Erfahrungsbericht über

Minolta DiMAGE 7i

Gesamtbewertung (26): Gesamtbewertung Minolta DiMAGE 7i

 

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Das Ende der digitalen Langsamkeit

5  13.06.2002 (17.06.2002)

Pro:
Extrem schnelle Digicam mit 7fach Zoom

Kontra:
Listenpreis 1499€

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


Thommys

Über sich: Hallo, vielen Dank für die ganzen Lesungen, guten Bewertungen und Kommentare, werde ebenfalls viel l...

Mitglied seit:12.06.2001

Erfahrungsberichte:53

Vertrauende:19

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 95 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorwort :
Nach Canon G1, Ixus300 und Pro 90 habe ich mich nun zu einer Minolta Dimage 7i entschlossen. Wie in den früheren Berichten schon erwähnt, sind mir das optische Zoom , die Auflösung und Makro besonders wichtig.
Eigentlich hatte ich nach dem Erscheinen der G2 darauf spekuliert, dass auch ein Nachfolger für die Powershot Pro 90 ein Nachfolger mit mehr Pixel und Makro folgt, aber bis heute ist nichts geschehen.
Nachdem ich die Pro90 gut auf Ebay versteigert habe, war nun ein Nachfolger notwendig.
Mit der Ankündigung der Dimage 7i auf www.digitalkamera.de war klar, dass es diese Kamera wird. Nun ist das edle Stück lieferbar.

Was wird geliefert :
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in dem kleinen Karton befindet sich die Dimage 7i, eine 16 MB CF-Card, 4 Sanyo NiMH Mignonakkus mit 1850 mAh , ein passendes Batterieladegerät, Gegenlichtblende, ein USB-Kabel, ein A/V-Kabel, eine Schnellanleitung, eine CD mit Treiber und Minolta-Viewer Software und eine CD mit dem Handbuch im PDF Format. Das Ganze wird geliefert in einem Karton dessen Innenleben stark an Eierkartons erinnert.
Auf der mitgelieferten Compactflashkarte kann man gerade mal ein Bild abspeichern, und das Handbuch auf CD ist bei einem Listenpreis von 1499.-€ indiskutabel. Die Softwareausstattung ist verglichen mit meinen Canonkameras sehr enttäuschend.
Überzeugen können hingegen die mitgelieferten Sanyo NiMH 1850 Akkus und das passende Ladegerät für NiMH und NiCd in den Größen Micro (AAA) und Mignon(AA).

Die Kamera:
-----------
Sie liegt gut in der Hand, das Gehäuse ist ergonomisch geformt und ist optisch durch das große Objektiv bestimmt. Am Gehäuse verteilt befinden sich 4 Drehschalter und 14 Tasten.
Auf der Rückseite ist ein großes sehr gut lesbares Display, das leider nicht schwenkbar ist.
Im Gegensatz zum Videosucher, der sich 90° nach oben schwenken lässt.
Zusätzlich ist auf der Oberseite noch ein beleuchtetes LCD, aus dem sich , wie bei Spiegelreflexkameras üblich Akkuzustand, gewähltes Programm, Belichtung, Blende, Bildgröße, -qualität und verbleibende Anzahl ersehen lässt.
Das Zoom geht von 28-200mm (Kleinbild) und lässt sich mittels des sehr griffigen manuellen Zoomrings verstellen. Die manuelle Scharfstellung erfolgt über einen 2. Ring direkt am Gehäuse. Unterhalb des Displays ist auf der Rückseite das Batteriefach für die 4 Mignons.
Die Kamera macht insgesamt einen sehr hochwertigen und soliden Eindruck, im Gegensatz zu meinen Erinnerungen an den Vorgänger Dimage 7 , die ich im Vorfeld in einschlägigen Verbrauchermärkten schon in der Hand hatte.

Bedienung :
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Die verschiedenen Parameter werden ähnlich wie bei SR-Kameras über Drehschalter eingestellt. Die Bedienung geht nach kurzer Zeit leicht von der Hand. Der Auslöser hat 2 klar definierte Punkte. Wichtige Funktionen können über Tasten eingestellt werden, ohne sich langwierig durch Menüs hangeln zu müssen. Bilder können durch einfachen Tastendruck kontrolliert und evtl. gelöscht werden. Der manuelle Zoomring ist wesentlich besser einzustellen als ein Motorzoom und spart zudem noch die wertvolle Akkuenergie.
Für viele Funktionen sind allerdings zwei Hände erforderlich. Über das Drehrad neben dem Auslöser können Parameter wie Blende Verschlusszeit schnell ausgewählt werden.


Praxis:
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Endlich ist Schluss mit dem digitalen Bummelstreik, die Dimage 7i besticht durch Geschwindigkeit. Die Verzögerung beim Auslösen ist kaum spürbar, der Autofokus ist schnell und auch beim Einschalten ist die Kamera in Sekundenschnelle einsatzfähig.
Die Serienbildfunktion arbeitet mit normalerweise 3 Bilder/s , im Ultrahighspeedmodus sogar mit 7 Bilder/s bei einer Auflösung von 1280x960. Auch die Belichtung bei Tageslicht ist tadellos, bei Kunstlicht habe ich nicht fotografiert. Die Modellbauartikel, die ich mit dem eingebauten Blitz fotografiert habe, sind gestochen scharf, gut ausgeleuchtet und in den Farben sehr real.

Erfahrung:
----------
Nach mehr als einem Jahr Digitalphotographie in der oberen Preisklasse (G1,Pro90) habe ich meine Kamera gefunden. Da ich viele Modellflugzeuge in Aktion fotografiere, sind für mich Zoom und geringe Verzögerung maßgebend . Normalerweise bin ich kein Freund von Digitalzoom, seit ich die D7i habe, sehe ich das ganze mit neuen Augen, denn bei 5 Megapixel kann man das 2fach Digital-Zoom durchaus benutzen und das lässt mich dann auch verschmerzen, dass die D7i eben nur 7-fach optisch Zoom im Gegensatz zu dem 10fach der meiner bisherigen Pro 90 bietet.
Die Bedienung mit den Stellrädern war am Anfang für mich ungewohnt, da bei meinen Canons alles über Menus eingestellt wurde. Aber da die Zuordnung sehr logisch ist, hat man das trotz der sehr großen Möglichkeiten schnell im Griff.
Besonders praktisch, dass man für verschiedene häufiger benötigte Funktionen einfach eine taste drückt und schon ist es erledigt. Beispiel Digitalzoom, einfach Taste auf der Rückseite drücken und es ist an, wieder drücken aus. Beispiel Bilder kontrollieren, einfach Taste auf der Rückseite drücken und man kann Bilder kontrollieren und gegebenenfalls löschen, ohne dass man vorher in den Wiedergabemodus schalten muss. Durch antippen des Auslösers ist man dann aber ganz einfach wieder zurück.
Die Informationen für den Fotografen im Display sind überwältigend, Zeit, Blende, Programm, Fokus, Entfernung und Bilderzahl, einfach alles wird angezeigt, erstaunlicherweise empfindet man aber selbst diese Informationsfülle nicht als störend.
Beim Anschluss an den PC gibt es Licht und Schatten zu vermelden, denn die Kamera wird erst erkannt, nachdem die Kamera auf Übertragungsmodus gestellt wird und dann in dem erscheinenden Menü die USB-Übertragung aktiviert wird. Unverständlich warum dies nicht sofort wie bei Canonkameras üblich bei Auswahl des Übertragungsmodus geschieht.

Ist die Übertragung initiiert, dann wird die Kamera als Wechselplatte erkannt und steht so überall zur Verfügung. Dies geschieht sowohl unter win98se als auch unter XP. Bilder können dann einfach z.B. per Drag&Drop kopiert, verschoben oder gelöscht werden. Das ist viel angenehmer als bei den Canons wo man Bildbearbeitungsprogramme zum übertragen nutzt.

Leider gibt es auch Schatten. Erster Punkt ist die 16 MB Card, auf der sich in der maximalen Auflösung und Qualität sage und schreibe EIN !!! ganzes Bild speichern lässt, bei Standartqualität sind es gerade mal 8 . Bei einem Listenpreis von 1499€ kann man doch wohl mindestens erwarten 32 Bilder abspeichern zu können. Eine 64 MB sollte also zum Serienumfang gehören, wer die Kamera aber vernünftig nutzen will , kommt um die Anschaffung einer 128 MB Card oder größer kaum herum. Bei Microdrive bin ich nicht sicher ob man von der Geschwindigkeit nicht wieder einiges verschenkt.
Die höchsten Qualitätsstufen sind allerdings eher für Studioanwendungen , denn hier kann es schon mal 40s dauern bis das Bild abgespeichert ist, 14 MB wollen eben erst mal verarbeitet sein.
Wie oben schon erwähnt ist die mitgelieferte Software sehr mager, ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm und die Treiber, das war es dann schon.
Leider werden keine Panoramaaufnahmen unterstützt und auch einen Bildstabilisator sucht man vergeblich.

Fazit:
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Die Kamera selbst ist absolute Spitze, die fehlende gedruckte Anleitung, der serienmäßig zu kleine Speicher und die magere Softwareausstattung sind allerdings ärgerlich.
Da man aber die Anleitung nach kurzer Zeit nicht mehr braucht und eine Speichererweiterung bei allen Digitalkameras unumgänglich ist, gibt es zähneknirschend trotzdem 5 Sterne.
Die Gesamtperformance rechtfertigt dies allemal.
Der augenblickliche Handelspreis liegt bei den günstigsten Anbietern zwischen 1150.- und 1200.- Euro, ich selbst habe 1199.- bezahlt. Am besten vorher Anrufen und nach Lieferzeit des Ladens erkundigen, deshalb hab ich es zum Beispiel beim billigsten gekauft, der sofort liefern konnte.

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Ergänzung:
Nachdem ich nun die Kamera etwas intensiver testen konnte, bleibt zu ergänzen, daß die Kamera wie erwartet exzellente Bilder macht, gerade Makroaufnahmen sind großartig und auch bei Sportaufnahmen habe ich beste resultate erzielt.
Etwas enttäuscht bin ich von der Batterielaufzeit, trotz Hochleistungsakkus von Sanyo wünschte ich mir eine längere Betriebsdauer, allerdings gibt es ordentliche Mignonakkus ja schon zu erschwinglichen Preisen, und ein sehr gutes Ladegerät wird ja bereits mitgeliefert.

Zum Schluss für die , die es interessiert, noch die wichtigsten technischen Daten:
Auflösung physikalisch : 4,95 Megapixel
Einstellbare Auflösungen : 2560x1920, 1600x1200, 1280x960, 640x480
Zoom : 7fach optisch (28-200mm KB), 2fach digital
Belichtungsfunktionen: Programmautomat, Zeitautomat mit Blendenvorwahl, Blendenautomat und manuell
Verschlusszeit : 4s-1/4000s sowie Langzeitbelichtung 30s
Serienbildfunktion : Ultrahighspeed 7Bilder/s in 1280x960
oder normal 3 Bilder /s
Gewicht einsatzfähig : ca. 650g
Die ausführlichen technischen Daten findet man unter http://www.digitalkamera.de/Kameras/MinoltaDiMAGE7i-de.htm
oder unter
www.minolta.de

Sollten noch Fragen zur Kamera bestehen, einfach in einem Kommentar fragen, ich werde versuchen diese schnell zu beantworten.

© Thommy Seidel
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
bluepicture

bluepicture

09.06.2003 19:45

Top Bericht. Liebäugle jetzt nach meiner in die Jahre gekommenen Olympus 3030 mit der Minolta. Gruß bluepicture

Sebastian_Schmidt

Sebastian_Schmidt

01.05.2003 11:31

Habe die Kamera nun auch und kann nach drei Wochen Einsatz nur sagen: Absolut top!! Gruß Sebastian

pruedens

pruedens

22.02.2003 01:28

Hmm bin auch gerade auf der Suche nach einer neuen Digi Cam Dein Bericht hat mir sehr geholfen *g* wieviel Bilder passen den bei der 128 Karte drauf? LG sandra

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