieber Peer!) Sciencefiction-Film. Er erzählt von den Vorstellungen der Menschen des Jahres 1926(Nicht richtig von Ciao recherchiert!) über die Zukunft. Und da diese Gedanken zum großen Teil völlig von den heutigen abweichen, ist der Film total witzig und interessant. Die Ausgangsposition dieses Filmes besteht darin, dass die Arbeiter, der Großteil der Bevölkerung, in der Unterwelt unter Metropolis, einer riesigen Stadt, gigantische Maschinen bedienen müssen, um die denkenden Bewohner der Oberwelt zu versorgen. Die Arbeiter werden unter der Erde geboren, wachsen dort auf und werden nie den Himmel zu Gesicht bekommen. Sie sind von Kind an dazu bestimmt zu arbeiten. Joh Fredersen, der Herrscher von Metropolis, sorgt dafür, dass diese Bestimmung noch verstärkt wird, indem er von einem Wissenschaftler namens Rotwang einen Maschinenmenschen konstruieren lässt, der die Arbeiter zu noch fleißigerer Arbeit zwingen soll. Diese Maschine erhält das Gesicht von Maria, die eine Arbeitertochter ist und den Arbeitern oft tröstende und ermutigende Geschichten erzählt. Dadurch wird sie zu einer Art Wegweiser für sie. Und genau diese Eigenschaft will Joh ausnutzen. Doch Freder Fredersen, sein Sohn, kann nicht verstehen, wieso Joh seine Arbeiter so schlecht behandelt. Schließlich waren sie es, die Metropolis aufgebaut haben. Da Joh jedoch trotz heftiger Verhandlungen nicht an seinem Vorhaben ändern will, möchte Freder mit Hilfe von Maria eine Revolution starten. Doch leider wurde die echte Maria schon von dem Maschinenmenschen ersetzt...
An "Metropolis" hat mich besonders fasziniert, dass einige der dort gezeigten Zukunftsvisionen sich heute tatsächlich in ähnlicher Form verwirklicht haben. Übertreibungen wie kilometerhohe Wolkenkratzer sind dabei Ausnahmen. Allerdings taucht diese Metropolis-Architektur kaum verändert in dem Film "Der Blade Runner" wieder auf. Metropolis ist daher auch ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Sciencefiction-Filme. Auch die Selbstlosigkeit von Freder kam in diesem Film sehr gut hervor, denn er ergreift schon in einer der ersten Szenen, ohne lange zu überlegen, die Partei der Arbeiter und riskiert damit, dass er von seinem Vater enterbt und verstoßen wird. Er will im Gegensatz von seinem Vater nicht, dass Macht und Reichtum auf der Ausbeutung anderer Menschen gegründet wird. Geht man genauer auf Metropolis ein, so merkt man, dass Fritz Lang durch seinen Film die Soziale Frage aufgreift: Die Arbeiter der unteren Klasse in der Unterwelt (Proletarier) werden von den Denkern der Obersten Klasse aus der Oberwelt (Kapitalisten) zunächst unterdrückt und ausgebeutet. Doch in Metropolis wird die Soziale Frage letztlich gelöst, indem die Interessen beider Welten angeglichen werden.
Es ist nur sehr schde, dass viele Szenen dieses Filmes nach der Auswanderung Langs nach Amerika dort in den Filmstudios für eine Neuauflage herausgeschnitten und auf Nimmerwiedersehen vernichtet worden sind. Außerdem gibt es diesen Film meines Erachtens viel zu selten im Fernsehen.
Die Szenen wurden nicht nach Langs Auswanderung rausgeschnitten, sondern gleich 1927 weil der Film nicht erfolgreich war und man ihn damit "straffen" wollte.
17.02.2003 13:44
Die Szenen wurden nicht nach Langs Auswanderung rausgeschnitten, sondern gleich 1927 weil der Film nicht erfolgreich war und man ihn damit "straffen" wollte.
14.01.2001 15:27
Hab den Film auch letztens gesehen und war erstaunt!
03.01.2001 17:40
Hört sich nach einem interessanten Film an, vielleicht gibt's den auf DVD.