Mischlinge: Was aus dem Welpen wohl mal wird???
24.11.2001
Pro:
robuste Tiere
Kontra:
manchmal erlebt man eine Überraschung
Empfehlenswert:
Ja
 Sylviane
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***beLIEve *** "When ever I accept my own doubt & insecurity, I´m more open to other people. Th...
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Wenn man Hunde liebt und die Rahmenbedingungen geschaffen sind, dann stellt man sich irgendwann die Frage, ob man sich nicht einen Hund zulegen soll, sich also den Traum vom eigenen Hund erfüllen. Daß das keine Entscheidung ist, die man unüberlegt treffen sollte, habe ich bereits in einem anderen Bericht deutlich gemacht und möchte mich hier nicht wieder wiederholen. Diesen Bericht möchte ich gerne der Laika widmen. Laika war der Hund meines inzwischen leider verstorbenen Bruders. Sie war eine Seele von einem Hund und gehörte der „Rasse“ von Hunden an, die es wohl am meisten gibt, den Mischlingen nämlich. Ein Mischling ist ein Hund, deren Eltern verschiedener Rassen angehören. Manchmal ist es sogar so, dass die Hunde so gemischt sind, dass man gar keine Rasse mehr deutlich erkennen kann. Im Volksmund nennt man diese Hunde liebevoll „Senfhund“, „Promenadenmischung“ oder „Mix“. Viele Leute, die nur mit reinrassigen Hunden mit Papieren usw zutun haben, belächeln diese Hunde, deren Abstammung nicht nachvollziehbar ist. Doch ich denke, dass es gerade beim Mischling eine große Menge Vorzüge gibt. Ich selbst besitze seit fast drei Jahren einen Hovawart-Mix. Mein Charlie hat im Grunde alles, was ein Hovawart haben muß vom Äußeren her, doch in seinen Adern fließt auch das Blut eines Mischlings, der seine Mutter war. Insofern kann ich sagen, dass mein Hund reinrassig aussieht ( haben mir Züchter bestätigt), aber dennoch nicht überzüchtet ist, wie es bei vielen reinrassigen Hunden ist. Denn bei der Zucht werden in erster Linie die Gewichtspunkte auf die Optik des Hundes gelegt. Das bedeutet, er muß in diesen und jenen Punkten perfekt sein. Und nur mit der perfekten Linie wird weitergezüchtet. Wie ich schon über unseren reinrassigen Zwergpudel berichtete, ist das nicht immer von Vorteil. Reinrassige Hunde sind anfälliger für Krankheiten und bringen schon oftmals kleine Defizite mit, die ihnen vom Züchter angezüchtet wurden. So war unser Pudel sehr empfindlich und besaß nicht die robuste Natur vom Mischling meines Bruders.
Um mehr von Laika zu erzählen, muß ich sagen, dass Laikas Vater ein Pudel war, die Mutter selbst schon eine Mischung. Als die Welpen geboren wurden, war das ein einfach unwiderstehlicher Haufen Hund. Drei Welpen und alle drei total verschieden. Laika war dunkelbraun mit Locken ( vom Vater geerbt), eines war schwarz (Farbe des Vaters) und das dritte war hellbraun und mit glattem Fell ( wie die Mutter). Aus diesem Wurf ging deutlich hervor, dass es sich um eine Mischung handelte. Unterschiedlicher konnten die Hundegeschwister gar nicht ausfallen. Insofern hat man bei einem Mischling, wenn er Junge bekommt, die absolute Überraschung, wie die Welpen aussehen werden. Denn es schlägt nicht selten ein Vorfahre durch, von dem man selbst gar nichts wusste. Und es macht großen Spaß so einen Mischlingswelpen aufwachsen zu sehen. Denn so wie der sich innerhalb seiner Entwicklung optisch verändert, kann man es bei reinrassigen nicht beobachten. Vor allem hat man da das genaue Bild vor Augen, wie der Hund später einmal werden soll. Beim Mischling bleibt es eine Überraschung bis er ausgewachsen ist. Man sollte sich beim Mischling allerdings darüber im Klaren sein, dass es dies Überraschungen geben kann. Ich kenne einen Fall, wo ein Mischlingswelpe für ein älteres Ehepaar gekauft wurde, der nicht größer werden sollte als ein Cocker Spaniel. Das Ende vom Lied war, dass der Hund annähernd so groß wurde wie mein Charlie (ca.70cm Schulterhöhe). Das war natürlich ein nicht so schönes Ergebnis, denn die alten Herrschaften waren mit einem Hund dieser Größe schlicht und einfach überfordert. Also, es ist Vorsicht geboten, wenn Vater und Mutter nicht klar erkennbar oder bekannt sind. Ein relativ sicheres Zeichen, wie groß ein Welpe werden wird, ist die Größe der Pfoten. Große Pfoten, dann später ein großer ausgewachsener Hund. Doch auch das ist relativ. Insofern am besten über die Familienverhältnisse des Hundes informieren. Wenn ein Schäferhund, ein Rottweiler, ein Hovawart oder ein Collie zum Beispiel mit drin sind, dann wird der Hund wohl etwas größer werden. Auch muß man beim Mischling die Verwandtschaftsverhältnisse bedenken, was das Jagdblut angeht. Eine Freundin von mir hat sich eine Mischung aus Deutsch Drahthaar und Münsterländer zugelegt. Beides Jagdhunde. Sie lebt in der Stadt und hat mit dem Hund große Probleme. Er ist sehr freiheitsliebend und springt, wenn er auf dem Grundstück freilaufen würde über den Zaun und weg ist er. Beim Spaziergehen muß er an der Leine bleiben, weil jedes Kaninchen oder Vögelchen ihn zur Jagd reizen würde. Es ist also wichtig, dass man sich auch beim Mischling überlegt, welche Rassen er irgendwo doch vereint. Doch gerade durch diese Kreuzungen können in Mischlingen die besten Eigenschaften verschiedener Rassen gekreuzt werden. Die Laika zum Beispiel war im Fell so wie ein Pudel. Sie wurde wie ein Pudel geschoren und haarte nicht. Das war natürlich ein großer Vorteil. Auch ihre ganze Erscheinung war die eines Pudels, oder ihr jedenfalls sehr ähnlich. Doch war sie bei weitem nicht so empfindlich wie ein Pudel. Wenn wir sie mit unserem reinrassigen Hund verglichen, war Laika als Familienhund tausend mal besser geeignet. Ich war damals selbst noch Kind und habe es geliebt mit Laika zu toben, was mit meinem Hund damals schlecht ging, da sie sehr sehr empfindlich war. Auch, was das Alter angeht, heißt es dass Mischlinge älter werden als reinrassige Hunde. Das kann ich an Hand von Laika auch bestätigen. Der Hund überlebte unseren Pudel doch um Jahre.
Kinderfreundlichkeit ist bei Mischlingen eine Sache, wobei man auch auf die Eltern der Tiere gucken sollte. Man kann es wie bei anderen Rassen auch nicht unbedingt pauschal sagen. Doch, wenn man einen Hund ins Haus holt, deren Eltern man kennt, dann kann man davon ausgehen, dass sich einige Charaktereigenschaften auch vererbt haben. Ist die Mutter zum Beispiel absolut kinderunfreundlich, würde ich persönlich lieber die Finger von einem Welpen dieser Hündin lassen, besonders wenn es ein großer Hund ist. Da unser Charlie aus dem Wurf eines bekannten Hundes kam, hatte ich da keine Bedenken. Außerdem kommt es auch sehr darauf an, wie mit dem Hund umgegangen wird. Denn auch das liebste Tier wird unfreundlich, wenn man es nicht gut behandelt. Wenn man sich nun einen Hund aus dem Tierheim holt, wird man dort in erster Linie Mischungen vorfinden. Denn viele Leute, deren Hund plötzlich unerwartet Welpen bekommt, bringen ihre Welpen, wenn sie sie anders nicht unterbringen können ins Tierheim. Nach dem Motto Vater unbekannt. Aber auch viele ältere Hunde, die dann zum Beispiel als süßer kleiner Welpe an Weihnachten unter dem Tannenbaum saßen, findet man dort, die den Besitzern dann leider doch zu groß geworden sind. Das traurige Schicksal eines Wollknäuls, dass sich dann erlaubt ein großer stattlicher Hund zu werden... Aber nicht nur große, sondern Hunde aller Art findet man dort. Denn die Verantwortung wird oftmals nicht überdacht.
Wenn ihr also einen lieben Mischling aus dem Tierheim holen wollt, denkt daran, dass er eventuell schon eine Odyssee hinter sich hat, von einer Familie zur nächsten geschubst wurde, weil er einfach zu groß wurde, vielleicht doch nicht so war, wie e sein sollte oder was weiß ich. Der Hund unserer Nachbarn, ein Schäferhundmischling hat auch einige Besitzer gehabt, bevor er bei ihnen heimisch wurde. Ich denke, dass viele Leute einfach unterschätzen, dass ein Mischling auch groß werden kann, oder Eigenschaften entwickeln, die aus dem Blut der Vorfahren stammt und die man ihm eventuell gar nicht so ansieht. Eine Mischung ist immer für eine Überraschung gut.
Sie sind lebhaft und gelehrig. Sie müssen sich auf keinen Fall vor Rassehunden verstecken. Ich kann allen, die einen Hund haben möchten nur raten, sich nach einem Mischling umzusehen. Vor allem, weil man sie auch im Tierheim bekommt. Oder über eine Zeitungsanzeige. Die Zeitungen sind voll von Anzeigen wegen Mischlingshunden. Und sie sind bestimmt sehr liebe Gesellschafter und ihrem Herren treu ergeben. Und wenn man bedenkt und einplant, was auf einem mit diesem Mischling zu kommen kann an Größe und Charakter, dann werden auch bestimmt nicht so viele wieder traurig ins Tierheim abgeschoben werden. Im Zweifel, dann vielleicht doch nicht das süße Wollknäul mit den großen Pfoten nehmen, auch wenn einem etwas von Cocker Spaniel erzählt wird, sonder einen anderen, der kleinere Pfoten hat, damit man auf Nummer sicher geht, wenn die Größe zum Problem werden kann... Bei der Bewertung unten habe ich mich für die goldene Mitte entschieden. Denn man kann nicht alle Mischlinge in einen Topf werfen. Denn so unterschielich wie sie sein können, ist auch ihr Anspruch.
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25.11.2001 15:21
Hunde sind schon was schönes. Habe auch manchmal den meiner Schwester! Gruß Lugana
24.11.2001 19:24
Ich liebe Mischlinge, denn viele der Mischlingshunde, die ich kennen gelernt habe - inklusive meinem - waren Seelen von Hunden und bis ins hohe Alter kern gesund. Meine Oma hat viele Rassehund. Darunter mehrere Schäfer. Zwei der Schäfer hatten HD, ein anderer Leukemie. Dann hatten wir noch ein Yorki, der immer tränende Augen hatte, so viel konnte man die Haar rundum gar nicht schneiden. Daher bin ich ein echter Mischlingsfan. Liebe Grüße Karina
24.11.2001 19:14
Ich will auch nen Hund(naja, morgen darf ich mit dem Dalmatiner von gegenüber Gassi gehen, wenigsten etwas !)-Gruß Britta