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Herzenspiratin

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Geschriebene Berichte

seit 19.02.2006

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Weltreise eines Sexualforschers / Magnus Hirschfeld 17.04.2007

Wie tun's die anderen? (BüFrü)

Weltreise eines Sexualforschers / Magnus Hirschfeld Das ist mein Beitrag zum diesjährigen Bücherfrühling. Wer mehr darüber wissen möchte, kann sich bei StonerMcT und Mareike 22 informieren und anmelden "Weltreise eines Sexualforschers" Wie tun's die anderen? ***Vorwort*** So manch ein unglücklicher Langzeitsingle hat sich wohl schon hin und wieder ausgemalt, dass es womöglich in anderen Ländern einfacher wäre, eine/n passende/n Partner/in zu finden Insbesondere, wenn man physisch oder psychisch nicht der gängigen Norm entspricht, oder die eigenen Vorlieben und Anforderungen dies nicht tun, kann es tatsächlich sein, dass eine andere Kultur als die unsere besser geeignet scheint, alle Bedürfnisse zu erfüllen. Zwar sieht es so aus, als ob die Globalisierung leider nach und nach die verschiedenen Modeerscheinungen und Sitten auf dem Planeten aneinander angleicht, jedoch bringt sie einen Vorteil der Erreichbarkeit mit sich. Falls es denn ein Vorteil ist, innerhalb eines Tages auf die andere Seite der Kugel zu brausen und einen Jet-Lag auszukurieren, statt sich der Fremde allmählich anzunähern. Die aufregenderen Reiseberichte, so scheint es mir, stammen jedenfalls aus einer Zeit, als das Flugzeug noch kein gängiges Verkehrsmittel war. Zum Beispiel in diesem Fall. ***Immer noch Vorwort*** Wobei ich vorausschicken möchte, dass, wer Ritte auf exotischen Tieren in feindlicher Vegetation und den Kampf ums bloße Überleben angesichts heimtückischer Kannibalen und gutgetarnter Giftspinnen braucht, hier nicht auf ...

Ihre Gedichte 8 26.03.2007

Familiendrama

Ihre Gedichte 8 Vorwort Dies ist nichts für zarte Gemüter. Es gibt Themen, da kommt mir regelmäßig die Galle hoch. Dieses Gedicht schrieb ich bereits vor zehn Jahren, und nichts, aber auch gar nichts hat sich am Hintergrund geändert. Noch immer hat sich die Zahl der weiblichen Vorstandsmitglieder nicht wesentlich der der männlichen angeglichen, noch immer gibt es nicht gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Die Verstümmelung der weiblichen Genitalien in Afrika ist noch genauso aktuell wie der Freispruch männlicher häuslicher Schläger vor Gericht. Und fragt mal im Freundeskreis herum, wieviele Frauen sich selbst den Titel Emanze zu geben trauen. Als ob's nicht nötig wäre. Familiendrama Heutzutage sitzen sie in allen Chefetagen, und sie denken, daß sie dem Stress gewachsen sind. Sind es auch nur 10 Prozent, genug, daß sie es wagen. Frau'n sind zu emotional, das weiß doch jedes Kind. Sie nehmen dir die Arbeit weg durch ihre Billiglöhne. Deine Wut mußt du kaschiern, sonst lachen sie dich aus. Du machst dir nur Sorgen um die Zukunft deiner Söhne. Die Politik lässt dich im Stich, oder doch nicht? Gesellschaft fängt im Kleinen an, also mach's bei dir zuhaus. Hast du erst mal eine Frau, dann kannst du sie verprügeln oder vergewaltigen, gib ihr bloß kein Pardon. Du kannst sie sogar umbringen, will sie dein Hemd nicht bügeln; Familiendrama heißt das dann im Pressejargon. Frauen können immer, sie verkaufen ihre Leiber, oder sie verführen deinen blöden Nachbarn ...

Geschichte 01 08.12.2006

Das große Haus auf dem Hügel

Geschichte 01 Es geht mir nicht gut. Es sei denn, mich fragt jemand direkt, dann sage ich, es geht mir blendend. Die mich kennen, ahnen zwar, daß ich ihnen eine Lüge auftische, aber sie sind es zufrieden, und ich bin es auch. Würde sich jemand wirklich Gedanken machen, was könnte ich schon erzählen. Depressionen: Wischiwaschi. Und ich müßte mir - durchaus gutgemeinte - Ratschläge anhören, die niemandem helfen außer dem, der sie ausspricht, und der damit sein Gewissen beruhigt, etwas getan zu haben. "Geh doch mal raus, unternimm was." Ach ja? Ich krieg es nichtmal geregelt, mich morgens anzuziehen. Falls ich denn überhaupt mal morgens aufstehe. Und wehe, es kommt mir was in die Quere, wie zum Beispiel ein Klempner, der für zwei Stunden das Wasser abstellt. Aus diesem Grund schaffe ich es auch nicht, einen Arzt aufzusuchen. Das war der nächste Ratschlag. Ein weiterer: "Du bist zuviel allein." Ja, natürlich, und Gottseidank. Leute strengen mich an. Ich kann mich nicht darauf konzentrieren, was sie sagen. Der Witz ist: die konzentrieren sich auch nicht darauf, was ich sage, nur: die merken es nicht, und folglich leiden sie auch nicht daran. ... Ich habe überlegt, in das große Haus auf dem Hügel zu gehen. Sehr heimelig sieht es aus; ein bißchen wie meine alte Schule. Station P1 wäre mein Ziel. Ich kenne Leute, die dort waren. Mit Medikamenten vollgestopft, aufgedunsen. Zombies. Denen geht es jetzt besser, aber vielleicht tun sie auch nur so, damit sie nicht nochmal ...

Ihre Gedichte 7 26.10.2006

Du, allein

Ihre Gedichte 7 Kein Mensch wird dich jemals so sehr lieben kein Mensch lehnt dich jemals so sehr ab. Dir nur ist die Stelle ausgeschrieben. Du nur hältst dein Leben auf Trab. Kein Mensch wird dich jemals so verletzen, niemand tut dir jemals so gut. Niemand kann dein Innres so besetzen. Niemand hat an deiner Stelle Mut. Die anderen, sie nörgeln oder flehen und haben dabei nur sich selbst im Sinn. Die anderen, sie können dich nicht sehen; nur Äußeres, nur Augen, Nase, Kinn. Im andren sucht ein jeder nur sich selber, das, was er kennt; das, was er liebt und hasst. In Menschenkenntnis sind wir alle Kälber, 'da draußen' wird 'hier drinnen' angepasst. Die einen sehn in dir vor allem Schatten, doch viele blendet eher noch dein Licht. Den Zwischenraum, die inneren Debatten, erkennen andre auch nach Jahren nicht. 'Wozu zum Henker brauch ich dann die andern? Was ist das für ein dämlicher Bann, wenn Zwänge stets die Wahrheit unterwandern und jeder nur sich selbst vertrauen kann?' Die andren sind die Sonne und der Regen. Du selbst bist wie ein Samenkorn im Grund; du wächst des Lichtes und der Nahrung wegen, und so wird diese Erde schließlich bunt. Jedoch kannst du den Regen nicht erzwingen, und Sonne hat ihr eigenes Gesetz. Und doch kannst du die Kruste durchdringen. Und das ist letztlich, was ich an uns schätz. (c)Herzenspiratin 2006

Alles mit S... 07.09.2006

Die Story vom schreckhaften Schokokuss

Alles mit S... Der Schokokuss war ein ängstlicher Kerl. Er hatte Angst, daß ihm jemand den saftigen Kopf abbeißen könnte, so daß nur die Waffel übrigblieb. Oder daß jemand zuerst die Waffel abrupfte, während er bei vollem Bewußtsein blieb. Der Schokokuss hatte Angst, daß man ihn ganz langsam aufschlecken würde, was minutenlange Todesqualen bedeuten würde. Er stellte sich vor, wie jemand brutal die Waffel vom Kopf trennte, um den Schaum aus der Schokolade zu löffeln. Besonders große Angst hatte er, daß sich jemand auf ihn draufsetzen würde, eine sinnlose Verschwendung seiner Qualitäten, oder daß er in eine Torte kam und ihn jemand mit einem scharfen Tortenmesser zerschnitt. Kurzum: sein ganzes Leben war eine einzige Agonie. Aus diesem Grunde war er auch ziemlich schreckhaft. In der Fabrik, seinem Geburtsort, erschrak er vor den monströsen Maschinen, die ratterten und rumpelten, er erschrak vor den Menschen, an denen er vorbeifuhr, und vor der düsteren Schachtel, in der ihn schon mehrere Kollegen erwarteten. Als die Schachtel in den Lieferwagen gebracht wurde, erlitt sein direkter Nachbar eine unheilbare Quetschung, und von nun an erschrak er bei der geringsten Erschütterung. Im Supermarkt erschrak er vor der Kälte, vor der Musik und vor dem Schlingern, wenn jemand die Schachtel nahm, um das Preisschild zu lesen. Eines Tages wurde seine Schachtel gekauft. Als man sie öffnete, erschrak der schreckhafte Schokokuss vor dem Licht. Noch mehr erschrak er, als man ihn vorsichtig ...

Ihre Gedichte 6 11.08.2006

Mein Flohzirkus

Ihre Gedichte 6 Schimmlige Gedanken kreisen unentwegt und hektisch, weisen links und rechts und gradeaus und rechts und links und hintenrum und oben, unten, immer weiter, nicht zu denken wär gescheiter, aber wie den Zirkus stoppen, Flöhe hüpfen unverdrossen kreuz und quer und reißen Possen, wolln mich narren, necken, foppen, nichtmal junge sind's, mitnichten: alte Flöhe, wohlbekannte, eigentlich schon abgebrannte, durchgebrannte, durchgeknallte, wollen schichten oder richten; Wahnwitz zerrt mich, der geballte, immer weiter, komm schon, mach jetzt, eh' der Hintersinn sich festsetzt, such die eine große Wahrheit, doch mir mangelt es an Klarheit, viel zu viele graue Zellen, und die meisten undercover, wie Klischeegeheimdienststellen, Treffen mit dem secret lover, sehr diskret und sehr verschwiegen, wie soll man da Klarheit kriegen, Funken sprühen die Synapsen, Nachtigall, ick hör dir trapsen, oder sind es nur die Flöhe, abwärts, seitwärts, in die Höhe, wo war gleich noch mein Gedanke, Geisteskranke, steh nicht, schwanke!, Kreuzungen der Geisteswege?, meine Geister, die sind rege, tanzen Pogo, tanzen Wiener Walzer, sind mir Götzendiener, stets auf einer falschen Fährte, nichts ist gut, weil's lange währte, dieses frißt mich schon seit anno dunnemals und nervt mich, Manno!, hups, ich krieg ihn nicht zu packen, Irrsinn hat den Schalk im Nacken, rund, so geht es ewig weiter, Wahn, mein ständiger Begleiter. Ach, ich wünsch mir eine Leine, die mich ...

Alles mit H... 06.06.2006

Ich bin hedonistisch!

Alles mit H... Vorwort --------------- Diesen Fragebogen habe ich bei jorka1965 entdeckt, der ihn wiederum von Sky hatte. Eigentlich wollte ich mich ja jenseits meiner offiziellen Berichte nicht veröffentlichen, aber diese was-wäre-wenn-Spielerei paßt grad so gut in einen Ordner voller angefangener Berichte, Glossen und Märchen, die sich noch nicht vervollständigen wollen...und so ein ganz paar Stammleser habe ich ja doch inzwischen, die mich vielleicht etwas näher kennenlernen wollen. Also, ab geht die Post! 1. Wenn du dich in diesem Augenblick an irgendeinen Ort auf der Welt begeben könntest, wohin würdest du gehen? --------------- --------------- --------------- --------------- ------- Valle Gran Rey auf Gomera - weniger Pollen, mehr Sonne, dazu das Meer...mmmh 2. Wenn du etwas an deinem Äußeren ändern könntest, was wäre es? --------------- --------------- --------------- --------------- ------- Ich hätte gerne rundum eine glatte Haut. Neurodermitis is a drag! 3. Wenn dir eine Sache außer Geld im Leben garantiert würde, worum würdest du bitten? --------------- --------------- --------------- --------------- ------ Gesundheit. Irgendwo zwackt es mir ständig, selbst wenn die Haut mal Ruhe gibt. 4. Wenn du eine übernatürliche Fähigkeit haben könntest, welche würdest du dir wünschen? --------------- --------------- --------------- --------------- ------- Ah, das ist schwer. Ich würde unglaublich gerne fliegen können, aber ich habe Höhenangst. Der ...

Ihre Gedichte 5 22.05.2006

Drachentöter

Ihre Gedichte 5 Ach, Ihr lieben Leser, eigentlich würde ich mir gern ein Vorwort sparen, allein, Ciao will Wörter, Wörter, Wörter. Mal sehn, ob ich dieser Anmaßung nicht einen Strich durch die Rechnung machen kann ; ) --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- Drachentöter Hinein ins Dickicht. Bang, so bang. Irgendwo dort, im Dunkel wartet mein ganz persönlicher Drache. Zurück bleibt mein Ross am Waldesrand, mit langem Mut meiner Rückkehr harrend. Fester die Lanze! Feig, so feige trau ich nicht meiner Leibeskraft. Ideen huschen gleich Irrlichtern, wirrlichtern, gaukeln Pfade. Zaudernd, tastend, voran. Tapfer, so tapfer! Schritt für Schritt dem Widerstand entgegen. Geduld, mein Ross am Waldesrand. Hab mindest Du mehr Glauben an die Rückkehr des Helden! Dort naht die Lichtung. Vorsicht jetzt! Den Strauch beiseite... Potzblitz! Ein weit'rer linder Wurm nur. Und doch ein Meilenstein, den er bewachte. (c) Herzenspiratin 2006 --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- --- ---

Alles mit C... 17.05.2006

Der Crush

Alles mit C... "Du hättest recht, wenn die Dummheit eine Geistesschwäche wäre. Leider ist sie aber eine furchtbare Stärke. Sie ist ein Fels, der unerschüttert dasteht, wenn auch ein Meer von Vernunft ihm seine Wogen an die Stirne schleudert." (Florfeld) Nestroy Ich wünschte, ich könnte sagen, die unerbittlichen Sonnenstrahlen waren schuld, der Wind, der nicht wehte. Also: die aufgeheizte Atmosphäre. Ich wünschte, ich könnte sagen, der Streit mit B. war schuld, ich sei verwirrt und verletzt gewesen und nicht Herrin meiner Sinne. Oder: ich habe nicht aufgepasst und die Zeit aus den Augen verloren. Die Wirklichkeit ist eine andere: im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte, fast berechnend kühl und eins mit mir und der Welt habe ich eine Dummheit begangen. Warum? 'Wer keine Dummheiten begeht, lebt nicht'. Wer hat das gesagt? Ob ich wußte, daß die Felsen dort waren? Nein. Die interessantere Frage ist auch, ob das eine Rolle gespielt hätte. Stellen Sie mir ruhig die interessanteren Fragen. Die Flut schien an diesem Tag länger zu brauchen als sonst. Während ich mich sonnte und wartete, fiel mir auf, daß die Sandalen stören würden. Ich würde sie verlieren, wenn ich sie nicht anzog, denn hier gab es nichts, keinen Vorsprung, auf dem ich sie in Sicherheit hätte bringen können. Es gab keine Sicherheiten mehr. Und das war mir ganz recht. Ob ich Angst hatte? An die Gefahr habe ich gar nicht gedacht. Ich habe daran gedacht, daß ich diese Brüste auf meinem Rücken spüren würde. Ich ...

Ihre Gedichte 4 01.05.2006

Die Angst des Kellners vor der Biergartenzeit

Ihre Gedichte 4 Mit Aschenbecher und Karte verziert, ist alles nun fertig dekoriert. Fünfzehn blanke Tische warten auf die ersten Gäste im Garten. Die Kühlung faßt kaum die Getränke. Wir richten noch eine der Bänke. Da rauscht noch schnell ein Schauer herab; wir retten die Karten und Ascher nur knapp. Die ersten Gäste kommen schon, da klingelt drinnen das Telefon. Der neue Springer hat's am Magen und muß gleich wieder ab uns sagen. Die Sonne schließlich dem Regen trutzt; erneut werden Tische und Bänke geputzt. Die ersten Bestellungen gehen ein: zwei Cappucchino und drei Sorten Wein. Die erste Stunde vergeht wie im Flug; noch haben wir Plätze und Gläser genug. Da kommt eine Gruppe von dreizehn Mannen. In der Küche passieren die ersten Pannen, dieweil wir im Service vier Gläser zertrümmern: Da muß sich die Theke nochmal drum kümmern. Inzwischen ist es auch drinnen voll. Ich weiß nicht, wer das bewältigen soll. Zwei Alster, fünf Bowlen, ein Malz, zwei Schnaps, einmal Pfeffer und Salz. Da rauscht schon wieder ein Schauer herab. Jetzt sind alle drinnen, treppauf und treppab. Die Luft hier ist schwül und dick und verraucht. Tisch drei fragt, ob es noch lange braucht. In der Spüle stapeln sich Teller. Draußen wird's wieder heller. Fast alle haben sich umgesetzt. Ein Gast ist gestürzt und hat sich verletzt. Tisch zwanzig will gerne mit Scheck bezahlen. Ringsum liegt alles voll Scampischalen. Um draußen die Bänke abzuwischen, verschieb ich, zwei Essen ...

Backen 05.04.2006

Frau Grete backt Pustekuchen!

Backen ****Frau Grete ist meine neue Kolumne, die sich in unregelmäßigen Abständen mit den wirklich wichtigen Dingen des Lebens befaßt. Oder mit den ganz unwichtigen**** Pustekuchen Um einen Pustekuchen gebacken zu kriegen, hacke man auf ein paar ausgelutschten Tatsachen solange herum, bis die Luft raus ist. Die Halbwahrheiten sollten mit ein oder zwei Windeiern und einer gehörigen Portion heißer Luft zu einem Sturm im Wasserglas verquirlt werden. Mehrere Stunden gären lassen, bis sich das Gemenge zu einem Gerücht verdickt. Dieses muß aufgebläht werden (hervorragend eignet sich dafür die Luft aus den ausgelutschten Tatsachen), dann sollte man es über Nacht ziehen lassen. Wir haben jetzt die Grundsubstanz, die sogenannte falsche Erwartung. Diese muß in Schubladen gepreßt werden, um Schablonen zu formen. Gerüchteküche kräftig anheizen, falsche Erwartung einige Zeit schmoren lassen, dann ausbacken, bis die Schablonen knochenhart sind. Daraus ein Luftschloß bauen (am besten eignen sich dazu altbackene Schubladenschablonen - mindestens aus der frühen Kindheit) und mit etwas Naseweis bestäuben. Wenn jemand daran rührt, und alles verpufft - war's ein Pustekuchen. Herzlichen Glückwunsch! Eigene Erfahrung und Fazit Klappt immer und kostet nix außer Nerven. (c) Herzenspiratin 1998/2006

Alles mit K... 31.03.2006

Katharsis

Alles mit K... Vor einem Monat hatte sie sich von den anderen getrennt, als diese Richtung Süden aufbrachen. Seit einem Monat war sie glücklich. Wo die anderen wohl gerade sein mochten? Egal. Sie würden einander umschwänzeln, Wettrennen veranstalten, balzen und sich gegenseitig auf die Nerven gehen, wie jeden Sommer. Seitdem sie fort waren, war es sehr ruhig geworden. Einige ihrer Freundinnen vermißte sie schon ein wenig. Ach was, mochten die sich doch schwängern lassen. Sie würde auch bald einen dicken Bauch haben, so viel, wie sie momentan aß. Es war unglaublich, wieviel Nahrung sie verdrücken konnte, wenn kein anderer sie ihr vor der Nase wegschnappte. Und wenn die anderen wiederkamen, würde sie schön sein, das wußte sie nun. Sie hatte es gestern herausgefunden, zufällig, als sie am Eingang zum großen Spiegel einen Vorsprung streifte. Dieser winzige Zapfen schob sich unter einen der Parasiten auf ihrer Haut und hebelte ihn einfach ab! Seit einem Monat bahnte sich ihr riesiger Leib jeden Morgen nach dem Frühstück den Weg zum Berg. Sie plänkelte nicht lange herum, sondern holte noch einmal Luft und tauchte dann ein in die Welt der Geheimnisse, der Reflektionen, der verborgenen Winkel, der unvermuteten Luftblasen und der blauen Schönheit. Am Anfang waren es die Farbspiele gewesen, von denen sie am meisten fasziniert war. Die Farbspiele, und das sonderbare Echo: Der von unzähligen nicht sichtbaren Wänden gebrochene Schall der von ihr selbst erzeugten Geräusche. Immer weiter drang ...

Ihre Gedichte 3 19.03.2006

Wellenbrecher

Ihre Gedichte 3 Vorwort ----------- Manchmal, wenn mir das Leben besonders widrig eins überknüppelt, denke ich, es fehlt nicht mehr viel bis zum Amok oder Kollaps. Doch dann stelle ich fest, daß es immer wieder noch geht, daß ich Reserven habe, die mir selber unbekannt waren. Und je älter ich werde, desto mehr lerne ich, mich auf diese Reserven zu verlassen. So denke ich, daß ich immer runder und ausgewogener werde. Wenn ich auch nach außen nicht mehr so imposant erscheinen mag - im Inneren bin ich gewachsen. --------------- -- Biorhythmus Wie ein altgedienter Wellenbrecher, Woge um Woge, Flut um Flut, Jahr um Jahr den Strudeln und Stürmen des Lebens trotzend. Zwischen den aufgetürmten Steinen Ablagerungen, Muscheln und Gras, Krabben und Sand, rhythmisch emporgespült, manches wieder abgesetzt. Viel Substanz ging schon verloren. Reibung und Wasser, Wind und Füße, Algen und Dummheit haben das schützende Bollwerk schrumpfen lassen. Im Innersten jedoch Verkalkungen, neues Leben, geschützt, verborgen, sorgen für bleibenden Widerstand. (c) Herzenspiratin 2006

Ihre Gedichte 2 12.03.2006

Kurz vor Schlaf

Ihre Gedichte 2 Es gibt Gedichte, die brauchen viele Wörter. Eins davon werde ich Euch vorstellen, sobald die Straßencafes eröffnen. (Keine Sorge, es wird sehr lustig). Sodann gibt es aber auch Gedichte, deren Reiz in der Reduktion liegt. Die sind (finde ich) unendlich viel schwieriger zu schreiben; dafür ist die Befriedigung um so größer, wenn es geschafft ist. Ich hoffe, das geht Euch auch beim Lesen so. Es geht um einen Moment vollkommener Ruhe, den ich beim AutogenenTraining erreiche, kurz bevor ich dann sanft dahinschlummere... *************** ********** Kurz vor Schlaf Lauschen: Rauschen, Raunen. Staunen: Stille. Aus. E...i...n, Aus. E...i...n, Aus. (...) *************** ********** (c)Herzenspiratin Leider hat Ciao es ja nicht so mit der Reduktion in Berichten, deshalb muß ich nun hier noch ein paar Zeilen schreiben. Also, Freunde, ich würde mich über kommentierende Rückmeldungen freuen. Könnt Ihr mit solchen kurzen Dingern was anfangen? Bleibt es hängen? Findet Ihr es überflüssig? ...

Lorano Tabletten Antihistaminikum 09.03.2006

Der nächste Heuschnupfen kommt bestimmt

Lorano Tabletten Antihistaminikum Lorano ist ein Antiallergikum aus dem Hause Hexal. Es handelt sich weder um eine Salbe, noch um eine Creme, sondern um Tabletten, aber eine andere Kategorie gab's dafür bei Ciao nicht. Als lebenslange Neurodermitikerin mit begleitendem Asthma und auch diversen Allergien habe ich schon eine lange Geschichte mit Antihistaminen auf dem Buckel. Die ersten Produkte, die ich Anfang der 70er nahm, waren noch "Totschläger" (vielleicht lag es zum Teil auch daran, daß ich eben noch ein Kind war). Um so glücklicher bin ich, daß es jetzt eine Reihe von Medikamenten gibt, bei denen man wach bleibt, und Lorano gehört dazu. Die Pillen sind ihren Preis wert und man muß mit ihnen nicht umständlich eine bestimmte Tageszeit einhalten. Sie sind winzig. Genaue Maße kann ich jetzt nicht sagen, weil ich grad keine da habe, aber ich schätze mal so, 1/3 TicTac, klein genug, daß auch Kinder damit zurechtkommen sollten. (Ab 2 Jahre sind Wirksamkeit und Sicherheit nachgewiesen.) Sie tun auch ihre Wirkung (bei mir ohne Nebenwirkung), allerdings trat bei mir relativ rasch der Gewöhnungseffekt ein. Dazu muß man allerdings wissen, daß es diesen Gewöhnungseffekt bei allen (ca.9) mir bisher untergekommenen Mitteln gab, und daß ich Antihistamine bis auf 1-2 Monate im Herbst praktisch das ganze Jahr über benötige. Ich nehme jetzt hauptsächlich ein anderes Medikament, werde aber gelegentlich auf Lorano zurückgreifen, wenn ich mal wieder "resistent" geworden bin. Für alle Leute, die darauf nur ...
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