ArtixScan 4000T
29.11.1999
Pro:
Gute Bildqualitaet
Kontra:
Preis, Detailschwächen in der Software
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Scan-Qualität:
Geschwindigkeit
Benutzerfreundlichkeit
Installation
Verarbeitung
Bedienungsanleitung
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 TomS
Über sich:
Mitglied seit:29.11.1999
Erfahrungsberichte:9
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 7 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Es handelt sich um einen recht neuen Scanner mit 4000 x 4000 dpi optischer Aufloesung, der Bilddaten mit 16 Bit/Kanal uebertragen kann. Das Gehaeuse ist einfach nur noch scheusslich (vergleichbar mit dem huebschen Blau der Iomega-Geraete), klobig und unfoermig. Aber das nur nebenbei :-) Die hohe Aufloesung dieses Scanners, gepaart mit einer guten Farbdifferenzierung, duerften bei den aktuellen Desktop-Geraeten neue Massstaebe setzen. Bereits die Rohscans sind so gut, dass man IMHO nur noch Grundkenntnisse in der EBV braucht, um auch hervorragende Ausdrucke zu bekommen. Farbkorrekturen, Nachschaerfen und der komplette Satz an Bildbearbeitung ist fuer "normale" Beduerfnisse fast ueberfluessig.
Einige Vor- und Nachteile: - Der Filmstreifen-Halter ist etwas besser und "handlicher" als bei den mir bisher bekannten Scannern. Dickes Plastik, breit - man kann ihn in die Hand nehmen. Filmstreifen werden, im Gegensatz zu allen anderen Streifenhaltern, die ich kenne, nicht automatisch beschaedigt.
- Aehnliches gilt fuer den Halter fuer gerahmte Dias: Man kann 4 Dias einlegen, was den Arbeitsablauf vereinfacht. Kodak Pappraehmchen werden aber relativ sicher beschaedigt, selbst, wenn man sehr umsichtig vorgeht. Das mitgelieferte Scanner-Target fuer die Farbkalibrierung ist in ein Kodak-Pappraehmchen gefasst :-((((( - Farbkalibrierung: Es wird ein Kodak-Target plus Software mitgeliefert. Sehr lobenswert, kostet doch dieses Set ohne Scanner schon gut 200-300.- Mark. Leider stimmen offenbar die Vorlage und der Datensatz nicht zusammen: die Beschriftung des Dias und die Seriennummern der Referenz-Dateien unterscheiden sich. Nach der Kalibrierung uebergibt der Scanner (in meinem Fall) deshalb einen Datensatz, der einen leichten Rotstich durch alle Farb- und Dichtebereiche hat. Bedauerliche Detailschwaeche.
- Lampenvorwaermung: Schoenes Detail. Man kann die Vorwaermzeit der Lampe angeben; bei laengeren Pausen wird die Lampe automatisch "nachgeheizt". Hut ab, sowas kann nicht mal Heidelberg oder Agfa! - Software: Gewoehnungsbeduerftig, aber nicht schlecht. Einige Details sind noch nicht ganz befriedigend geloest. Die Definition fester Rahmen, wie sie in SilverFast moeglich ist, fehlt. Vorteil: Man kann fuer 4 (gerahmte Dias) bzw. 6 (Streifenhalter) Bilder individuell Tonwertkorrektur, Farbanpassung, Aufloesung etc. festlegen und dann auf den Scan-Knopf druecken. Das Geraet scannt dann alle Bilder am Stueck. Leider dauert das auch recht lange, bereits das Vorschaubild fuer alle 6 Vorlagen troepfelt eher langsam in den Rechner. Allerdings moechte ich nicht meine Hand fuer die Rechengeschwindigkeit des angeschlossenen Computers in's Feuer legen :-)
Einige Einstellungen sind irgendwie kompliziert und verleiten zu Fehlern. Sehr schwer, das objektiv zu beschreiben, aber mir ist es bereits zweimal passiert, dass ich versehentlich eines von 6 Bilden mit viel zu hoher Aufloesung gescannt habe und auf einmal knapp 180MB Daten auf der Platte hatte :-) - SilverFast soll angeblich fuer das Geraet erhaeltlich sein, wenngleich die (sauschlechte!) Homepage von Lasersoft sich darueber ausschweigt. Waere wuenschenswert, die Moeglichkeiten von Silverfast sind dem Microtek-Programm deutlich ueberlegen. Andererseits relativiert sich die Bedeutung der Scannersoftware ein wenig: die Datensaetze sind selbst bei "Holzhammer-Korrektur" schon mehr als brauchbar! Lediglich die Unscharfmaskierung ist etwas grob, und eine bicubische Interpolation kann auch diese Scansoftware nicht. Die Farbkorrekturen sind bei SilverFast wesentlich (wesentlich!) besser und genauer geloest. Aber da gibt's wohl auch keine Konkurrenz.
Vorlaeufiges Fazit: Haessliche Kiste, Software, die mich nicht voellig gluecklich macht, aber unglaublich detailreiche, rauscharme, scharfe Scans. Farbverlaeufe sind butterweich, pixelige Stoermuster treten fast nicht auf (quer durch alle Dichten). Leider kam das Geraet wohl (wie so oft) ein paar Wochen zu schnell auf den Mark, was man in diversen Detailschaechen sehen kann: Herliche Mischung aus deutschen und englischen Bedienungsanleitungen, hastig und teils schlecht uebersetzte Dialoge in der Software, das Problem mit der Kalibrierung, einige unangenehme Schwaechen in der Bedienbarkeit des Programmes. Trotzdem: IMHO ein hervorragender Scanner, der einen robusten Eindruck macht und hervorragende Ergebnisse liefert.
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26.05.2002 02:16
S.h., weil der Bericht so alt ist und dein erster war und trotzdem relativ ausführlich ist. Talion