Fotografieren mit Rider
09.09.2004
Pro:
kompakt, optisch ansprechend, zuverlässig, gute Fotos, . . .
Kontra:
-
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Bildqualität
Ausstattung
Bedienung
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Zuverlässigkeit
mehr
 rider-of-apocalypse
Über sich:
Mitglied seit:30.07.2000
Erfahrungsberichte:2368
Vertrauende:467
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 133 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Zwar bin ich mit meiner (nicht mehr ganz jungen) Spiegelreflexkamera aus dem Hause MINOLTA sehr zufrieden, allerdings ist es mir manchmal schlicht zu mühsam, die nicht ganz kleine Kamera und diverses Zubehör (Objektive, Blitz, ...) mit mir herumzutragen und so entschied ich mich, auch eine Kompaktkamera anzuschaffen. Meine Wahl fiel dabei ebenfalls auf ein Modell aus dem Hause MINOLTA, nämlich auf die MINOLTA VECTIS 20, bei der es sich um eine kompakte APS-Kamera handelt und die nun auch Thema meines heutigen Beitrags ist.
ALLGEMEINES °°°°°°°°°°°°°°°°°°
APS steht für Advanced Photo System, einem eingetragenen Warenzeichen der fünf Entwicklerunternehmen, zu dem auch MINOLTA (deutsche Niederlassung: MINOLTA GmbH, Kurt-Fischer-Straße 50, 22923 Ahrensburg) zählt. APS bietet die Möglichkeit, neben dem klassischen Bildformat auch in einem H-Format (16:9 Format) und in einem Panoramaformat zu fotografieren. Mit den Abzügen erhält der Fotograf dann auch ein Index-Bild, auf dem alle Bilder des Films zu sehen sind und das Nachbestellungen erleichtert. Der für die ASP-Kameras erforderliche Film (IX240) ähnelt optisch und preislich einem herkömmlichen Kleinbildfilm, wird aber lediglich eingelegt – ein Einfädeln des Filmstreifens oder ähnliches ist nicht erforderlich. Darüber hinaus zeigen die APS-Filme durch Symbole ihren Zustand (belichtet, teilweise belichtet, unbelichtet, entwickelt) an. Die MINOLTA VECTIS 20 ist eine solche APS-Kamera, die schon seit längerer Zeit im Handel erhältlich ist und die um etwa 130,00 € kosten dürfte. Mit dem Kauf erhält der Käufer neben der Kamera selbst noch die erforderliche Batterie, einen Handriemen sowie eine deutschsprachige und recht umfassende Bedienungsanleitung in Form eines Faltblatts.
TECHNISCHE DATEN °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°° Typ: IX240 Autofokuskamera Objektiv: Objektiv 4/30-60 mm Max. Abbildungsmaßstab: 1:5,7 Sucher: Echtbild-Sucher (Vergrößerung 0,35 – 0,67 x) Autofokus-Bereich Weitwinkel: 0,55 m (P-Format 0,65 m) – unendlich Autofokus-Bereich Tele: 0,4 m (P-Format1,2 m) – unendlich Filmempfindlichkeitseinstellung: ISO 100/21° bis ISO 800/30° Belichtungsmessung (ISO 200/24° (Weitwinkel)): EV 6,0 – EV 16 Belichtungsmessung (ISO 200/24° (Tele)): EV 7,8 – EV 16 Blitzbereich (ISO 200/24° (Weitwinkel)): 0,55 – 5,3 m Blitzbereich (ISO 200/24° (Tele)): 0,4 – 3,1 m Energiequelle: 3 Volt Lithium-Batterie (CR2) Lebensdauer Batterie: ca. 375 Aufnahmen Abmessungen: 113,5 x 59 x 37,5 mm Gewicht: 170 g
AUSSEHEN °°°°°°°°°°°°°° Das Gehäuse der recht kompakten MINOLTA VECTIS 20 ist aus neusilberfarbigem Kunststoff gefertigt, der einen sehr hochwertigen und sauber verarbeiteten Eindruck macht und der Kamera auf den ersten Blick ein recht edles Aussehen verleiht. In ausgeschaltetem Zustand verbergen sich Objektiv und Sucherfenster hinter einem Schieber und auch das Blitzlicht ist eingeklappt. Erst wenn man diesen Schieber zur Seite Schiebt werden Objektiv und Sucherfenster sichtbar, das Blitzlicht klappt aus (bzw. hoch) und die Kamera ist somit eingeschaltet. Auf der Rückseite der Kamera findet sich neben dem Sucher und einem Bereitschaftssignal (LED) noch der Schalter zur Wahl des Formats (C, H, P) und ein Taster für das Zoom-Objektiv. Auch die Klappe des Batteriefachs findet sich der Rückseite der Kamera. Während auf der Unterseite lediglich ein Gewinde für in Stativ und der Deckel der Filmkammer (einschließlich Entrieglungshebel) befindet, erkennt man auf der Oberseite der Kamera deutlich mehr Bedienelemente. Auf der linken Seite findet sich hier der Blitz, rechts ist dagegen der Auslöser angebracht. Daneben finden sich Tasten für den Selbstauslöser, das manuelle Rückspulen des Films und die Blitzfunktion. Dazu findet sich hier auch ein Datenfeld, das über Batteriezustand, Film und diverse Einstellungen informiert sowie ein weiterer Schalter zur Dateneinbelichtung (beispielsweise das Datum). Insgesamt scheint mir das Design der Kamera hochwertig und edel, gleichzeitig sind meines Erachtens aber auch ergonomische Aspekte sehr gut berücksichtigt worden.
PRAXIS °°°°°°°°°°
Nach dem Kauf und dem Auspacken der MINOLTA VECTIS 20 sind lediglich Batterie und Film einzulegen, gegebenenfalls der Trageriemen zu befestigen und die Kamera ist aufnahmebereit, da auch der Film automatisch an den Anfang gespult (am Ende des Films wird dieser selbstverständlich auch automatisch zurück gespult) wird. Nun ist grundsätzlich nur noch das gewünschte Format (das selbstverständlich für jedes Bild gewechselt werden kann) zu wählen, das Motiv anzuvisieren, ggf. der Zoom (stufenlos) zu betätigen und auszulösen. Daneben können natürlich auch diverse andere Einstellungen vorgenommen werden. So läßt sich der Blitz automatisieren, manuell zuschalten, für Nachtportraits einstellen und auch eine Vorblitzfunktion (gegen den Effekt der roten Augen), beispielsweise das Datum lässt sich einbelichten und einiges mehr. Dabei schien mir die Bedienung von Beginn an intuitiv. Funktionen sind einfach und ohne langes Handbuchstudium zu finden, Symbole sind überwiegend selbsterklärend und auch alle Grundfunktionen findet man genau dort, wo man sie vermutet. Insgesamt scheint mir die gesamte Bedienung der MINOLTA VECTIS 20 nahezu optimal gelöst und so einfach, dass sich auch absolute Laien schnell (wenn nicht gar sofort) mit der Kamera zurechtfinden sollten. Nach dem Fotografieren muss lediglich der Schieber in Richtung Objektiv geschoben werden, wodurch dieses im Gehäuse verschwindet und der Schieber nun bis in die Endposition geschoben werden kann um die Kamera abzuschalten. Nun ist nur noch der Blitz einzuklappen und die Kamera ist (auch ohne Tasche) hervorragend gegen Verschmutzungen und Kratzer geschützt. Die Ergebnisse, die ich bisher mit der MINOLTA VECTIS 20 erzielt habe, konnten mich ausnahmslos voll überzeugen. Das Blitzlicht leuchtet (je nach Einstellung) optimal aus und was ich durch den Sucher sehe, finde ich auch so auf dem Foto wieder (eigentlich sollte dies eine Selbstverständlichkeit sein, aber meine Fuji Digitalkamera zeigt, dass dem nicht so ist). Insgesamt habe ich die MINOLTA VECTIS 20 also als eine einfach zu bedienende, gut ausgestattete, optisch ansprechende und zuverlässige Kamera kennengelernt, mit der sich sehr gute Ergebnisse erzielen lassen und die mir keinen Anlass für Kritik bot. FAZIT °°°°°°°°
Selbstverständlich bietet mir meine Spiegelreflexkamera mit zahlreichen Objektiven, Blenden, ... mehr Möglichkeiten als die kompakte MINOLTA VECTIS 20, für die meisten Fälle ist diese jedoch weit mehr als ausreichend und so kann ich diese APS-Kamera hier auch guten Gewissens empfehlen und urteile mit SEHR GUT !
Bilder von Minolta VECTIS 20
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25.12.2004 12:55
Ich bleib' eher digital. APS war damals aber eine sehr gute Weiterentwicklung des bisherigen Fotosystems.
30.09.2004 16:28
Guter Bericht. Mit APS-Kameras habe ich bisher keine Erfahrung und werde wohl auch bei digital bleiben :-) Lg, Arti
12.09.2004 13:06
Super Bericht, sehr informativ :-) Gruß aus Österreich, Holger.