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Fantomiss

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Und sollte ich vergessen haben, jemanden zu beschimpfen, dann bitte ich um Verzeihung! ~~~ The most violent element in society is ignorance (Emma Goldman)

Geschriebene Berichte

seit 20.06.2006

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8. März - Weltfrauentag 08.03.2016

Alles Gute zum Weltfrauentag... oder?

8. März - Weltfrauentag Ich möchte den heutigen Internationalen Frauentag zum Anlass nehmen, über ein Projekt zu berichten, an dem ich zusammen mit meinem Partner schon seit langem arbeite. Am Frauentag, weil es direkt mit Frauengesundheit zusammenhängt. Weil es wichtig ist, darauf aufmerksam zu machen. Ich weiß, dass viele es hier nur abklicken werden, manche vielleicht der Meinung sind, dass es hier nichts zu suchen hat (diesen sei gesagt: Es handelt sich hier um einen Text im Café, wenn er Dir nicht gefällt, klick einfach anderswo hin). Wenn ich aber nur eine/n weitere/n Unterstützer/in finde, hat es sich schon gelohnt. Welche Bewertung ihr mir hierfür geben wollt ist ebenso nebensächlich, die sind in diesem Fall ebenso sinnvoll oder -los wie ein "Like" auf Facebook. *************** *** Heute Morgen habe ich eine Email vom dm Drogeriemarkt bekommen. Betreff: "Alles Liebe und Gute zum Weltfrauentag". Das klingt erstmal nett. Warum es mich trotzdem wütend macht? Die Nachricht und der dazugehörende Artikel auf der Website machen aus dem Weltfrauentag ein oberflächliches Konsumfest. Das kennen wir doch schon... vom Valentinstag zum Beispiel. Ganz bestimmt von Weihnachten. Der Internationale Frauentag wurde aber nicht ins Leben gerufen, um "Karrierefrauen", die figurwirksam auf High Heels stöckeln, mit einem erholsamen Fußbad aus der Drogerie zu etwas Entspannung zu verhelfen. Dann werfen wir noch ein bißchen "Food-Shaming" in den Topf mit einem "leckeren Schokoladenkuchen für alle Fashionistas, ...

The Modern Girl's Guide to Hatmaking / Mary Jane Baxter 16.02.2016

Hüte selber machen!?

The Modern Girl's Guide to Hatmaking / Mary Jane Baxter Über die Jahre haben sich in meinem Fundus einige Bücher zu den Themen "Do it yourself", Häkeln, Nähen und auch Hutmacherei angesammelt. Die Qualität dieser Bücher schwankt mitunter stark, und es gibt so viele, dass es mitunter schwer fällt, sich zu entscheiden - zumal schöne Ausgaben oft nicht ganz billig sind. Meiner Meinung nach findet man die schönsten Anleitungsbücher im englischsprachigen Raum, und die Kollegen in Großbritannien und den USA scheinen generell etwas "weiter" zu sein, außerdem gibt es oft richtig schöne Ausgaben, die man gar nicht mehr aus der Hand legen will. Und keine Angst, so "sophisticated" ist das Englisch oft nicht, mit mittleren Sprachkenntnissen kommt man schon sehr weit, und viele hilfreiche Abbildungen tun oft ein übriges. Eines meiner liebsten Bücher möchte ich heute vorstellen: "The Modern Girl's Guide to Hatmaking" von Mary Jane Baxter. Ich habe dieses Buch vor knapp 3 Jahren gekauft und viele Anregungen darin gefunden, anderes will noch ausprobiert werden. Der Inhalt ist übersichtlich aufgebaut, und alles ist liebevoll mit vielen Abbildungen und Photos versehen. Nach einer Einleitung und einigen Worten über die Autorin selbst, geht es ans Eingemachte. Es gibt eine sehr interessante Übersicht über verschiedene Arten von Hüten und Kopfbedeckungen und über den Hut im Wandel der Zeit. Eine Liste wichtiger und einfacher Zutaten und Hilfsmittel ist als Vorbereitung sehr hilfreich, und hilft, Verletzungen zu verhindern - wer sich schon einmal ...

Was haltet ihr von den neuen Barbiepuppen? 12.02.2016

Barbie's Makeover

Was haltet ihr von den neuen Barbiepuppen? Auch ich bin mit ihr aufgewachsen: Barbie. Ehrlich gesagt fand ich ja meist die Barbie-Pferde interessanter als die Puppen selbst, aber was mir auffiel: Barbie hatte seltsame Proportionen, insbesondere wenn man sie auf ihre Pferde setzen wollte. Es wird immer wieder behauptet, dass Barbie für ein verzerrtes Selbstbild besonders junger Mädchen verantwortlich sei und mit ihrer superdünnen Figur Essstörungen fördere. Ich weiß nicht, in wie weit es hierzu verläßliche Angaben oder gar Studien gibt. Ich persönlich glaube zwar nicht, dass ein Mädchen allein wegen Barbie magersüchtig wird, aber die Puppe trägt sicher dazu bei, das von der Gesellschaft allgemein propagierte Ideal der schlanken Modelfigur zu zementieren, und ist ein weiteres Steinchen in der überwältigenden Botschaft: Nur dünn sein sei schön. Heute sagen bereits 10jährige, dass ihre größte Angst ist, dick zu werden, und mehr als jedes dritte 12jährige Mädchen hat schon einmal eine Diät gemacht, Tendenz steigend. Auch unter Jungen nimmt dieser "Körperkult" zu. Kein Wunder also, dass Barbie immer wieder unter Beschuß geriet, ich erinnere mich z.B. an lebhafte Proteste in Berlin vor dem damals neu eröffneten "Barbie Dreamhouse", bei denen die Organisation Pinkstinks Dialog suchte und eine Femen-Aktivistin pressewirksam eine Barbie and einem brennenden Kreuz in die Luft hielt. Nunja. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Denkt man jedoch etwa an "Slumber Party Barbie", die in den 1960er Jahren auf den Markt kam, kann ...

Garnier Wahre Schätze Spülung Argan- und Camelia-Öl 20.12.2015

Wirkungsvolle Spülung, aber...

Garnier Wahre Schätze Spülung Argan- und Camelia-Öl Ja, ich habe mich hinreißen lassen und diese Spülung fürs PdW gekauft, allerdings weil ich ohnehin eine Haarspülung gebraucht habe, so kann ich mir einreden, noch nicht ganz zum Konsumopfer geworden zu sein, haha. Garnier habe ich schon früher benutzt, von "Fructis" war ich aber bald nicht mehr besonders angetan, während das "Aprikosen-Kindershampoo" der Dauerbrenner meiner Eltern ist - und auch wirklich nett. Ich sah also keinen guten Grund, dieser Spülung nicht doch eine Chance zu geben, zumal ich um eine andere aus der "Wahre Schätze"-Serie schon einmal herumgeschlichen bin. Bezahlt habe ich bei dm in Wien 2,85€, nicht gerade so günstig wie eine Balea-Spülung, aber dennoch eher im unteren Mittelfeld, da gibt es deutlich teureres, das auch nicht zwingend besser ist. Die Anwendung ist denkbar einfach: Nach der Haarwäsche aufs nasse Haar auftragen, kurz einwirken lassen und ausspülen, wie bei jeder Haarspülung. Ich nehme für meine etwa schulterlangen Locken eine ca. walnußgroße Menge, meine Haare benötigen aber auch generell viel Feuchtigkeit. Die Spülung ist angenehm dickflüssig und zart-orange, schaut hübsch aus. Sie läßt sich sehr gut im Haar verteilen und bleibt dann auch drauf, kein Tropfen oder ähnliche Sauereien. Allerdings war ich erstmal etwas stutzig, denn meine Haare scheinen die Spülung regelrecht "aufzusaugen", das glitschige Gefühl, das ich bei den meisten anderen Haarspülungen habe, gibt es hier nicht, und so war ich beim ersten Mal versucht, mehr zu ...

Exodus: Götter und Könige (2014) 05.12.2015

Der Gang durchs weiße Meer

Exodus: Götter und Könige (2014) Nein, Hollywood lernt scheinbar nie dazu. So ist "Exodus: Gods and Kings" aus dem Jahr 2014 leider nur ein weiteres leuchtendes Beispiel für "Whitewashing"... Die Story ist prinzipiell jedem einigermaßen bibelfesten Menschen bekannt: Moses führt nach endlosen Jahren der Gefangenschaft die Israeliten aus Ägypten ins gelobte Land. Dass die Ägypter ihre Sklaven nicht einfach so ziehen lassen wollen ist klar, daher schickt Gott (oder wer auch immer in diesem Film) 10 Plagen, bis der gebeutelte Pharao Ramses endlich einwilligt, die Israeliten gehen zu lassen - nur um es sich dann wieder anders zu überlegen. Eigentlich könnte man aus dieser bekannten biblischen Geschichte ein schönes Epos machen, zumal mit heutigen Möglichkeiten. Ridley Scott (ja, genau der, der uns "Thelma & Louise" und "Alien" beschert hat) hat aber so viele Möglichkeiten verschenkt, dass am Ende nichts als ein äußerst langweiliges Standard-Hollywood-Spektakel herausgekommen ist, das an so vielen nervenden Details krankt, wie Blattern über die Ägypter kommen, und bei mir jedweden Unterhaltungswert zunichte macht. Fangen wir gleich mit dem Offensichtlichsten an: Der Besetzung. Ich will damit nicht einmal sagen, dass die Schauspieler schlecht sind, die erfüllen ihre Aufgabe durchaus brauchbar, auch wenn mir Christian Bales andauernd dräuender Gesichtsausdruck irgendwann genau so auf den Keks geht wie Joel Edgertons Schäfchenblick. Aber bitte: Warum wurden für alle Haupt- und tragenden Rollen weiße ...

Half of a Yellow Sun / Chimamanda Ngozi Adichie 20.11.2015

The world was silent when we died...

Half of a Yellow Sun / Chimamanda Ngozi Adichie Chimamanda Ngozi Adichie ist für mich die wichtigste Entdeckung unter zeitgenössischen Autoren. Die nigerianische Schriftstellerin hat bisher drei Romane und einen Band mit Erzählungen veröffentlicht, die mit mehreren Literaturpreisen geehrt wurden. Über kleine Umwege bin ich auf die Verfilmung ihres zweiten Romans „Half of a yellow sun“ (deutsch: Die Hälfte der Sonne) gestoßen, und mir war klar, ich möchte, ich muss dieses Buch lesen… Hintergründe: Der Biafra-Krieg (1967-70) „Half of a yellow sun“ erzählt die Geschichte der Zwillingsschwestern Olanna und Kainene im Nigeria der Jahre 1966 bis 1970, vor dem Hintergrund des Biafra-Krieges. Nigeria hatte erst wenige Jahre zuvor (1960) nach langer Kolonialherrschaft seine Unabhängigkeit von Großbritannien errungen. Die große Schwierigkeit, die bis heute besteht, ist die Einigkeit der Bewohner dieses riesigen Landes. Die britischen Kolonialherren schnitten sich seinerzeit einfach ein großes, ihnen genehmes Stück Land aus Westafrika heraus, und es heißt, der Name „Nigeria“ sei einfach der Frau eines britischen Gouverneurs eingefallen – nur: Zuvor hat dieses Gebiet nicht als ein Land existiert, sondern wird von vielen unterschiedlichen Stämmen und ethnischen Gruppen bewohnt, deren Lebensstil, Religion, Tradition und Sprache oft unterschiedlicher nicht sein könnten. Bis heute gibt es über 300 Sprachen in Nigeria! Die größten Gruppen sind die überwiegend christlichen Yoruba im Westen und Südwesten, die muslimischen Hausa im ...

Curly girl: The handbook / Lorraine Massey 26.09.2015

Locken rocken!

Curly girl: The handbook / Lorraine Massey Friseurbesuche als Kind fand ich grauslig. Jedes mal wurde mir eine fürchterliche Frisur verpasst, die weder zu mir noch meinen Haaren passte. Als ich ungefähr 11 oder 12 war, passierte das Allerschrecklichste: Eine Friseurin verpasste mir einen Pony. Es war damals gerade "in", den Pony mit reichlich Gel schildartig schräg nach oben zu föhnen (wir befinden uns am Übergang der späten schrillen 1980er in die nicht weniger schrillen frühen 1990er), nur: Welches Kind macht das jeden Morgen? Ich nicht, und so litt ich lange Monate an einem lockigen wirren Büschel vor meiner Stirn. Später bildete sich meine Schwester ein, sie könne meine Haare schneiden, aber auch sie hat nicht mit meinen unberechenbaren Locken gerechnet - das Ergebnis war katastrophal und ist leider in meinem Abi-Jahrbuch verewigt. Ich wette, jede/r Lockenträger/in kann mit ähnlichen Leidensgeschichten aufwarten, und bei mir wurde es auch nicht besser, als ich nach den Abitur erstmal eine Ausbildung zur Friseurin gemacht habe. Denn machen wir uns nichts vor: Das Friseurhandwerk bei uns ist äußerst ignorant gegenüber allem, das nicht der europäischen Norm von der glatten Haarpracht entspricht, lockiges Haar geschweige denn asiatisches oder afrikanisches Haar werden hierzulande leider nahezu komplett ignoriert, das war zumindest in den frühen 2000ern so, und ich vermute nicht, dass sich da viel geändert hat. Mehrere Jahre habe ich daher Friseurbesuche eher gemieden und lieber selbst Hand angelegt, irgendwann war ...

Der Hobbit 3 - Die Schlacht der fünf Heere (DVD) 18.09.2015

Metzeln!

Der Hobbit 3 - Die Schlacht der fünf Heere (DVD) Eigentlich wollte ich mir diese Filme ja gar nicht antun, war ich doch schon über die Verfilmungen des „Herrn der Ringe“ von Peter Jackson äußerst geteilter Meinung. Der „Herr der Ringe“ ist aber immerhin ein Um-die-1000-Seiten-Epos in drei Teilen, so sind drei Filme ja durchaus zu verstehen (immerhin war es damals noch nicht in Mode, den letzten Teil nochmal in zwei zu splitten…). Aber wie, bitteschön, habe ich mir gedacht, will dieser Mensch jetzt aus einem Kinderbuch mit etwa 300 Seiten wieder einen Dreiteiler machen, der den ersten – jetzt immerhin auch schon um die 10 Jahre alt – sicherlich nochmal in den Schatten stellen soll? Von Freunden und Familie habe ich schon gehört, dass Peter Jackson mit seiner Angetrauten Fran Walsh mal wieder und dieses Mal in noch viel größerem Umfang Elemente dazu erfunden hat. Prinzipiell muss sowas nicht immer schlecht sein, im Fall von „Mockingjay Teil 1“ aus der „Hunger Games“-Reihe fand ich die kleinen (!) ergänzten Szenen sogar sehr reizvoll und sinnig eingesetzt. Beim „Hobbit“ ist dies jedoch keineswegs der Fall… Trotzdem habe ich mich dieser Trilogie nun angenommen, die Neugier hat gesiegt – und meine Erwartungen wurden leider noch übertroffen… im negativen Sinne versteht sich. Mit Abstand am schlechtesten ist meiner Ansicht nach der dritte Teil, über den ich mich hier auslassen werde. Logischerweise enthält der folgende Text sehr wahrscheinlich Spoiler für die ersten beiden Teile, vermutlich auch einige für diesen Teil selbst. ...

Mein verzauberter Garten - Eine Schatzsuche / Johanna Basford 11.09.2015

Geheimer Garten...

Mein verzauberter Garten - Eine Schatzsuche / Johanna Basford Was für ein wunderschönes Buch! Es ist noch nicht lange her als ich auf dieses kleine Kunstwerk gestoßen bin. In den USA scheinen Malbücher dabei ein echter Trend geworden zu sein, und seit ich weiß, dass es sie gibt, fallen sie mir auch hier zunehmend auf. Ja, Malbücher. Als Kind habe ich sie gerne gemocht, lustige Bildchen zum Ausmalen, und ich hatte jede Menge Malbücher, die ich mit Filz- und Holzstiften verschönert habe. Malbücher für Erwachsene sind dabei natürlich anspruchsvoller als ihre Kindervariante, ich denke aber, auch ältere Kinder können ihre Freude daran haben. Manche Details sind recht klein und erfordern doch etwas mehr Geschick beim Ausmalen, aber ein wenig Herausforderung darf natürlich gerne sein! Dabei habe ich Malbücher genau zu einem perfekten Zeitpunkt entdeckt: Ich fühlte mich gestresst und ausgelaugt, und war auf der verzweifelten Suche nach einer Möglichkeit der Entspannung. Da klang diese Idee einfach wunderbar: Detailreiche Bilder mit Farbstiften zum Leben erwecken! Und es funktioniert: Mit meinen Stiften kann ich wunderbar abschalten, nebenbei Musik oder ein Hörbuch hören oder einfach Stille genießen, sogar beim Schwimmen an der Donau hat es mich schon begleitet, und es war schön, zum Trocknen auf der Wiese in der Sonne zu liegen und zu malen... Das Ausmalen der detailreichen Muster hat dabei etwas meditatives, gleichzeitig gibt es ein schönes Erfolgserlebnis, das mehr oder weniger bunte Ergebnis zu bestaunen. Und selbst meine (oft nicht ...

Fifty Shades of Grey (2015) 12.08.2015

50 shades of boring

Fifty Shades of Grey (2015) Ich habs getan. Ich wollte es einfach wissen. Ich wollte wissen, ob dieser Film so schlecht ist, wie ich vermutet habe. Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Hype um die gleichnamigen Bücher war auch schwer nicht zu bemerken, und so hatte ich vor einer Weile in das Hörbuch zum ersten Teil reingehört - und nicht mehr als Ausschnitte ertragen. Weil damit aber viel Geld gemacht wurde und noch immer gemacht wird - derzeit schlachtet die "Autorin" die Geschichte offenbar noch weiter aus - war abzusehen, wann es eine Filmversion dieses Schunds geben wird. Die hat schon im Vorfeld ebenfalls für Aufsehen gesorgt: Als bekannt wurde, wer die Hauptrollen spielen soll, gab es entrüstete Fans, denen Hauptdarsteller Jamie Dornan nicht gefallen hat. Dakota Johnson, Töchterlein von Don Johnson und Melanie Griffith und Enkelin von Tippi Hedren, durfte Naivchen Anastasia Steele spielen. Die Story ist kurz zusammengefasst: Weil ihre Mitbewohnerin krank ist, darf Anastasia den superreichen jungen Unternehmer Christian Grey interviewen. Es funkt, und die beiden kommen sich näher. Dann stellt sich heraus, dass Christian auf BDSM steht und möchte die sexuell unerfahrene Ana dazu bringen, seine Dominanzspielchen mitzumachen. Was bedingt funktioniert. Als der Film in den USA in die Kinos kam, spielten die überwiegend weiblichen Fans verrückt, betrunkene Frauen spien die Kinos voll und eine Dame soll dabei erwischt worden sein, wie sie im Kino masturbierte. Dafür fehlt mir ehrlich gesagt jedes ...

Serena (2014) 22.07.2015

Verrückte Liebe

Serena (2014) Irgendwie mag ich Jennifer Lawrence. Das ist auch der Grund, warum ich mir "Serena" vor einigen Tagen angeschaut habe. Warum mich der Film dennoch nicht so wirklich begeistern konnte? Dabei könnte die Story, basierend auf dem gleichnamigen New York Times Bestseller von Ron Rash, durchaus was hergeben. In North Carolina des Jahres 1929, zur Zeit der Weltwirtschaftskrise, floriert das Holzgeschäft von George Pemberton. Neider und Feinde bleiben da natürlich nicht aus, vor allem der örtliche Sheriff (Toby Jones) ist nicht gut auf den Holzbaron zu sprechen, zumal letzterer die Bemühungen, in den Wäldern einen Nationalpark einzurichten, unterstützt, um die radikalen Rodungen zu verhindern. Doch Pemberton beißt sich durch, und hat als einer der größten Arbeitgeber der Region viele Menschen auf seiner Seite, wenngleich die Arbeit schwer und risikoreich ist. Die Geschehnisse kommen ins Rollen, als George Serena kennen lernt - und vom Fleck weg heiratet. Die ehemalige und inszwischen hochschwangere Geliebte - eine seiner Angestellten - hat das Nachsehen, auch wenn Serena einen leisen Stich von Eifersucht verspürt. Sie und George ergehen sich in einer verzehrenden Liebe, und sie steigt als ebenbürtige Partnerin auch in sein Geschäft ein, versteht etwas von Holzwirtschaft und leitet die Arbeiter besser als ihr Mann. Doch die Pembertons haben auch ein dunkles Geheimnis, man redet von frisierten Büchern, und der Mann, den George für seinen besten Freund gehalten hat, fällt ihm in den ...

Lucy (2014) 28.06.2015

Schlaumeier

Lucy (2014) Diese 90 Minuten meines Lebens bekomme ich leider nicht wieder zurück. Dabei hätte ich sie unendlich sinnvoller verbringen können. Mit Staubsaugen oder Bügeln. Oder dem Schreiben eines Textes über Joghurt. Selbst eine Wurzelbehandlung stelle ich mir aufregender vor. Denn das, was Regisseur Luc Besson hier fabriziert hat, läßt sich eigentlich mit wenigen Worten als hirnloser Schwachsinn bezeichnen, und dabei hilft es auch nicht, dass Hauptperson Lucy das ihre angeblich überdurchschnittlich toll nutzen kann. Nur: Damit fängt ja der Quark schon an. Denn mittlerweile sollte es sich doch wirklich rumgesprochen haben, dass die Behauptung, Menschen nutzten nur 10% ihrer Hirnkapazität, schlichtweg falsch ist. Somit steht die hahnebüchene Story schon von Anfang an auf wackeligen Beinen, und das retten weder die nervigen Actionszenen noch die albernen Tiersequenzen, die ja ach so künstlerische Metaphern auf das Geschehen sein sollen, dabei aber so plump daherkommen, dass es Zahnschmerzen verursacht. Die Story? Lucy lernt einen etwas zwielichtigen Typen kennen, der sie zwingt, einen ominösen Koffer in einem Hotel abzuliefern. Dort gerät sie nun in die Hände eines Drogenbosses, der ihr einen Beutel mit einer neuen synthetischen Droge in den Bauchraum einpflanzen läßt und sie zwingen will, das Zeug irgendwohin zu schmuggeln. Durch einen Zwischenfall platzt der Beutel auf und setzt einen Teil der Droge in Lucys Körper frei, die dadurch unverständlicherweise ein wenig durch den Raum ...

Die Aktuelle Debatte bei Ciao 12.06.2015

Debattenmüde? Oder kommentarfaul?

Die Aktuelle Debatte bei Ciao Zugegeben, ich habe auch gestutzt, als ich die Überschrift zur "Aktuellen Debatte" gelesen habe. Technischer Fehler? Hat hier jemand vergessen, das Debattenthema einzupflegen? Nein, es geht tatsächlich in der Debatte um die Debatte. Und hey, immerhin hat mich das seit Monaten animiert, mal wieder was zu schreiben... Das haben die letzten Debattenthemen allesamt nicht geschafft. Oscarverleihung? Fastenzeit? Weihnachten? Alles nicht so meins. Die Themen ließen wirklich sehr zu wünschen übrig. Allerdings will ich nicht nur maulen, denn Ciao bietet ja durchaus auch an, eigene Themenvorschläge einzureichen, und das habe ich auch schon gemacht. Dabei interessierts mich auch nicht, ob ich was dafür bekomme (schade, dass es wohl immer einen finanziellen Anreiz geben muss, damit überhaupt jemand den Hintern hochbekommt), ich habe mir einfach interessantere Themen gewünscht. Eins wurde immerhin ausgewählt, mit leichter Abwandlung. Ich denke auch, dass es nicht ganz einfach für das Ciao-Team ist, interessante Themen auszuwählen, von denen man hoffen kann, dass möglichst viele Mitglieder sich beteiligen. Die Interessen sind nunmal verschieden, und während mich vor allem aktuelle und soziale/soziologische Themen interessieren, daneben gerne auch Kunst, Kultur und Literatur, kann damit manch anderer gar nichts anfangen. Ein bißchen wie bei Trivial Pursuit in meiner Familie :) Während ich, wann immer möglich, die braunen Felder besuche, bevorzugt meine Schwester die grünen und mein Vater ...

Taking Flight / Michaela DePrince 11.03.2015

Fliegen lernen

Taking Flight / Michaela DePrince Ich mag Biographien / Autobiographien von interessanten Menschen, die mich in irgendeiner Form inspirieren. Michaela DePrince habe ich durch die (sehr sehenswerte!) Dokumentation "First Position" von Bess Kargman kennen gelernt, die einigen jungen Tänzern und Tänzerinnen zum "Youth America Grandprix", einem der wichtigsten Ballett-Wettbewerbe weltweit, gefolgt ist. Michaela, damals erst 14, war einer der Stars der Doku - und die, die mich am meisten begeistert hat. So habe ich auch nach "First Position" immer mal wieder geschaut, was sie jetzt so macht und wie es mit ihrer Tanzkarriere weitergeht - und bin so auf ihre Autobiographie gestoßen, die sie gemeinsam mit ihrer (Adoptiv)mutter Elaine DePrince verfasst hat. Normalerweise bin ich ja skeptisch was Autobiographien von sehr jungen Menschen angeht, aber diese Geschichte hat mich einfach besonders interessiert, denn Michaela hat, obwohl noch so jung, bereits viel erlebt und eine inspirierende und bewegende Geschichte daraus verfasst. Geboren wurde sie in Sierra Leone, einem der ärmsten Länder Westafrikas, mitten in einem dort für Jahre währenden Bürgerkrieg. Ihre Eltern waren etwas ganz Besonderes, und sorgten dafür, dass die kleine Mabinty, wie sie damals noch hieß, schon früh lesen und schreiben lernte - was leider besonders für Mädchen alles andere als selbstverständlich ist. Da sie mit einer Pigmentstörung geboren wurde, die ihrer Haut Flecken verleiht, wurde sie als häßlich und als "Teufelskind" beschimpft, selbst ...

Wild (Hörbuch) / Cheryl Strayed 01.01.2015

Lost and found again

Wild (Hörbuch) / Cheryl Strayed Es gibt Momente und Situationen im Leben, die alles ändern. Die einen Menschen aus den gewohnten Bahnen werfen und Änderungen fordern. Und manchmal ist es notwendig, ungewöhnliche Lösungen zu finden. Cheryl ist 22, als ihre Mutter völlig unerwartet an Krebs erkrankt und binnen weniger Wochen stirbt. Und plötzlich erkennt sie: Die Person, die ihr Leben und das ihrer Familie immer irgendwie zusammen gehalten hat, ist fort, für immer. Die Trauer droht Cheryl völlig zu überwältigen, und in ihrer Verzweiflung stürzt sie immer mehr in einen selbstzerstörerischen Strudel. Sie wird ihrem Mann Paul untreu, obwohl oder weil sie ihn über alles liebt, und geht schließlich eine Beziehung zu einem anderen Mann ein, der sie zu Heroin bringt. Ihre Freunde und Geschwister sind häufig hilflos, ihre junge Ehe zerbricht trotz noch immer tief empfundener Liebe zum anderen. Und in alledem erkennt Cheryl, dass es so nicht weiter gehen kann. Paul und sie einigen sich schließlich auf eine Scheidung, und sie nimmt spontan den neuen Nachnamen "Strayed" an, der ihr Innerstes wiederspiegelt - "stray" bedeutet etwa "herumirren, streunen, verirrt sein" - und genau so fühlt sie sich: Nirgendwo wirklich zuhause, ohne Halt und Wurzeln. In dieser schweren Zeit fällt ihr ein Buch über den "Pacific Crest Trail", oder kurz PCT, in die Hände, ein Langstrecken-Wanderweg entlang der amerikanischen Westküste, von der mexikanischen bis hoch zur kanadischen Grenze. Und sie spürt: Sie möchte und sie muss diesen Weg ...
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