Sicher durch den Winter
05.01.2008 (06.01.2008)
Pro:
hervoragende Fahreigenschaften bei allen Bedingungen, akzeptabler Verschleis
Kontra:
Preis
Empfehlenswert:
Ja
 frank.nonnenmann
Über sich:
hab die Schnauze voll vom Winter!
Mitglied seit:01.07.2000
Erfahrungsberichte:289
Vertrauende:100
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 119 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Beim Winterreifen Michelin Alpin A2 handelt es sich nicht mehr um das aktuelle Modell, denn inzwischen gibt es den A3. Der A2 ist aber durchaus noch im Handel erhältlich und ich denke ehrlich gesagt nicht, dass die Unterschiede nun so gravierend sind. Ich kann gar nicht genau sagen, ob es nun der zweite oder dritte Winter ist, über den ich den A2 nun fahre. Damals hatte ich ihn mir gekauft, da er beim Test vom ADAC mit der Bestnote "besonders empfehlenswert" abgeschnitten hat. Zwar war auch sein Preis jetzt nicht gerade ein Schnäppchen, ich meine so etwas um 70€ pro Reifen in der Größe 185/65-15 bezahlt zu haben. Doch wer im Winter auf glatten Straßen mit einem heckgetriebenen Fahrzeug unterwegs ist, der zahlt gerne etwas mehr, wenn dafür auch die Leistung stimmt. Sparen am falschen Ende kann ganz besonders bei Reifen teuer werden, denn bereits ein Meter weniger oder mehr Bremsweg können sich leicht in mehreren tausend Euro Schaden widerspiegeln. Gar nicht zu sprechen davon, wenn gleich das ganze Fahrzeug von der Straße abkommt. Nein, da zahle ich lieber ein paar Euro mehr, denn die sind es mir bei Winterreifen auf jeden Fall wert. In der Zeit, die ich den Alpin A2 nun fahre dürfte ich mit dem Fahrzeug, einem 3er BMW, so etwa 12- 15.000km zurückgelegt zu haben. Die Reifen weisen immer noch eine mehr als ausreichende Profiltiefe auf, weshalb der Reifen vom Verschleiß gleich mal einen dicken Bonus von mir bekommt. Damit relativiert sich dann auch der etwas höhere Preis recht schnell wieder, denn ich hatte auch schon Winterreifen, da konnte man zusehen, wie das Profil nachlässt.
Michelin
Der Hersteller Michelin war für mich kein Unbekannter, denn bereits seit ich mich für Autos interessiere bringe ich mit Autos auch immer wieder Michelin in Verbindung. Zudem war immer wieder Gutes von Michelin zu hören. Egal, ob beim ADAC, Auto Motor und Sport oder anderen Fachzeitschriften, Michelin war immer vorne mit dabei. Ich würde behaupten zusammen mit Continental dürfte Michelin einer der wenigen Reifenhersteller sein, die über Jahre hinweg eine gleichbleibende Qualität bieten. Möglich, dass auch andere Markenhersteller wie Bridgestone, Pirelli oder Goodyear gute Reifen verkaufen, doch zumindest kommt es mir so vor, nicht so konstant wie bei Michelin.
Bei Trockenheit und Nässe Vor allem in unseren Breiten, wo ja eher selten Schnee auf den Straßen liegt, neigen Winterreifen auf trockener Straße ja doch zu erhöhtem Verschleiß. Meistens ist es ja dann so ein nasskaltes Schmuddelwetter, bei dem die Straßen etwas feucht sind und man nie so richtig weiß, ob es vielleicht glatt sein könnte. Da schlägt sich der Alpin A2 schon mal hervorragend. Ich hatte noch nie das Gefühl, das Fahrzeug nicht mehr 100prozentig im Griff zu haben. Nein, ganz im Gegenteil, der Michelin vermittelt mir zu jeder Zeit die erforderliche Sicherheit, gerade auf nasser oder feuchter Fahrbahn. Da hatte ich mit anderen Reifen schon etwas ganz anderes erlebt.
Ist die Fahrbahn dann mal trocken, weiß der Michelin mit seiner Laufruhe zu überzeugen. Klar hat er gegenüber Sommerreifen das Nachsehen, aber Winterreifen sind nun mal konstruktionsbedingt etwas lauter. Dass der Michelin da sehr gut abschneidet zeigt mir auchder Golf meiner Freundin, auf dem Ganzjahresreifen von Goodyear montiert sind. Also auch Markenreifen in etwa der gleichen Preiskategorie. Die sind aber trotz geschlossenem Fahrzeig deutlich lauter. Gerade bei meinem Cabrio hört man ja jedes Außengeräusch.
Auf Eis Hier in München überwiegen im Winter die frostigen Tage ohne Niederschlag. Da Seitenstraßen nicht mehr geräumt werden, komm es sehr schnell zu vereisten Fahrbahnen, weil ja doch mal etwas Schnee fällt, der sich erst fest fährt und später zu einer spiegelglatten, harten Fahrbahn führt. Da gibt es ehrlich gesagt auch mit dem Michelin A2 kein Halten mehr. Aber bei kontrollierter Fahrweise bietet der Michelin auch in dieser Situation etwas mehr Sicherheit und hat wie ich meine noch genügend Reserven, um in einer Notsituation doch etwas mehr Grip zu bieten. Gerade mit dem Heckantrieb kann da vor allem aber auch das Anfahren zum Problem werden und hier hat mich bisher kein Reifen so derart überzeugt wie der Michelin A2. Natürlich muss man vorsichtig Gas geben, weil auch der Michelin zum durchdrehen neigt. Aber mit etwas Gefühl bin ich bisher noch immer vom Fleck gekommen. Vor allem vorne bei uns an der Kreuzung, wo die Seitenstraße auf die Hauptstraße trifft, ist das enorm wichtig. Das Heck des Fahrzeugs steht ja noch auf ungeräumter Fahrbahn und um gefahrlos in den fließenden Verkehr rein zu kommen sollte man sich keine Patzer beim Anfahren leisten.
Auf Schnee
Seine Schneetauglichkeit durfte der Michelin A2 bisher hauptsächlich im Alpenraum unter Beweis stellen. Genauer gesagt in diversen österreichischen Skigebieten, bei zum Teil schon sehr stark verschneiten Straßen. Wir hatten hier mal eine Pension zu der es über eine recht steile Straße hinaufging und am Abreisetag recht viel Schnee lag. Ich hatte ehrlich gesagt meine Zweifel, da je wieder runter zu kommen, denn irgendwie schien mir, die Physik würde es nicht zulassen. Also ganz vorsichtig erst mal herangetastet, doch der Reifen hielt das Fahrzeug bombensicher und es konnte jederzeit zum Stillstand gebracht werden. Ich muss sagen unten angekommen war ich dennoch froh und spätestens jetzt wusste ich, dass sich jeder investierte Euro in die Reifen ausbezahlt hat. Später dann auf der verschneiten Straße standen zahlreiche Fahrzeuge am Seitenrand und zogen Schneeketten auf. Ich hingegen konnte bequem im Fahrzeug sitzen bleiben und gemütlich vorbei fahren. Gut, die meisten hatten gelbe Nummernschilder, aber auch das soll die gute Leistung meiner Alpin A2 nicht im geringsten mindern. Ganz egal, ob in Kurven oder auf langen geraden Straßen, bei etwas schnellerer Fahrweise, der Aplin A2 hält mich immer in der Spur. Auch auf Schnee hatte ich keinerlei Probleme selbst mit Heckantrieb anzufahren. Dabei sollte ich auch noch betonen, dass mein Fahrzeug im Gegensatz zu vielen aktuellen Modellen noch nicht über eine Antischlupfregelung, bzw. Traktionskontrolle verfügt.
Benzinverbrauch
Da Winterreifen ein etwas groberes Profil aufweisen, erhöht sich in der Regel der Verbrauch geringfügig. Ich fahre die Reifen immer mit einem etwas erhöhten Reifendruck, wodurch sich das dann aber wieder relativiert. Bei Winterreifen ist das ohnehin zu empfehlen, damit die Auflagefläche etwas geringer wird und sich somit der Druck pro Quadratzentimeter erhöht. Ich habe damit bisher gute Erfahrungen gemacht und zumindest beim Michelin Alpin A2 zeigt das auch beim Reifenverschleiß in der Mitte keine negativen Auswirkungen. Ohnehin finde ich hat Michelin den Spagat zwischen geringem Verbrauch durch geringe Reibungsverluste und kurzem Bremsweg durch hohe Haftung sehr gut hinbekommen. Auch hier zahlt es sich wieder aus, etwas mehr in den Reifen investiert zu haben, denn bei den steigenden Spritpreisen spielt der Verbrauch eine enorme Rolle. So wird aus einem vermeintlichen Schnäppchen schnell eine teure Angelegenheit, denn bereits bei 0,1 Liter Mehrverbrauch auf 100 km errechnen sich bei einer Laufleistung von 25.000km Mehrkosten von rund 35€. Das klingt vielleicht nicht viel, aber die 35€ investiere ich lieber in einen guten Reifen, als einen Ölscheich zu subventionieren.
Sonstiges Was wie ich meine auch für die Qualität des Michelin Aplin A2 spricht ist die Tatsache, dass er auch nach mehreren Wintern immer noch eine außerordentlich gute Laufruhe aufweist. Die Räder mussten außer nach der Montage bisher noch nie ausgewuchtet werden. Da macht sich dann auch der etwas höhere Preis wieder bezahlt, denn ein Reifen der seine Struktur nicht behält wird schnell unwuchtig und verursacht Folgekosten. Somit amortisiert sich der auf den ersten Blick vielleicht etwas höhere Preis über die Lebenszeit des Reifens wieder.
Fazit
Der Winterreifen Alpin A2 ist eine Investition, die sich auf jeden Fall gelohnt hat. Ich würde ihn jederzeit wieder kaufen, auch wenn er etwas teurer ist als andere Winterreifen. Dennoch ist er jetzt nicht überteuert, denn er ist in der Tat jeden Euro wert. Ich denke letztendlich ist es nicht nur für die eigene Sicherheit, sondern auch die anderer und da kann man ruhig mal etwas mehr ausgeben. Vor allem aber auch beweist Michelin mit dem Reifen, dass gute Fahreigenschaften und Haltbarkeit kein Widerspruch sein müssen. Von mir bekommt er wie auch schon vom ADAC ein "Besonders empfehlenswert" und wenn es hier sechs Sterne zu vergeben gebe, der Michelin würde sie alle bekommen.
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16.01.2008 01:05
Mir brauchen neue, aber ob die? Bin gespannt auf Preisvergleich.
06.01.2008 18:57
und bestens beschrieben
06.01.2008 18:57
ja, guter bericht