G e g e n d a r s t e l l u n g !

1  24.07.2001

Pro:
konnte nichts Gutes finden

Kontra:
So ziemlich alles

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Originalität:

Story:

Darsteller:

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Maedbjda

Über sich:

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Es tut mir schon in der Seele weh, wenn ich die ganzen unsinnigen Interpretationen über den Sinn der antiken Schreiberlinge und den dem neumodischen Kühlschrank mit den Milchschnitten sehe.
Welche absurden Theorien da losgetreten worden sind. Nein! Ich kann das nicht mehr lesen. Ich werde Euch die wahren Hintergründe nennen und endgültig mit diesen grausamen Geschichtsfälschungen aufräumen. Merkt auf!

Die Story:

Im antiken römischen Städtchen Harlikarnassos, einstmals eine Stadt der alten Griechen, später eine Hafenstadt der Römer und später von den Osmanen und dann den neuzeitlichen Türken vereinnahmt, befand sich einstmals eine sehr gut geführte Schule. Dort wurde das griechische Alphabet in Steine gemeisselt, damit es der Nachwelt ewig erhalten bleiben würde. Wie sollten sonst einstmals Wissenschaftler die die Hieroglyphen der Pyramidentexte übersetzen und verstehen, wenn nicht mit Stelen, auf welchen diese Texte bereits ins altgriechische übersetzt worden waren?
Diese Arbeit war hart und geschulte, ungetrübte Augen mussten die Buchstaben zelebrieren und so für die Nachwelt sichern. Daher wurden nur junge Griechen mit diesen Aufgaben betraut. Sie arbeiteten schliesslich für die Nachwelt. Da sich Steinarbeiten leichter von der Hand führen lassen, wenn Musik oder andere Kurzweil vorhanden ist, das kann man schon in den Abhandlungen von Dietrich Wegener, Die Schlüsselqualifikation in der Deutschen Wirtschaft, nachlesen. Oder war es Marx, Engels oder Mick Jagger? Egal. Mit Musik geht jedenfalls alles leichter. Daher war ein Drummer angestellt worden, der nachgewiesenermassen das Taktgefühl für die jungen Schreiberlinge hatte und daher den Takt für die Stemmarbeiten angab. Hat man doch erst letzten Samstag gesehen wie so etwas funktioniert. Da war doch in Berlin auch so etwas ähnliches. Auch dort wurde geprägt. Zwar nicht in Stein und mit Hammer und Meissel, aber mit Dreck und Lärm ein ganzes Stadtviertel und insbesondere der Tiergarten.
Nun gut. Zurück zu der Abhandlung. Während das Fernsehteam diese historische Dokumentation abdreht, stürzt da so ein Gegenstand in die Aufnahme. Was tun? Die bisherigen Aufnahmen löschen, die Dreharbeiten wiederholen und die Fernsehgebühren noch höher treiben? Nein! Wirtschaftliches Denken und Spontanität haben den Regisseur veranlasst mit Ferrero Kontakt aufzunehmen und denen den Film für ihre Werbung zu überlassen. Das ist pfiffig und wirtschaftlich sehr sinnvoll. Das hätte jeder gemacht.

Die Wahrheit. Die ganze Wahrheit:

Nun aber zum eigentlichen Thema. Ich erkläre Euch, was wirklich in dem Kühlschrank war und wo er herkam. Ein Freund ( er ist Bildzeitungsreporter oder war es das Goldene Blatt ? ) erzählte mir unter dem Mantel der Verschwiegenheit, das es im letzten Jahr, bei Dreharbeiten zu einer Dokumentation, zu einem schweren Zwischenfall gekommen sei. Hört jetzt gut zu und erzählt es nicht weiter! Das ist mein totaler Ernst!

Ein Fernsehteam drehte gerade die o.a. Dokumentation, als dieser Kühlschrank, in Wirklichkeit handelte es sich um einen neuen Typ des Castor-Transportbehälters, als eben dieses Ding auf den Drehplatz flog. Es stellte sich heraus, das man einen Absturz aus 5000 m Höhe simuliert hatte und die Türkei sich dazu bereit erklärt hatte, dass Terrain zur Verfügung zu stellen. Die brauchen halt jede Mark. Da der Test so etwas wie ein gewisses Gefahrenpotential aufweisen sollte, überlegte man sich zuerst, in den Behälter alte Stasi-Akten zu legen. Das war den Herstellern des Behälters aber doch zu brisant. Leicht hätten da Geheimnisse in alle Windrichtungen verstreut werden können, wenn der Behälter geplatzt wäre. Also entschied man sich für Lebensmittel. Da aber hier gegeizt wird, was das Zeug hält, hat man ein Produkt gesucht, welches nicht so läuft, weil die Menschen mittlerweile recht Ernährungsbewusst sind und sich nicht mehr alles andrehen lassen. Schwer musste der Inhalt aber auch sein. Was lag also näher als? Genau! Milchschnitten mussten her. Diese liegen schwer im Magen, also stimmte das Gewicht und gegessen werden sie hier auch nicht so, weil immer mehr Menschen die Inhaltsangaben lesen und dann lieber die Finger davon lassen. Ausserdem ist in der Türkei das Problem der Müllentsorgung nicht ganz so kompliziert wie in Deutschland. Also rein in die Behälter und über der Türkei, auf dem gemieteten Gelände, abgeworfen.

Dummetrweise fanden da nun gerade diese Dreharbeiten statt. Man muste also vertuschen und kam auf die blöde Idee eines Werbespots. Hätte man doch nur Erich von Däniken eingeschaltet und ihn an das Problem herangelassen. Der hätte aus dem Behälter ein Ufo gemacht und aus den Milchschnitten einfach Astronautennahrung. Wäre sogar glaubhaft gewesen. Hier isst das Zeug kaum noch einer und wer würde schon so fies sein, es in andere Länder zu Verschleppen? Das hätten nur Ausserirdische sein können. So aber wurde aus der Not eine Tugend. Die Werbemacher setzten auf die Dummheit der Zuschauer und hofften so, aus dem Testunfall noch ordentlich Profit herausschlagen zu können.

Tja, daraus wird nun nichts. Ihr habt die Rechnung ohne die aufmerksamen Ciao-Mitglieder gemacht. Euer Spot wird verrissen was das Zeug hält und das zu Recht. Vielleicht hättet ihr bei der Wahrheit bleiben sollen. Wäre auch furchtbar gewesen, aber nicht so an die Substanz gegangen. Wenigstens habt ihr nicht Fräulein Milchschnitte, Frau Anke Huber, mit in diesen Schlamassel hineingezogen. Die hätte den angeblichen Kühlschrank dann vielleicht noch mit einer Rückhand zurück zu schlagen versucht.

Das war meine Gegendarstellung. Wer mir nicht glaubt, sollte morgen die Bild-Zeitung kaufen. Da steht es alles drin. Da könnt ihr auch schon den Ausgang des nächsten Castor-Transportes mit dem neuen Behälter lesen und wer Fussballmeister der Saison 2001/2002 wird. Auf der letzten Seite stehen dann die Lottozahlen für den Rest des Jahrtausends.
Ich weiss, dass ich hier eine schockierende Wahrheit verlauten lassen habe. Aber ich fühle mich einfach dazu verpflichtet. Wahrheit muss Wahrheit bleiben. Übrigends: Schwarzenegger arbeitet auch für die Castor-Firma. Das mit Eon ist ein Riesen-Bluff. Er testet in Wirklichkeit die Brennstäbe auf auf Standsicherheit im Reaktor. Daher dieses strahlende Lächeln und die ständigen Schüttelbewegungen.

Ich hoffe, ich habe Euch helfen können. Martin
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MelanieJ.

MelanieJ.

03.08.2001 17:54

Ich mochte das Zeug schon vorher nicht ! Ciao und Mau, Melanie !

celest1981

celest1981

25.07.2001 19:45

Danke, das war aufklärung pur! Aber daß du schon vor der Bildzeitung die Story veröffentlicht hast, ist ja wahrhaft sensationell *g*. Liebe Grüße von celest1981, die sehr dankbar für den Tipp mit dem Strahlenden Lächeln von Herrn Schwarzenegger ist.

Sgehtso

Sgehtso

25.07.2001 07:59

Das war jetzt morgens zum Aufwachen genau das Richitge. Sehr schön - weitermachen! Gruß Sabine

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