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Michael, der rauchende und saufende Engel

4  15.04.2002

Pro:
Gute Idee und viel zu Lachen

Kontra:
Ein wenig biedere Darsteller

Empfehlenswert: Ja 

Miststueck666

Über sich: Lange nicht mehr hier gewesen...

Mitglied seit:14.03.2001

Erfahrungsberichte:107

Vertrauende:54

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 118 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heute möchte ich über den Film “Michael“ schreiben, da ich ihn immer wieder gerne schaue. Auf der Suche nach ein paar Meinungen über den Film musste ich feststellen dass der neuste aus dem Jahr 2000 stammt. Trotzdem möchte ich Euch meine Meinung zu dem Film nicht vorenthalten.

Daten zum Film
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Originaltital: Michael
Jahr: 1996
Genre: Komödie
FSK: 6
Laufzeit Kino: 105 Min
Laufzeit Video: 108 Min
Verleih Video: Columbia Tristar

Die Story
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Die Journalisten Dorothy, Frank und Huey reisen in ein verschlafenes Nest in Iowa, da dort angeblich ein Engel leben soll. Ja, ein richtiger Engel. Sie sollen den Hinweis überprüfen und den Engel gegebenenfalls von Iowa zu Vartan Malt, dem Boss des Boulevardmagazins für das alle arbeiten, nach Chicago bringen.

Kaum in Iowa angekommen lernen sie auch schon den Engel kennen. Es handelt sich um den Erzengel Michael, der mit der einen Hand eine Kippe und ein Dosenbier hält während er sich mit der anderen ausgiebig im Schritt kratzt. Außerdem sieht er ziemlich verwahrlost aus.
Aber da wären auch noch die großen Flügel die Michael aus dem Rücken gewachsen sind, er ist wirklich ein Engel.

Die Journalisten teilen Michael mit das sie ihn gerne mit nach Chicago nehmen würden und der ist zu aller Überraschung einverstanden. Allerdings weigert er sich mit dem Flugzeug zu fliegen und besteht darauf mit einem alten Schrottkombi zu fahren.
Denn wenn erschon einen seiner begrenzten Ausflüge auf die Erde unternimmt möchte er auch einiges wie z.B. eine Besichtigung der größten Teflonpfanne und dem größten Garnknäul der Welt geboten bekommen.

Während der Fahrt erhält man dann auch Einblicke in die Charaktere der drei Journalisten. Die mehrfach geschiedene und Countrysongs schreibende Dorothy scheint nicht das zu sein was sie vorgibt. Frank ist ein totaler Zyniker und verletzt seine Mitmenschen aus Spaß an der Freud. Huey ist der einzig normale der Truppe. Er liebt seine Frau und seinen Hund Sparky? (der übrigens auch mitfährt ) und wirkt ein wenig als Ausgleich zu den anderen Drein.

Michael hat eine unglaubliche Anziehungskraft auf Frauen von der nur Dorothy ausgenommen ist. Dadurch und das geschickte Spielen mit den anderen kommen viele witzige Situationen zustande. Durch ein wenig Starthilfe von ihm kommen sich auch Dorothy und Frank näher. Doch dann wird Hueys Hund überfahren und Michael erklärt das die Rettung des Hundes nicht in sein Ressort fällt…

Die Darsteller
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John Travolta (“Face Off“) in der Rolle des Erzengels Michael zeigt hier Rettungsringe und eine Menge Charme. Für mich eine seiner besten Rollen, da er den Film trägt und seine schauspielerische Leistung wirklich überzeugt.

Andy McDowell (“Sex. Lügen und Video“) spielt Dorothy Winters, eine Frau mit gebrochenem Herzen. Obwohl ich sie von jeher unsympathisch finde spielt sie ihre Rolle ziemlich gut und lediglich ihre Synchronstimme ist eine schlechte Wahl.

Der Zyniker Frank Quinlan wird von William Hurt (“A.I. Künstliche Intelligenz“) verkörpert. Hurt ist ein sehr wandlungsfähiger Schauspieler und meistert auch diese Rolle mit Bravour.

Bob Hoskins (“Roger Rabbit“) spielt nur eine kleine Rolle. Er ist Vartan Malt, der Chef der Journalisten.
Robert Pastorelli verkörpert Huey Discroll, den ruhigen Pol der Vier. Sein Auftritt ist eher glanzlos und nicht besonders anspruchsvoll.

Stab
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Regie :Nora Ephron (“Schlaflos in Seattle“)
Produzenten: Sean Daniel, Nora Ephron und James Jacks
Drehbuch: Alan Curtis, Nora Ephron und Delia Ephron
Vorlage: Pete Dexter und Jim Quinlan
Musik: Randy Newman
Kamera: John Lindley
Ausstattung: Dan Davis
Kostüme: Elizabeth McBride

Meine Meinung
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Obwohl der Film von Kritikern zerrissen wurde finde ich ihn sehr schön. Fern ab von “Hau Drauf Action“, Spezialeffekten und aufgetakelten Menschen wird dem Zuschauer ein guter Film geboten, der auf fast alle gängigen Klischees verzichtet.

Fast? Genau, auf die romantische Liebesgeschichte wird hier nicht verzichtet.
Die zu Beginn völlig unterschiedlichen Charaktere Dorothy und Frank finden durch Geschickte Manipulationen und Taten von Michael zueinander.

Apropos Michael, der wirkt zu Beginn des Films wie Elvis im Endstadium und wird nur durch einen Anzug und eine ausgiebige Wäsche und Rasur präsentabel.
Travolta wirkt aber dank seines Charmes und seines schelmischen Lächelns den ganzen Film über Liebenswert.
Natürlich fehlt auch eine obligatorische Tanzeinlage des Mr. Saturday Night Fever nicht.

Die Gags mögen auf den ein oder anderen vielleicht platt wirken, ich fand den Film durchweg amüsant.

Interessant finde ich die Idee hier mehrere Komponenten des Films miteinander zu verbinden. Von der idyllischen Kleinstadt geht es auf die Straße und der Film wird kurzzeitig zum Roadmovie. Die Zwischenstops in Motels und in kleinen etwas besseren Imbissen nehmen dem Film kurzweilig den Eindruck des Roadmovies. Zum Schluss wechselt der Schauplatz dann zu der anonymen Großstadt.

Fazit
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Ein schöner Film ohne viel Spektakel und Action. An vielen Stellen kann man lachen und schmunzelt über versteckte Anspielungen. Also durchaus empfehlenswert

Viel Spaß beim Anschauen,
Eure Misty

PS: Der Film lief zwar erst Freitag auf RTL2 aber bei der Wiederholungsrate des Senders läuft er bestimmt in zwei Monaten noch einmal.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Muma

Muma

23.04.2002 11:47

hallo! Ich werde mir diesen Film jetzt auch mal endlich anschauen :-)) Grüße Mäggi

The-Wishmaster

The-Wishmaster

18.04.2002 02:55

*denStreifendannin2Monatenkuckenwird*

tiamatze

tiamatze

17.04.2002 23:58

ich kannte diesen film garnicht, bis zu deinem bericht. Schöne angaben zum Inhalt. Da wird auch mein schwer zu überzeugendes herz geöffnet. Gruß. tiamatze

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