Mein kleines Schwarzes....
24. Apr 2002
Pro:
gute Verarbeitung
Kontra:
Anschlag der Gehäusetüre kann nicht verändert werden .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Erweiterbarkeit:
mehr
 butler_carlo
Über sich:
Was gibt es schöneres, als in der Sonne auf der Terrasse zu sitzen und einfach nichts zu tun...
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Irgendwann einmal kam bei mir der Punkt, wo ich verzweifelt versuchte, in meinen PC eine Komponente einzubauen, dies aber wegen Platzmangels wieder unterlassen mußte. Da ist guter Rat teuer! Wo soll man denn bloß die neue Festplatte hinstecken, wenn da kein freier Platz mehr ist? Naja, dann werden wir halt den schweren Gang zum Computerhändler wagen und dort einmal bescheiden nach einem neuen Gehäuse fragen. „Kein Problem!“ so der freundliche Verkäufer, der offenbar wirklich Ahnung hatte, wie ich im Laufe des weiteren Verkaufsgespräches erfahren sollte. Ich hatte mich vorab bereits für irgendeinen No-Name-Kasten inkl. Netzteil entschieden, der mir für meine Zwecke ausreichend und noch dazu recht günstig erschien. Hab ich aber nur geglaubt! Meine Wünsche – in erster Linie ein günstiges Gehäuse zu erstehen – wurden durch den jungen Mann hinter dem Tresen durch die Frage, was ich denn alles einbauen würde, leider sofort zunichte gemacht.
"Ja, da werden Sie aber keine Freude haben, denn das Ding hat viel zu wenig Einbauschächte und außerdem ist das Netzteil sehr schwach auf der Brust!" Zack! Ein Schlag in mein gepeinigtes Gesicht! Das wird wieder teurer als geplant.... "Ich würde ihnen einen Server-Tower empfehlen....." (die nächste Ohrfeige....) "...aber da ist kein Netzteil drin...." (wieviel Schmerz kann ein einzelner Mann eigentlich aushalten?) "...aber das ist gar kein Problem, da gibt es recht gute auf dem Markt....." (...und wahrscheinlich kosten die fast soviel wie das Gehäuse...) "....und außerdem sollten sie noch einen zusätzlichen Gehäuselüfter einbauen...." (...Luft!Ich brauche Luft!) "...aber die Preise dafür halten sich in Grenzen...." (entweder hat er mein Gesicht gesehen oder er will mir nur eine Freude machen) "Ich würde vorschlagen, Sie nehmen den Server-Tower CS 601....in dezentem schwarz gehalten, dazu ein Enermax-Netzgerät und blabla...." (den Rest hab ich nicht mehr gehört, denn das einzige was mich jetzt noch interessierte war, wieviel Blut aus meiner Börse wohl da über den Ladentisch tropfen würde!).
Natürlich habe ich dem Verkäufer nicht mehr widersprochen, bezahlt und meine Last nach Hause gekarrt. Erst in meinem Domizil stellte ich fest, dass ich keinen schlechten Kauf gemacht hatte. Der Tower stand nun vor mir und ich begutachtete ihn ausgiebig. Aussehen und Verarbeitung: °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Das Gehäuse hat eine Größe von 54 x 20 x 47 cm und ist für einen Servertower eigentlich recht klein gehalten. Die Frontseite weist im unteren Drittel einige geschwungene Rippen auf, die luftdurchlässig sind. Darüber befindet sich eine versperrbare Klappe, durch die man an den Netzschalter sowie die Laufwerke wie FDD und CD-Rom-LW usw. gelangt. Insgesamt weist das Gehäuse zwei 3,5" Schächte sowie vier 5,25" Schächte für den Einbau von Wechseldatenträgern-LW auf. Weiters verfügt der Tower über eine Netzkontrollleuchte, eine HD-Leuchte und einen Reset-Schalter. Die Seitendeckel können nach Entfernen von zwei Sicherungsschrauben, die man aber ohne Werkzeug öffnen kann, und nach Betätigen eines "Riegels", der in die Gehäusewand eingelassen ist, öffnen. Das Innenleben ist ebenso beeindruckend wie sein Äußeres. Auf dem Gehäuseboden finden sich mehrere Kunststoffklammern, deren Bedeutung mir erst nach einiger Zeit klar wurde (dazu aber später), sowie zwei durch Klammern gesicherte Rahmen, die für die Aufnahme von insgesamt sechs 3,5" Komponenten (zwei davon mit Verbindung nach außen) mitgerechnet vorgesehen sind. Weiters finden sich Montageklammern für insgesamt 4 Gehäuselüfter. Durch die Anbringung von Kühlern hinter den Einbaurahmen für die Festplatten ist sogar eine Kühlung von diesen Medien möglich. Im Lieferumfang ist auch eine Packung mit diversen Kleinteilen (Schrauben) enthalten.
Der Einbau: °°°°°°°°°°° Ich muß ehrlich zugeben, dass mich an meiner Investition erst jetzt so richtig erfreuen konnte, denn der Einbau von Motherboard, Lüfter, Netzteil usw. ging derart leicht, dass es wahrlich kein Fehler war, beim Händler zu "bluten". Das Motherboard flutschte nur so in die vorgesehenen Öffnungen an der Rückseite, dass meine Begeisterung schier grenzenlos war. Wirklich passgenau! Auch der Einbau von Lüfter und Festplatten war durch die Montageklammern wirklich einfach und noch dazu recht bequem, da die Rahmen aus dem Gehäuse genommen werden können und man so bequem von beiden Seiten Zugang hat. Die bestückten Rahmen setzt man anschließend wieder in das Gehäuse ein, verriegelt sie mit einem Hebel und sie sitzen bombenfest.
Einzig der Einbau der 5,25" Geräte bereitete mir etwas Kopfzerbrechen. Die dafür vorgesehenen Schächte waren einfach zu breit für meine Laufwerke! Wie sollte ich die bloß festschrauben....apropos schrauben....hier gab es gar keine Gewindeöffnungen dafür. Erst einige Zeit später fielen mir wieder die Klammern ein, die am Gehäuseboden fein säuberlich festgemacht waren. Diese Klammern werden an den Laufwerken befestigt und dann in Schienen in die einzelnen Slots eingeschoben. Durch Zusammendrücken der Klammern können die Laufwerke jederzeit wieder ohne Werkzeugeinsatz, ja sogar ohne Öffnen des Gehäuses entfernt werden (allerdings müssen die Kabel lang genug sein!). Der Betrieb:
Beim Betrieb eines PC’s spielen sicher viele Faktoren mit, die den Geräuschpegel in einem Gehäuse in die Höhe schrauben können, doch ich muß sagen, trotz der beiden Netzteillüfter, des zusätzlichen Gehäuselüfters, des Prozessorlüfters (der übrigens auch ein Riesending ist) und des kleinen "Mickey-Maus-Lüfters" auf der Grafikkarte hält sich die Lärmbelastung in erträglichen Grenzen. Durch die Größe des Gehäuses und optimale Anordnung der Komponenten bleibt die Gehäuseinnentemperatur stets unter 30°C. Ein wenig störend ist allerdings der versperrbare Gehäusedeckel, der unglücklicherweise auch noch in die falsche Richtung aufgeht. Es war ein wenig gewöhnungsbedürftig, nach abgeschlossenem Brennvorgang plötzlich die Lade des CD-Brenners an den Deckel klopfen zu hören, weil ich vergaß ihn vorher zu öffnen (tut der Mechanik nicht unbedingt gut!). Meine Meinung:
Alles in allem ist der Server-Tower CS 601 sicher ein gutes Gehäuse, das wirklich ausreichenden Platz und Komfort bietet. Der Preis ist – nachträglich gesehen – mit € 83 nicht zu hoch – allerdings muss dann noch der Preis für das Netzteil und eventuelle Gehäuselüfter zugerechnet werden, die zusammen mit etwa € 60-70 zu Buche schlagen. Die Geräuschentwicklung und Temperatur im Gehäuse ist zumeist abhängig von den Einbauten, bei mir hält sich beides in Grenzen. Die Verarbeitung ist durchaus in Ordnung, die Kanten sind sauber abgerundet, wenn man einmal von den lästigen Blechabdeckungen absieht, mit denen die Laufwerksschächte verschlossen sind und die absolut nicht heraus zu bekommen waren – durch das Herausbrechen hab ich mir etwa 2 Gramm Haut und Fleisch von den Fingern gerissen, was mit einem gehörigen Blutverlust, diesmal echtes Blut, verbunden war. Einziger wirklicher Kritikpunkt wäre da eine fehlende Beschreibung und sei es nur ein einziges Blatt – denn, dass die fein säuberlich im Gehäuse befindlichen Klammern eigentlich die Einbauschienen für die Laufwerke waren, konnte ich anfangs nicht erkennen.
Als dann, Gruss B.C.
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26.04.2002 11:33
Hi Carlo, ein schickes neues Gehäuse könnte ich mal vertragen... Liebe Grüße, Stefan
24.04.2002 22:35
ja der tower is geil!!
24.04.2002 22:26
also, der Towerpreis ist wirklich in Ordnung, edoch die zusätzlichen, leider nötigen Extras bringen mich arme Schüler-Seele doch zum bluten und weinen, denn wie soll man sich so etwas leisten können? lieber gar nicht. die Farbe schwarz find ich aber mal klasse :o) Toller Bericht! Weiter so! Rena