Miracel Whip Dip Cocktail

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... „Miracel Whip“ ist den meisten von uns als „darauf greif ich für nen Kartoffelsalat am liebsten zurück“ Marke bekannt; viele haben obendrein ständig diese „wopp-wopp“-Werbung im Hinterkopf, die vom Kauf ähnlicher Produkte abhält. Die „Obermarke“ Kraft (Jacobs Suchard) hat mich seit jeher ... Bericht lesen





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Baumarkt-Farbe "Mango-seidenmatt" mal völlig anders....
Erfahrungsbericht von Cosmay über Miracel Whip Dip Cocktail
23.05.2009


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Dips sind immer gerne gesehen, nicht zu flüssig, sicher und wiederverschließbar verpackt
Kontra: schmeckt nicht wie es soll, für Einzelpersonen fast unaufbrauchbar

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Manchmal tritt genau das ein, was man sich im Leben nicht hätte vorstellen können. Dazu gehört unter anderem eben auch der Umstand, dass in dem Dorfpreis-orientierten „Norma“ ein mittelmäßig-neues Produkt für günstiger zu haben ist als im von mir dann und wann besuchten „Globus“; wo ich für den mir bis dato völlig unbekannten

//MIRACEL WHIP DIP – COCKTAIL//

1,99 EUR zahlte. Den Preis fand ich für das 280ml umfassende Plastikdöppchen doch recht “gewagt”, war aber neugierig genug um zu verdrängen, dass ich hierfür 1 ¼ Stunden im Büro hocken muss. Dass genau jenes Produkt mich heute im „Norma“ für 1,69 EUR anstarren würde, hätte ich ja nicht ahnen können ~ oder gar ahnen können, welche Erfahrungen ich mit diesem Dip machen würde...

„Miracel Whip“ ist den meisten von uns als „darauf greif ich für nen Kartoffelsalat am liebsten zurück“ Marke bekannt; viele haben obendrein ständig diese „wopp-wopp“-Werbung im Hinterkopf, die vom Kauf ähnlicher Produkte abhält. Die „Obermarke“ Kraft (Jacobs Suchard) hat mich seit jeher eher verzückt denn verschreckt, auch wenn ich mit einigen „aus alt mach neu“ Kreationen seitens „Milka“ nicht so ganz einverstanden bin.

Da ich jedoch über nichts anderes nachdachte, als darüber, welche der „Whip Dip“ Varianten ich ergattern sollte, damit diese möglichst zu meinem bereits eingekauften Zwiebelbaguette passen würde, griff ich über kurz oder lang zur Sorte „getrocknete Tomaten“. Mit dem Umstand, dass ich im elterlichen Kofferraum anschließend falsch in unsere jeweiligen Einkaufskistchen einsortierte und Muttern somit mit „meinem“ Dip durchbrannte, habe ich ebenso wenig gerechnet wie mit jenen Erfahrungen, auf die ich sicher noch im Laufe dieses Berichtes zu sprechen kommen werde.

Wissentlicher Fakt ist jedoch, dass ich schon beim Sortenvergleich leicht skeptisch wurde ~ nicht, dass ich insbesondere in letzter Zeit allem möglichen mit immenser Skepsis entgegenstehen würde! Doch der Umstand, dass jede einzelne Variante pro 15ml 42kcal beinhalten soll, kommt mir doch etwas wunderlich vor.

Weniger wunderlich sind die nachfolgenden Zutaten:
Wasser, pflanzliches Öl, Branntweinessig, Zucker, Tomatenmark (8%), Sherry (4%), Eigelb, modifizierte Stärke, Speisesalz, Apfelessig, Stärke, Gewürze (enthalten Sellerie), Aromen (enthalten Ei, Weizen), Verdickungsmittel Xanthan, Knoblauch, Oregano, Farbstoff Paprikaextrakt.

Unmittelbar unter den Zutaten prunkt erneut der Hinweis „ENTHÄLT EI, SELLERIE, WEIZEN.“; vermutlich, um es den potentiellen Allergikern einfacher zu machen und jenen, die seit Jahren gegen Käfigeier protestieren, ein immens schlechtes Gewissen einzuimpfen.

Ebenso findet sich der Tipp, dass der „Whip Dip Cocktail“ sich ideal zu Fisch, Gurke, Garnelen, Fondue, Folienkartoffeln und Brot paaren würde ~ ein Aufdruck, der beinahe deckungsgleich ist zu den Angaben auf den anderen Sorten.


//DER TEST//

fand noch am gleichen Abend mit meinem Stangenbaguette statt; auch wenn es mir selbst nicht so passend vorkam, nun doch auf „Cocktail“ zurückzugreifen ~ erst recht nicht, als ich kurz vorm Öffnen der Dose ständig den Begriff „Salatcreme“ vor Augen hatte. Meiner Ansicht nach kann man einen „richtigen Dip“ und eine „richtige Salatcreme“ nicht mit dem gleichen Begriff verunglimpfen.

Schnell vergaß ich jedoch diese Merkwürdigkeit, als ich auf die zählflüssige Masse starrte ~ der Dip sieht 1:1 aus wie jene Farbe, die ich mir ursprünglich an die Wohnzimmerwand batschen wollte: „Mango seidenmatt“. Auch die Konsistenz erinnerte mich an meine Malerarbeiten im Schlafzimmer ~ der Hersteller empfiehlt hier, den Dip vor Genuss gut durchzurühren. Ersetzen wir das Wort „Genuss“ mit „Verbrauch“, bleibt die Renovierungsasoziation bis zum bitteren Ende erhalten.

Apropos bitteres Ende: geschmacklich würde ich den Dip als „dicklich süßsauer“ beschreiben; ein leichter Hauch von Schärfe, gewürzte Tomaten und reiner Salatsoße, wie ich sie vom „Cafe Extrablatt“ als „Thousand Island“ Dressing her kenne.

Zwar habe ich das ganze Baguette tapfer gedippt, doch so richtig begeistert war ich definitiv nicht. Der Dip ist irgendwie zu dickflüssig, zu säuerlich und zu untomatig.

Getestet habe ich am Tag danach zwar nicht auf Folienkartoffeln, dafür aber auf Bratkartoffeln ~ so merkwürdig, wie das klingen mag, schmeckte es allerdings gar nicht mal. Aus purer Experimentierlust und ebenso dem Umstand heraus, dass sich der geöffnete Dip sicherlich nicht wochenlang halten wird, habe ich des weiteren den Dip zum Brotaufstrich umerkoren ~ bitte nicht nachmachen.

Obschon das Plastikschälchen nicht allzu groß ist, weiß ich so langsam aber sicher nicht mehr, wohin mit dem Zeug ~ traue mich aber fast schon gar nicht mehr, überhaupt mal nach dem Zustand des Produktes zu linsen, eben weil der Dip nun schon seit einer Woche geöffnet ist. Allerdings gehen mir auch die Ideen aus, was ich mit dem Zeug nun eigtl. anstellen soll ~ mir den Dip nun doch einfach über meinen noch vorrätigen Salat zu batschen kommt mir ebenso „falsch“ vor wie eine Folienkartoffel damit zu malträtieren.


//SUMMA SUMMARUM//

würde, kann und werde ich somit sagen, dass der Dip gut und gerne zu diversen Grillaktivitäten gereicht werden kann ~ doch als Einzelperson bleibt man auf den 280m regelrecht hocken, sofern man nicht von eben diesem eher mittelmäßigen Geschmackserlebnis völlig angetan ist.

Mir persönlich ist der Dip zu sämig, um mich begeistern zu können, schmeckt obendrein zu wenig nach Tomate und erinnert nicht nur optisch an latex-angereicherte Farbe. Der Geruch ist undefinierbar, und wenn ich nicht schon so oft jene Baumarktassoziation gehabt hätte...

Wirklich abraten will ich von dem Produkt nicht, doch ich für meinen Teil würde es nicht noch mal kaufen. Für mich als Einzelperson ist der Dip dank des schnell übersättigenden Geschmacks nahezu unaufbrauchbar. Sollte jedoch das vermeintliche Wunder geschehen, dass ich irgendwann mal zu einem Grillevent eingeladen werde und ich tatsächlich auch vorhabe hinzugehen, würde ich dieses Produkt womöglich sogar mitbringen ~ wenn auch nicht unbedingt diese Sorte.


   


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