Minolta Z1 überzeug in fast allen Belangen
10.10.2003 (14.10.2003)
Pro:
guter Autofokus, sehr starker Blitz, 10 - facher Zoom, hohe Funktionsvielfalt, überzeugende Bildqualität, leichte Bedienung
Kontra:
- SD - Card und Batterieabdeckung, fehlendes Filtergewinde, fehlende Mittelkontakte am Blizschuh
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
mehr
 Westerwald2002
Über sich:
Mitglied seit:07.08.2002
Erfahrungsberichte:3
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 81 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nach 2 Wochen Testphase und 2000 geschossenen Bildern hier nun mein ausführlicher Testbericht zur Minolta Dimage Z1. Als Vergleichskameras dienten die Canon PowerShot G2, die Canon PowerShot A70 und die Minolta S404 Fangen wir mal außen an: Optisch macht die Minolta einen richtig guten Eindruck, klar, sie ist von der Größe her beispielsweise nicht mit einer IXUS vergleichbar, welche man in die Hosentasche stecken kann, aber das erwartet der potentielle Z1 Käufer mit Sicherheit auch nicht. Des weiteren würde sich die Frage stellen wo der 10-fache optische Zoom in solch einer kleinen Kamera untergebracht werden sollte. Dies soll natürlich jetzt nicht heißen das die Z1 zu groß geraten ist, im Gegenteil. Meiner Meinung nach ist die Größe und das Gewicht genau richtig. Nimmt man die Z1 erstmalig in die Hand stellt man schnell fest das diese gut darin liegt und die Handhabung der Bedienelemente keinerlei Probleme machen. Im Vergleich zu den oben genannten Kameras liegt die Z1 in Sachen Handhabung gleich auf, lediglich die S404 hinkt deutlich hinterher. Was den optischen Eindruck anbelangt ist alles Geschmackssache. Bevorzugt man lieber kleine kompakte Kameras ist die Z1 sicherlich nicht die richtige Wahl. Möchte man hingegen eine „ordentliche Kamera“ in der Hand halten, so ist die Z1 absolut zu empfehlen. Weiter soll der optische Eindruck nicht erläutert werden, das die wie oben schon erwähnt, absolute Geschmackssache ist. Die Verarbeitung der Z1 ist im großen und ganzen ganz OK. Hier gibt es Plus- und Minuspunkte.
Zu den Minuspunkten: Schaut man sich beispielsweise die Abdeckung für Batterien/Akkus und die SD-Karte an, so bekommt man den Eindruck das diese etwas zu dünn geraten sind. Besonders die Batterieabdeckung sollte man mit Vorsicht genießen. Des weiteren stellt sich die Frage warum Minolta am Objektiv kein Filtergewinde angebracht hat. Dieser Minuspunkt wiegt allerdings nicht all zu schwer, da das Problem mittels Weitwinkelkonverter und dem entsprechenden Adapter behoben werden kann (dieser ist bei dem Weitwinkelkonverter beiliegend). Ein weiterer, wenn auch wieder den Geschmack betreffender Minuspunkt ist meiner Meinung nach die Verschlussklappe des LCD-Bildschirms. Hier stellt sich die Frage ob diese Lösung in dieser Form wirklich sinnvoll ist und vor allem wie lange der Mechanismus dies mitmacht. Zu den Pluspunkten: Gut gelungen ist Minolta das mittig zentrierte Stativgewinde welches bei einigen der Vergleichskameras recht weit am linken Rand untergebracht ist und somit ein Übergewicht zur rechten Seite verursacht. Dies ist bei der Z1 nicht der Fall. Der Schutz des LCD-Displays ist mittels eine Plastikscheibe auch recht gut gelöst. Kleiner Kratzer können so „nur“ die Plastikscheibe, nicht aber das LSD selbst schädigen. Kratzer sind von der Scheibe auch leicht zu entfernen. Die Lösung mit dem ausklappbaren Blitz finde ich auch sehr gelungen. Es sieht nicht nur optisch schön aus, sondern macht auch wirklich Sinn.
Die ersten Aufnahmen im Auto-Modus Um einen Vergleich zu erhalten wurden mit den vier o.g. Kameras Fotos aus der selben Position im Auto-Modus geschossen. Außenaufnahmen mit Sonnenschein (im Rücken) Hier zeigt die Z1 eine ihrer zahlreichen stärken. Die Aufnahmen der Z1 waren ziemlich Farbecht und dank des gut ausgeklügelten Autofocussystems auch sehr scharf. In diesem Bereich hatte die Z1 im Vergleich zu den o.g. Kameras zum Teil klar die Nase vorne. Besonders die S404 schwächelte hier klar. Auch die G2 konnte von den 10 Ausnahmen in „nur“ 7 überzeugen.
Außenaufnahme mit Sonnenschein (Gegenlicht) Auch in dieser „Disziplin“ konnte die Z1 ohne weiteres mit der anderen Kameras mithalten. Die schnell reagierende Automatik regelte Belichtung und Blende schnell und genau. Hier erzielten die Z1 und die A70 die besten Ergebnisse. Dahinter lag die G2. Schlusslicht mit zum Teil Miserablen war hier wiederum die S404 Außenaufnahmen bei fahlem Licht (starke Bewölkung, Sonnenauf- und Sonnenuntergang) Bei schlechtem oder wenig Licht tun sich die meisten Kameras ja recht schwer. Bei den unter diesen Bedingungen gemachten Testfotos konnten die Z1, die A70 und die G2 aber trotzdem ansprechende Ergebnisse erzielen. Die Fotos waren recht Farbecht und auch gestochen scharf. Lediglich die S404 konnte auf ein neues nur schlechte Ergebnisse erzielen.
Innenaufnahmen ohne Blitz Hier spielt die gut gelungene Automatik der Z1 ihre Stärken voll aus und regelt schnell und gut alle erforderlichen Instrumente. Die Ergebnis auf den Bildern konnten sich bei 3 der 4 Kameras sehen lassen. In Sachen Farbechtheit lag die Z1 knapp vorne. Die S404 konnte in dieser Disziplin überhaupt nicht überzeugen und lieferte meist nur sehr unscharfe Bilder. Innenaufnahme mit Blitz Eine weiter Domäne der Z1. Dan des sehr starken eingebauten Blitzes überrage die Z1 hier alle Konkurrenten. Der gute Auto-Modus tat sein übriges dazu, das selbst in großen Räumen (bis hin zu 8-10 m, je nach ISO-Modus) eine sehr gute Ausleuchtung erzielt werden konnte. Die drei anderen Kameras nahmen sich hier recht wenig, da die Blitze ziemlich gleichwertig waren, lediglich die S404 schwächelte auf 3 von 10 aufnahmen etwas.
Aufnahmen im M (manuellen) Modus Tja, ich verwende selten die Worte genial, klasse, spitze oder super, aber ich möchte fast behaupten das dies auf die Z1 zutreffen könnte. Die Automodus ist mittels der kinderleichten Menüführung einfach zu bedienen. Sämtliche gewünschten Einstellungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung. So lässt sich die Belichtung beispielsweise von 1/1000s bis hin zu 30s!! einstellen. Schön auch das Minolta die Iso 50 dabei gepackt hat was ja nicht zwingend normal ist. Die Ergebnisse der Bilder (siehe unten) waren auch hier absolut überzeugend. In dieser Disziplin konnte die A70 gerade mithalten, knapp dahinter dann die G2 und etwas abgeschlagen die S404. Der Video-Modus Im Vergleich zu anderen Kameras ist dieser absolut überzeugend. Bis auf einige wenige, teure Kameras können die meisten Kameras nur eine Auflösung von 320x240 Pixel aufzeichnen. Dies geschieht dann auch meist nur mit 15 Bildern/s. Oft ist die Aufzeichnungszeit auch durch den Hersteller auf eine bestimmte Zeit begrenzt. Bei der Z1 hingegen nicht. Hier kann aufgenommen werden was die Karte hergibt. Das alles bei einer für Digitalkameras grandiosen Auflösung von 640x480 Pixel und 30 Bildern/s. Natürlich sind alle Aufnahmen auch mit Ton möglich. Hier stört das leise Geräusch des ständig nach fokussierenden Autofocus-Systems etwas. Schalet man die Tonaufnahme aber ab, so kann man in den Videoaufnahmen sogar den Zoom benutzen. Im Vergleich zu den anderen Kameras steht die Sieger hier eindeutig fest: die Z1 da die Qualität der Aufnahmen der anderen Kameras stark zu wünschen übrig ließ.
Der Zoom Ein weiterer Paradebestandteil der Z1. Der 10-fach optische Zoom funktioniert präzise und sehr schnell. Zoomt man allerdings stark so sollte man ein Stativ verwenden. Hier erübrigt sich ein Vergleich mit den anderen Kameras da diese nur über einen 3 bzw. 4-fachen optischen Zoom verfügen und die Z1 somit klar überlegen ist. Der Blitz Das in der Z1 verbaute Blitzsystem sucht seines gleichen. Ich möchte behaupten das ich schon recht viele verschiedene Digicams in der Hand hatte, aber ein solch starkes, internes Blitzsystem noch nicht gesehen habe. Die Ausleuchtung beträgt auf den Testaufnahmen, je nach ISO-Wert und Belichtung im Außenbereich zwischen 6 und 12m, im Innenbereich zwischen 7und 13m. Auch in diesem Segment ist die Z1 der klare Sieger. Die anderen Kameras kamen lediglich auf eine maximale Ausleuchtung von 5-7m.
Die Bedienung: Die Bedienung mittels Menü und der angebrachten Köpfe kinderleicht. Das Menü ist selbsterklärend und selbst für absolute Anfänger leicht Verständlich. Auch bei den anderen Kameras ist das Menü kinderleicht und selbst redend. Daher liegen hier alle vier gleich auf Stromversorgung: Die Z1 bezieht ihren Strom aus 4 AAA Batterien oder Akkus. Ich empfehle hier Akkus min >2000mAh. Mit diesen konnte ich 250 Bilder (z.T. mit Blitz) machen. Im ‚Vergleich zu den anderen Kameras liegt die Z1 hier recht gut, wobei die G2 dank des internen Akkus die Nase vorne hat.
Die Ausstattung/ der Lieferumfang: Die technische Ausstattung der Z1 überzeugt nicht nur auf Grund des Preises zu 100%. Die Kamera ist mit sämtlichen Funktionen ausgestattet die selbst ambitionierte (Hobby)fotografen benötigen. Ein kleines Manko ist der fehlende Mittelkontakt beim externen Blitzschuh. So können keine bzw. kaum Fremdblitze verwendet werden. Die gleicht der sehr starke interne Blitz aber absolut wieder aus. Im großen und ganzen sollte dies einmal der Überblick gewesen sein, sicherlich wurden einige Details vergessen, aber ich kann die Z1 jedem empfehlen.
Hier noch einige Testfotos: http://wettermeldung.de/Bilder/00.jpg http://wettermeldung.de/Bilder/12.jpg http://wettermeldung.de/Bilder/40.jpg
Aktionen zu diesem Erfahrungsbericht
* Alle Preise inkl. gesetzl. MwSt.; Alle Angaben ohne Gewähr.
Mehr über dieses Produkt lesen
Das könnte Sie interessieren
Verwandte Tags für Minolta DiMAGE Z1
|
|
29.07.2011 21:36
Der Berich ist fundiert sicherlich, nich stört aber daran, dass keine eigenen Fotos geliefert werden, gerade bei einer Kamera in diesem Preissegment.Den Verweis auf Testfotos finde ich dann nicht so hilfreich, schließlich möchte ich eigentlich sehen,w as ein user wie du und ich mit dieser Kamera für Fotos macht.LG Loewie
21.12.2006 15:37
guter Vergleich mit anderen Kameras, allerdings scheint mir das Lob auf das Video der Z1 ein bisschen zu laut ausgefallen. Die AF-Geräusche und der olle Quicktimeplayer haben mich bei meiner Z1 im Videomodus doch etwas gestört.
06.03.2006 01:46
Sag ich doch - eine Spitzenkamera! Selbst jetzt noch zwei Jahre später stelle ich damit so manch andere weitaus teurere Knipse in den Schatten... Prima Bericht! Danke! event2l