Eigentlich die erste Wahl...
25.06.2002
Pro:
Austattung, Design, Gewicht
Kontra:
nicht Win XP tauglich
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Ausstattung
Bildqualität
Akkulaufzeit
Bedienung
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Mein neuer Bericht - zudem mein erster nach der dreimonatigen BA Phase - soll sich mit der Digitalkamera meines Vaters beschäftigen, welche ich vermutlich häufiger verwende als er selbst. Betrachte ich dies aus monetären Gesichtspunkten, fällt das Urteil sicherlich gut aus - jedoch würde ich mich beim Kauf einer DigiCam vermutlich für ein anderes Modell entscheiden. Gründe hierfür soll dieser Bericht liefern. Wie bereits angesprochen, befindet sich die Kamera im Besitz meines Vaters. Er hat sich dieses Gerät vor knapp 6 Monaten EBAY ersteigert. Eigentlich hatten wir jedoch zuerst mit einer SONY DigiCam geliebäugelt, welche es zum damaligen Zeitpunkt bei Mediamekt zu einem vergünstigten Preis gab. Das dort angebotene Modell sollte 250 Euro kosten und bot 1.3 Megapixel maximale Auflösung. Mitgeliefert sollten ausserdem nur 8 MB Memory Stick werden, was nicht sehr viel war.
Da meinem Vater das Design der Sony Cam nicht hundertprozentig zusagte, hörte er sich bei einigenArbeitskollegen um, welche ebenfalls DigiCams verwenden. Dort erfuhr er erstmals von der Dmâge 2300 von Minolte. Das ausserordentlich positive Feedback eines Kollegen sorgte dann dafür, dass mein Vater ein solches Gerät bei EBAY für knappe 300 Euro ersteigerte. Der Preis scheint auf den ersten Blick nicht unbedingt ein Schnäppchen, jedoch kam das Teil mit einer zusätzlichen 64 MB und 32 MB Speicherkarte (Compact Flash Typ I). Zum werksseitigen Lieferumfang gehört nur eine 16 MB Karte. [Erster Eindruck]
die Kamera kam gut verpackt zu uns nach Hause. Als ich sie erstmals in die Hand nahm, war ich überrascht über das geringe Gewicht. Leichte 300 Gramm mit eingelegten Batterien bringt das Schmuckstück auf die Wage. Den Vergleich zu anderen DigiCams kann ich nur bedingt herstellen, da ich nur die Fuji Finepix 4700 heranziehen könnte, die jedoch zwei Etagen teurer wäre. Das silberne Gehäuse der Dimâge wirkt sehr edel und ist widerstandsfähig. Selbstverständlich gilt dies nicht für den Sturz aus der Hand auf den Asphalt, jedoch ist es nicht so, dass gleich jeden stärkere Reiben am Lack Kratzer hinterlassen würde. Mit ihren Aussenmassen von 114 mm x 65 mm x 40 mm liegt sie gut in der Hand und lässt sich auch gut bedienen. Auf der Rückseite befindet sich das Display. Es ist in der diagonale 1,8 " gross und sehr scharf. Die frisch geschossenen Bilder lassen sich hierauf sehr gut betrachten. Selbstverständlich können sie jedoch auch mit dem mitgelieferten USB Kabel zum Rechner übertragen werden um dort angesehen oder bearbeitet zu werden.
Eine Klappe zum Schliessen des Objektives wird mechanisch und somit manuell betätigt, sorgt bei Öffnen bzw Schliessen für Aus- bzw. Einschalten. Unterwegs lässt sich die Camera in einer mitgelieferten Handtasche verstauen, dass sie nicht schmutzig wird und keinen Schaden durch Staub etc nimmt.
[Technisches] Die Minolta Dimâge 2300 verfügt über eine maximale Auflösung von 2,3 Magapixeln. In Verbindung mit dem zweifachen optischenDigitalzoom ermöglicht dies die folgenden Auflösungen, welche sich an der Kamera einstellen lassen: 1.792 x 1.200 Bildpunkte 1.280 x 856 Bildpunkte 896 x 600 Bildpunkte
Die Farbtiefe beträgt 24 bit, was 16,7 Millionen Farben bedeutet. Die Bilder werden im Jpg oder Tiff Format gespeichert werden, was sich in den Einstellungen festhalten lässt. Die Scharfstellung erfolgt durch Autofocus, ein automatischer Belichtungsmesser ist ebenso integriert wie ein Selbstauslöser (10 sec). Auch ein automatischer Blitz ist implementiert, welcher wahlweise auch die Entstehung des "rote Augen" Effektes verhindern kann. Ein besonderes Schmankerl ist der automatische Weisabgleich, welcher auf drei verschiedene Lichtverhältnisse einstellbar ist. [aus der Praxis]
Wie bereits aus der Überschrift dieses Berichts zu ersehen ist, hat die Kamera auch Mängel. In der Anwendung missfällt mir persönlich, dass die Tasten zur Einstellung des Digitalzooms oben am Gehäuse angebracht sind, wo man sie beim Fotografieren nur schwer bedienen kann. Auch die Mehrfachbelegung der Tasten irritiert gerade bei der Verwendung bei Dunkelheit oder in der Dämmerung. Ansonsten ist die Bedienung intuitiv und verlangt nicht zwingend nach eingehendem Studium des Handbuches.
Das Display auf der Geräteseite braucht enorm viel Strom - und saugt die inliegenden Batterien oder akkus im Nu leer. Selbstverständlich lassen sich die Photos auch ohen Verwendung des Displays erstellen, jedoch gerade zur Ansicht vor Ort und möglicher Korrektur durch Neuaufnahme ist es eigentlich sehr hilfreich. Der größte Kritikpunkt liegt meines Erachtens in der Nichtkompatibilität der Software für die Übertragung der Bilder zum PC. Das auf einer CD mitgelieferte Programm stellt mit dem passenden Treiber die Übertragung der Bilder per USB Schnittstelle zur Verfügung. Dies ist in dieser Form eigentlich auch üblich. Allerdings lässt sich die Software nicht auf einem Windows XP System installieren, da diese dort nicht lauffähig ist. Unter Windows 2000 Professional ist es ebenswenig ein Problem wie unter Mac OS und Win 98. Auch eine Anfrage meinerseits bei Minolte Deutschland bliebt seit 4 Wochen unbeantwortet und somit das Problem nicht gelöst.
[Lieferumfang] 4 Alkalibatterien Typ AA Wechselspeicherkarte Videoanschlusskabel USB-Anschlusskabel Kameratasche Trageschlaufe Bildbearbeitungssoftware PhotoSuite SE für Windows (95/98) und Macintosh Software Dimage 2300 für Windows (95/98) und Macintosh Treiber-Software für Windows (95/98) und Macintosh
[Zubehör] Netzgerät Infrarotschnittstelle Infrarotfernbedienung
[Fazit] Ich hatte in der Einleitung geschrieben, dass ich mir vermutlich eine andere Kamera zugelegt hätte, wäre es meine Entscheidung gewesen. Dies liegt zum einen daran, dass ich gerne eine Software hätte, die unter Win XP lauffähig ist. Zum anderen sehe ich einen starken Nutzen in einem zusätzlichen "mechanischen" Objektiv, welches sich in Verbindung mit dem Digitalzoom besser verwenden liesse.
Trotzdem würde ich diese Kamera jedem empfehlen, der nicht auf die mittlerweile fast doppelt so starken maximalen Auflösungen angewiesen ist. Die 2,3 Magapixel können sich durchaus sehen lassen und werden auch beim Ausdruck auf einem Photodrucker nicht pixelig oder unscharf. Lediglich die jeweilige Betriebssystem Software sollte vorher beachtet werden... denn wenn man sich ein zusätzliches Compact Flash Lesegerät im Fachhandel suchen muss um die Bilder auslesen zu können (~ 50 Euro), kann man sich auch eine andere Kamera mit besserer Austattung zulegen.
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03.11.2002 18:17
Bin seit einem halben Jahr auch Besitzer einer Digicam - einer Minolta Dimage S 304 und recht zufrieden mit ihr. Trollige Grüße store troll
30.10.2002 18:40
Och....so ne Digicam brauch ich nicht.Aber dein Bericht ist echt super!deine Unterteilungen find ich echt klasse!
29.06.2002 16:54
Ich wollte mir auch noch eine neue Digi-Cam kaufen, doch da diese nicht XP-fähig ist, muss ich mich wohl für ein anderes Modell entscheiden. Klasse Bericht!!! bis denne.