6 Monate mit der Dimage7
16.08.2001 (17.11.2003)
Pro:
hohe Auflösung, APO - Optik
Kontra:
nichts
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Amrum
Über sich:
Mitglied seit:16.08.2001
Erfahrungsberichte:85
Vertrauende:21
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 477 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Was ist über diese Kamera auf den diversen Meinungsplattformen bereits alles geschrieben worden. Von Super bis Mist gehen die Bewertungen auseinander (teilweise von Schreibern, die diese Kamera wohl nur mal im Fotoladen einige Minuten angesehen haben).
Update 11.2003 : Im direkten Vergleich zur Olympus 750 schneidet die Olympus besser ab = Bildqualität ist am Monitor und im Ausdruck gleich. Die Olympus ist aber um einiges handlicher, man nimmt sie eher schon mal mit. Update 05.2002 : Im Juli 2002 bringt Minolta für die "alten" D7 ein Firmware-Update heraus, welches die Kamera der "neuen" D7i ähnlich machen soll. Versprochen werden eine Steigerung der Autofocus-geschwindigkeit um den Faktor 1,5, Steigerung der Serienbildfunktion auf 1,5 Bilder/Sek bzw. 5 Bilder bei 1280*960 Pixel und vieles mehr (siehe http://www.digitalkamera.de /Info/News/13/02.htm).
Der aktuelle Preis im Internet beträgt z.Zt. Euro 599, ein echtes Schnäppchen !! Ab Mai 2002 wird die Nachfolgekamera Dimage 7i ausgeliefert, welche die Probleme mit dem "langsamen" Autofocus und dem hohen Stromverbrauch nicht mehr hat.
Hier nun meine Erfahrungen nach ca. 6 monatigem Einsatz (>4000 Bilder) der Kamera, wobei ich auf die Kritikpunkte in alphabetischer Reihenfolge eingehe : Akkus : mit Ansmann 1650 bzw. 1800 keine Probleme. Wenn die 128 MB Speicherkarte voll ist, und die Daten über den PCMCIA-Einschub auf den PC übertragen werden ("rattenschnell" und mit DM 28 für den Adapter auch preiswert), werden auch die Akkus getauscht. Sie haben dann zwar meist noch keine Anzeige Batterie schwach, Tausch + aufladen ist aber kein Aufwand (weniger als die "Fummelei" mit einem 36 Diafilm) , und wer fährt mit seinem Auto den Tank auch regelmäßig leer, bevor er nachtankt? Ein definiertes Entladen der Akkus vor dem jeweiligen Aufladen mit einem guten Netzgerät (z.B. Ansmann) ist Voraussetzung für eine hohe Akkuleistung und lange Akkulebensdauer.
Autofocus : Da ich direkt von einer "mechanischen" SLR auf die D7 umgestiegen bin, hatte ich bisher keine Erfahrungen mit AF. Der AF ist in der Standard-einstellung (großes Meßfeld) nicht der schnellste, d.h. er braucht einige Anläufe um die richtige Schärfe zu finden. Mit der Spotmessung geht es VIEL schneller. Ansonsten stelle ich manuell die Schärfe auf den von mir gewünschten Punkt ein. Bedienung : Auf den ersten Blick eine Menge Knöpfe und Schalter, nach kurzer Zeit hat man aber alles im Griff, ohne sich - wie bei anderen Digitalkameras - über ein umständliches Menü in die 25. Ebene begeben zu müssen.
Bildschärfe : SUPER. Ich fotografiere viel im Makrobereich (Kakteen, lebende Steine). Hier muß ich jetzt etwas mehr Aufwand in die Vorbereitung der Aufnahmen investieren, da mit der D7 jedes Staubkorn auf den Bildern sichtbar ist = die zu fotografierenden Pflanzen müssen erst mit einem Pinsel "gesäubert" werden! Software : In die ImageView SW muß man sich - wie in jedes PC-Programm - erst einarbeiten um alle Möglichkeiten zu nutzen. Für den normalen Anwender ist diese SW meiner Ansicht nach auch völlig ausreichend. Wenn ich jedoch Aufnahmefehler per SW beheben will, muß ich mir halt ein "professionelleres" Programm besorgen.
Temperaturempfindlichkeit Mit der Kamera hat es im Oktober während eines 3-wöchigen Südafrikaurlaubes bei Temperaturen von bis 44 Grad (im Schatten !) keine größeren Probleme gegeben - nur die Verklebung der Gummiabdeckung am Sucher hat den Geist aufgegeben -. Da ich aber nicht im Schatten, sondern in der Sonne fotografiert habe, betrug die Kameratemperatur dabei im unbenutzten Zustand weit über 50 Grad - plus die Erwärmung beim Speichern -, die von Minolta angegebenen 40 Grad Betriebstemperatur liegen also mehr als auf der sicheren Seite. Das Problem mit dieser Gummiabdeckung haben auch andere Benutzer, liegt wohl ein Produktionsfehler vor. Ebenfalls hatte bei den hohen Temperaturen die 128 MB Speicherkarte manchmal Probleme (1. und ca. 30. Bild mit Schlieren), die aber bei normalen Temperaturen nicht mehr auftraten.
Zoom: Der Bereich 28-200 (Kleinbild) ist für fast jede Aufnahmesituation geeignet. Die Aufnahmen sind bis in den Randbereich scharf und gleichmäßig ausgeleuchtet. Der zusätzliche Digitalzoom wird von mir nicht genutzt. Lieber große Aufnahme und später den Ausschnitt vergrößern - macht der Digitalzoom auch nicht anders (Reduzierung der Pixel)-, so kann ich den Ausschnitt aber noch nachträglich korrigieren. Ich mache die Aufnahmen immer mit max. Auflösung, nach evtl notwendiger Nacharbeit werden diese dann als JPG-File gespeichert (bei Kompression 97 eingestellt = ohne sichtbaren Qualitätsverlust auf eine "handliche" Dateigröße reduziert)
Zusammenfassung : Die Kamera ist super, aber nicht für Urlaubsfotos 10x15, hier gibt es andere - preiswertere - Systeme. Gezahlt habe ich DM 2.750 für die Kamera (Preis schwankt von DM 2500 - 3100 je nach Bezugsquelle). Für den, den es interessiert hier noch die technischen Daten der Kamera :
Auflösung bis 2.560 x 1.920 Bildpunkte Farbtiefe 36 Bit Sensor 2/3" CCD-Chip mit 5.240.000 Bildpunkten Dateiformat JPEG, TIFF, RAW (Hersteller-eigenes Rohdatenformat) oder AVI-Video (.avi) Wechselspeicher CompactFlash Typ II Bildlöschfunktion an der Kamera einzelne Bilder / alle Bilder Verbindung zum Computer USB-Schnittstelle Sonstige Anschlüsse Anschluss für Netzgerät, PAL/NTSC-Videoausgang (umschaltbar) Stromversorgung 4 x Alkali-Batterie Typ AA (1,5 V) oder 4 x NiMH-Akku Typ AA (1,2 V) Netzgerät optional Brennweite entsprechend KB 7-fach Zoom 28 bis 200 mm, zusätzliches digitales 2-fach Zoom Filtergewinde Durchmesser 49 mm Scharfstellung Autofokus und manueller Fokus Schärfebereich 50 cm bis unendlich (Makro 25 cm bis 60 cm in Telestellung) Lichtempfindlichkeit ISO 100/200/400/800 (Auto,man.) m Programmautomatik, Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle Belichtung Verschluss mechanisch und elektronisch (Kombination) Belichtungszeiten 4 s bis 1/2.000 s, 30 s (Langzeitbelichtung) Blenden F2,8 - F9,5 Manuelle Belichtungskorrektur +/- 2 in Stufen Sucher LCD-Farbsucher mit Dioptrienausgleich (-5 bis +0,5) um 90 ° nach oben schwenkbar LCD-Monitor 1,8" TFT-LCD-Monitor mit 122.000 Bildp. Bildkontrolle über LCD-Monitor, PC-Monitor Blitzgerät eingebaut aufklappbar Blitzreichweite 0,45 m bis 3,8 m Selbstauslöser 10 s Videoaufzeichnung AVI-Format (.avi) max. 60 Sekunden pro Film bei 320 x 240 Bildpunkten Gewicht ca. 650 g (betriebsbereit) Lieferumfang : Dimage 7 Kamera Standardbatterien (nicht sinnvoll, muß Akkubetrieb) 16 MByte Speicherkarte (nur für Testzwecke gut) Video-, USB-, Audioanschlusskabel Objektivdeckel , Gegenlichtblende, Tragegurt Kamerasoftware : CD mit Dimâge Image Viewer Utility, USB-Treiber , Apple QuickTime
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18.07.2006 00:42
klasse Bericht!Habe die Kamera auch und bin nicht ganz zufrieden,ist so unhandlich,Der Superfotograf bin ich auch nicht,aber nach Deinem aufschlussreichen Bericht werde ich sie mal öfter zur Hand nehmen.Gruss Frank
04.01.2005 13:28
Interessanter Bericht; allerdings hab ich das Ding selbst seit geraumer Zeit und bin hochgradig unzufrieden! :-( Die Bilder sind super, da gibts garnix. Allerdings ist der Stromverbrauch entsätzlich hoch; hatte erst Ansmann Akkus und bin dann umgestiegen, mit denen das dann schon etwas besser ging. Dennoch finde ich das total schwach, das ich mit einem Satz voll geladener Akkus nicht mehr als 5 oder 6 Bilder machen kann - und das obwohl ich ein seperates Blitzgerät verwende! Wobei mich ja der Verdacht nicht loslässt, das eventuell ein Defekt an der Kiste vorliegt!? Wie sind denn Euere Erfahrungen!?
01.08.2002 16:32
Vor allem die Erfahrung ebi Hohen Temperaturen hat mich beruhigt. Da kursieren Horrormeldungen im Netz. Danke für den Bericht.