Nie wieder Minolta Dimage 2300
13. Okt 2002
Pro:
stabiles Gehäuse, gute Handhabung
Kontra:
Bildqualität, Energieverbrauch
Empfehlenswert:
Nein
Details:
Verarbeitung:
Ausstattung:
Bildqualität:
Akkulaufzeit:
Zuverlässigkeit:
Bedienung:
mehr
 MaG2002
Über sich:
Mitglied seit:13.10.2002
Erfahrungsberichte:3
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 20 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der Markenname Minolta verspricht gewöhnlich Qualtität. Und so erwarb ich eine gebrauchte Minolta Dimage 2300, ohne großartige Internet-Recherche. Ich suchte nach einer DigiCam im 2-MegaPixel-Bereich, zwingende Vorraussetzung war ein TFT-Display und natürlich eine anständige Bildqualität. Die Minolta gab eigentlich nur Anlaß zum Ärgern.
Bildqualität: Ca. 80% der Aufnahmen wiesen eine deutliche Grünverfärbung auf, auch langwierige digitale Nachbearbeitung führte nicht zu farbechten Resultaten. Als ob dieser Nachteil noch nicht reichte, wiesen die Aufnahmen durchweg eine sehr grobe Körnung in den dunkleren Bereichen auf. Liegt vielleicht an der JPG-Komprimierung, die mit aktuellen Modellen um Längen nicht mithält. So benötige eine Aufnahme im "fine"-Modus (1700x1200, Komprimierung 1:5) üppige 600 - 900 kb. Der "superFine"-Modus schluckt gern ca. 8 MB, was allerdings den oben beschriebenen Mängeln der Bildqualität nicht abhilft. Die Qualität der Aufnahmen ist für eine 2.3-MegaPixel-Kamera einfach eine Zumutung.
Ein weiterer Nachteil ist der eingebaute Blitz. Es ist eher ein Zufall, zu einem ausreichend ausgeleuchteten Bild zu kommen. Der Blitz scheint nur auf ca. 1 Meter richtig zu belichten. Ansonsten sind die Aufnahmen entweder deutlich unterbelichtet, oder das Objekt ist "burned out", also so hell belichtet, daß sich nur noch weiße Bereiche zeigen. Dies führt bei Porträt-Aufnahmen gern zum "Mondeffekt"; das Gesicht der Person ist grell ausgeleuchtet, der Hintergrund beinahme schwarz. Energieverbrauch: Die Minolta Dimage 2300 benötigt 4 AA-Batterien/Akkus, die nach ca. 30-40 Aufnahmen leergelutscht sind. Für den, der keine Akkus benutzt, eine teure Angelegenheit.
Handling: Gut gelöst ist die Parameter-Anzeige über ein kleines LCD-Display, das sich an der Oberseite der Kamera befindet. Es braucht also nicht für jede Einstellung das Engergieschluckende TFT-Display angeschaltet werden. Auch die Einstellung für Blitz, Aufnahmemodi, Löschen v. Bildern usw. ist via Drehrad und 5 verschiedenen Schaltern m.E. gut gelöst. Einzig nervt das ständige Gepiepe, das sich leider nicht abschalten läßt. Zudem macht die Kamera beim Einschalten sehr laute Geräusche und es dauert etwas, bis das erste Bild geschossen werden kann. Schnittstelle zum PC: Nun gut, USB ist etwas feines, aber es muß erst Software (TWAIN-Treiber + Minolta Service) installiert werden, über die dann die Bilder auf den PC übertragen werden. Bei anderen Kameras dieses Kalibers haben wir das mit AutoMount schon komfortabler gesehen.
Fazit: Markenname ist nicht alles. Die Bildqualität ist für eine Kamera im 2 MegaPixel-Segment schlicht unterirdisch. Dies ist auch auf einigen englisch-sprachigen "Opinion"-Seiten nachzulesen. Meine Beobachtungen scheinen also keine Ausnahme darzustellen. Der Blitz ist schlicht nicht zu gebrauchen. Der Energieverbrauch ist nur mit Akkus zu verkraften. Die PC-Schnittstelle ist durchschnittlich. Einzig die Handhabung ist recht gut gelöst. Wenn man/frau die Kamera günstig erwerben kann, mag sie für einfache Web-Grafik taugen, zu mehr allerdings nicht.
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13.10.2002 11:09
Klasse Einstand, mach weiter so!
13.10.2002 09:14
Ein sehr guter und sehr hilfreicher 1. Bericht, mach weiter so. ;-))) Liebe Grüße von LS.thomas
13.10.2002 01:00
Da schein ich ja mit meiner von Quelle "Revue" bezogenen 3,2 Mio. Pixel "Billigkamera" nen richtigen Glücksgriff getan zu haben. Beste Bilder, egal in welcher Situation. Sparsamer Verbrauch an Akku und der Preis mit 299 Euro (im Januar 02) ein echter Hit. Viele Grüße, Micha