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Das_Ky

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Geschriebene Berichte

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Serenades - Anathema 20.02.2014

Nostalgia Rules # 7

Serenades - Anathema Anathema sind eine der Bands die sich am extremsten gewandelt haben. Vom Death / Doom ihrer Anfangstage über melancholischen Düsterrock hin zu gefühlvoller Musik für Herz und Seele. Es ist schwer einzuordnen was sie heute machen, da auch Elektronik- und Pop-Elemente Einzug in ihr Liedgut gehalten haben. Anathemas Klasse ist zu verdanken dass daraus kein ungenießbarer Sound-Mischmasch wurde :) sondern wohltönende Artenvielfalt. Ich unterstütze rückhaltlos was sie machen, ihr letztes Album „Weather Systems“ hat mich hingerissen (nachdem die Startschwierigkeiten erst mal überwunden waren). Das sind allerdings „die neuen“ Anathema. In meiner Wahrnehmung sind die sehr deutlich von „den mittleren“ und „den alten“ Anathema getrennt. Und je nach Laune und emotionaler Großwetterlage gehen halt nur „die alten“ Anathema. Ich weiß nicht wie oft in meinem Leben ich „Serenades“ (aus 1993) gehört habe. Tausende von Malen, ohne Übertreibung. Es gibt unzählige Momente in denen sie das einzig Richtige (oder gar das einzig Mögliche) war. Dabei klingt nur diese Scheibe exakt so. Zuvor waren sie noch etwas wüster unterwegs und danach verließ sie ihr damaliger Sänger Darren White. Natürlich ist Vincent Cavanagh ein würdiger Nachfolger. Vor allem seine Klarstimme hat Anathemas Evolution zu anspruchsvollem Schwermut mehr geprägt als alles andere. Ich liebe die Jungs in jeder ihrer Manifestationen. Aber heute ist heute und heute will ich „Serenades“. Nostalgia Rules! „Serenades“ hat es mir ...

Shelter - Alcest 14.02.2014

Frühlingsbeginn

Shelter - Alcest Ich kann nicht glauben wie beschwingt die neue Alcest klingt, wie leicht, wie glockenhell. Wie ein Frühlingsmorgen der soeben erwacht, die Welt hält noch stille, die Vögel singen erst verhalten. Tau schimmert auf den Gräsern und die Wolken sehen aus wie frisch gewaschen. Und dann kommt die Sonne und auf einen Schlag ist alles licht und laut und munter. Und die andächtige Stille wenn sich alles sammelt und auf seine Plätze geht ist mir persönlich doch viel lieber :) Es hat eine gute Weile gedauert mit Alcest und mir. Aufgrund eines ciao-Berichts (von dahmane) kaufte ich mir das Vorgängerwerk „Les voyages de l’ame“. Per Zufall kam ich in den Besitz einer Limited Edition auf clear vinyl inklusive Poster, total schön. Leider hat mein Plattenspieler nicht die allerbeste Tonqualität und Schallplatten sind halt auch etwas umständlich zu handhaben. Die lief also eher selten. Ich fand die Musik ehrlich gesagt ein bisschen zu harmlos und melodisch (es war grad Sommer und Sommer ist traditionell Death Metal Zeit). So richtig auf die Band und ihren Mastermind Stéphane Paut wurde ich durch die Empyrium DVD aufmerksam. Da sind Stéphane und sein bester Freund Fursy Teyssier (Chef von Les Discrets und verantwortlich für Alcests Coverkunstwerke) mit von der Partie. Und beide machten einen so freundlichen und liebenswerten Eindruck dass ich gar nicht anders konnte als sie zu mögen. Sie spielen auch gut (beim Empyrium-Konzert). Ich werde es Markus Stock niemals vergessen dass er ...

Storm of the Light's Bane (Rei... - Dissection 11.02.2014

Nostalgia Rules # 6_66

Storm of the Light's Bane (Rei... - Dissection Wenn At the Gates das eine Paradebeispiel sind für einen völlig eigenständigen Sound der nicht das Geringste mit Stockholm und dem klassischen Sunlight-Crunch zu tun hat, sind Dissection das andere. Bei manchen Vereinigungen unter diesem unserem weiten Sternenrund hat man den Eindruck die sind des Nachts vom Himmel gefallen. Oder aus einer Erdspalte gestiegen (der zuvor Schwefeldämpfe und Lavaströme entwichen). Irgendwann sind sie einfach da, sie haben keine Kinderkrankheiten, alles was sie tun ist auf verstörende Weise perfekt & ausgereift und ihre Klasse ist so unerreichbar, ihre Qualität so einschüchternd und unantastbar dass man willenlos vor ihnen in den Staub sinken möchte. Um ihnen zu huldigen (ich bin UNWÜRDIG) und ihnen in Gebetshaltung die zustehende Anerkennung zu zollen. Selbst heute wo ich an die 17 Jahre lang Fan bin, ist es wohltuend dass ich stehen bleiben kann beim Dissection hören. Wenn ich das möchte (wohler täte ich mich zusammengekrümmt fühlen). Ich kann mich noch gut erinnern was ich empfand als ich DAS zum ersten Mal vernahm: Es war als sei ein alles verschlingender Schatten aus meinen Lautsprecherboxen gefahren und hätte sich auf mein Herz gelegt. Ich war da gerade erst 20 und zugegebenermaßen fasziniert von der Dunkelheit, aber auch unerfahren. Und leicht zu beeindrucken. Dennoch bin ich der Meinung, Dissection haben nichts von ihrem bösen Zauber eingebüßt. Zum Glück höre ich die schon so lange dass ich ihnen standhalte. Selbst an solch ...

Suicidal Final Art - At The Gates 06.02.2014

Nostalgia Rules # 5

Suicidal Final Art - At The Gates At the Gates bringen mich in eine prekäre Lage. Über mein liebstes Album von ihnen habe ich bereits geschrieben. Über mein zweitliebstes übrigens auch :) und wenn es insgesamt nur 5 CDs gibt und die Band 1995 den Dienst quittiert hat, sieht es übel aus. Allerdings wäre es ein Ding der Unmöglichkeit über schwedischen Death Metal (oder jede Art extremer Musik) schreiben zu wollen und At the Gates außen vor zu lassen. Dazu sind die zu spektakulär. Zu Hilfe eilte mir diese praktische Best of, welche ich mehr aus Mitleid für 5 Euro kaufte. Alles was da drauf ist besaß ich nämlich schon auf den regulären CDs. Ich sollte es nicht bereuen … Zunächst war aber mal wieder die Flappe ziemlich lang. Wie üblich hatte ich gekauft ohne zu schauen was enthalten ist. Zuhause stellte ich fest dass einige meiner Favoriten fehlten und ich mir eine völlig andere Best of zusammengestellt hätte. Typisch! Irgendwann an den heißen Sommertagen 2013 erinnerte ich mich meines Stiefkinds & erbarmte mich ihrer und wie so oft hatte mein Kaufinstinkt recht gehabt, die Scheibe ist der blanke Wahnsinn. Aber At the Gates sind sowieso total wahnsinnig, man kann von denen nix anderes erwarten. Da die Jungs aus Göteborg stammen haben sie einen gänzlich anderen Sound und Hintergrund als Stockholm-Bands wie Entombed und Dismember. Ihr Verhalten unterschied sich hingegen nicht besonders. Abhängen im Plattenladen um die neuesten Scheiben abzugreifen und an Demos anderer Bands zu gelangen, schmuddelige Proberäume, ...

Sister - In Solitude 03.02.2014

Barmherzige Schwester

Sister - In Solitude Wie ich an In Solitude geriet ist mir momentan entfallen. Es ist möglich dass es was mit Watain zu tun hatte, in deren Vorprogramm sie kürzlich tourten. Generell habe ich den Eindruck dass Watain ihre älteren Brüder (im Geiste) und Vorbilder sind, so wie beide Bands miteinander umgehen. Vielleicht auch einfach weil In Solitude aus dem gleichen trostlosen Kaff (Uppsala) stammen und Watain seit jeher versuchten den Nachwuchs aus ihrer Heimat zu unterstützen. Ich erwarte übrigens laute Jubelrufe über diesen Bericht denn In Solitude sind kein Death Metal, kein Black Metal sondern richtig toller griffiger okkulter Rock. Bei dem sich hoffentlich mehr Leute trauen mal rein zu hören, vor denen muss sich wahrlich niemand fürchten. Also vor ihrer Musik nicht, es steht mir nicht zu wie sie privat drauf sind zu beurteilen ;) [Privat dürfen sie blutüberströmt und nackich im Mondschein auf der Waldlichtung herumtanzen. Ich sitze derweil mit Infrarot-Feldstecher im Hochsitz und ergötze mich an den Frivolitäten.] Also! Aus Gründen die ich nicht mehr 100%ig rekonstruieren kann einigte ich mich im September 2013 mit meiner internen Finanzdirektion darauf In Solitudes neuesten Output „Sister“ anzuschaffen. Ohne etwas über Band und Musik zu wissen, voll enthusiastischen Forscherdrangs wie das halt immer so ist bei mir. Das Premieren-Hören sorgte zunächst für leichte Missstimmung, die Songs (und vor allem der Sound) kamen mir arg geschliffen vor, glatt, beinahe steril, es blieb nicht viel ...

Deathhammer - Asphyx 30.01.2014

Nostalgia Rules # 4

Deathhammer - Asphyx Moooooment! Heißt die Veranstaltung hier nicht „Nostalgia Rules“? Ging es nicht um windelweich vorgetragene Sentimentalitäten modernder Mummelgreise? Dies Album stammt aus 2012! Höh?? Nur die Ruhe. Die niederländische Totenkopf-Schwadron Asphyx klang in ihren Gründertagen anno 1987 kaum anders als heutzutachs. Wenn es wer geschafft hat seinen unverwechselbaren Sound zu konservieren ohne zu langweilen oder sich ausschließlich zu wiederholen, dann die :) dabei ist kaum eine Bandhistorie so zerfasert wie die von Asphyx, allein vier Mal haben sie sich aufgelöst und wiedervereint. Zeitweise war kein einziges Ursprungsmitglied mehr an Bord. Und doch ist es ihnen irgendwie gelungen sich in die Moderne zu retten (und trotzdem zu klingen wie die jugendlichen Kinderfresser die sie einst waren). Asphyx sind verdammt deprimierend. Ich höre ja weiß Gott jede Menge extreme Scheiße. Asphyx setzen dem Ganzen immer noch eins drauf, die sind die personifizierte Trostlosigkeit. Gar nicht mal weil sie so brutal sind. Es sind die desolaten Gitarren-Dissonanzen vereint mit heftig quälenden Doom-Passagen, all das in ultratief Moll. „Deprimierend“ ist gar kein Ausdruck. Sänger Martin van Drunen, ein total sympathischer und lieber Mensch gibt mir den Rest, niemand klingt dermaßen hysterisch. Als hätte ein Hund ein Knochenstück im Hals stecken. Abartig! Das ist übrigens nicht despektierlich gemeint, ich mag den wirklich gerne, ich versuche bloß einen möglichst passenden Vergleich zu finden ;) ...

Left Hand Path - Entombed 27.01.2014

Nostalgia Rules # 3

Left Hand Path - Entombed An Entombed hatte ich ordentlich zu kauen. Dismember (die etwa in die gleiche Kategorie fallen was Härtegrad und Sound angehen) waren mir aufs erste Ohr sympathisch, es gab eine augenblickliche Verbundenheit zwischen mir und ihnen, fast schon eine Symbiose. Entombed, von denen jeder schwärmte bis zum Nasenbluten, gingen mir überhaupt nicht ab. Vor 20 Jahren. Heute ist das selbstverständlich anders :) sonst tät ich nicht über sie schreiben. Ich weiß nicht mehr warum wir nur so zögerlich zusammenkamen, waren es ihre angeborene Wildheit, die doch recht komplexen Songstrukturen, die dissonanten Gitarren … keine Ahnung. Soli von Entombed – vor allem wenn sie aus der Hand von Nicke Andersson stammten (der eigentlich ihr Drummer war!) – klingen als würde man beim Sendersuchlauf im Radio zwischen zwei Frequenzen geraten: Düüdellüüdellüü Delleldelüüüüüüü. Das ist schon ziemlich anstrengend für nichtsahnende Novizen. Worin ich mir aber sofort einig war, worüber es nie Diskussionen gab ist der Killer-Titeltrack. Das ist auch noch das erste Lied auf der CD. Wirklich wahr, Entombed begannen mit diesem Hammer eine Weltkarriere. Wüste Tempowechsel, superheavy Gitarren, die geile raue Stimme von LG Petrov, Nickes Wunderdrums. Und in der Mitte, wenn kein Mensch damit rechnet erscheint plötzlich ein abgehobener Keyboard-Teil. Der stammt aus einem Horrorfilm, wenn ich mich recht entsinne ist es „Das Böse“ (Phantasm). In den 80er Jahren waren alle Schwedenkids große Horrorfilmfans. Da ...

Recordings 89 - 91 - N2k2 23.01.2014

Nostalgia Rules # 2

Recordings 89 - 91 - N2k2 Ich liebe Death Metal. LIEBE Death Metal! Moment, hatten wir das nicht grad erst? Schon wieder Death Metal? Immer wieder Death Metal, weil: Für immer. Für die Ewigkeit :) Schatz und ich, Haribo Gummifrösche essen, mein Leben für das Todblei, das ist einfach so. Und da Nostalgia regiert gibt es einen uralten Leckerbissen auf die Ohren. Ich bezweifle dass es eine Band gibt die es mit Nirvana aufnehmen kann. Also den schwedischen Nirvana 2002, es gab da auch noch diese anderen Nirvana, eine kleine Grunge-Clique aus Seattle die Weltruhm erlangte und leider den Bandnamen als erstes trug. Somit mussten sich die Schweden zwecks Urheberrechtsgründen und aus den USA fortwährend drohenden Millionenklagen ein Anhängsel hintan tackern. Im Bericht nenn ich sie aber hartnäckig bloß „Nirvana“! Ist ja schließlich mein Bericht ;) die echten Nirvana werden es schon nicht merken. Wohlan! Nirvana. Nahmen zwei offizielle Demos und vier vollkommen obskure „Rehearsal-Tapes” auf, existierten sowieso nur von 1989 bis 1991, spielten kein einziges echtes Konzert vor Publikum, wahrscheinlich erinnert sich kaum jemand an die außer langweiligen Fürzen wie mir die nix Besseres mit sich anzufangen wissen. Doch die wenigen Stücke die von ihnen überliefert sind klingen unglaublich. Und ich kenne mich aus mit Unglaublichem. Dermaßen heavy und knochenzermalmend, dabei total abwechslungsreich und gespickt mit genialen Einfällen, so eine kranke morbide Schönheit … Nirvana waren wahrlich etwas sehr ...

Like an Ever Flowing... - Dismember 21.01.2014

Nostalgia Rules # 1

Like an Ever Flowing... - Dismember Ich liebe Death Metal. Ich LIEBE Death Metal! :) Ich höre so viel unterschiedliche Musik und würde niemals auf meine unmöglichen Popsachen verzichten wollen. Aber bei keiner Stilrichtung fühle ich mich so zuhause wie im Death Metal, das ist einfach mein Ding. Da ich am liebsten den Kram ekstatisch abfeiere den vor 20 Jahren schon nur Freaks hören wollten, habe ich mir folgendes überlegt: Zu Ehren meiner meistgeliebten CDs schreibe ich Berichte deren Titel stets „Nostalgia Rules“ lauten. Ich hoffe mindestens 20 zusammen zu bekommen, schreiben wollen würde ich an die 80 (wenn das langt). Und die Berichte sollen auch nicht so arg lang werden, lieber Quickies mit möglichst vielen haarsträubenden Anekdötchen statt meinem üblichen gefühlsduseligen Geseier, hehe. Wer möchte kann sich gerne beteiligen. Gut, über Todblei werde wohl ausschließlich ich berichten, aber wie wäre es mit Schriftgut zu Depeche Mode, den Pet Shop Boys, Madonna, Sandra? Gibt’s ja auch schon 100 Jahre, gefühlt. Einfach „Nostalgia Rules“ im Berichttitel anhängen. Muss auch nicht wie bei mir zahlenmäßig aufeinander folgen. Ich gucke mal wie weit ich komme. Ahne bereits dass die Sache schnell im Sande verläuft, aber spontan hab ich da Bock drauf :) und das ist das Wichtigste. Also! Für meine persönliche Premiere der „Nostalgia Rules“ gab es lediglich eine Gruppierung die in Frage kam. Ich höre garantiert 50 verschiedene Death Metal Bands regelmäßig, aus Schweden allein bestimmt 40, es können sogar mehr ...

Empyrium - Into The Pantheon (+ BR) (+ CD) (DVD) 29.12.2013

Days before the fall

Empyrium - Into The Pantheon (+ BR) (+ CD) (DVD) Nur eine Sache ist größer als eine neue CD von Dead can Dance nach 16 Jahren des Schweigens: Eine DVD der wiedervereinigten Empyrium. Dead can Dance liebt man auf der ganzen Welt, sie werden selbst von gestandenen Musikern anderer Bands wie eine Gottheit verehrt. Empyrium sind eine deutsche Nischenband die verschrobene Klänge von sich gab und die während ihres gesamten Bestehens (1994 bis 2002) nie live spielten. Ich bin immer wieder erstaunt dass die überhaupt jemand kennt, so tief hatte sich dies musikalische Fabelwesen im Untergrund versteckt. Nach ihrer Auflösung passierte erst recht nix mehr und sie gerieten beinahe in Vergessenheit. Dachte ich! 2011 traten Empyrium sensationell auf dem Wave Gotik Treffen in Leipzig auf, mit zahlreichen Gastmusikern. Ich bin sicher das posaunten noch die Engel vom Himmel und es stand in flammender Schrift an jede Hauswand gepinselt. Jedoch, ich Abtrünnige habe wie so oft nicht das Geringste davon mitbekommen und fiel erst aus allen Wolken als ich die Ankündigung für die DVD diesen Sommer im Internet sah. Und dies Mal gab es kein ungläubiges Starren und ich habe mich auch nicht geärgert dass ich alles verpasst hatte. Nein, mir standen sofort Tränen in den Augen und ich fing an die Tage bis zum Release zu zählen. Es war so klar dass dabei nur etwas Spektakuläres herauskommen könnte. Die DVD Anfang September auszupacken war eine heilige Handlung, liebe Gemeinde :) das beseelte Gefühl hält übrigens noch immer an, jedes Mal wenn ich sie ...

Anastasis - Dead Can Dance 13.12.2013

Shine like the brightest star

Anastasis - Dead Can Dance Oder auch: Tote Sonnenblumen, wegen der vertrockneten Ödnis die das Cover ziert. Dead can Dance waren seit jeher das Schöne und das Schreckliche und oft genug ließ sich konstatieren dass Schönheit an sich schrecklich sein kann. Und Schreckliches, Grausames schön. Doch ich greife vor. Kehre ich lieber in den Gefühlstumult zurück in welchen die Ankündigung eines neuen Albums eben jener Dead can Dance mich stürzte, im Sommer 2012. Ich brauchte lange um zu begreifen dass „Anastasis“ nicht bisher unveröffentlichtes Material enthielt sondern tatsächlich rein aus frisch komponierten Songs bestand. Lisa Gerrard und Brendan Perry waren wieder zusammen und würden sogar touren. Was für eine unverständliche Nachricht, sie kam mir vor wie in einer anderen Sprache verfasst, so ungeheuerlich erschien mir ihr Inhalt: Dead can Dance würden touren? DIE Dead can Dance? In Ursprungs-Besetzung? Mit NEUEM Album?? Ich glaube nicht dass ich verdeutlichen kann was das auslöste, aber es gibt ja erstaunlich viele DCD-Fans :) unsere ganze Welt geriet in Aufruhr. Auch viele andere Bands die ich schätze verwandelten sich in aufgeregte Kinder, unter ihnen Paradise Lost und Anathema. Es war wirklich wahr, es geschah hier und jetzt. „Anastasis“ in Händen zu halten wird mir auf ewig im Gedächtnis bleiben. Es wurde nur von einem Ereignis getoppt, das war ca. ein Jahr später die Empyrium-DVD in Händen zu halten. Doch das ist eine andere Geschichte :D „Anastasis“ hat mir beim 1. Hören eigentlich ...

The Hellacopters - Goodnight Cleveland (DVD) 05.12.2013

Glimmerquartz

The Hellacopters - Goodnight Cleveland (DVD) Man mag es kaum für möglich halten, aber es fällt mir schwer eingängige Musik zu hören. Ich höre ja andauernd die furchtbarsten Sachen wie sie härter, grusliger und vertrackter nicht sein könnten. Normalen Leuten schmilzt davon das Trommelfell, mein Fell fängt an zu jubeln und durchs Ohr zu tanzen. Jubel und Tanz ist das Erste was einem bei den schwedischen Hellacopters in den Sinn kommt. Sogar ich, die Musik vornehmlich im Sitzen oder Liegen konsumiert gerate in rhythmische Schwingungen. „High Visibility“ höre ich am liebsten beim Kochen. Dann hoppse ich wild fuchtelnd Joe Cocker Style durch meine kleine Küche :) dass dabei noch nix zu Bruch gegangen ist ... Grundsätzlich kam ich aber schon durch meine Alptraummucke an diese Rocklegenden. Legende führte zu Legenden, sozusagen. Nicke Andersson, Drummer und Gründer von Nihilist und Entombed, den ersten, den krassesten echten Death Metal Bands aus Schweden, beschloss in den Mitt-Neunzigern dass er noch was anderes mit seinem Leben anstellen wollte als sich auf ein Genre festnageln. Und auf Sleaze Rock stand der sicher seit er klein war. Warum nicht seine bis in die entlegensten Erd-Winkel bekannte (und tief verehrte) Death-Institution verlassen und ganz von vorne beginnen, mit drei Kumpels und dies Mal als Sänger und Gitarrist? Wie ein Blitz aus heiterem Himmel waren The Hellacopters erschaffen. Von der Szene bestimmt erst mal belächelt, von Death Metal Fans gedisst, doch wen kümmert das. Ich bin kein allzu großer Anhänger ...

A Map of All Our Failures (Limited Edition) - My Dying Bride 26.11.2013

Sonnenwende (die Abkehr vom Licht)

A Map of All Our Failures (Limited Edition) - My Dying Bride Eine neue CD von My Dying Bride in meiner Familie aus MDB CDs willkommen zu heißen zählt nicht zu den leichtesten Aufgaben :) sie zählt zu den meistgeliebten Aufgaben, das steht außer Frage. Eine solch hibbelige Aufgescheuchtheit erlebt selbst dieser hormonüberfrachtete Haushalt nicht alle Tage. Neue MDBs bringen die komplette Bude in Aufruhr. Einzig bei dieser Band erlebe ich es so ausgeprägt dass ich mit jeder Addition den ganzen Back-Katalog abfeiern muss, über Monate. „A map of all our failures“ erschien im Oktober 2012. Und erst jetzt hat sich die Erregung innerlicher Aufgebrachtheiten dahingehend beruhigt dass ich sie beschreiben kann. Hach! My Dying Bride. 1990 im rauen Norden Englands gegründet, in Bradford, West-Yorkshire, dem gleichen Städtchen aus dem Paradise Lost stammen. Beide Vereinigungen sind befreundet und hingen als Teenies im gleichen Metal-Pub rum. Geschichtsträchtig! My Dying Bride fanden ihre Erfüllung gleich mit ihrer 2. Veröffentlichung „Turn loose the swans“, unglaublich hingebungsvolle, herzzerreißend traurige Musik. Und dennoch einzigartig warm und trostspendend. Über die Jahrzehnte perfektionierten sie diesen Stil, doch ich muss sagen: Viel Feinjustierung war da nicht notwendig, das war damals schon nahezu vollkommen. Ich mag den Erstling „As the flower withers“ übrigens ebenfalls sehr gerne :) da wird nur mehr gegrunzt als auf späteren Scheiben, deshalb diente mir „Turn loose“ als Exempel. Nach zahlreichen Umbesetzungen in den ...

Last fair day gone night Live 2011 Vinyl - Katatonia 19.11.2013

Last fair day gone night

Last fair day gone night Live 2011 Vinyl - Katatonia Ob sich die schwedischen Katatonia damit einen Gefallen getan haben ein komplettes Konzert auf Vinyl herauszubringen? Doch was bin ich schon wieder für ein nörgeliger Querulant, andere Fans täten in blanke Ekstase ausbrechen ob solcher Göttergaben. Tja. Ich bin ein Luxusluder. Ich will alles und das pronto. Katatonia gaben 2011 anlässlich ihres 20jährigen Bandjubiläums Konzerte in ausgewählten Locations. Wie ihre Kollegen von Opeth und Paradise Lost vor ihnen spielten sie bei dieser Gelegenheit eins ihrer Alben in seiner Gesamtheit (Last fair deal gone down) und filmten den Gig um eine DVD herauszubringen. Ja nun. Dieser Umstand dauerte bei Opeth und PL ein halbes Jahr, eine Produktionszeit die jeder guten DVD zugrunde liegen darf. Bei Kata sind seither 2,5 Jahre vorüber gezogen und die DVD ist für mein Empfinden ins Reich der Mythen und Sagen gerückt. Was dauert denn da so lange? Bzw. wenn man schon das Gleiche macht wie zwei befreundete Bands, kann man sich von denen nicht Tipps geben lassen wie man’s richtig angeht?? Ich bin echt motzig deswegen und wenn dieses Ding jemals auf den Markt kommt werd ich es glaub ich erst mal mit Missachtung strafen. Um sich nicht vollends zu blamieren und vielleicht auch ein bisschen Geld zu verdienen brachten Katatonia wenigstens das Konzert auf Schallplatten heraus. Wieso unbedingt in dieser Form bleibt ihr Geheimnis. Angeblich weil sie allesamt Vinyl-Junkies sind und sich das in ihrer eigenen Plattensammlung besser macht als eine CD. ...

Orchid - Opeth 14.11.2013

Schwarze Schönheit

Orchid - Opeth Mit „Orchid“ tat ich mich lange schwer. Ich besitze sie seit 12 Jahren. Aber so recht mit ihr anzufangen wusst ich lange nix. Opeth brachen im Herbst 2000 wie eine Urgewalt in mein wohlgeordnetes Leben ein. Allein bis meine Ersterwerbung „Blackwater Park“ endlich zündete vergingen Monate. 2001 kaufte ich sämtliche Alben die vor ihr erschienen waren und fand diese noch komplizierter. Mit „Orchid“ kam ich überhaupt nicht klar! Gothenburg Sing-Sang-Gitarren und dazu Brutal-Grunz, ausufernde Songs, sperrig ohne Ende – das war nichts für mich. Damals jedenfalls :) „Orchid“ behielt ich weil es halt die erste von Opeth war, ihr Debüt aus 1994. Zwei Liedern näherte ich mich irgendwie an, das war’s dann. So richtig zusammen gekommen sind wir tatsächlich erst dieses Jahr. Was ich in den letzten 20 Monaten aber auch für eine kranke Scheiße gehört habe geht auf keine Kuhhaut. Da wurde es mir teilweise selbst Angst und Bange. Geschaffen war ich seit jeher für den Death Metal, doch erst jetzt gibt er mir richtig viel. Im Sommer wurde mir bewusst welch geniales Herbstalbum die „Orchid“ eigentlich ist. Kein Wunder dass die nonstop läuft seit die Blätter bergeweise lebensüberdrüssig gen Boden segeln. Dabei hätt ich sie leibhaftig viel früher lieben und verstehen lernen müssen, „Orchid“ ist eine Schatztruhe. Wir beginnen ganz zu Anfang: Die Schweden Opeth gründeten sich 1990. Ich glaube groß gedemoed wurde gar nicht, sie haben hauptsächlich zusammen geprobt und Lieder entwickelt. Sehr ...
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