Hallo liebe Leserinnen und Leser,
als eingefleischter Microsoft Fan - ja, das gebe ich gerne zu - und als brennender Verehrer von Windows XP war es nun auch bei mir an der Zeit, einen Schritt vorwärts zu gehen. Mit meinem neuen Notebook bekam ich Microsofts neuestes Betriebssystem mitgeliefert, Windows 7 Home Premium. Dieses tauschte ich alsbald aus gegen
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Microsoft Windows 7 Ultimate
Das Windows 7 mit dem größten Leistungsumfang
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- Grundlegendes zu den Windows 7 Varianten
- Kaufgrund, Kaufort und Preis
- Installation
- Kompatibilität
- Erste Eindrücke
- Geschwindigkeit
- Bedienerfreundlichkeit
- Was kann es mehr als "Basic", "Home" und "Professional"
- Sicherheit
- Fazit
Grundlegendes zu den Windows 7 Varianten
Je nach Anforderungen und Geldbeutel bietet Microsoft verschiedene Varianten ihres aktuellen Betriebssystems an. Während die Redmonder die Pakete ‘‘‘Starter’’’, Home und Home Premium für den Heimanwender mit Einzelplatznutzung oder nur kleinem Netzwerk entwickelten, richten sie sich mit den Versionen Professional und Ultimate an Firmen und Unternehmungen, die weitläufig vernetzt und mit großem Datenverkehr arbeiten. Auf aktuellen Computern findet man am häufigsten die "Home Premium" Version. "Professional" oder "Ultimate" muss man sich in der Regel selber kaufen, bzw. seine vorhandere Version upgraden.
Kaufgrund, Kaufoft und Preis
Wir haben uns für unseren Außendienst zwei Versionen gekauft, weil wir zukünftig enger vernetzt arbeiten und unsere Datensicherung auf externen Servern einrichten werden. Ultimate verspricht hier die besten Lösungen ohne Umwege zu gehen. Außerdem wollten wir dem Finanzamt nicht zu viel Geld in den Rachen werfen.
Wir haben für eine System Builder Version EUR 139,--
Bilder von Microsoft Windows 7 Ultimate
bezahlt und uns den Luxus erlaubt, für jeweils EUR 15,-- Versionen auf zwei Rechnern installieren zu lassen. Die Version auf meinem Rechner habe ich dann aber selber installiert, denn ich weiß gerne, was einen bei einer eventuellen Neuinstallation erwartet. Gekauft haben wir in Paderborn bei PC-Spezialist. Die Preise unterscheiden sich aber kaum und liegen alle in diesem Rahmen. Wer seinen Rechner selber baut, sollte auf jeden Fall immer die Systembuilder Version kaufen, denn die Kosten in der Regel nur die Hälfte der normalen Version, haben aber kaum Dokumentationen und auch keinen hübschen Pappkarton. Der Inhalt ist gleich.
Installation
Nach dem Einlegen der Scheibe startet eine typische Windows-Routine. Vorab entscheidet man sich zwischen "Upgrade" und benutzerdefinierten "Neuinstallation", welche das Löschen sämtlicher Daten auf der Festplatte, bzw. Partition dieser mit sich zieht. Im Gegensatz zu Windows XP wird einem während der Installation keine Präsentation der Vorteile des Systems präsentiert, lediglich ein Fortschrittsbalken am unteren Rand zeigt den Stand der Installation an. Man wird während der Installation noch aufgefordert, sich zwischen "Heimnetzwerk", "Arbeitsnetztwerk" und "Öffentlichem Netzwerk" zu entscheiden und muss noch Datum, Uhrzeit usw. eingeben. Dem entsprechend wird Windows Ultimate vorkonfiguriert. Ein bisschen vermisse ich schon die Zeitangabe bis zum Ende. Die Installation dauert aber nicht sehr lange, nach etwa 15 Minuten ist der Spuk vorbei. Windows startet neu und ist einsatzbereit. Dass in meinem Fall noch nicht alles lief, lag einfach daran, dass ich mir vorher nicht die passenden Treiber gedownloadet habe. Windows 7 in der 64 Bit Version erfordert für einige Programme neue Treiber, die ich mir dann noch mühsam zusammensuchen musste. Dies dauerte nochmals mehr als zwei Stunden, sodass ich nach etwa zweieinhalb Stunden ein funktionierendes System vor mir hatte.
Kompatibilität
Meine größte Sorge war, dass Windows 7 mit meiner teilweise schon etwas älteren Hardware kollidieren würde. Diese Angst war aber vollkommen unbegründet. Zwingend angewiesen bin ich auf das Microsoft Office 2007 Paket, was sich aber problemlos installieren ließ. Auch alle Adobe-Programme (Photoshop, Acrobat Professional), Avira-Antivir, HP-Scanner, Canon-Drucker - allesamt ältere Modelle, Logitech BT-Maus und BT-Keyboard, es ließ sich in meinem Fall alles installieren und der Betrieb läuft konfliktfrei. Wer sich nicht sicher ist, kann sich aber auch überall im Netz Kompatibilitätslisten ergoogeln und schauen, ob seine Geräte auf der schwarzen Liste stehen.
Erste Eindrücke
Mein erster Eindruck ist positiv. Man bekommt eine etwas modifizierte Vista-Oberfläche mit einigen kleinen Veränderungen. Die Bedienung ist genauso selbsterklärend, wie sie schon bei Windows XP war - nur noch besser. Die Systemsteuerung macht einem das Auffinden von Funktionen sehr leicht. Hängt sich dann doch mal ein Programm auf, beendet der Taskmanager auf Klick das Programm prompt. Die Systemklänge sind angenehm. Das Startmenü lässt sich innovativ bedienen und frei gestalten. Es fällt auf, dass viel mehr Drag n Drop möglich ist. Das Einbinden von Verknüpfungen, das dauerhafte Platzieren und Entfernen von der Taskleiste funktioniert mit einem Klick über das Kontextmenü. Die "Bibliothek" ermöglicht es, seine "Eigenen Dateien" schnell und komfortabel zu verwalten. Die animierte Aerooberfläche ist sehr schön anzusehen. Outlook Express wurde weggelassen aber hier finden sich genug Alternativen im Netz und Firmen haben in der Regel genug Office-Lizenzen, sodass Outlook Express hier eh fehl am Platze gewesen wäre,
Geschwindigkeit
Windows 7 Ultimate startet viel schneller, als ich es von XP gewohnt war. Genau so sieht es auch andersrum aus; in wenigen Sekunden hat sich Windows runtergefahren. Auch den Vergleich mit Vista muss Windows 7 nicht scheuen. Auf einem etwas älterem Medion Rechner mit 1 GB Arbeitsspeicher und etwas in die Jahre gekommenden Core2 Duo Prozessor haben wir den Test gemacht. Erst Vista, dann Windows 7 Ultimate installiert und anhand verschiedenster Programme die Startzeiten verglichen. Es ist ein merklicher Unterschied, sowohl beim Starten und Runterfahren, aber auch beim Öffnen und Schließen von Programmen ist Windows 7 weit vorne.
Bedienerfreundlichkeit
Soweit ich es beurteilen kann, bleiben hier keine Wünsche offen. Alle Elemente sind dort, wo man sie sich wünscht und sucht. Die in das Startmenü integrierte Suchfunktion ist fabelhaft. Es werden praktisch noch während der Eingabe des Suchbegriffs die Lösungen parallel angezeigt. Gebe ich dort beispielsweise das Wort "Ciao" ein, werden mir in der Liste sofort sämtliche Programme, Bilder, Dokumente und E-Mails angezeigt, die irgendwo dieses Wort beinhalten. Schneller und effektiver kann eine Suchfunktion nicht arbeiten. Das integrierte Mediacenter ermöglicht es, so ziemlich alles, was es an Unterhaltungsmedien gibt, problemlos einzubinden. Eine hardwareeigene Software wird oftmals nicht mehr gebraucht. Einfach Hardware anstecken, Mediacenter starten und der Rest wird von Windows 7 erledigt. Sämtliche Programme lassen sich mit nur einem Klick an die Taskbar anschließen und auch wieder entfernen. Per Drag n Drop kann die gesamte Umgebung leicht an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Auch wenn das Brennen von CDs und DVDs immer unattraktiver wird; Windows 7 bietet eine verbesserte Brennfunktion, auch Disc-Abbilde (Iso-Dateien) können aus dem Kontextmenü gebrannt werden.
Was kann es mehr als "Basic", "Home" und "Professional"
Windows Home Premium wird sich wohl am weitesten verbreiten, da diese Version auf den meisten Rechnern vorinstalliert sein wird. Wie bei Vista und XP gibt es auch bei Windows 7 Versionen, die Vorteile für den Einsatz in Unternehmen, bzw. für die Nutzung von größeren Netzwerken mit sich bringen. "Ultimate" - aber auch schon die Vorstufe "Professional" erlaubt es, ältere Software in einem "Windows XP Modus" auszuführen. Gerade ältere Buchhaltungsprogramme oder für den Datenabgleich mit dem Finanzamt oder dem Steuerberater kann dies sehr sinnvoll sein denn diese Spezialsoftware ist oft sehr teuer und man spart sich die Neuanschaffung. Vorteile gibt es auch beim Zutritt auf den Firmenserver. "Ultimate" richtet den Zugang einfach und sicher ein und man kann schnell auf das Firmennetzwerk zurückgreifen. Auch die Datensicherung des eigenen Computers kann jetzt viel leichter auf einem fremden Server vorgenommen werden und beschränkt sich nicht auf die eigene Hardware. Mit "BitLocker" hat man die Möglichkeit, jede auf die Festplatte geschriebene Datei zu verschlüsseln. Auch die Daten auf Speicherkarten und Sticks können verschlüsselt werden. Wer sensible Daten auf Seinem Rechner hat, wird diese Funktion zu schätzen lernen. Dass die Top-Version außerdem noch 35 Sprachen unterstützt, ist nur für diejenigen interessant, die eine andere Muttersprache haben und keine Lust auf die deutsche Version haben oder bei Firmen mit Mitarbeitern im Ausland.
Sicherheit
Vista war durch die strikte Trennung von Adminrechten und Benutzerrechten sehr sicher. Davon hat sich Windows 7 zwar verabschiedet, bietet aber durch einige Veränderungen in den Einstellungen ähnlich guten Schutz. Dass man natürlich weiterhin eine Firewall und ein Virenwächter installiert haben muss, versteht sich von selbst. "BitLocker" - also die Verschlüsselung sämtlicher Daten der Festplatte - bietet aber dann doch ein Tool, welches die Sicherheit ein ganzes Stück verbessert. Anderseits wird erst die Zeit zeigen, wie sicher Windows 7 wirklich ist. Spätestens nach dem ersten Servicepack wird man sehen, ob vorher viele Sicherheitslücken entstanden sind.
Fazit
Das Fazit beschränkt sich auf das, was offensichtlich ist, denn in Sachen Sicherheit ist bestimmt noch nicht das letze Wort gesprochen und in einem Jahr wird man da weiter sein. Was aber offensichtlich ist, gefällt sehr gut. Windows 7 ist ein schnelles und intuitiv bedienbares Betriebssystem, welches auch optisch frisch und freundlich daherkommt. Es bietet gegenüber den Vorgängerversionen viele Vereinfachungen und ist dabei so ressourcenschonend, dass es - im Gegensatz zu Vista - selbst auf älteren Systemen Windows XP ablösen kann. Die Hardware lässt sich in der Regel leicht einbinden. Treiber stehen genug zur Verfügung und wenn nicht, helfen oft die Vista-Treiber weiter. Das System läuft stabil. Der Mehrwert von Windows 7 Ultimate ist eigentlich nur für Firmen und Netzwerke interessant und lohnt kaum für den Einsatz auf einem Einzelarbeitsplatz. Das Verschlüsselungsprogramm "BitLocker" würde den anderen Windows 7 Versionen gut stehen, um auf externe Lösungen verzichten zu können.
Insgesamt finde ich Windows 7 und auch die mehrwertigen Tools der Ultimate-Version sehr gelungen und nach diesem Test auf mehreren Rechnern werden wir es auch nach und nach auf allen Rechnern einsetzen. Ich vergebe 5 Sterne, weil ich keine Nachteile gefunden habe. Selbst der Preis ist akzeptabel und schlägt eigentlich auch nur dann zu Buche, wenn man es einzeln und nicht in Zusammenhang mit einem neuen PC oder Notebook erwirbt. Mir gefällt es sehr gut und ich kann es guten Gewissens weiterempfehlen.
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren
Keks
© Spacekeks 71 im November 2009
16.03.2010 16:52
Na dann ruf doch gleich mal Deinen Anstandsköter doeter, damit er auch noch seine passende Bewertung abgibt. Nur weil Du ne Rachebewertung abgibst, lasse ich mich nicht auf Dein Niveau herab und werde Deinen von mir bemängelten Bericht gar nicht bewerten :-)
16.03.2010 15:42
bewertung nachgereicht,. damit du einen besseren grund hast für deinen unsachlichen kommentar ;-)
14.03.2010 16:19
Höhö! Neuer Kampfbegriff "Rachekommentar". Man hüte sich davor, mit Microsoft-Fundamentalisten (man kann sie auch euphemistisch "brennende Verehrer" nennen) über Betriebssysteme zu diskutieren! (Habe ich mich jetzt auch gerächt? Und wenn: Wofür?)