Midi Server-Tower CS 601 ATX

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Midi Server-Tower CS 601 ATX

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Das mit einem neuen Computer auch ein neues Gehäuse hermußte war mir von vorne herein klar. Was hab ich mich mit dem MiniTower von Simens-Fujitsu rumgeärgert. Da musste ich doch zum Aufstecken von zusätzlichem RAM das Mainboard herausnehmen um mir nicht die Finger zu brechen. Das sollte in ... Bericht lesen





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1-6 von 30 Erfahrungsberichten    
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Mehr als nur ein Gehäuse
Erfahrungsbericht von tongaman über Midi Server-Tower CS 601 ATX
31.12.2002


Produktbewertung des Autors:   

Erweiterbarkeit:  

Pro: sehr solide Verarbeitung, einfache Montage
Kontra: keine Bedienungsanleitung

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Das mit einem neuen Computer auch ein neues Gehäuse hermußte war mir von vorne herein klar. Was hab ich mich mit dem MiniTower von Simens-Fujitsu rumgeärgert. Da musste ich doch zum Aufstecken von zusätzlichem RAM das Mainboard herausnehmen um mir nicht die Finger zu brechen. Das sollte in keinem Fall wieder vorkommen. Also musste ein deutlich größeres Gehäuse her. Das sollte dann auch noch nach etwas aussehen und möglichst nicht astronomische Summen verschlingen. In diversen Foren und von einem Arbeitskollegen wurde dieses Teil in den höchsten Tönen gelobt. Und um es vorwegzunehmen, ich werde mich da wohl in einreihen.

Bei Snogard, wo ich auch die übrigen Komponenten meines PC erworben habe, kaufte ich also das Stück mit einem 400 W Netzteil mit 2 Lüftern für den wirklich fairen Preis von 129,90 € in der nun schon wieder nicht mehr so aktuellen Farbe schwarz. Dafür bekam ich einen ordentlich schweren Karton, in dem das Gehäuse sicher verpackt war. Als ich den Karton öffnete, was da auch wirklich nur das Gehäuse zu sehen. Als ich das dann aber öffnete, fanden sich eine Unmenge an Schrauben und Abstandhaltern fürs Mainboard ein komischer bläulicher Ring aus Metall 2 Schlüsselsets und am Boden des Gehäuses irgendwelche Plastikteile, deren Funktion ich erst nicht wirklich begriff. Des weiteren war ein Netzkabel von 1,50 Metern Länge enthalten. Eine Bedienungsanleitung, die mir die Funktion der Plastikteile auf anhieb hätte erklären können, suchte ich vergebens. Na es war aber auch nicht der erste PC, den ich mir selbst zusammengestrickt habe. Also hab ich mich trotzdem ans Werk gemacht.

Nun ist ja so ein vollkommen nacktes Gehäuse schon eine Wohltat für jedes Computerliebhaberauge aber das CS-601 ist auch sehr funktionell gestaltet. Scharfe Kanten gibt es nicht und die Befestigung der Laufwerke ist ein Kinderspiel. Aber der Reihe nach. Als erstes musste mein Muttibrett ja seinen Platz im neuen Haus einnehmen. Mit dem beigelegten Befestigungsmaterial war das auch absolut kein Problem und ich konnte die Blende für die Anschlüsse auch übernehmen. Wäre mir auch zu lästig gewesen, diese zu entfernen und gegen die beim Board beigelegte zu tauschen. Als ich dann das Board befestigt hatte, hab ich gleich erst einmal die vier Kabel für den Power- und Reset-Button und die zwei LED’s für Festplattenzugriff und Power angeschlossen. Irgendwann hab ich dann in einem Forum auch die Funktion des bläulichen Metallrings herausgefunden. Es handelt sich dabei um einen Ferrit-Kern, um den man die vier Gehäusekabel ein paar mal wickeln soll, um Störungen durch elektromagnetische Strahlung zu minimieren. Ich hatte mir zu diesem Zeitpunkt allerdings schon einen recht ansehnlichen Schlüsselanhänger daraus gemacht und da bei mir alles gut funktioniert, verzichte ich darauf. Die Funktion der 3,5-Zoll-Käfige erschloss sich mir auf den ersten Blick. In jeden der wie Käfige kann man jeweils drei 3,5“-Laufwerke einbauen. In den oberen kann man zwei externe Laufwerke verbauen, da sich das mit den Gehäuseöffnungen der Frontpartie deckt. Der untere Käfig, in dem ich meine Festplatten installiert habe hat zusätzlich noch eine Halterung für einen 80-mm-Gehäuselüfter, die bei mir auch mit einem solchen bestückt wurde. Dadurch reichen die Festplatten aber sehr weit ins innere des PC hinein und wer den untersten Einbauplatz mit einer HD belegt hat und eine sehr große GeForce4 Ti 4600 verbauen will, muss sich etwas anderes einfallen lassen, denn dabei würde es wohl zur Kollision kommen. Mit meiner Radeon 9700 geht es gerade so. Beim Einbau des Brenners und des DVD-Laufwerkes fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen. Die Plastikteile sind Montageschienen für 5,25“-Laufwerke. Diese ermöglichen das herausziehen und Einscheiben der Kaufwerke in die dafür vorgesehenen 4 Schächte. Sehr clever gelöst, aber eine Bedienungsanleitung hätte das sehr schnell geklärt. Ich benutze bei meinen System die unteren beiden Schächte, da vom Werk aus im untersten keine Metallplatte verbaut ist (Abschirmung) und dann die Wege für die meist zu kurzen UDMA-Kabel nicht zu lang werden.

Der Tower ist mit einer Breite von 20 cm, einer Höhe von 53 cm und einer Länge von 48 cm nicht zu groß. Da gibt es wesentlich wuchtigere Teile. Das eigentliche Gehäuse besteht vollkommen aus Metall. Lediglich die Frontverblendung ist aus Kunststoff. Die Seitenteile sind einzeln abnehmbar. Das linke Seitenteil wird mit 2 Rändelschrauben und einem Schieber, der abschließbar ist befestigt und das rechte mit normalen Kreuzschlitzschrauben. Da man aber so gut wie nie an diese Seite ran muss, stört das nicht im geringsten. Die Plastikfront ist aufgeclipt. Zerstörungsfrei lässt die sich nur entfernen, wenn beide Seitenteile abgenommen sind (sehr wichtig, wenn man Unbefugten den Zutritt verwehren möchte). Im unteren Teil der Front sind wellenförmige Rippen eingearbeitet. Diese ermöglichen es Luft in den Tower zu saugen. Dahinter befinden sich auch die Halterungen für zusätzliche Gehäuselüfter. Der Obere Teil der Frontpartie wird von einer abschließbaren Klappe geprägt. Wenn man diese öffnet, hat man Zugang zum Hauptschalter und zum Reset-Taster sowie zu den externen Laufwerken. Wer sich Front-Kits für USB und Sound oder Fire-Wire eibauen will, sollte die Klappe aber abnehmen, da er sich sonst das eine oder andere Kabel quetscht. Die Betätigung des Reset-Tasters ist erschwert, was ja auch sinn macht, wenn man unbeabsichtigt dagegen kommt. Man braucht schon einen Kugelschreiber oder einen Schraubendreher, um den zu betätigen. Ich finde ein wenig übervorsichtig. Bis ich einen Kuli zur Hand habe, habe ich auch schon 4 sec den Powerknopf gedrückt, was den PC dann abschaltet. Das Design ist zeitlos schlicht. Superlative wie Geil oder Oberhammer sind meines Erachtens nicht unbedingt zutreffend. Es ist einfach funktionell. Ein Dickes Lob haben die ausklappbaren Standfüße verdient, die dem PC einen ungemein sicheren Stand verleihen. Aber im eingeklappten Zustand ist das Gehäuse längst kein Wackelkandidat.

Kommen wir nun mal zum Thema Kühlung und Geräuschentwicklung

In Zeiten schnellerer CPU’s und Grafik-Karten sowie Festplatten wird die Wärmeentwicklung im Inneren des Gehäuses ohne zusätzliche Kühlung bedenklich. Nicht etwas, dass die Wohnung anfangen würde zu brennen, aber die dauerhafte Temperaturbelastung verkürzt die Lebenserwartung der Komponenten ungemein. Und da fängt das Dilemma schon an. Wer nämlich seine Komponenten zusätzlich kühlen will, greift in aller Regel erst einmal auf Gehäuselüfter zurück. Diese sind dank der vier Plastikkörbe ohne Probleme installierbar, erhöhen aber auch den Geräuschpegel nicht unerheblich. Hier gilt es also einen guten Kompromiss zwischen Lautstärke und Temperatur zu finden. Ich selbst habe zwei Papst 8412 NGL verbaut. Einer der Frischluft in den PC pumpt und gleichzeitig die Festplatten kühlt und einen, der die Warme Luft auf der Rückseite wieder absaugt. Zusätzlich verfügt mein Netzteil noch über zwei Lüfter. Damit wird es zwar schön kühl in meinem PC aber ein Laufgeräusch von Lüftern bleibt wahrnehmbar.
Außerdem hab ich für 49 € ein Dämmmattenset nachgerüstet, das ich mir bei reiflicher Überlegung besser gespart hätte. Zwar wird der Geräuschpegel der Laufwerke, bei geschlossener Frontklappe etwas gedämpft, aber gegen die Lüftergeräusche ist dieses Kit machtlos. Ist auch logisch, denn wer in Physik ein wenig aufgepasst hat, weiß, dass sich Luftschall durch kleinste Öffnungen ausbreitet und ich hab ja schließlich zwei für die Lüfter freilassen müssen. Lediglich den Körperschall, der durch Schwingungen von z.B. Laufwerken auftritt, kann das Dämmset etwas zu Leibe rücken. Naja das Thema Geräuschentwicklung und Temperatur wird auch Hauptdiskussionsthema des „Clubs der kaputten Silencer“ sein, der sich gerade in der Gründungsphase befindet und dem außer mir noch „Ihmchen“ angehört.

Da ich mein Gehäuse mit Netzteil gekauft habe, möchte ich mich ganz kurz auch dazu auslassen. Wen das nicht interessiert, kann ja skipen.
Laut Snogard handelt es sich um ein 400 Watt Netzteil mit 2 Lüftern. Die Zwei Lüfter sind auch sehr einfach auszumachen. Befindet sich doch einer auf der Unterseite, der Warme Luft aus dem PC-Inneren ansaugt und eines auf der Rückseite, welcher die durch die Verlustenergie des Netzteils zusätzlich erwärmte Luft ins freie bläst. Hinten kommt da schon eine ordentliche Temperatur zu Stande. Da die Bauteile eines Netzteils aber weit weniger temperaturempfindlich sind als z.B. eine CPU ist das kein Grund zur Sorge. Seit ich die Zusatzlüfter im Gehäuse verwende, kommt aber auch da nur noch Zimmertemperatur raus. Die Lüfter arbeiten angenehm leise und ohne große Eile. Luftmengendurchsätze muss ich mangels Info schuldig bleiben, da sich nicht ein Verweis auf den Hersteller finden lässt. Was die Leistung von 400 Watt angeht, kann es sich da nur um die Gesamte Leistungsaufnahme handeln. Den maximal können 280 W intern angeschlossen werden (3,3 + 5 + 12 V). Dieser Wert scheint mir aber vollkommen ausreichend, hab ich doch mein System schon soweit gequält, dass ich die Demo von 3Dmark 2001 liefen ließ und im Hintergrund ein AVI in ein MPEG-File umgerechnet habe und ein MPEG File gebrannt habe. Das heißt, beide Platten haben rotiert, Der Brenner War beschäftigt und die GraKa und der Prozessor hatten auch ordentlich zu tun. Über Energiemangel hat sich keiner beklagt und die Lüfter wurden auch nicht langsamer. Dass das 3DmarkDemo ein wenig gezuckt hat, schieb ich mal auf den vollkommen ausgereizten Prozessor. Dank zweier angeschlossener Monitore hat der Systemmonitor permanent 100% CPU-Auslastung angezeigt. Die CPU-Temperatur ließ sich aber auch damit nicht über 49°C bewegen und der Brennvorgang war auch noch erfolgreich. Also kann das Netzteil nicht so schlecht sein.

Alles in allem bin ich sehr mit dem Gehäuse zufrieden und kann es wirklich uneingeschränkt empfehlen. Das fehlen der Bedienungsanleitung wird mich auch nicht dazu veranlassen einen Stern abzuziehen, da die Vorteile ganz klar überwiegen. Wer allerdings ein echten Hingucker auf LAN-Parties haben will, sollte sich schon mal mit dem Begriff Case-Modding auseinandersetzen, oder ein anderes Gehäuse kaufen, da es eines der beliebtesten Gehäuse überhaupt ist. Ich habe übrigens gegenüber dem Original Chieftec Dragon DX-01 BD (welches mit 2 ct vergütet wird und ein Produktvorschlag von mir ist) keinen Unterschied finden können. Weil ich es aber als CS-601 gekauft habe schreibe ich halt hier darüber.

Ich hoffe ich konnte Euch etwas weiterhelfen und wünsche einen Guten Rutsch nach 2003.
   

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Kontra: höchstens der Kaufpreis, Netzteil etwas laut

Seit etwa 3 Jahren nun nenne ich dieses PC-Gehäuse mein Eigen und vor gut 2 Jahren hatte ich diesen Bericht hier erstmals veröffentlicht. Aufgrund einiger neuer Erfahrungen und weil der Bericht nicht mehr ganz meinen Vorstellungen entspricht, hier noch ma ... Bericht lesen

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26.04.2001
(09.11.2003)

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