Lust & LeidenschaftSiebzehn Jahre ist sie alt, als Melissa P. in Italien ihre unglaubliche Geschichte veröffentlicht: In Tagebuchform erzählt die junge Sizilianerin von ihren... mehr
veröffentlicht In Tagebuchform erzählt die junge Sizilianerin von ihren ersten sexuellen Erlebnissen. Es ist der heimliche erotische Bericht eines frühreifen Mädchens, das extreme und demütigende Erfahrungen gemacht hat - immer getrieben von der drängenden Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe. Ein faszinierendes, erschütterndes, schonungslos ehrliches Buch.
veröffentlicht In Tagebuchform erzählt die junge Sizilianerin von ihren ersten sexuellen Erlebnissen. Es ist der heimliche erotische Bericht eines frühreifen Mädchens, das extreme und demütigende Erfahrungen gemacht hat - immer getrieben von der drängenden Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe. Ein faszinierendes, erschütterndes, schonungslos ehrliches Buch.
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Erfahrungsbericht von Apicula über Mit geschlossenen Augen - Das erotische Tagebuch / Melissa Panarello 29.01.2005
Produktbewertung des Autors:
Niveau
durchschnittlich
Unterhaltungswert
durchschnittlich
Spannung
durchschnittlich spannend
Wie ergreifend ist die Story?
berührt ein wenig
Pro:
Mir hat das Buch geholfen, mich mit meiner Vergangenheit auseinandezusezten
Kontra:
eine unheimlich traurig machende Geschichte, dieses Tagebuch
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Ich habe wieder einmal einen Fehler gemacht. Nämlich jenen, dass ich vor dem Verfassen meiner eigenen Gedanken zu diesem (umstrittenen) Buch einen Haufen Rezensionen und Artikel darüber gelesen habe. Jetzt bin ich verwirrt. Warum berührt mich dieses Buch so, obwohl es von so vielen als ... als ... na ja, mehr als Dichtung, als als Wahrheit angesehen wird?
Melissa P.’s „Mit geschlossenen Augen“ scheint die Gemüter ja ganz schön zu erregen. Schließlich ist das auch der Grund warum es von so vielen gekauft und von einigen auch gelesen wird. ;-)
Inhalt: Es handelt sich, kurz und knapp, um das Tagebuch einer minderjährigen - bis vor kurzem anonymen - Sizilianerin, die ihrem Tagebuch über ihre sexuellen Erlebnisse berichtet. Sie behauptet sie wäre auf der Suche nach Liebe gewesen, aber alle ihre Erlebnisse deuten darauf hin, dass sie ja nur eine kleine sexbesessene Göre war ... und das alles passiert(e oder eben nicht?) in einer kleinen Stadt in Sizilien. In Catania.
In manchen Rezensionen und Buchbeschreibungen gehen die Leser nur auf die ach-so-vulgäre Tonart der jungen Dame ein, und zitieren mit großem Vergnügen die abgefahreneren und durchaus erschreckenden Stellen des Buches, wie zum Beispiel die wo Melissa unsanft zu oralem Verkehr aufgefordert wird mit: „Blas mir einen, Du Sau!“. In ihrem Tagebuch, berichtet Melissa P. so locker vom Hocker AUCH über ihre vielen vielen sexuellen Erlebnisse. Wer oder wie viele es wann und wo mit ihr getrieben haben. Sie schreibt aber EBENSO offen darüber, dass sie sich dafür geschämt hat und wie mies sie sich danach gefühlt hat. Was all diese Erlebnisse in ihr ausgelöst haben. Und das war – so schien es mir zumindest – alles andere, als eine tatsächliche Befriedigung.
Für so manchen war das ohnehin nicht sehr dicke Buch nur als Wichsvorlage gedacht, vermute ich einfach einmal ganz frech. Schließlich ist ja von einer intimen Beichte die Rede: immer wenn es um dieses skandalöse Werk geht. Und wenn diejenige die da beichtet noch dazu so ein junges Ding ist - von dem Professor den sie ja angeblich verführt hat, so bezeichnend „Lolita“ genannt -, dann mag das für so einige den endgültigen Kick gegeben haben, es zu lesen.
Nun mag ich mir nicht anmaßen, dass ich die Kleine verstanden habe, aber ein wenig traurig machen mich die vielen Anschuldigungen schließlich doch, die sie sich nun gefallen lassen muss. Ihre Erlebnisse wären reine Fantasie. Ab und an wird – sogar in der Fachpresse, also von jenen, die sich mit „hoher Literatur“ auskennen – sogar unterstellt, ein Ghostwriter hätte „Mit geschlossenen Augen“ verfasst. Schließlich geht das junge Mädchen in so vielen Fällen schlicht und einfach auf die Wünsche der Männer ein und befriedigt eben die Phantasie der Männer, um sich danach schmutzig zu fühlen. Ja, macht sie das mit Absicht, oder wie?
Es ist ja auch so einfach jemandem zu unterstellen, er könne doch einfach mit dem Quatsch aufhören, der ihm vermeintlich schadet. Na, dann gehen sie doch hin, und sagen es ihrer Freundin, die da über 100kg wiegt, sie möge doch aufhören diese Tüte Chips zu futtern! Gehen sie doch hin und sagen einem Alkoholiker, dass er – verdammt noch mal! .-aufhören soll, sich selbst zu zerstören. Ja, machen sie es sich einfach, erzählen Sie einem Raucher, dass er sich und seine Umwelt gefährdet. Nebenbei: Wieso ist jemand hier bei Ciao auf so verdammt viele Punkte aus? Verbringt so wahnsinnig viel Zeit damit? – Hallo! Wir reden von Süchten ... !
Und genauso schwer wird es der jungen Melissa vermutlich gefallen sein ihr dubioses Spiel aufzugeben, als sie sich mal mit dem, mal mit jenem und mal mit einer „ganzen Horde“ Männer eingelassen haben mag. Das Mädchen hat einen gewaltigen Schritt getan, in dem sie nämlich ihre Erlebnisse nicht in sich reingefressen hat und brav geschwiegen hat, wie man es von ihr erwartet hätte. Sie hat uns all das als Tagebuch präsentiert. Den Schock, den sie ihren Eltern damit bereitet hat, will man sich besser nicht vorstellen. In Interviews behauptet Malissa P. (mittlerweile ist sie 18, lebt in Rom und ist bei weitem nicht mehr anonym) sie hasst diese Verlogenheit. Sie wollte nur ehrlich sein. Diese Heuchelei geht ihr gegen den Strich. (Mir auch, möchte ich nur sicherheitshalber anmerken.) Und irgendwie will mir scheinen, bei so manchem hat sie genau damit den wunden Punkt getroffen. Es gibt nämlich viele Menschen, die Melissas sexuelle Erlebnisse als reine (medienwirksame) Phantasie abtun, und ich vermute, dass es gerade diese Offenheit ist, die die biedere Seele derjenigen anspricht, die all das nicht glauben wollen. Man will einfach nicht wahrhaben, dass eine 14-jährige loszieht um es gleich mit mehreren Männern zu treiben. Mir versetzt so viel Unverständnis zunächst einen gewaltigen Stich ins Herz. Nur ganz nebenbei für jene, die sich das nicht vorstellen können: Mir ist Ähnliches passiert. Ich weiß nicht mehr, wie alt ich war, jedenfalls war es um die 16. Keine Sau hat sich dafür interessiert, dass ich dastand und gebrüllt habe und mich gewehrt habe und eigentlich gar nicht mit den drei jungen Männern mitfahren wollte, die mich da unsanft in ihr Auto bugsiert haben. Ich habe nie darüber mit jemandem geredet. Als junges Mädchen kann man nämlich schon mal Dinge machen, die man zunächst für total cool hält, die dann aber völlig anders verlaufen, als man sich zunächst gedacht hat. Wenn überhaupt man mit 16 etwas denkt. Dinge passieren. Und jeder, der sich irgendwann für seine (Un)taten geschämt hat und über sich selbst mehr als nur verärgert war, wird wissen, dass das alles nichts mehr hilft. Dinge passieren. Viele Vergewaltigungsopfer müssen sich nachher anhören, sie hätten es ja selbst herausgefordert. Vielleicht schweigen deshalb auch so viele. Mir kam es nämlich auch erst etliche Jahre später in den Sinn über meine Erlebnisse überhaupt erst richtig nachzudenken, geschweige denn darüber zu sprechen. An so vielen war ich einfach selbst schuld, habe ich mir damals eingeredet, und ich vermute, dass all mein „Reden“ über die Dinge nichts anderes bewirkt hätten, als mir eben jenen Vorwurf einzuheimsen. Genauso schuldig hat sich Melissa gefühlt. Aber heraus aus ihrer Haut konnte sie auch nicht so einfach. Sie wurde ja zu nichts gezwungen. Nicht offensichtlich jedenfalls. Junge Frauen schlafen mit Männern und folgen natürlich deren Phantasien; unter anderem weil sie Angst haben vor Konsequenzen, wenn sie „Anweisungen“ nicht befolgen. Im Anschluss an den Akt – und das gefiel mir so an Melissas Erzählungen – bestätigen sie den „tollen Hengst“, für seine Potenz, seine Taten. Was bleibt einer (!) auch anderes übrig? Ihm ins Gesicht zu schleudern, dass er ein langweiliges Arschloch ist?! Mir ist der Fehler nur einmal passiert einem Mann – und das sogar sehr vorsichtig - mitzuteilen, was ich von seinen ach-so-tollen Fähigkeiten gehalten habe. An die Konsequenzen mag ich gar nicht mehr denken. Also lässt frau es besser sein dem Versager die Wahrheit zu sagen. Irgendwie erledigen sich die Dinge schon von selbst, hofft man und flüchtet sich in Ausreden. Kurz, man ist lieber unaufrichtig, bevor man sich dumme Anschuldigungen wie: „Es hat Dir doch gefallen, Du geile Sau.“, gefallen lässt.
Mir gefielen so viele von Melissas Erlebnisse einfach darum gut, weil ich Ähnliche hatte. Nicht so abgefahren und nicht (nur) in ihrem Alter, aber trotzdem konnte ich mich an vielen Stellen wiedererkennen. Also glaube ich dem Mädchen ihre Schilderungen. Und ich kann mir vorstellen, dass es für sie auch eine Erleichterung war, das zu schreiben. Auch wenn sie mit vielen doofen Konsequenzen zu rechnen hat(te). Wenn ich so überlege, dann finde ich sie einfach nur mutig. Ich hoffe, es hat ihr geholfen und vielleicht hat es ja doch auch Leser gegeben, die sich vorstellen können, dass man manchmal in Situationen reinschlittert, für die man nichts kann. Aus denen man jedenfalls einfach so nicht mehr herauskommt. Die Sache mit dem Sex ist eine recht Komplizierte, habe ich gelernt. Und nicht erst, seit ich „Mit geschlossenen Augen“ gelesen habe. Viele Dinge macht man (ich sehe das nun eher aus meiner Sicht, nämlich der einer Frau) weil es dem anderen gefällt und/ oder um dem anderen zu gefallen. Melissa wartet ja nur auf den Augenblick in dem z.B. Der Professore ihr vollkommen verfällt, und nicht mehr ohne sie sein kann. Sie wartet auf die Liebe. Das ist reichlich naiv, das bemerkt sie selbst irgendwann. Auf einige Spielchen lässt sich Melissa auch deswegen ein – das entnehme ich ihren Schilderungen – weil sie selbst ihre Grenzen testet. Ob sie mit all ihren Spielchen tatsächlich nur nach Liebe sucht, weiß ich nicht so genau einzuschätzen. Im Alter von 15 hat man eine andere Ansicht von Liebe (, als später irgendwann); das meine ich jedenfalls. Aber Melissa ist in vielen Dingen schon reifer, als ich es im selben Alter war. Darum will ich ihr auch das Ende des Buches nicht so ganz abkaufen, aber irgendwie musste sie ja aus der dummen Geschichte heraus. Nehme ich an ...
Mein Fazit aus der Geschichte von Melissas Tagebuch ist – nach reiflicher Überlegung – folgendes: Egal, ob ihre Erlebnisse wahr sind oder falsch, übertrieben geschildert, oder ausgemalt, der Weg den wir gehen, bis wir uns finden und zu erkennen was wir wollen ist nicht immer so hübsch rosarot, wie es so mancher gerne sehen möchte.
Am besten man redet nicht darüber – ganz klar. Aber wenn es so wäre, fände ich es traurig. Wenn aber jemand – wie Melissa P. – ein Buch darüber schreibt, finde ich das okay. Warum auch immer das so sein mag ...
Das Büchlein ist im Verlag Goldmann erschienen und kostet 7,95 Euro. Man kann es lesen, oder es sein lassen. Man kann darüber nachdenken, oder eben nicht. Wegdenken aus meiner Reihe an Gelesenem mag ich es nicht mehr.
Melissa Panarello ist nun 18 Jahre alt und lebt in Rom. Sie ist mit (einem Mann, dem Sohn des Verlegers ihres Buches „Mit geschlossenen Augen“) liiert und wie ich einigen Artikeln im Internet entnehme ist auch schon ihr nächstes Buch (zumindest in Italien) erschienen. Dieses nächste Buch wird meiner Vermutung nach nicht so der große Kassenerfolg, wie ihr erstes hier, aber neugierig bin ich durchaus geworden, was die Junge Dame sonst noch so zu erzählen hat.
weitere Erfahrungsberichte
Ohne Worte..... Bewertung für Mit geschlossenen Augen - Das erotische Tagebuch / Melissa Panarellovon
sweetie1984
Pro: siehe text Kontra: siehe text
...Wie ich dazu kam
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Irgendwann habe ich es mal geliehen bekommen, bzw. eigentlich schon geschenkt bekommen mit den Worten "hier lies mal, erwarte nicht zuviel, brauchst es nicht zurück geben" . Ha ...
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Pro: kurzweilig, mutig, schonungslos Kontra: Manchmal erschien es mir etwas lückenhaft.
Mit fünfzehn Jahren verliert die Sizillianerin Melissa P. ihre Jungfräulichkeit, nachdem sie ihrem Auserwählten verspricht, dass sie aus ihrer Story lediglich eine "Sex-Story" machen. "So gesehen wäre mein erstes Mal ein regelrechtes Abkommen, wenn au ...
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Pro: regt zum nachdenken an Kontra: teilweise wirkt es wie die Fantasie eines Teenagers
Nachdem dieses Buch in Italien ein absoluter Bestseller war und auch hier zu Lande in dem Medien mehrfach erwähnt wurde, ja regelrecht beworden wurde, stieg mein Interesse an diesem Buch.
Als ich dann neulich durch EBAY klickte hatte ich das Glück das Bu ...
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Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
05.06.2006
Augen auf beim Bücherkauf! Bewertung für Mit geschlossenen Augen - Das erotische Tagebuch / Melissa Panarellovon
mary-p
Pro: Einige gelungene Stellen... Kontra: ... aber ansonsten: Diana Gabaldon für Arme
Melissa P.'s jugendliche Sexbeichte war ein Riesenskandal im Jahr 2003 in Italien. In Deutschland schlug das Buch zwar nicht ganz so große Wellen, aber trotzdem erlangte es einiges an Aufmerksamkeit.
Ist das ein Wunder bei diesem Inhalt? In einem Zeitr ...
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Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die ...
sehr hilfreich
06.08.2006
Erotik mal anders Bewertung für Mit geschlossenen Augen - Das erotische Tagebuch / Melissa Panarellovon
Jenny-Jenna
Lesen ist der perfekte Langeweile-Killer! Das dachte ich mir auch, als ich letztens bei meinem Freund saß und wartete, dass er von der Arbeit kommen würde. All zu viele Bücher existieren zwar nicht bei ihm, aber eines fand sich doch und das hörte sich eig ...
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