Erfahrungsbericht über

Minolta DiMAGE 7

Gesamtbewertung (43): Gesamtbewertung Minolta DiMAGE 7

2 Angebote von EUR 130,31 bis EUR 130,31  

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Dimage 7, Kamera super, Zubehör schwach

5  12.08.2001 (13.01.2003)

Pro:
sehr gute Abbildungsleistung

Kontra:
kein Zubehör, Handbuch auf CD, keine Akkus dabei

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


peter774

Über sich: Nun sind es fast 3 Jahre, seit ich das letzte Mal was schrieb. Sorry! Beruf, Web-Log usw. lassen ...

Mitglied seit:10.08.2001

Erfahrungsberichte:55

Vertrauende:29

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 74 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

***** UPDATE VOM 13.01.2003 ***

Ich habe die Kamera jetzt seit 2001 in Betrieb und kann die positiven Angaben meines ersten Berichtes nur bestätigen.
Mittlerweile habe ich die Kamera einmal heftig fallengelassen (genauergesagt bin mit mit der Kamera in der Hand ordentlich auf die Nase geflogen.) Die Dimage hat das bis auf einen kleinen Kratzer am Gehäuse wohlbehalten überstanden. Ich finde das spricht für die gute Verarbeitung und das verwendete Material.

Etwa ein dreiviertel Jahr nach dem Sturz gab die Kamera urplötzlich ihren Gesit auf. Nach einem Fotoeinsatz habe ich sie auf einem Tisch abgestellt, als der Blitz plötzlich 3 oder 4 mal auslöste und danach zeigte die Kamera keinerlei Funktion mehr.
Ein Schaden, den ich nicht mit dem Sturz in Verbindung bringe, dafür lag eine zu lange Zeit intensiver Benutzung dazwischen.
Also habe ich die Kamera an den Minolta-Service eingesandt.
Es dauerte rund 8 Tage, bis ich eine Nachricht von dort erhielt. Die frohe Botschaft: Die Reparatur der Elektronik erfolgt kostenfrei!
Wegen Weihnachten dauerte es dann noch mal 2 Wochen bis ich die Kamera wieder in Händen hielt.

Auf meinen Wunsch hin hat Minolta auch gleich die neue Software (Soft-Upgrade) aufgespielt, wofür ich 55 Euro bezahlen musste.

Das Upgrade hat sich wirklich gelohnt! Der Autofokus funktioniert nach meinem Gefühl schneller und es sind eine Reihe interessanter Zusatzfunktionen hinzugekommen. Besonders gefällt mir, dass ich jetzt eine Gittermattscheibe oder eine Art Zielfadenkreuz einblenden kann. Außerdem kann man das Histogramm jetzt schon während der Aufnahme einblenden. Eine wertvolle Hilfe bei der Bewertung der Helligkeitsverteilung.

Man sieht, bei Minolta wird man nach dem Kauf nicht alleingelassen!
Sehr lobenswerter Service!

***** UPDATE VOM 27.09.2001 ***

Ich stelle mein Update mal dem bisherigen Bericht voran, damit diese Erfahrungen von neuen Lesern auch zuerst gelesen werden.

Die Minolta Dimage 7 ist nun mehrere Wochen in meinem Besitz und ich benutze sie (neben anderen Kameras) beinahe täglich.

Was viele als Nachteil empfinden: die geringe "Wertigkeit" des Gehäuses, empfinde ich als Vorteil. Wo kein Chrom dran ist, kann auch kein Chrom verkratzen. Daß die Kamera so leicht und handlich ist, finde ich immer noch ganz prima.

Noch ein Wort zum Thema STROMVERBRAUCH: Immer wieder lese ich, daß Leute mit der Leistung der Kamera in diesem Bereich unzufrieden sind. Ich persönlich habe vorher eine Canon G1 mit Lithium-Ionen-Akku gehabt und war es gewöhnt, daß man sich um den Akku so gut wie nie kümmern mußte.
Wenn man dann die beigelegten Testbatterien einlegt und tatsächlich nur 5-10 Bilder machen kann, so ist man schnell enttäuscht.
Es ist aber nicht der Stromverbrauch eine Frechheit, sondern die Tatsache, daß Minolta nur billige Testbatterien beilegt. Hier tut sich der Hersteller keinen Gefallen.
Besser wäre es, Akkus beizufügen oder aber zumindest die untauglichen Batterien wegzulassen.
Benutzt man nämlich 1500 mAh Akkus (besser 1600 mAh oder 1800 mAh) so wird man zufrieden sein.
Ich jedenfalls bin es!

Die Abbildungsleistung der Kamera ist wirklich gut. Für eine Kamera in dieser Preisklasse und für ein Objektiv mit diesem Zoombereich gibt es wirklich nichts zu Meckern.

Der Autofokus ist nach wie vor (minoltatypisch) etwas träge, aber nicht so langsam, dass das Arbeiten wirklich erschwert würde.

Als einer der größten Vorteile hat sich für mich herausgestellt, daß man über einen Drehring zoomt und nicht elektrisch über Zoom-Tasten. Das geht mit der Hand schneller und akkurater.

Einen Nachteil sehe ich darin, daß man beim Fotografieren mit Sucherdurchblick oft mit der Nase auf das LCD-Display kommt. (Liegt vielleicht aber auch an meiner Nase :-) )

Noch ein Wort zum Sucher: Als ich die Kamera im LAden das erste Mal ausprobiert habe und durch den Sucher blickte, war ich entsetzt. Das ist so grundsätzlich anders als alles was ich bis dahin gesehen hatte, daß ich zunächst erschreckt war.
Ich habe dann die Kamera trotzdem gekauft, weil ich mir gedacht habe: "Nimmste halt eben häufiger das große LCD-Display!"
Mittlerweile mache ich aber fast alle Fotos mit dem Sucher! Ich brauchte einfach ein paar Tage, um mich daran zu gewöhnen. Jetzt komme ich super damit klar und bin erfreut darüber, dass man im Sucher wirklich sieht, was hinterher auch aufgenommen wird.

Weiteres Fazit: Eine handliche Kamera mit guter Abbildungsleistung. Praktisch in der Anwendung. Sucher gewöhnungsbedürftig aber echt gut. Stromverbrauch hoch, aber mit guten Akkus kein Problem. Durchdachtes Konzept ohne unnötigen Schnickschnack. Schade, daß die aufgezeichneten AVIs ohne Ton aufgenommen werden; dann lieber gar keine AVI-Aufzeichnung.

**** **** ****

Hier der ursprüngliche Text, der nach wie vor gilt:


Nun hatte ich ausführlich Gelegenheit die o.g. Kamera ausführlich zu testen. Um es gleich vorweg zu nehmen: Der Gesamteindruck ist sehr positiv.

Was mir zuerst auffiel: Die Kamera ist kleiner und leichter als ich es mir anhand der Abbildungen vorgestellt habe. Sie liegt sehr gut in der Hand, der Spiegelreflexumsteiger wird die "träge Masse" vermissen. Der Aufsteiger von einer anderen Digitalen wird eventuell zunächst die richtige Handhaltung ausprobieren müssen, bis die Kamera satt und gut in der Hand liegt. Tip: Daumen auf die AE/AEL-Taste, dann ist man auf dem richtigen Weg.

Das Objektiv überzeugt mich auf der ganzen Linie. Die Dimage 7 ist ja mit der Dimage 5 gehäusebaugleich, realisiert aber aufgrund der unterschiedlichen Chip-Größe aus dem gleichen Objektiv (16 Linsen in 13 Gruppen) einen Brennweitenbereich von 28-200 mm (KB-Entsprechung). Die Makrofunktion ist vorbildlich. Ich realisiere scharfe Aufnahme ab knapp 14 cm Entfernung von der Linse.
Sehr praktisch ist der um 90 Grad nach oben schwenkbare Sucher. Bei Makroaufnahmen in Bodennähe, aber auch sonst, eine sehr praktische Sache.
Der Sucher an sich ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es handelt sich nämlich um einen Videosucher, der das was die Linse vorne sieht (zu 100 % und ohne Paralaxenverschiedbung!) in Farbe wiedergibt. Die Farben wirken dabei für meinen Geschmack etwas grell, das Bild an sich ist aber sehr klar und deutlich. Bei schwachem Licht und sehr schnellen Kamerabewegungen schaltet der Sucher von (langsamen) Farbwiedergabe auf (schnelle) Schwarz/Weiß-Wiedergabe um.
Zusätzlich gibt es natürlich auf der Kamerarückseite einen glasklaren LCD-Monitor. Zunächst störte es mich, daß er nicht schwenk- und klappbar ist, mittlerweile ist mir das fast egal. Ich benutze ihn kaum!
Der Sucher ist für mich als Brillenträger mit seinem Dioptrienausgleich scharf eingestellt eine Super-Möglichkeit, auch das bereits aufgenommene Material zu sichten.

Die Bedienungselemente sind teilweise an ungewöhnlichen Stellen, dennoch aber praktisch untergebracht. Schlecht gelöst ist der umklappbare und damit hakelige Auswurfhebel für die Flash-Media-Karten. Ich nutze ein Micro-Drive von IBM, welches ich häufiger entnehmen muß um es im Rechner dann auszulesen (im Gegensatz zu denjenigen, die die Daten langwierig über USB auslesen) und empfinde diesen kippeligen Hebel als sehr unpraktisch.

Sehr gut hingegen ist die Tatsache, daß sich die Kamera auch komplett manuell bedienen lässt. In der Stellung M kann man selbst Blende und Zeit einstellen und wer will kann zusätzlich mit der MF/AF-Taste den (minoltatypisch trägen) Autofokus abschalten und am Objektiv auf klassische Weise mit einem Scharfstellring fokussieren. Da bleiben eigentlich keine Wünsche offen.

Ich möchte hier nicht alle Features der 5 Megapixel-Kamera aufzählen. Unter www.dimage.minolta.com erfährt man alles Wissenswerte interaktiv.
Erwähnen möchte ich jedoch unbedingt noch ein paar Highlights: Man kann auch 60 Sekunden lange AVI-Videos mit der Kamera drehen. Auf das Objektiv passen 49 mm Schraubfilter, man benötigt keinen Adapter wie etwa bei der G1 von Canon.


Was hat mir nicht so gut gefallen: Minolta ist sehr geizig. Für die immerhin knapp 3.000 DM Kaufpreis erhält man nichtmals ein anständiges Handbuch. Die mehrsprachige Kurzreferenz ist reiner Ballast, das richtige Handbuch muß man sich mühsam von einer beigelegten CD ausdrucken.
Auch ein Netzteil oder gar ein Ladegerät sucht man vergeblich und Minolta legt noch nicht einmal passende Akkus bei. Eigentlich eine Frechheit!
Beigefügt ist eine Sonnenblende, ein anständiger Tragegurt, ein USB- sowie ein TV-Kabel.
Wenn man bedenkt, daß Canon bei seinem Spitzenreiterprodukt Primashot G1 sogar noch Akku, Handbuch und eine IR-Fernsteuerung beilegt ist das für Minolta ein Armutszeugnis.

Viel kritisiert wurde auch der recht hohe Batterieverbrauch. Und es scheint ganz offensichtlich, daß die Kamera "frißt". Aber so extrem, wie ein Händler es am Telefon formulierte ist es dann doch nicht. Er meinte, alle Dimage 7 hätten einen Fehler und würden sich nach 7 Minuten einfach abschalten und der Akku sei dann leer.
Das kann ich so nicht nachvollziehen.

Zugegeben, die von Minolta zum Ausprobieren mitgegebenen stinknormalen Alkali-Batterien taugen nicht viel und sind wirklich nach 10-20 Aufnahmen und etwa 9 Minuten Laufzeit leer. Aber diese Batterien dienen wohl auch eher dazu, die Kamera nach dem Auspacken einmal ausprobieren zu können.
Um die Anschaffung bzw. den Einsatz von guten Akkus und einem Ladegerät kommt man nicht umhin.
Der Vorteil liegt auf der Hand, man kann weltweit an jeder Ecke für kleines Geld Mignon-Zellen kaufen und weiterfotografieren. Der Nachteil: Durch den Verzicht auf einen brauchbaren Lithium-Ionen-Akku hat man relativ kurze Laufzeiten.

Mit vollgeladenen 1600 mAh Akkus kann ich hier 150-250 Bilder machen. Die Laufzeit der Kamera ist hier eher lang. Ich verwende aber auch die geniale Abschaltautomatik des Suchers. (Einzustellen etwas versteckt im Setup.) Blickt man nicht durch den Sucher, schaltet die Kamera ihn ab. Das spart Strom und schont die Akkus.

Zwei drei Sätze 1600er oder besser 1800er Akkus für jeweils rund 25 Mark pro Satz sind eine gute Ausstattung und man kommt sehr weit damit.

Irgendein thermisches Problem, wie schon anderweitig berichtet, konnte ich auch bei Dauereinsatz und recht hohen Außentemperaturen nicht feststellen. Das mag für Sahara-Abenteurer ein Problem sein, hier bei uns wird es wohl nicht so heiß.

Fazit: Eine sehr gute Kamera mit hervorragenden Abbildungseigenschaften. Mageres Zubehör.

Wer noch Fragen hat, mag sich ruhig melden.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
calista78

calista78

12.10.2007 13:54

Wow, super Bericht - ich habe die Kamera auch und fands am Anfang echt enttäuschend, dass man nicht mal Akkus bekam- drei Bilder und ein wenig rumspielen und die Batterien waren unbrauchbar! Mfg Cal

Kuschelwuschel

Kuschelwuschel

21.02.2003 09:51

Wow, wirklich sehr viele Lesungen, aber leider im Verhältnis dazu nur wenige Bewertungen. Schade, da es ein sehr fundierter, interessanter und hilfreicher Bericht ist! Gruss KW

grantlsack

grantlsack

29.01.2003 18:16

einziger kritikpunkt, der sich aber nicht in meiner bewertung niederschlägt: für die kritik am zubehör hast du kein sternchen abgezogen?! - anyways: ich schwöre seit über 10 jahren auf minolta kameras, und auch dein bericht bestärkt mich darin! grüsse vom d'imagesack ;-)

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