Die große mit dem guten Objektiv
31.05.2005
Pro:
Super Bildqualität, intuitive Handhabung, gute Menüsteuerung
Kontra:
Schwer, langsame Datenübertragung per USB
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 sonstige74
Über sich:
Mitglied seit:10.03.2004
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Vorgeschichte: Sehr lange habe ich hin- und herüberlegt, bevor ich mich habe entschließen können, auch endlich von Negativ-Film auf Digital umzusteigen. Jetzt war die Frage, ob man eher wenig Geld ausgibt, sich erstmal mit den Vorzügen und Nachteilen von Digitalkameras vertraut macht und dann mit etwas Erfahrung tiefer in die Tasche (bzw. das Portemonnaie) greift oder direkt "zuschlägt" und dann von Anfang an etwas Gutes in der Hand hat. Fast vier Monate habe ich überlegt.... als sich dann ein Freund die DImage 7i gekauft und sie mir mal für einen Tag geliehen hat. Nun war die Entscheidung gefallen! Ohne Wenn und Aber: So ein Ding mußte ich auch haben. Bei eBay bin ich dann auch fündig geworden und habe (von einer Dame, die damit nur per Stativ gearbeitet hat, weil sie Portraitfotos damit in ihrem Fotostudio macht) für 334,-EUR eine solche Kamera ersteigert. Die Kamera selbst: ...macht einen guten Eindruck, hat ein Metallgehäuse und viele, aber nicht zu viele Knöpfe und Stellräder. Jedes davon ist zugänglich angeordnet und intuitiv zu benutzen. Die Beschriftung bzw- Bebilderung ist gut zu verstehen. Auch ohne Bedienungsanleitung ist es in 20min aufmerksamer "Spielerei" möglich, die Funktionen der Kamera zu verstehen.
Das Objektiv: ...ist mit 7fach-Zoom durchaus üppig bemessen. Es gibt die Möglichkeit, 49mm-Filter aufzusetzen. Das habe ich auch direkt genutzt und mir auf einem Flohmarkt für 2,- bzw. 4,-EUR einen UV-Filter (u.a. als Objektiv-Schutz) und eine Nahlinse (mit der man bis zu ca. 15 cm rangehen kann) zugelegt. Die Stromversorgung: ... wird durch ganz "normale" Mignon-Batterien/-Akkus (das nennt man Größe AA) gewährleistet. Entgegen diverser anderslautender Berichte bin ich mit der Akkulaufzeit zufrieden, unter der Voraussetzung, daß man durch den Sucher und nicht auf das Display sieht. Ich habe mir folgende 2 Sätze à 4 Stück gekauft: - ALDI, 1700mAh, 1,99EUR pro 4 Stück - LIDL, 1700,Ah, 1,89EUR pro 4 Stück diese Akkus sind gleich gut und ausdauernd und halten ca. wie folgt: - Sucher an, Display aus, kein Blitz: 70-100 Aufnahmen - Sucher an, Display aus, mit Blitz : 40-50 Aufnahmen - Sucher aus, Display an, kein Blitz: 40-50 Aufnahmen - Sucher aus, Display an, mit Blitz : unter 25 Aufnahmen - Datenübertragung zum Computer: 20-30min - Videoaufnahme: 20-30min (leider nur eine Minute pro Film)
Entscheidend ist für die meisten handelsüblichen Akkus, daß man diese, nachdem die Kamera sie als leer bezeichnet, nochmal weiter entlädt (z.B. mit einer schlichten Taschenlampe oder einem speziellen Ladegerät), weil die DImage 7i nicht den Rest Energie rausgequetscht bekommt. Sonst entsteht mit der Zeit der ungewollte Memory-Effekt und die Akkus halten nur noch ein Drittel so lang. Die Speicherkarte: ... ist mit CF (=Compact-Flash) die meiner Meinung nach beste Wahl. Zwar sind die Datenübertragungsraten bei allen Flash-Speichern (egal welcher Bauart) ungefähr gleich, allerdings hat eine CF-Karte einen eingebauten Controller (im Gegensatz zu allen anderen Bauformen) und wird daher nicht vom Controller in der Kamera begrenzt. So wächst also quasi die maximale Speichergröße mit der Karte selber mit.
Die Datenübertragung zum Rechner: ... ist zu langsam. Wenn man mal eben ein paar Photos übertragen möchte, reicht die Geschwindigkeit völlig aus. Um eine komplette 512MB-Karte (z.B. aus einem ganzen Sommerurlaub) auszulesen, bedarf es aber einer Menge Geduld und einem Satz Ersatzakkus bzw. Netztrafo, weil die USB-Schnittstelle nicht gleichzeitig als Stromquelle genutzt wird. Die Photos: ... sind sehr scharf - auch bis in die Ecken und am Rand. Die Helligkeitsunterschiede zwischen Mitte und Rand sind Prinzipbedingt zwar vorhanden, aber dennoch erstaunlich klein. Der Autofokus arbeitet seit Upgrade von DImage 7 auf 7i um einiges schneller und genauer.
Das Display: ... zeigt auf jeden Fall genügend wichtige Daten an. In einigen Fällen ist es sogar zu viel. Warum man z.B. die Helligkeitsverteilung als Diagramm braucht, weiß man nur bei Minolta (oder nicht mal da?). Gewicht und Abmessungen: ... sind ein Bißchen sehr üppig geraten. Diverse Nachfolger (DImage Z1, Z10, ...) begnügen sich mit gut der Hälfte an Gewicht und um einiges kleineren Abmessungen (und haben als einzigen Unterschied SD- statt CF-Karten als Speichermedium).
Der Preis: ...ist für eine neue absoluter Durchschnitt, für eine inzwischen unter 250,-EUR zu habende gebrauchte Kamera ein super Schnäppchen. Dafür bekommt man die ehem. Sahnetorte von Minolta, die immer noch in der ersten Liga ganz oben mitschwimmen kann.
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01.06.2005 22:03
Toller Erstlingsbericht. Willkommen bei Ciao!
31.05.2005 08:23
sehr informativ, Gruß!
31.05.2005 01:25
Kommt mir irgendwie bekannt vor das Ganze......