Erfahrungsbericht über

Minolta DiMAGE 7i

Gesamtbewertung (26): Gesamtbewertung Minolta DiMAGE 7i

 

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Die extreme Kamera

4  11.03.2003 (06.04.2003)

Pro:
Manuelle Einstellmöglichkeiten, tolle Bildqualität, 7 - fach optischer Zoom

Kontra:
Teile des Gehäuses sind recht billig, der Sucher könnt besser sein

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

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macswiss

Über sich: Von mir werdet ihr in nächster Zeit nicht so viel hören...es grünt so grün ;-)

Mitglied seit:11.03.2003

Erfahrungsberichte:4

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als hilfreich bewertet

Liebe Ciao-Gemeinde
Früher hatte ich einmal eine Olympus C1200, die ich dann aber meinem Bruder vermachte. Mir machte der 7-fache optische Zoom und die vielen Einstellmöglichkeiten grossen Eindruck. Ich habe damals die D7 gekauft und sie dann mittels Upgrade auf die D7i aktualisiert.

Die Ausstattung

Minolta DiMAGE Digitalkamera
AA Alkaline Batterien/Akkus
Trageriemen für die DiMAGE 7/5 NS-DG7
Gegenlichtblende für die DiMAGE 7/5 DLS-7
16MB CompactFlash-Karte
Videokabel für die DiMAGE 7/5 VC-100
USB-Kabel für die DiMAGE 7/5 USB-100
Software CD-ROM für die DiMAGE 7/5
DiMAGE Image Viewer Utility Version 1.1 Bedienungsanleitung (PDF auf CD)
Kamera-Bedienungsanleitung (PDF auf CD)
Schnell-Anleitung (gedruckt)
Garantiekarte

Die Batterien sind ein Witz, die kann man in eine Taschenlampe einbauen, aber nicht in die D7i. Denn damit macht man maximal 3 Fotos. Auch die Speicherkarte ist viel zu klein, (1 Foto in höchster Auflösung) das scheint mir aber ein generelles Problem zu sein bei Digitalkameras. Die mitgelieferten Speicherkarten sind viel zu klein. Architronic.ch (zum Beispiel) ist dazu über gegangen, Bundles zu machen, bei denen eine grössere Speicherkarte mitgeliefert wird.

Die Inbetriebnahme der Kamera
Die Kamera wird über USB an den PC angeschlossen. Dann muss man die Kamera noch auf USB-Übertragung einschalten (über das Drehrad). WinXP erkennt die Kamera als Wechseldatenträger G:. Um die Kamera auf Aufnahme zu schalten, wird das Drehrad auf Aufnahme gedreht, es vergeht ca. 1s bis ein Bild auf dem Sucher erscheint.

Die Kamera
Auffällig an der D7i ist das grosse Objektiv, mit ihrem 7-fach Zoom (28-200 mm analog Kleinbild) sicher auch das Prunkstück der D7i. Das Objektiv ist versehen mit einem gummierten Zoomring und einem metallenen Ring für den manuellen Fokus. Da ich eine upgedatete D7 habe ist der Griff auf der rechten Seite noch nicht gummiert, trotzdem liegt die Kamera gut in der Hand. Die Bedienung ist trotz der vielen Knöpfe und Tasten relativ einfach. Der 1,8" TFT-LCD-Monitor mit 122.000 Bildpunkten ist starr auf der Rückseite angebracht und ist sehr gut lesbar. Was man vom digitalen Sucher nicht sagen kann. Meiner Meinung nach kann man mit ihm zwar fotografieren, trotzdem kann man manchmal eine kleine Unschärfe übersehen. Der Sucher lässt sich 90° nach oben schwenken. Gleich neben dem Hauptdrehschalter befindet sich die Anzeige der Fotodaten. Auf diesem LCD werden Belichtungszeit, Blendenöffnung, Bildqualität, Bildgrösse und andere Einstellungen angezeigt. Die Einstellungen werden auch im Sucher bzw. im Display angezeigt.
Unter dem Display befindet sich das Fach für 4 Batterien. Die Anschlüsse für die Fernbedienung und das Video befinden sich ebenfalls auf der Rückseite. Der USB-Anschluss auf der rechten Seite. Er wird, wie die CF-Speicherkarte durch eine Klappe geschützt.
Das Gehäuse ist an und für sich recht stabil und hält so einiges aus. Allerdings scheint Minolta keinen brauchbaren Leim für die Übergänge Gummi-Metall gehabt zu haben. Alle diese Übergänge sind nach einiger Zeit abgenutzt. Als erstes gab die Gummiumrandung beim Sucher auf, sie löste sich vom Metallgehäuse ab. Nur einige Zeit später drehte auch der Gummiring des Zooms teilweise leer. Das ist zwar etwas störend, aber eine Katastrophe ist es nicht.

Das Upgrade
Ich habe das Upgrade für 60 sFR. (40 Euro) bei Architronic.ch gekauft. Als ich es installieren wollte funktionierte es nicht so wie es in der Anleitung stand. Im Fachgeschäft ging es dann aber flott (und erst noch gratis), ob das nun an meiner Unfähigkeit oder am fehlenden Kartenleser lag sei dahingestellt. Mein Kollege der es auch versuchte hat es allerdings auch nicht geschafft.
Da mir im Fotofachgeschäft gesagt wurde, dass auch schon Kameras beim Upgrade zerstört wurden, finde ich es geschickter das Upgrade durch einen Fachmann durchführen zu lassen (auch wegen der Haftung)

Bedienung
Über einen Hauptdrehschalter kann zwischen Hauptmenus geschaltet werden, es sind das: Aufnahmemodus, Wiedergabemodus, Videomodus, Setup und Übertragungsmodus. Dieser Drehschalter ist arretiert, was verhindert, dass die Kamera versehentlich eingeschaltet wird. Der 7-fach-Zoom wird über einen sehr griffigen Zoomring eingestellt. Mir persönlich ist ein Zoomring viel angenehmer, als eine Zoomwippe wie ich sie noch bei der Olympus hatte.
Die Einstellungen der Kamera können im wesentlichen über die zwei Drehschalter auf der linken Seite geändert werden. Es sind das Belichtung, Kontrast und Farbsättigung auf dem unteren und Bildgrösse, Bildqualität, Belichtungsfunktionen, Bildfolge, Weissabgleich und Iso-Empfindlichkeit auf dem oberen Schalter.
Einige Einstellungen wie beispielsweise Auto/manuell-Fokus oder Belichtungsspeicherung lassen sich direkt über eine Taste einstellen.
Die Blitz- und Autofokuseinstellungen lassen sich im Menu (mit einem Knopf ) einstellen.
Was im ersten Augenblick ein bisschen einstudieren voraussetzt, geht dann aber mit einiger Übung recht flott.
Die Programmautomatik, die Belichtungszeit und Blendenöffnung steuert arbeitet im Normalfall recht zuverlässig. Man kann auch zwischen 5 verschiedenen Programmautomatiken auswählen, es sind das Portrait, Sport, Dämmerung, Nachtportrait, Nachtaufnahme, Text. Auch diese sind meiner Meinung nach sehr gut (die Texteinstellung kann ich nicht beurteilen, da ich sie nie benützt habe).
Bei der manuellen Einstellung kann man auswählen, zwischen Zeitautomatik, Blendenautomatik, Manuelle Belichtung. Die ersten beiden sind demnach Halbmanuelle Einstellungen. Bei der vollen manuellen Belichtung kann man die Blendenöffnung und die Belichtungszeit über ein Drehrad auf der rechten Seite bedienen. Das ungefähre Resultat wird im Sucher bzw. im LCD-Monitor angezeigt. Toll auch die Möglichkeit die ISO-Empfindlichkeit und den Weissabgleich manuell einzustellen. Vor allem letzteres hat mir im Schnee schon oft gute Dienste erwiesen. Die Bildfolge kann zwischen Selbstauslöser (10s), Intervallaufnahme, 3er-Serie-Aufnahmen und normal Aufnahme umgeschaltet werden. 3er-Serie und Selbstauslöser habe ich schon mehrere Male mit guten Ergebnissen getestet. Intervallfunktionen (2 bis 99 Bilder in Intervallen von 1 bis 60 Minuten) wären zwar fotografisch interessant, leider bin ich noch nie dazu gekommen sie auszuprobieren.
Der Autofokus, der bei der D7 noch ein Problem war, hat sich merklich verbessert, sprich er ist schneller geworden. Der Manuelle Fokus ist etwas gewöhnungsbedürftig, da der Einstellring praktisch keinen Widerstand hat. Aber nach einiger Zeit ist auch das kein Problem mehr. Auf dem LCD ist jeweils die Distanz zu sehen, auf die fokussiert wird. Da der Autofokus bei sehr viel Licht (Bsp. im Schnee) nicht (bzw. nicht so toll) funktioniert ist man auf den MF zum Teil sehr angewiesen.
Die Kamera hat verschiedene Bildgrössen und Qualitäten. Meiner Meinung nach ist das wirklich ein ganz grosser Pluspunkt. Man ist so nicht zu Kompromissen gezwungen. Will man beispielsweise nur für das Web fotografieren, so kann man getrost die Grösse der Fotos ganz zurückstellen und auch bei der Qualität sparen (und beim Speicherplatz) Will man aber wirklich gute Fotos machen, die dann auch gedruckt werden, sollte man weder bei der Qualität noch bei der Grösse sparen. Bei der Qualität gibt es 4 Stufen, wobei die ersten drei jpge-Format sind die höchste Qualitätsstufe ist tiff-Format Die Grössen einzelnen:
2.560 x 1.920 Bildpunkte
1.600 x 1.200 Bildpunkte
1.280 x 960 Bildpunkte
640 x 480 Bildpunkte
Farbtiefe 36 Bit
Minolta gibt an, dass mit der höchsten Auflösung und der besten Qualität hervorragende Bilder in der Grösse A3 ausgedruckt werden können. Das ist natürlich ein Frage der Ansicht, was hervorragende Qualität ist. Ich denke, dass A3 doch etwas hoch gegriffen ist, vor kurzer Zeit haben wir für ein Bilderbuch Fotos gemacht und professionell gedruckt. Bei A4 waren die Fotos wirklich noch ausgezeichnet, ob man aber bis auf A3 hochgehen könnte, da wäre ich eher skeptisch. Aber probiert habe ich es nie (und ich denke, ich werde A3 auch nicht so schnell benötigen).
Die Fotos kann man gleich begutachten oder per Drehung am Haupteinstellrad alle Aufnahmen anschauen. Mittels eines Knopfes auf der Rückseite kann das Foto auch gleich gelöscht werden, wenn es nicht gefällt.


Weitre Funktionen
Übertragung von Kamera auf Fernseher bzw. Beamer. Mittels PAL oder NTSC können die Fotos direkt auf einem Beamer oder auf dem Fernseher betrachtet werden. Meiner Meinung nach eine wirklich gute Funktion. Die Kabel werden mitgeliefert.
Videoaufnahmen: Es scheint zu einer Mode bei den Herstellern der Kameras geworden zu sein, dass jede Kamera auch noch die Fähigkeit hat, Videos im AVI-Format aufzuzeichnen. Ich bin der Meinung, dass man auf diese Funktion getrost verzichten könnte. Auf solchen Videos lässt sich im allgemeinen nicht viel erkennen, geschweige dem ein einigermassen anständiges Amateurfilmchen drehen. So ist auch die D7i für diese Zwecke gänzlich ungeeignet. Das möchte ich aber nicht als Kritikpunkt an der Kamera verstanden haben, sondern als allgemeine überflüssige Erfindung. Lustiges Detail dazu, da meine D7i ja ein D7-Update ist besitzt sie nicht einmal ein Mikrofon (zeigt wohl auch mit wie viel Liebe sich Minolta um diese Funktion gekümmert haben). Die originale D7i hat dieses Mikrofon. Ich bleibe bei meiner Canon MV30i wenn es um bewegte Bilder geht.
Filtergewinde am Objektiv: Das hingegen ist eine wirklich tolle Sache. In jedem anständigen Fotogeschäft erhält man für 10-100 sFR. (je nach Art des Filter ) solche Filter. So kann man seine Kamera für wenig Geld noch Leistungsfähiger machen. Der Filterdurchmesser ist 49mm.
Unten an der Kamera hat es ein Gewinde für ein Stativ, auch das eine tolle Sache (auch wenn ich noch nie eine Kamera gesehen habe, die kein solches Gewinde hat). Gerade für Studioaufnahmen ist ein Stativ eben doch unentbehrlich.

Erfahrungen aus der Praxis

Nun besitze ich die Kamera schon etwas mehr als ein Jahr. Ich bin bis heute von der Qualität der Bilder beeindruckt. Was mir besonders gefällt, ist die Möglichkeit der praktisch unbegrenzten manuellen Einstellmöglichkeiten, bei einer gleichzeitig gut funktionierenden Programmautomatik. Der Stromverbrauch, der bei der D7 noch zu grossen Diskussionen Anlass gegeben hat, wurde etwas verbessert. Mit meiner D7i mache ich jetzt mit einem Batteriesatz 80 Fotos (mit zwischenzeitlichem Anschauen auf dem LCD-Monitor, Aufnahmen mit dem Sucher) das ist zwar immer noch nicht die Wucht, aber je nachdem wie viele Fotos gemacht werden müssen, bis eine Steckdose zum aufladen der leeren Batterien vorhanden ist, kann man sich zwei, drei oder gar vier Akkusätze anschaffen. Die kosten nicht alle Welt (ca. 20 sFr.). Obwohl ich doch manchmal fernab von aller Zivilisation bin, brauche ich nur zwei Akkusätze, mehr als 160 Fotos brauche ich in den meisten Fällen nicht.
Rein physikalisch musste die Kamera mit mir schon so einiges mitmachen. Beispielsweise 3 Nächte im Iglu bei sehr tiefen Temperaturen. Die Kamera hatte bis zum heutigen Zeitpunkt einen Defekt. Das Blitzgerät war kaputt (immer das gleiche, wenn man die Kamera einmal ausleiht :-) ). Minolta hat es aber auf Garantie und unverzüglich repariert. Ich fotografiere meistens in der Qualität 1600x1200 Pixel und der zweithöchsten Qualität. Damit haben auf meiner 128 MB-Karte ca. 120 Fotos platz. Solche Fotos kann ich dann noch auf dem PC nachbearbeiten. Ebenfalls ist das die Grösse in der ich die Fotos in meiner liebsten Grösse 4x6 (Zoll, für die metrischen 10x15 :-) ) noch in einer Qualität ausdrucken kann, die dem Foto in nichts mehr nachsteht.

Fazit
Die extreme Kamera, heisst dieser Bericht ja bekanntlich und vielleicht hat sich so mancher gefragt, wie ich denn auf diesen Titel gekommen bin.
Mir macht es den Eindruck als hätte Minolta seinen Porsche in eine verrostete Blechkaroserie gepackt. Einiges an der Kamera wirkt in der Tat sehr billig. Da wären zum Beispiel alle Gummi-Metallübergänge oder der Sucher, der nicht überzeugen kann. In Sachen Bildqualität und Einstellmöglichkeiten ist die Kamera wirklich spitze. Nach wie vor bereu ich den Kauf dieser Kamera nicht. Deshalb fünf Sterne für eine super Kamera minus einen Stern für nicht so tolle Details.
So das wäre mein Bericht zur D7i falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch an mich wenden. Die E-Mail-Adresse steht oben.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
redel99

redel99

02.06.2003 09:29

Toller Bericht über eine tolle Kamera. Da werde ich etwas neidisch, da ich mit meiner Nikon Coolpix 775 mit 2M Pixel etwas "alt" aussehen ;-) Grüsse

d.k.1981

d.k.1981

11.04.2003 21:14

O.K. jetzt gefällt mir der Bericht ;-), hab dementsprechend auf s.h. umbewertet. Weiter so! Nice Greetings. David

Myman

Myman

11.04.2003 17:02

Anscheinend hast du ihn ja schon einmal überarbeitet! ich würde dir empfehlen die Leute einfach mal anzuquatschen die dich schlecht bewertet haben! Vielleicht entscheiden sie sich um, weil du ihn ja schließlich verbessert hast! Greetz Myman

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