Das Maß aller Dinge
08.12.2002
Pro:
Super Objektiv, viele Einstellmöglichkeiten
Kontra:
Umhängegürtel, keine Tasche
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 koopi1
Über sich:
Mitglied seit:07.03.2001
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo zusammen, lange habe ich mit mir über den Kauf einer Digicam gerungen und habe mich dann (auch mit Unterstützung der Ciao-Erfahrungsberichte) für die Dimage 7i von Minolta entschieden. Erleichtert wurde mir diese Entscheidung, nachdem ich den Preis mit dem Fachhändler auf 936 Euro heruntergehandelt hatte. Um gleich eines vorweg zu nehmen: Diese Kamera ist ein absolutes Spitzengerät und jeden cent ihres Preis wert. Wichtig ist jedoch die geplante Nutzung. Ich möchte in diesem Bericht darauf verzichten, nur die technischen Details widerzugeben, sondern meine Erfahrungen schildern.
Zunächst einmal kurz zu Zielgruppe der Dimage 7i: Wer nur einen gleichwertigen Ersatz zu seiner Kleinbildkamera sucht, der eigentlich nicht weiter tun soll, als die Aufnahmen zu machen, die man auch schon vorher gemacht hatte, der ist mit der Dimage 7i nicht richtig bedient. Hier emfpehlen sich eher die kleineren Modelle von Sony oder die Dimage F100. Diese bieten gute Standardprogramme und kosten ein paar hundert Euro weniger. Wer jedoch auch in anspruchsvollen Situationen fotografieren will und die volle Kontrolle über alle Funktionen liebt (wenn die Automatik mal nicht so will), der ist bei der 7i genau richtig.
Die wesentlichen Vorzüge der 7i: Größter Vorteil der 7i ggü. anderen Digicams ist das in dieser Preisklasse einzigartige Objektiv. es bietet mit 28mm einen guten Weitwinkel und liegt mit 200mm (7-fach optischer Zoom) in einem guten Telebereich. Konkurrenzprodukte, wie die "große" von Sony beiten hier deutlich weniger. Einige Modelle am Markt mit größerem Tele fangen leider erst bei 39mm an. Und verfügbare Modell mit 28mm enden dann auch meist schon bei 85mm. Die 7i bietet somit ein Objektiv, mit dem man in fast allen Situationen zu sehr guten Ergebnissen kommt. Dies war sicherlich auch bei mir Hauptentscheidungsgrund für den Kauf. In diesem Zusammenhang ist hervorzuheben, dass der Zoom der 7i manuell bedient wird und somit wesentlich präziser einstellbar ist, als bei anderen Kameras. Positiver Nebeneffekt ist die Stromersparniss, auf die ich weiter unten noch eingehen werde.
Die Kamera selbst ist in einem gut verarbeiteten Gehäuse untergebracht, was auf den ersten Blick recht groß wirkt, jedoch sehr gut in der Hand liegt. Mein subjektiver Eindruck ist sogar, dass sie angenehmer ist, als viele kleine Digicams. Die zunächst verwirrend hohe Zahl an Schaltern und Rädchen an der Kamera erweist sich nach kurzer Einarbeitung als sehr intuitiv bedienbar und macht schnelle Einstellungen / Korrekturen zum Kinderspiel. Damit wäre ich auch schon bei einem weiteren wichtigen Punkt: die Dimage bietet dem Anwender die Möglichkeit neben der Automatiknutzung auch alle Einstellungen manuell vorzunehmen. So läßt sich der (sehr gute und schnelle!) Autofokus mit einem Handgriff abschalten und manuell steuern. Gleiches gilt für Blendenwert und Verschlußzeit. So kommt man auch in schwierigen Aufnahmesituationen zu einem guten Bild. Gut in diesem Zusammenhang ist auch der manuelle Weissabgleich, der gerade bei Kunstlicht bessere Ergebnisse liefert, als die Automatik. Die obligatorischen Verstellmöglichkeiten hinsichtlich Schärfe, Helligkeit und Kontrast sind natürlich auch vorhanden. Gut ist auch die Möglichkeit, von der üblichen Mehrfeldmessung bei der Belichtung abzuweichen und eine Spotmessung vorzunehmen. So kann dass Ergebniss z.T. deutlich verbessert werden.
Die Aufnahmequalität bietet auch im Standard-Automaik-Modus gestochen scharfe und gut belichtete Bilder. Bei Kunstlicht ergibt sich ohne Blitz ein Gelb-Stich, der durch den manuellen Weissabgleich vermieden werden kann. Spezielle Programme für Portrait-, Landschafts-, Sport- oder Sonnenuntergangsaufnahmen runden das positive Bild in diesem Bereich ab. Für spezielle Aufnahmen bietet die Kamera Intervall-Aufnahmen (Aufnahme alle x Minuten), Selbstauslöser und Highspeed-Aufnahmen (bis 7 Bilder pro Sekunde). Gerade letztes ist bei bewegten Objekten nützlich. Die Möglichkeit bis zu 60s lange "Filmchen" aufzunehmen ist eine nette Spielerei, die für das Multimediale Erlebnis am Bildschirm sicher ganz nett ist, aber hier muß sich auch vor Augen halten, dass man einen Fotoapparat und keinen Camcorder hat. Deswegen für die mäßige Qualität keine Abzüge in diesem Punkt. Unter die gleiche Kategorie fällt die Möglichkeit für jedes Bild bis zu 15s an Ton aufzunehmen. Für die gute Aufnahmequalität ist auch das Belichtungsspektrum zuständig, welches standardmäßig von 1/4000s bis 4s geht. Über die Langzeitbelichtungsfunktion können sogar Belichtungen von bis zu 30s erreicht werden. Somit ist diese Kamera auch für die Nachtfotografie gut geeignet.
Die Kamera ist mit einem elektronischen Sucher und einem guten LCD-Bilschirm ausgestattet. Beide sind gut erkennbar. Positiv ist die Schwenkbarkeit des Suchers um 90 Grad. Dies erlaubt Deckenfotographie und Makro-Aufnahmen ohne große Verrenkungen. Angenehm ist auch der Dioptrienausgleich am Sucher. Häufig kritisiert wird der Stromverbrauch der 7i. Hier muß man folgendes beachten: die Kamera bietet zahlreiche Möglichkeiten, Strom zu sparen. Die wesentliche ist die Abschaltung des LCD-Bildschirmes und die ausschließliche Nutzung des Suchers. Aber auch bei Nutzung des LCD bietet die 7i eine nützliche Funktion, die das LCD automatisch abschaltet, sobald man den Sucher benutzt. Durch Nutzung des manuellen Fokus und der Abschaltung des Nachführ-Fokus läßt sich auch Energie sparen. Eine Automatik-Abschaltung ist ebenfalls vorhanden.
So lassen sich auf jedenfall 80-100 Bilder mit einem Satz Akkus erreichen. Das die Akkus mindest 1700 mAh haben sollten, brauch glaubi ich nnicht nochmal betont werden. Mit einem Schnellladegerät und 3 Sätzen Akkus kommt man somit sehr gut aus, zumal keine Spezial-Akkus nötig sind. Zum Abschluß noch 3 keine Kritikpunkte: -die 16MB-Compact-Flash-Karte ist für diese Kamera absolut unbrauchbar - hier sind 128MB unterste Grenze (man muß jedoch dazu sagen, dass sich die Konkurrenz auch nicht spendabler zeigt) -der Umhängegürtel ist sehr schmal ausgefallen und bietet wenig Komfort -Ein Transporttasche wäre sehr nützlich gewesen. Diese muß leider für rund 22 Euro zusätzlich erworben werden
Fazit: Eine absolute Spitzenkamera für den ambitionierten Fotografen, der mit dem Umstieg auf Digitalfotografie auch zusätzliche Leistung erwartet. Zum Preis von unter 1000 Euro ein spitzen-Preis-Leistungsverhältnis und selbst bei Preisen um 1200-1300 Euro immer noch ihr Geld wert. So, dass war mein erster Bericht hier. Ich hoffe, er hilft ein wenig weiter und freue mich über jegliche Anregungen!
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14.12.2002 02:56
naja... ich hab noch die kleine minolta... doch die 7i ist meine favoritin!!!
08.12.2002 15:06
anregung? weitermachen! war 'n echt toller "erster bericht" cu kai
08.12.2002 13:50
Mit deinem Beitrag kann man wirklich etwas anfangen. Er esi eindeitig geeignet, bei einer Kaufentscheidung weiterzuhelfen. Nur eine Frage bleibt für mich noch: gehen da nur Compact-Flash-Karten rein oder werden auch andere Speichermedien unterstützt? Gruss aswie