Mikrowelle - Tipps & Tricks

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Ohne sie möchte ich nicht sein!

5  12.11.2002 (19.03.2005)

Pro:
Schnelles Erwärmen und Erhitzen von Lebensmitteln, einfache Handhabung

Kontra:
Kein

Empfehlenswert: Ja 

Ria1

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:541

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 215 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Nun hab ich erneut eine neue Mikrowelle, ich schätze dazu passt das Heraufholen?!

Zum ersten Mal bin ich 1979 mit der Mikrowelle konfrontiert worden. Machte ich zu der Zeit doch gerade meine Umschulung zur Kundenberaterin bei den HEW, gleich am ersten Tag war „Schaukochen“ angesagt. Es gab Chilli con carne aus der Mikrowelle! Bereits eine Woche später stand schon ein Gerät in unserer Küche. Mittlerweile sind die Geräte ja schon bedeutend verbessert worden,sind sicherer und haben mehr komfort, auch sind sie preisgünstiger, und mein altes Gerät ist schon lange „beerdigt“ worden, aber auf alle Fälle kann ich auf sie, „meine Welle“ nicht mehr verzichten. Meine jetzige „Welle“ wurde 1996 zusammen mit der Küche eingebaut und verfügt über einen Drehteller und einen Grill mit 12oo W Leistung.

Aufbau und Wirkung

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Wichtigstes Teil des Mikrowellengerätes ist wohl das Magnetron, da es die Mikrowellenenergie erzeugt. Etwa 50 % der aus dem Stromnetz aufgenommenen elektrischen Energie werden in Mikrowellen umgewandelt und durch einen Hohlraum in den Garraum gesendet. Die Garraumwände bestehen aus Metall, das die Mikrowellen reflektiert und somit im Garraum verteilt. In der Tür befindet sich ein feinmaschiges Metallgitter, welches das Austreten der Mikrowellen verhindert, da diese im Durchmesser größer als die Gitteröffnungen sind.
Solange die Tür nicht beschädigt ist, können also auch keine gesundheitsgefährdeten Wellen nach außen gelangen.
Mikrowellen sind elektromagnetische Wellen. Sie liegen mit ihrer Frequenz zwischen Infrarot- und Rundfunkwellen.
Im Gegensatz zu den herkömmlichen Garverfahren, bei denen Wärme von außen auf die Lebensmitteloberfläche übertragen wird und von dort in das Innere gelangt, erzeugen Mikrowellen die Wärme direkt in den Speisen. Sie dringen ca. 2 –3 cm in das Lebensmittel ein, (absorbiert) und setzen die Moleküle (Wasser-, Zucker- oder Fettmoleküle) in Schwingungen. Dadurch entsteht Reibung und somit Wärme. Ist der Kochvorgang beendet, die Lebensmittel vor dem Servieren noch einige Minuten ruhen lassen, damit sich die Wärme gleichmäßig verteilen kann, denn in dieser Zeit findet ein Temperaturausgleich statt (Nachgarzeit). Gemüse also nicht ganz gar werden lassen sondern zugedeckt noch ca. 5 Min. stehen lassen.

Das richtige Geschirr
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Mikrowellen werden an Metallflächen reflektiert, durchdringen aber Glas, Porzellan und Keramik. Deshalb sind
gutgeeignet: Hitzebeständiges Glasgeschirr, z.B. Jenaer Glas, oder Pyrex, Glaskeramik, Römertopf (vorher nicht Wässern, denn sonst verlängert sich die Garzeit!), Geschirr aus hitzebeständigem Kunststoff, Kochbeutel, Bratfolie (allerdings ohne Metallverschluss, sonst gibt es Funkenbildung.
Einfacher Test:
Geschirr ohne Inhalt ca. 20 Sec. in die Mikrowelle stellen, bleibt es kalt, ist es geeignet.
Nichtgeeignet: Töpfe und Pfannen aus Metall, Geschirr mit Metalldekor (schon ein Goldrändchen am Teller ergibt Funken), Kunststoffformen mit Alu-Deckel, Bleikristall, Pappteller.
Bedingt: Holzspießchen, Küchenpapier, z.B. zum Auslassen von Frühstücksspeck.

Die Reinigung
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Nur mit einem leichten Reinigungsmittel (normales Spülmittel) auswischen, keine scharfen und erst recht keinen Scheuerschwamm, oder ähnliches benutzen. Damit sich kein Rost ansetzen kann, Kondenswasser nach jedem Benutzen auswischen.
Zwischendurch, grad nach Zubereiten von Fisch, versetzte ich die Spüllauge zusätzlich mit einigen Spritzern Zitronenessenz, oder Essig.

Etwas zur Garzeit
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Die Garzeit ändert sich proportional zur Lebensmittelmenge, d.h. doppelte Menge – doppelte Zeit, Halbe Menge – Halbe Zeit.
Auch kommt es auf die Zusammensetzung der Speisen an. Enthält das Lebensmittel viel Fett, oder Zucker, ist die Garzeit kürzer als bei stark wasserhaltigen Lebensmitteln.
Größe und Form haben einen weiteren Einfluss. Ein ganzer Braten benötigt eine längere Garzeit, als die gleiche Menge kleingeschnittenen Fleisches. Je gleichmäßiger die Größe der Stücke, umso gleichmäßiger ist das Garergebnis.
Des weiteren ist die Ausgangstemperatur der Speisen natürlich von Bedeutung. Direkt aus dem Kühlschrank, dauert es länger als bei Zimmertemperatur aufbewahrten Lebensmitteln.

Praktische Tipps & Tricks
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-Im Mittelpunkt des Gerätes ist am wenigsten Energie vorhanden, deshalb Gefäße, wie z.B. eine Suppentasse, an den Rand des Drehtellers stellen.
- Beim Garen und Erhitzen das Gefäß immer mit einem Deckel abschließen, um ein Austrocknen zu vermeiden. Ich benutze dafür Mikrowellenabdeckhauben verschiedener Größen. Notfalls tut es aber auch ein Teller, oder Mikrowellenfolie.
-Wie beim normalen Kochvorgang zwischenzeitliches Umrühren nicht vergessen.
-Keine Eier mit Schale im Gerät kochen (es sei denn man hat das dafür vorgesehene Mikrowellenteil), Durch den entstehenden Druck platzen sie unweigerlich.
-Lebensmittel mit festen Schalen, oder Häuten (z.B. Kartoffeln oder Würstchen) vorher anstechen um ein Platzen zu vermeiden.
-Beim Erhitzen von Flüssigkeiten in Gläsern oder Tassen immer ein hitzbeständiges Glasstäbchen mit hineinstellen, oder größere Gefäße mit einem Deckel bzw. Teller abdecken. Denn beim Erhitzen kann durch kurzfristiges Aufkochen (Siedeverzug) die Flüssigkeit im Gerät oder bei der Entnahme schlagartig verdampfen und explosionsartig aus dem Gerät geschleudert werden.
-Beim Herausnehmen der Gefäße Topflappen benutzen, zwar wird das Gefäß nicht durch die Mikrowellen erwärmt, aber durch das Gargut.
-Streichfähige Butter: Kühlschrankharte 250 g wird bei ca. 250 Watt in ca. 50 Sek. Streichfähig.
-Rührei: 2 Eier mit 1 EL Milch, Kräuter und Gewürzen verquirlen. Bei ca. 400 Watt ca. 3 Min. stocken lassen, zwischendurch 2 Mal umrühren.
-Bratäpfel: Kerngehäuse aus dem Apfel entfernen, mit Rosinen und Nüssen, oder anderen leckeren Dingen füllen. Auf einen Teller legen und bei ca. 500 Watt 5 Min. garen.
-Teller vorwärmen (oder Schüsseln, damit es heiß auf den Tisch kommt): Wir sind meist zu viert beim Essen, also vier Teller anfeuchten, stapeln und bei ca. 800 Watt 2 Min. erhitzen.
-Ist der Honig mal zu fest geworden (kristallisiert). 2-4 Min. bei ca. 400 Watt, schon ist er wieder flüssig.
-Glühwein: In ein Grogglas mit Glasstäbchen Rotwein füllen, mit Zucker, einem Schusszitrone, Gewürznelke (Zimt muss eigentlich auch mit hinein, dagegen bin ich allerdings allergisch), wer will mit Schuss Rum vermengen. Bei ca. 900 Watt 1-2 Min. erhitzen. Bald wird es wieder frostig, da schmeckt er nach einem ausgiebigen Winterspaziergang am besten.

Diese Liste könnte ich noch ellenlang weiterführen, aber ich will es mal nicht übertreiben!

Noch ein paar Hinweise
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Versucht nie geschlossene Konserven oder Flaschen zum Garen oder Erwärmen zu benutzen. Diese würden platzen. Zweckentfremdet die Mikrowelle nie als Trockner für Kleidungsstücke, diese würden sich entzünden. Das gleiche gilt für hochprozentigen Alkohol, oder große Mengen Speiseöl.

Fazit
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Wie immer hier an dieser Stelle!
Eine Mikrowelle ist eine feine Sache, erspart sie doch sehr viel Zeit und ermöglicht es Fertiggerichte fast in Sekundenschnelle zu erwärmen. Grad für Familien in denen zu unterschiedlichen Zeiten das Mittagessen eingenommen wird, leistet sie gute Dienste.

Noch einen schönen Abend wünscht
Ria

Update
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Zu meinem Erschrecken las ich heute einen Bericht über die Gefahr der Mikrowelle. Der User benutzt sie deshalb schon lange nicht mehr.
Da ich aber ungern auf sie verzichten möchte, machte ich mich unter Google auf die Suche nach Infos.
Dabei fand ich:

http://www.kremerchen.de/Wissen_die_mikrowelle.htm

http://freenet.meome.de/app/fn/artcont_portal_news_article.jsp/89888.html

http://www.urbia.de/topics/article/index.html?o=gesund&id=8903&c=3

Die Gefahrenquelle bei undichten Geräten, ja, das war mir bereits bekannt. Aber welche sind wirklich undicht?
Wer benutzt z.B. sein Handy nicht mehr auf Grund evtl. Strahlenbelastung.
Dass sich aber Lebensmittel derart verändern nach "Behandlung" in der Welle, dass sie anschließend als "tot" gelten und zudem sogar krebsfördernd sind, das war mir bislang wirklich neu.

Auszug von www.kremerchen.de :

"Die Antwort liegt klar auf der Hand. Die Mikrowellen zerstören die Lebensmittel. Nehmen Sie das Wort ruhig auseinander Lebens - mittel, die Mittel zum Leben. Sie glauben mir nicht, also gut dann machen Sie bei sich Zuhause einen Test: Nehmen Sie Keimlinge und legen Sie einen Teil davon in Leitungswasser, den anderen in Wasser, welches Sie zuvor in der Mikrowelle erhitzt und wieder abgekühlt haben, gießen beide Wasser wieder ab, damit die Keimlinge benetzt sind und dann beobachten Sie im Laufe der Zeit was sich tut. Für all diejenigen, die zu faul sind, hier das Resultat: Mit normalem Wasser fangen die Keimlinge an zu keimen, mit anderen Wasser (was in der Mikrowelle erhitzt wurde) nicht. Warum? Weil das Wasser tot ist, da ist nichts mehr drinnen und wo nichts ist, kommt auch nichts oder in diesen Falle, da kann nichts mehr kommen."

Werde diesen Test auf alle Fälle demnächst ausprobieren! Denn ich kann es so nicht einfach glauben.

Die nächsten von mir angegeben Seiten sind dafür großteils "pro".

Trotzdem bin ich von den Vorteilen der "Welle" nach mehr als 20 Jahren intensiver Benutzung noch immer voll überzeugt. Sie läuft bei mir nicht nur täglich, sondern mehrmals täglich!
Zumal ich auch mein Handy noch weiter am Ohr hab, bei Wal-Mart einkaufe, obwohl da totaler "Smok" ist auf dem ganzen Gelände wegen der Hochspannungsmasten!

Wie steht Ihr zur Welle?

Würde mich sehr über Kommentare von Euch freuen!

"Shake hands"!

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
gerrhosaurus78

gerrhosaurus78

28.12.2007 00:46

Ich hab zwar eine Mikrowelle, benutze sie aber nicht besonders häufig. Die Mikrowelle könnte gut sein, wenn man Wasser für kleine Kinder erwärmt - wenn danach kein Bakterium und nix mehr wächst :o) LG, Daniela

pfiffikus55

pfiffikus55

06.04.2005 20:47

ich möchte meine Mikrowelle auf keinen Fall missen

RickBoehm

RickBoehm

05.04.2005 13:42

Also ich könnte ohne Mikrowelle vermutlich nicht überleben, aber das geht sicher den meisten Studenten so ;o) Gruß, Rick

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