5,24 Mio. Pixel für brillante Bilder
18.08.2001 (19.08.2001)
Pro:
Auflösung, Bildqualität, Bedienung, Mignon - Akkus möglich
Kontra:
nur 16 MB Speicher, kein Handbuch, keine Tasche, LCD - Monitor, Stromverbrauch
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Knudjo
Über sich:
Mitglied seit:30.06.2001
Erfahrungsberichte:100
Vertrauende:62
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 94 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Bei 5,24 Millionen Pixel kommen Hobby- und Profifotografen voll auf Ihre Kosten. Die Digitalfotografie ist, wie aus anderen Berichten vielleicht schon bekannt, mein Hobby, dem ich wann immer ich Zeit habe, immer wieder gerne nachgehe. Neue Geräte bekomme ich immer mal wieder zu Testzwecken in die Finger und dann vergehen schon einmal zahlreiche Stunden, bis mein Bericht mit abschließendem Fazit feststeht.
Das aktuelle Modell, dass ich jetzt für 8 Tage testen konnte war die Minolta DiMAGE 7. Auch bei dieser High-Tech- hochauflösenden Camera ist der erste Eindruck für die meisten Fotografen entscheidend. Wie sieht die Gewichtsverteilung aus, lassen sich die Bedienknöpfe leicht erreichen und kann man sich vorstellen, mit diesem Gerät stundenlang in der Hand zu arbeiten?
Den zweiten Eindruck widme ich in der Regel Zubehör, Ausstattungsmerkmale und Beschreibung einer Digitalcamera. In nahezu allen Bereichen bietet diese DiMAGE 7 von Minolta hervorragende Ergebnisse und das zu einem Preis von rund 3000,-- DM. Ein paar kleine Schönheitsfehler habe ich jedoch auch entdeckt und so verfehlt diese Kamera die Höchstwertung von 5 Sternen.
Mein erster Eindruck: ****************** Man oh man, was für ein klobiges Teil. dennoch liegt die DiMAGE 7 gut in der Hand. Die Gewichtsverteilung ist Minolta sehr gut gelungen. Das helle Gehäuse sieht sehr modern aus und verstaubt nicht so leicht. Zumindest sieht man es nicht sofort. Nach dem Einschalten sind die ersten Bilder schnell und unkompliziert angefertigt. Für die ersten Erfolge ist also das Nachschlagen in einer Bedienungsanleitung nicht unbedingt erforderlich.
Die Auflösung: ***************** Der Verkaufsschlager einer jeden Digitalcamera ist zur Zeit die Auflösung. Ähnlich wie bei Intelprozessoren prangern auf Prospekten und der Verpackung zunächst unübersehbar die Auflösung. Die DiMAGE 7 glänzt dabei mit 5,24 Mio Gesamtpixeln, was einer effektiven Pixel-Zahl von 4,95 Mio laut Minolta entspricht. Bei dieser Auflösung lassen sich die Bilder auch problemlos für Vergrößerungen bis 20x30 cm verwenden. Kleiner Tip: Jeder der eine Kamera kaufen möchte, sollte sich überlegen, bis zu welcher Größe die Bilder später ausgedruckt oder vom Labor entwickelt werden sollen, denn eine hohe Kameraauflösung hat auch ein paar Nachteile wie z.B. Speicherbedarf in der Kamera, Kosten für Speicher, Speicherbedarf für die Archivierung, Übertragungszeiten und schließlich auch der Preis der Kamera selbst.
Technische Daten: ******************* Die wichtigsten Daten der DiMAGE 7 möchte ich hier kurz nennen: + A/D Wandlung 12-bit + Emfindlichkeit Auto, ISO 100/200/400/800 + Seitenverhältnis: 4:3 + Brennweitenbereich 7,2-50,8 mm (entsp. KB 28-200mm) + Lichtstärke: 2,8-3,5 + Scharfstellbereich 0,5m – unendlich + Makrobereich 25 cm (ab dem CCD) 13 cm ab Fotolinse + Filterdurchmesser 49 mm + 4,8 mm LCD Sucher (entsp. 220 T Pixel) + LCD Monitor mit ca. 122.000 Pixeln (1,8 Zoll) + Verschlusszeiten: 1/2000 bis 4 Sek, / max. 30 Sek. + Messmethode: Mehrfeld-, mittenbetonte Integral-, Spotmessung + Zahlreiche Belichtungsfunktionen + Belichtungskorrektur + eingebauter Blitz bis ca. 3,8m + Unterstützung externer Blitzgeräte über Blitzschuh + Selbstauslöser (10 Sek. Vorlaufzeit) + Film-Sequenzen bis 60 s (320x240 Pixel) + Weißabgleich + 3 Stufen für die Scharfzeichnung + 2-fach Digitalzoom + Löschfunktion vorhanden + Formatierung der Speicherkarten möglich + Auflösungen 2560x1920, 1600x1200, 1280x960 und 640x480 Pixel + Dateiformat JPG/TIFF, Motion JPEG (AVI) und RAW + Dateianhänge für Datum, Zeit und Aufnahmeeinstellungen möglich + Speichermedium CompactFlash 1 und 2 + Schnittstelle USB Ver 1.1 + Video-Ausgang + Spannungsversorgung über 4 Mignon Akkus/Batterien + Betriebstemperatur 0-40 Grad + Abmessung 116,5x90,5x112,5 mm + Gewicht: 505 g ohne Speicher / Akkus
Die Funktionen: ***************** Die DiMAGE 7 bietet ein gewaltiges Potential an Funktionen für sehr viele Einsatzbereiche. Digital-Effekt-Funktionen können Kontrast, Helligkeit und Farbsättigung beeinflussen ohne zusätzliche Bildbearbeitungsprogramme nutzen zu müssen. Digital Motivprogrammvorwahlen ermöglichen perfekte Einstellungen für Portrait, Sonnenuntergang, Sport/Action, Nachtportrait mit Text).
Die Software/Bildübertragung ************************ Die Software ist wirklich sehr einfach zu installieren und nach der Verbindung der Kamera mit dem PC über USB ist das Überspielen der Bilder eine schnelle und komfortable Angelegenheit. Bei der Software würde ich mir eine professionellere Bildarchivierung wünschen.
Lieferumfang: ****************** In der Verpackung war neben der Kamera ein Objektivdeckel, eine 16 MB Speicherkarte, ein Batteriesatz (keine Akkus!!), eine Gegenlichtblende, ein AV-Kabel, ein USB-Kabel, ein Umhängegurt und eine CD-Rom enthalten. Bei einem Preis von ca. 3000,-- DM eine sehr sparsame Ausstattung.
Folgendes viel mir besonders positiv auf: ***************************************** + Die Kamera läßt sich sehr leicht bedienen und ist somit auch für Einsteiger sehr gut geeignet. + Die Möglichkeit weitere Blitzgeräte über den vorhandenen Blitzschuh zu verwenden ist schon sehr komfortabel und erweitert die Einsatzmöglichkeiten enorm + Die Auflösung ist gigantisch und für jeden Hobbyfotografen alle male ausreichend. + Professionelle Einstellmöglichkeiten machen diese DiMAGE 7 zu einer guten Wahl unter den Digitalcameras. + Die Möglichkeit preiswerte Mignon – Akkus nutzen zu könne ist ein großer Vorteil gegenüber speziellen Akkus (z.B. bei der Nikon 880 oder 995) + Die Kamera vermittelt einen robusten Eindruck, der sich jedoch über eine lange Testphase erst bestätigen muß. + der Zoombereich ist für den Hobbyfotografen absolut ausreichend + Das vorhandene Filtergewinde lässt sich für verschiedene Filter nutzten. ein UV-Filter als Schutzscheibe sollte beim Kauf auf jeden Fall mit eingeplant werden. Die relativ große Linse ist sonst schnell verkratzt.
Folgendes viel mir besonders negativ auf: ***************************************** - der LCD-Monitor ist etwas klein geraten und die Auflösung ist nicht besonders hoch. Bei der DiMAGE 7 empfiehlt es sich den LCD-Sucher zu nutzen. - das mitgelieferte Zubehör ist sehr sparsam ausgefallen. Eine 16 MB CF-Karte ist einfach ein Witz bei einer solchen Auflösung. Hier muß der Kunde nochmals tief in die Tasche greifen um entsprechende Speicher einzukaufen. So passt in der SuperFine-Auflösung gerade einmal 1 Bild auf die Karte!!! In der Fine-Auflösung sind es gerade einmal 6 Bilder! - Kein Handbuch, dafür wird eine CD mitgeliefert. - Der Makrobereich ist nicht so besonders ausgeprägt. - Das abspeichern der Bilder empfinde ich als zu langsam. Hier ist z.B. die Nikon 995 wesentlich schneller. - Eine Bestshot-Funktion bei der die Kamera die beste Aufnahme aussucht, ist nicht gegeben - Eine Tasche wird nicht mitgeliefert und muß ebenfalls zugekauft werden. - Dem Lieferumfang liegt lediglich ein normaler Batteriesatz bei. Akkus und ein Ladegerät wären für den Kunden wesentlich nützlicher. - Unhandlich bei schwierigen Perspektiven durch starres Display, das sich von der Seite nur schlecht ablesen lässt. - Die DiMAGE 7 ist ein wahrer Stromfresser. Hier sollte der Hersteller auf jedenfall nachbessern. Leider fehlt ein Netzgerät im Lieferumfang.
Fazit: ******************** Wer eine besonders hohe Auflösung benötigt, ist mit dieser Kamera und dem Preis-Leisungsverhältnis sehr gut bedient. Auf jeden Fall sollte der Käufer zu den Rund 3000,-- DM noch reichlich Geld für Zubehör einplanen. (Tasche/nicht original ca. 50 DM, UV-Filter ca. 40 DM, Akku-Pack/Ladegerät ca. 50 DM, CF-Speicherkarte mit ca. 128 MB ca. 250-300 DM) Wer noch kein Stativ oder Reinigungsmaterial hat, der sollte auch hierfür nochmals rund 150,-- DM investieren. Die Kamera bietet zu einem Preis von 3 Riesen eine hohe Vielfalt an Funktionen und Einstellmöglichkeiten. An Geräte wie die Nikon 995 kommt die DiMAGE 7 leider nicht heran. Für Aufnahmen aus ungünstigen Perspektiven ist die DiMAGE 7 zu unhandlich und das Display ist nur noch schlecht zu erkennen. Auch hier ist z.B. die Nikon 995 die bessere Wahl. Die DiMAGE 7 würde ich nur Digitalfotografierern empfehlen, die auf diese hohe Auflösung besonderen Wert legen und das nötige Kleingeld nicht für eine Profi-Spiegelreflex-Kamera mit Digitaltechnik besitzen. Für extreme Situationen wie dem Aufenthalt in einem sehr warmen Urlaubsland oder im Winter bei einigen Minusgraden ist die Kamera leider laut Hersteller auch nicht geeignet. Bei einem Bereich von 0-40 Grad ist die Grenze schnell erreicht.
Über Kommentare, Lob oder Kritik, Anregungen oder Meinungen freue ich mich sehr. Für Eure Aufmerksamkeit möchte ich mich ganz herzlich bedanken und verbleibe mit vielen Grüßen
Euer Knudjo (18.08.2001) ********************************************** Update (19.08.2001) Nachdem ich mir die Kamera noch einmal kurz angesehen habe, besteht tatsächlich die Möglichkeit eine Aufnahme sofort auf dem Monitor zu betrachten. Sorry, diese Möglichkeit habe ich übersehen.
Euer Knudjo
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18.07.2006 01:30
Mir unerklärlich wie 2 Leute mit n.h. bewerten können!Für mich ist dieser Bericht informativ und gut beschriben ausgefallen.
11.10.2002 13:23
Hoppla, ich les' gerade, daß die Auflösungsverhältnisse zwischen "großem" Display und Guckloch genau andersherum sein sollen als eben kommentiert... merkwürdig. Vielleicht hab' ich ja ein Montagsmodell erwischt, aber der EVF wirkt bei mir wesentlich pixeliger als das Display. Muß ich nochmal genau erforschen. Gruß, mephisto.
11.10.2002 13:14
Da das Display die doppelte Auflösung (ca. 220000 Bildpunkte) gegenüber dem Sucher bzw. EVF (ca. 110000 Bildpunkte), kann man eigentlich eher das Display zur Bildkontrolle empfehlen und nur dort, wo die Umstände (Lichtverhältnisse, Betrachtungswinkel) es erfordern, den EVF. Mir jedenfalls fällt die Beurteilung der Schärfe mit dem EVF extrem schwer.