Erfahrungsbericht über

Minolta DiMAGE A1

Gesamtbewertung (11): Gesamtbewertung Minolta DiMAGE A1

 

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Ich und meine A1

5  23.01.2004

Pro:
Bedienung, durchdachtes Konzept, Qualität

Kontra:
Preis, für einige Gewicht und Grösse

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Ausstattung

Bildqualität

Akkulaufzeit

Bedienung

mehr


kraeutli.com

Über sich:

Mitglied seit:19.01.2004

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Guten Tach Ciao-Gemeinde!
Ich versuche mich nun also an meinem ersten Testbericht.

Profil
------

Da ein Testbericht immer subjektiv ist, finde ich es wichtig, dass man auch die persönlichen Erwartungen des Testers kennt.
Ich habe früher viel digital geknipst (Olympus C410L, C860L), dann aber irgendwann an der klassischen Fotografie mehr Freude gewonnen. Mittlerweile besitze ich eine ansehliche Sammlung eher experimenteller Knipsgeräte (Lomo Action- und Supersampler, Holga 120SF, eine alte 35mm aus dem Abfall, eine Welta Mittelformatkamera ca. aus den 30er Jahren,...). Diese machten natürlich sehr stylische Fotos, waren aber nur beschränkt einsetzbar. Ganz abgesehen davon, dass 120er Filmmaterial in der Anschaffung und Entwicklung sehr teuer ist.

Für „seriöse“ Fotos, musste ich mir darum immer eine Digicam von Freunden ausleihen. So kann das aber auch nicht weitergehen, sagte ich mir eines Tages und machte mich auf die Suche nach einer eigenen Digicam.

Meine Anforderungen
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Die Cam sollte mindestens 3, besser 5 Megapixel haben, da ich von den Fotos auch Abzüge machen will. Pixel allein zählen aber nicht so viel, wie ein gutes Objektiv und ein guter CCD. Zoom ist natürlich auch schön, wichtiger ist mir aber ein guter Makromodus.
Gaanz wichtig ist für mich, dass ich alle aber wirklich alle Parameter selbst beeinflussen kann. Je einfacher desto besser, lange Menükämpfe will ich vermeiden. Eine gute Automatik die aus dem Stand gute Fotos schiesst ist schon OK, aber ich will oft etwas experimentellere Bilder und mit Fokus und Belichtung spielen.

Die Möglichkeiten
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Von einem Freund habe ich mir oft eine Sony DSC-F707 ausgeliehen. Sehr gefallen hat mir da der Makromodus der mit 2 cm Mindestabstand sehr nahe Aufnahmen ermöglicht. Alle Parameter lassen sich leicht beeinflussen. Insgesamt gefiel sie mir so gut, dass ich mir beinahe auch eine gekauft hätte. Ich wäre wohl immer noch am überlegen, welche Kamera ich mir kaufen soll, wenn ich nicht die A1 so günstig bekommen hätte (dazu später mehr)

Im Büro haben wir eine Fujifilm S5000. Zwar nur 3 Megapixel, aber eine sehr kompakte Kamera mit einfacher und effizienter Bedienung. Die Belichtung muss zwar bisschen umständlich über Knöpfe eingestellt werden (nicht über Räder wie bei A1/F707) aber damit hätte ich Leben können. Die Schärfe steuerte man, indem man eine Taste gedrückt hält und die Zoomknöpfe betätigt. Unter aller Sau ist bei dieser Kamera aber, dass man die Komprimierung nicht beeinflussen kann, und die Bilder standardmässig sehr stark komprimiert sind. Vielleicht kommt da mal ein Firmware Update, aber darauf wollte ich mich nicht verlassen.

Schliesslich geriet ich an eine Dimage 7. Kurz gesagt hinterliess sie bei mir einen sehr guten Eindruck. Was mir bei dem Gerät negativ auffiel, wurde in der Dimage A1 alles verbessert, weshalb meine Wahl leicht ausfiel. Auf die Unterschiede werde ich noch eingehen.

Kauf
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Da ich Student bin, habe ich chronisch ein kleines Budget. Ich kaufe daher gerne auf Ebay oder auf Ricardo.ch (in der Schweiz grösser als Ebay). Auf Ricardo bin ich dann auch auf ein Angebot gestossen, für eine Dimage A1 mit Standardzubehör und 8 Monate Garantie. Der Preis war bei 1000.- sFr. (ca. 630 €), Sofort Kauf bei 1100.- sFr. Für schweizer Verhältnisse ist das ein sehr gutes Angebot, und da ich nicht riskieren wollte, dass es mir einer wegschnappt, kaufte ich es zum Sofortpreis.
Leider konnte der Verkäufer die Originalverpackung nicht mehr finden, daher kann ich zur Verpackung nichts sagen.

Lieferumfang (edit: 23.01.04)
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Im Lieferumfang findet sich neben Trageriemen und Objektivabdeckung auch eine Gegenlichtblende. Die Verbindung zum PC erfolgt mit dem mitgelieferten USB Kabel. Die 16 MB CF Karte, die auch dabei ist, reicht natürlich nirgends hin. Auch mit starker Komprimierung passen nur gerade 5 Aufnahmen in voller Auflösung auf die Karte. Ein Akku bringt die Cam auch mit. Dieser wird in einem separaten Ladegerät aufgeladen. Eigentlich wäre auch ein Kabel zum Anschluss der Kamera an ein Fernsehgerät dabei. Mein Verkäufer konnte es aber (noch) nicht finden.


Äusseres
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Die Dimage A1 sieht ähnlich aus, wie ihre Vorgänger der 7er Serie. Jedoch wurde Sie um genau das abgespeckt, was bei den siebner zuviel war: Das runde Batteriefach unter dem LCD wurde weggelassen und der Hinterteil ragt nicht mehr soviel heraus. Sie ist so wesentlich kompakter und liegt gut in den Händen. Der Schwerpunkt liegt im Gehäuse, etwa in der Mitte. Wenn man die Kamera mit beiden Händen hält, hat man trotz der relativ grossen Masse nicht das Gefühl, einen „Klotz“ zu halten. Dank der guten Gewichtsverteilung fühlt sich die A1 viel leichter an, als sie ist.
Das Gehäuse macht einen sehr stabilen Eindruck.

Bedienelemente
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Die Bedienelemente sind geschickt angeordnet. Jeder Finger findet automatisch seinen Platz.
Der Auslöser hat zwei klar fühlbare Druckpunkte für fokusieren und auslösen. Bei der Sony fand ich den Druckpunkt bisschen schwammig. Hinter dem Auslöser findet sich ein Rad, mit dem im manuellen Modus die Belichtungszeit eingestellt wird. Am Hinterteil des Gehäuses ist noch ein zweites Rad, das die Blende regelt. So kann man mit Daumen und Zeigefinger bequem die Parameter einstellen. Die linke Hand ruht dabei am Objektiv um entweder mit dem griffigen Gummiring die Brennweite einzustellen, oder mit dem dahinterliegenden Rad zu Fokusieren. Auf der Oberseite ist wie bei den SLR Kameras das Programmwahl-Rad, dass bei mir meist auf M oder Auto steht.
Weitere Knöpfe finden sich noch zu Hauf an der Kamera, aber das waren die wichtigsten Elemente.

Fotografieren
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Kommen wir zum nächsten Teil: Dem Fotografieren. Zuerst nehm ich den Objektivdeckel ab und leg ihn irgendwo hin, wo ich ihn nicht mehr finde. Minolta war offenbar zu faul um am Deckel eine Öse anzubringen um ersteren dann über eine Schnur an der Kamera zu sichern. Klar ist es nervend, wenn der Deckel beim Fotografieren dann an der Kamera hinunter baumelt, noch blöder ist es aber, wenn er ganz verloren geht.
Nun nehm ich die Kamera in die Hand und drücke auf den Einschaltknopf. Es dauert nicht ganz eine Sekunde bis die Kamera einsatzbereit ist. Mit aktiviertem Autofokus drücke ich den Auslöser etwas nach unten. Die Kamera fokusiert sehr schnell. Wenn sie dies nicht tut, liegt das in der Regel daran, dass man zu nah am Objekt ist und den Makromodus nicht eingeschaltet hat, oder mit Makromodus ein entferntes Objekt fotografieren will.
Unten links im Display erscheint die Belichtungszeit und Blendeneinstellung. Ist die Belichtungszeit lange, erscheint ein Händchen. In dem Fall sollte man den sehr effizienten Anti-Shake Modus aktivieren. Ich drücke den Auslöser, die Kamera knipst und ist auch schon bereit fürs nächste Bild. Wenn man will, kann man sich das geknipste Bild auch gleich für 2 oder 10 Sekunden anzeigen lassen, und sofort wählen, ob man es speichern oder löschen will.
Mit vollem Akku kann man auch gut etwa 250 Bilder schiessen. Sofern man nicht zu oft den LCD verwendet.
Die Qualität der Fotos ist sehr gut und auch für Abzüge geeignet. In gewissen Situationen ist ein leichtes Rauschen zu sehen. Vergleichbar mit der Körnung eines normalen Films.

Besonderes
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Die Kamera bietet einige Sachen, die mir besonders gefallen. Zum einen ist da der ausklappbare LCD, mit dem man problemlos bodennahe Fotos schiessen kann, ohne sich zu bücken. Er lässt sich auch nach unten ausklappen, allerdings nur 20°. Aber besser als gar nichts. Der optische Sucher (EVF) lässt sich ebenfalls wie bei einem Camcorder um 90° nach oben Kippen.
Der EVF besitzt zwei Sensoren, die erkennen, ob gerade ein Auge in ihn hineinschaut. Ich habe es so eingestellt, dass EVF und LCD beide ausgeschaltet sind und sich der EVF einschaltet, sobald ich ihn benutze. Man kann es auch so einrichten, dass standardmässig der LCD an ist und das Bild zum EVF wechselt, sobald man das Auge ihm nähert.
Stellt man die Kamera auf ein Stativ, sollte man nicht erschrecken falls die Umschaltung nicht funktioniert. Die Dimage A1 besitzt nämlich im Handgriff ebenfalls Sensoren. Der EVF schaltet sich nur ein, wenn man hineinschaut UND den Griff hält. Das finde ich sinnvoll. Wer anderer Meinung ist, kann dieses Feature auch ändern.
Praktisch ist auch, dass der Sucher in dunklen Situationen auf ein Schwarz/Weiss Bild mit hohem Kontrast wechselt. So sieht man auch in der Nacht sehr viel und kann das Motiv genau anvisieren und mit Blitz ablichten.
Ein nettes Feature ist auch der manuelle Weissabgleich. Obwohl ich den vor allem Verwende um Falschfarbenaufnahmen zu erstellen, indem ich ihn auf eine farbige Fläche kalibriere.
Gefallen hat auch das LCD Display auf der Oberseite der Kamera. Dort werden alle wichtigen Einstellungen angezeigt und können über die Rädchen und Knöpfchen geändert werden.

Fazit
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Ich bin mit der Kamera sehr zufrieden. Sie genügt all meinen Ansprüchen. Sie ist sowohl eine gute Wahl für den anspruchsvollen Knipser wie auch für den kreativen Fotografen. Wer nur knipsen will und etwas tiefere Ansprüche stellt, dem wird ein kleineres und evtl. günstigeres Gerät wohl eher zusagen.
Als Nachteil könnte man den hohen Preis nennen. Ich ergänze noch, falls mir ein zweiter in den Sinn kommt.
Ich wünsche jedem, der sich für diese Kamera entscheidet, viel Spass!

P.S. Hinweise auf fehlende Aspekte in meinem Bericht sind willkommen. Es ist mein erster Bericht und eher als persönlicher Eindruck gedacht. Alle technischen Aspekte können auf der Minolta Website gefunden werden. Wer mehr braucht -> www.steves-digicams.com
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
IllEngelchenII

IllEngelchenII

23.01.2004 22:01

Lob! Ein gelungener Erstling! Mach´ weiter so.... LG *Marion

IvanGrosnij

IvanGrosnij

23.01.2004 21:53

beide daumen nach oben, ich bin baff, für nen neulingsbericht ist der wirklich klasse geworden weiter so. gut gegliedert, alle punkte sind drin- schlicht und einfach sh ;) fg jan

lappeneit

lappeneit

23.01.2004 21:33

schöner erster testbericht weiter so

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