Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist

Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist

ISBN: 9783830504368 - Verlag: Berliner Wissenschafts-Verlag mehr

Gesamtbewertung Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist 7 Erfahrungsberichte lesen | Erfahrungsbericht schreiben | Frage stellen | Produkt zur Liste hinzufügen

Die Erzählung "Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist schildert das Schicksal eines redlichen Mannes, der unverschuldet das Opfer von Unrecht und Infamie wird. Seine Zuversicht,...
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1-6 von 6 Erfahrungsberichten    
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Ich habe aber RECHT!!!
Erfahrungsbericht von zahn.pasta über Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist
16.03.2002


Produktbewertung des Autors:   


Pro: ???
Kontra: s .  Bericht

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo liebe LeserInnen!

Dies ist wieder einmal ein Bericht über ein Buch, und zwar eines, das ich vor einiger Zeit in der Schule mal gelesen habe (oder besser gesagt: lesen musste!):
"Michael Kohlhaas" von Heinrich von Kleist.

Ich vermute mal, dass dieses Buch nicht sehr bekannt ist unter euch, da es zumindest an den Schulen in unsrer Nähe eigentlich gar nicht gelesen wird. Dann wird es ja mal Zeit, es vorzustellen.

Kurze Zusammenfassung, die hinten auf dem Büchlein steht:

" 'An den Ufern der Havel lebte, um die Mitte des sechszehnten Jahrhunderts, ein Roßhändler, namens Michael Kohlhaas, Sohn eines Schulmeisters, einer der rechtschaffensten zugleich und entsetzlichsten Menschen seiner Zeit.'
So beginnt Kleist seine aufregende Erzählung über einen Mann, den sein Rechtsgefühl zum Räuber und Mörder machte."


Daten:
°°°°°°°°
Titel: Michael Kohlhaas

Autor: Heinrich von Kleist

Seitenzahl: 117 Seiten (mit den Anmerkungen und dem Nachwort sind es 141 Seiten)

Verlag: Reclam

Preis: 2, 50 Euro

ISBN-Nr.: 3-15-000218-4


Inhalt:
°°°°°°°

Der Pferdehändler Michael Kohlhaas wird bei seiner Handelsreise an der Tronkenburg vom Schlossvogt angehalten, der ihn ärgern will und ihm auf die Nase bindet, dass er Wegzoll bezahlen müsse und er einen Passierschein bräuchte.

Doch ein Gespräch mit dem Junker der Tronkenburg führt auch zu nichts, so lässt Kohlhaas schließlich seine beiden Pferde und seinen Diener Herse in der Burg zurück und reist alleine nach Hause, um sich so einen Passierschein zu besorgen.

Bei den heimischen Behörden bekommt er seine dunkle Vorahnung bestätigt: es existiert gar kein Passierschein, den man zum Passieren der Tronkenburg benötigt.

Kohlhaas reist also wieder zur Burg um mit seinen Rappen weiterzureiten, doch dort stellt er den Missbrauch und die Zugrunderichtung seiner Pferde fest. Außerdem wurde Herse von den Besitzern der Burg verjagt.

Der Vogt provoziert Kohlhaas immer mehr, doch Kohlhaas kann allein nichts ausrichten und schließlich reist er nun zum 2. Mal ohne seine Pferde wieder ab.

Nun beschreitet er den Rechtsweg. Die Ziele seiner Klage sind:
1. Die Bestrafung des Junkers
2. Die Wiederherstellung der Pferde
3. Schadensersatz.

Doch da der Vogt Bekannte bei den Behörden hat, wird die Klage niedergeschlagen.

Nun bekommt Kohlhaas ein Hilfsangebot durch Heinrich von Gensau, der eine Bittschrift an den Kurfürsten von Brandenburg schickt.

Dies führt jedoch wieder zu einem Scheitern durch verwandschaftliche Beziehungen zwischen dem Kanzler und den Tronkas, die Kohlhaas nun persönlich als "unnützen Queruland" bezeichnen.

Es kommt zur radikalen Wandlung Kohlhass': er verkauft seinen ganzen Besitz mit Ausnahme seiner Waffen und Pferde.

Seine Frau Lisbeth will den Krieg zwischen den Tronkas und ihrem Mann verhindern und beschließt allein zur Burg zu reisen und mit dem Vogt ein Gespräch zu führen. Doch von diesem Besuch kommt sie schrecklich zugerichtet wieder zurück und stirbt Tage darauf an ihren Verletzungen, die die Tronkas ihr zugefügt haben.

Außerdem scheitert in diesen Tagen auch die 3. Bittschrift von Kohlhaas und er beschließt sich zu unversöhnlichem Handeln in der Hoffnung auf Gottes Vergebung.

Kohlhaas stellt dem Junker ein Ultimatum zum Rausrücken seiner Pferde und den anderen Vorderungen. Doch es geschieht nichts.

Kohlhaas und seine Freunde überfallen die Tronkenburg und plündern und morden und stecken alles in Brand. Viele Unschuldige sterben, doch der Junker kann entkommen.

Die Gewaltbereitschaft nimmt immer mehr zu und die Stürmung des Frauenklosters Erlabrunn folgt. Außerdem weitere Anschläge auf Orte, an denen der Junker zuletzt gesehen wurde und nun vermutet wird. Doch sie finden ihn nicht.

Nun setzten sich die Behörden in Gang, denn bei Mord und Brandstiftung können sie nicht mehr länger wegschauen.

Doch, werden sie Kohlhaas noch stoppen können???

Und wird Kohlhaas den Junker noch erwischen oder gibt er eher auf???

Diese und noch viele andere Fragen, die sich euch vielleicht jetzt stellen werden, werden sich lösen, wenn ihr das Reclam-Heftchen lest. :)


Zum Autor:
°°°°°°°°°°°°°

Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt an der Oder geboren und nach dem Tod seines Vaters 1788 wird er in Berlin erzogen.

1799 beginnt er in Frankfurt an der Oder drei Semester zu studieren. Und ein Jahr später heiratet er Wilhelmine von Zenge.

Während 1801 und 1806 reist er sehr viel mit seiner Schwester in Deutschland und Europa herum, bis er 1807 durch die Franzosen als angeblicher Spion verhaftet wird, wo er von März bis Juli in Gefangenschaft ist.

Im selben Jahr erscheint sein erstes Werk "Amphitryon" und 1808 gibt er mit Adam Müller das Magazin "Phöbus" heraus. "Penthesilea" erscheint.

Im Jahre 1809 erkrankt Kleist schwer und am 21. November 1811 kommt es zum Doppelselbstmord mit Henriette Vogel am Wannsee.


Während Lebzeiten sind außerdem u.a. diese bekannten Werke von Heinrich von Kleist erschienen:
Die Marquise von O...
Prinz Friedrich von Homburg
Robert Guiskard
Sämtlicher Erzählungen
Der Findling
Der zerbrochene Krug
Der Zweikampf


Meine Meinung:
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Nun, naja, was soll ich sagen,...?
Ein Reclam-Heftchen, das sagt ja schon fast alles! :)
Aber ich will ja mal keine Vorurteile haben, denn davon halte ich ja nicht sehr viel.

Aber man kann die Beliebtheit von Reclam-Heftchen bei Schülern ja nun mal nicht ganz leugnen.

Gut, was mich zuerst mal gestört hat, ist das Erscheinungsdatum und der Name des Autors. Wer heißt den heute noch von und zu....? Ziemlich lange her kann ich da nur sagen.

Und die Geschichte ist sehr schwer zu lesen, da es auf den ganzen 117 Seiten vielleicht mal 5 kleine Abschnitte gibt und natürlich alles sehr sehr klein geschrieben ist, was das Lesen nochmals ein wenig mehr erschwert.

Wer jedoch gerne Kleingedrucktes liest und ganz zufällig auch noch ein Wörterbuch verschluckt hat, dem kann ich die Geschichte doch sehr ans Herz legen!!!

Denn, um mal diesen Kleist zu verstehen muß man wirklich ständig hinten bei die Anmerkungen spicken gehen, weil man diese alte Sprache und viele sehr fragwürdige und merkwürdige Ausdrücke gar nicht versteht.

Ist natürlich störend immer rumzublättern, aber um das Buch zu verstehen kommt man wahrscheinlich nicht drum herum.
(Außer man klickt sich mal eben schnell bei www.referate.de o.ä. Seiten rein und lässt sich eine detaillierte Inhaltsangabe ausdrucken :)

Das kann ich wirklich empfehlen, falls ihr dieses Büchlein mal in der Schule lesen solltet.

Hhhmm, positive Seiten,...
Na gut, der Schluß ist noch etwas interessant, weil man damit nicht so recht gerechnet hätte, aber bis man erst mal auf der Seite ist, wo wirklich etwas aufregendes passiert, das kann Jahre dauern.

Normalerweise, wenn mir ein Buch echt gefällt lese ich das in einem Zug in ein paar Stunden durch, doch hierbei vergeht einem echt schon auf den ersten Seiten die Lust am Lesen und man bekommt so einen inneren Drang das Buch schnell wegzulegen (oder wegzuwerfen oder zu verbrennen oder,...).

Letztendlich habe ich immer nur einige Seiten am Tag lesen können, weil ich mehr echt nicht vertragen konnte und habe gut einen Monat gebraucht!!!

Falls ihr dieses Buch doch mal noch in der Schule lesen solltet: MEIN HERZLICHES BEILEID!!!

Ansonsten: Vielen Dank fürs Lesen und evtl. fürs Bewerten und evtl. fürs Kommentieren!!!!
Freue mich natürlich wie immer auf zahlreiche Kommentare und Gästebucheinträge etc.


Das wär's dann mal wieder, bis demnächst hoffentlich, VLG
eure Kati
   

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Gewalt & Gerechtigkeit
Bewertung für Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist von powrian1

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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

12.04.2006
Schwer verdaulich und niveauvoll
Bewertung für Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist von MarcHB

Pro: Interessante Frage der Rechtsauslegung
Kontra: machnchmal sehr mühsam zu lesen

Der Rosshändler Michael Kohlhaas wird gleich zu Beginn der Novelle auf dessen Handlungs-reise vom Junker von Tronka belogen und ausgenutzt. Als er dies jedoch erfährt, scheint es ihm jedoch nicht all zu viel auszumachen. Sein Rechtsgefühl, daß einer Gold ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
sehr hilfreich

12.12.1999
Ist es gerechrfertig??
Bewertung für Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist von nici1988

Pro: Naja nicht wirklich was
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sehr hilfreich

13.01.2007
Zwischen Selbstjustiz und Ungerechtigkeit
Bewertung für Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist von ppjoc007

Pro: Handlungsgeschehen
Kontra: lange Sätze, die mehrmals gelesen werden müssen

### Zum Autor ### Kleist wird geboren am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder. Ab 1797 betreibt er Naturwissenschaftliche Studien und beginnt ein 3-semestriges Jurastudium. 1804-1806 ist er Beamter im preußischen Staatsdienst. 1807 landet er im Gefängnis w ... Bericht lesen

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06.10.2002
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hilfreich

03.08.2000


Michael Kohlhaas (1810) - Recht in der Kunst - Kunst im Recht, Mit Kommentaren von Wolfgang Naucke und Joachim Linder / Heinrich von Kleist

Haupteigenschaften

Produktform: Einband - fest (Hardcover)

Seitenzahl: 189

Erscheinungsdatum: 2000

ISBN: 3830504365

EAN: 9783830504368

Bestellnummer : 0436

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