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Muehlheimer

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Geschriebene Berichte

seit 13.12.2000

51

Fuerteventura 13.07.2005

Verschollen im Flugsand

Fuerteventura "...nachdem eine wilde Horde niedlich-putziger, zugleich unsäglich gieriger nordafrikanischer Erdhörnchen unseren letzten Zwieback vernichtet hat, graben wir in den Dünen von El Jable nach fossilem Ziegenkäse. Aus alten Aufzeichnungen der Jesuiten geht hervor, dass die letzten Ureinwohner ihre ärmlichen Vorräte dort auf der Flucht vor den Conquistadoren versteckt hatten. Doch während der brutale Sandsturm Tausende Nadelstiche auf unserer Haut hinterlässt, finden wir nur mumifizierte Fischköpfe. Sollten wir doch eher in den Lavafeldern suchen? Sind wir einer falschen Übersetzung aufgesessen? Fragen über Fragen... Und was fangen wir bloß mit diesem kiloschweren altkanarischen Filterstein an? Reißt er uns ins Verderben? Und der Sturm peitscht die See und vor der Küste lauern tödliche Klippen, an ein Auslaufen ist nicht zu denken. Wir werden noch sehr lange auf dieser staubigen Insel ausharren müssen..." Don Diego de Wagnez y el Equipo del Barco Schon seit vielen Jahren ist Massentourismus, egal in welchem Winkel der Welt, als Plattform für meinen eigenen Urlaub nicht mehr erstrebenswert. Die riesigen Hotel- und Appartementanlagen, die immergleichen Vergnügungsstraßen mit ihrem standardisierten Angebot und nicht zuletzt die rotgesichtigen Horden aus Wanne-Eickel, Dortmund, Birmingham und Rotterdam - die Orte, in die sie dickbäuchig und lächerlich angezogen einfallen mit ihren mitgebrachten Fress- und Saufgewohnheiten bis zur Unkenntlichkeit vereinnahmend. Und so reiht ...

Wacker's Kaffee Geschäft, Frankfurt am Main 28.11.2002

Kult(urgut): Wacker´s Kaffeegeschäft von 1914...

Wacker's Kaffee Geschäft, Frankfurt am Main ...ist die in Frankfurts Innenstadt (gegenüber Parkhaus Hauptwache) wohl billigste Möglichkeit, sich einen Espresso, Cappuccino oder `Latte´ zu genehmigen. Ich weiß, der Apostroph vor dem `s´ entspricht nicht unseren aktuellen Regeln der Rechschreibung, aber so steht´s (dieser ist wiederum richtig) über dem Eingang geschrieben. Das Stammhaus wurde bereits 1914, also noch zur Kaiserzeit, von Luise Wacker als Feinkostgeschäft mit eigener Kaffeerösterei (!) am Kornmarkt 9 gegründet. Heute besteht das Unternehmen in der dritten Generation und verfügt über Filialen im Mittelweg 47 (Nordend) und in der Berger Straße 185 (Bornheim). Wacker´s ist eines der letzten verbliebenen Traditionscafés in der Innenstadt und hebt sich wohltuend von den durchgestylten, neumodischen, irgendwie unterkühlten und überteuerten Coffeeshops zwischen Alter Oper, Börse und Bankenviertel ab. Um die Mittagszeit reicht die Schlange für den Ausschank bei schönem Wetter bis auf die Straße und die Sitz- und Stehgelegenheiten vor dem Laden sind erschöpft. Durch die gerade mal ein Meter breite Tür geht man aber nicht nur hinein, hier müssen auch die Leute mit ihren Tassen wieder heraus und die angelieferten Kaffeesäcke und Kunden des Verkaufstresens durch: `Vorsicht bitte!´ `Oh, tschuldigung...´ `Stehen Sie zum Verkauf oder zum Ausschank an?´ `Darf ich mal?´ Die zahlreichen Jungbörsianer, Banker und andere Berufsgruppen mit ebenso chronisch knappem Geldbeutel suchen sich einen Platz auf der anderen ...

Lindt Excellence 25.09.2002

Die wahre Herrenschokolade

Lindt Excellence Es ist Nachmittag, 15.00 Uhr, die erbarmungslose Verdauung hat soeben die letzten Blutreserven aus dem Gehirn abgezogen, der geistigen Tätigkeit droht der Stillstand. Ich sitze schläfrig dahin dämmernd vor meinem Rechner im Büro – welchen Sinn hat das Leben? Ein hoffnungsvoller Blick auf die Uhr, endlich ist es so weit: Auf geht’s in die Cafeteria und schnell einen kleinen Schwarzen gezogen. Als militanter Liebhaber zähflüssigen und herzschrittmachenden Espressos komme ich an keiner schwarz-weiß-gold verpackten Tafel „Lindt Excellence, 70% Cacao, extra fein, edelbitter“ vorbei. Sie steckt bereits fachmännisch degoustiert, geöffnet und des kleinen stabilisierenden, zu vielerlei Bastelei geeigneten Pappdeckels entledigt in meiner Hemdtasche, natürlich exakt temperiert, versteht sich. Herrenschokolade – Herrenhemd – klarer Fall – noch Fragen? Ein kleines Eckchen dieser Köstlichkeit in den Mund – man halbiere sorgfältig eines der vorgestanzten Täfelchen – kurz anschmelzen lassen und einen heißen Schluck Lebenselixier hinterher: Der ganze Nase-Gaumen-Bereich ist erfüllt von betäubenden Aromen und euphorisierendem Wohlgeschmack. Sekunden später setzt auch schon schlagartig die wiederbelebende Wirkung ein: Ich könnte Bäume ausreißen, Marathonläufe absolvieren, ganze Romane schreiben, abendfüllende Unterhaltungen führen. Noch ein zweites Stückchen für den Rest des Tässchens und der Tag läuft wie von selbst. Selbstverständlich funktioniert das auch mit Cappuccino, geht nur nicht ganz ...

Waldstadion, Frankfurt 23.09.2002

Ein Traum wird wahr

Waldstadion, Frankfurt Schmerzlicher Abschied von der alten Schüssel · Vorgeschichte Etwa dreißig Jahre ist es mittlerweile her, als mich mein Herr Papa, seines Zeichen Eintracht-Edelanhänger der ersten Stunde, zu einem Fußballspiel im damaligen alten Waldstadion mitnahm. Als Jugendlicher hat er solche Ungeheuerlichkeiten wie die Deutsche Meisterschaft 1959 und die legendäre 3:7-Niederlage im Jahr darauf im Europapokalfinale von Glasgow gegen Real Madrids sagenumwobenes Wunderteam live miterlebt. Damals flog man mit ausrangierten Militärtransportmaschinen, also quasi Rosinenbombern, zu solchen Jahrhundertspielen - das war am billigsten. `Mer hadde ja nix gehabbt!´ hätte meine Oma in nostalgisch-wehmütiger Erinnerung dazu gesagt. Was ich damit sagen will: Papa wusste genau, was er damit anrichtete, als er seinen einzigen Stammhalter in dieses berüchtigte Rund schleppte. Ich erinnere mich an glorreiche Schützenfeste, welche die Anzeigetafel zum Kollaps brachten, heiße Europapokalabende gegen Tottenham, Neapel oder Galatasaray, brennende Fahnen gedemütigter Bayernfans, das schier unfassbare Saisonfinale 1999 gegen Kaiserslautern, aber auch an deprimierende Heimpleiten an verregneten Novembersamstagen, kollektive Arbeitsverweigerungen und Morddrohungen der Fans gegen das eigene Team. Und nie werde ich den Tag dieser entsetzlichen 1:5-Klatsche gegen Hertha BSC vergessen: Da bekam ich meine erste Fahne gekauft. Am vergangenen Sonntag Nachmittag hatte ich die hervorragende Gelegenheit, mir von den ...

Kos 20.08.2002

Das Sanatorium des Hippokrates

Kos Inselhüpfen in der Ostägäis (3. Teil) Von Engländern, Franzosen, Griechen, Holländern, Türken und natürlich auch Deutschen. Eine Geschichte, in der gelegentlich auch Schotten und Skandinavier erwähnt werden (Schweizer weniger – höchstens als Personal...) Damit hier keine falschen Erwartungen entstehen: Österreicher kommen überhaupt nicht vor – zumindest habe ich keinen von denen bewusst wahrgenommen. Heute haben wir den roten Emery von `98 als Tischwein – da weiß man was man hat. Bin nämlich vor Jahren schon in der Kellerei auf Rhodos gewesen – alles sehr sauber dort und vor allen Dingen aufgeräumt! Der Koer, so nennt man den hiesigen Bewohner, verkauft ja seinen Wein überhaupt nicht. Sehr garstiger Zug von ihm... also wenn ich ein paar Flaschen zu viel hätte, würde ich jederzeit... Aber vielleicht ist genau das sein Problem?! Hat er überhaupt welchen? Wir kommen völlig vom Thema ab. Einerseits könnte es ja ein echtes Schnäppchen gewesen sein, die letzte Flasche roter 98er Emery. Andererseits könnte genau diese viel zu lange in dem Laden unsachgemäß herumgestanden haben. Hach, ist das schwierig! Nein, also zu einem abschließenden Urteil kann und will ich mich jetzt und hier nicht durchringen. Wie, Ihr wollt noch etwas über die Insel und ihre ahnungslosen Besucher wissen? Na gut, ich werde mir Mühe geben... • Exkurs Am Hafen in Kos-Stadt gibt es so ein Nepplokal mit mindestens 100 Metern Korbstühlen, Nationenfähnchen auf den Tischen und Aufreißern vor der Tür ...

Samos 20.08.2002

Heras Heiligtum

Samos Inselhüpfen in der Ostägäis (1. Teil) Was treibt einen Familienvater dazu, sich die Strapazen und alles in allem hohen Kosten mit einem Kleinkind für eine über drei Wochen lange Tour durch die Inselwelt der Ostägäis anzutun? Wie inzwischen auch der letzte gemerkt haben dürfte, ist Hellas schon lange kein Billigreiseziel mehr – im Gegenteil: Viele Dienstleistungen und Waren des täglichen Lebens sind hier inzwischen teurer als im heimischen Deutschland, die Sicherheit der im voraus gebuchten Unterkünfte, Transfers und Mietwagen, die Flexibilität bezüglich Hin- und Rückflug lassen sich Spezialveranstalter, wie in unserem Fall Attika, teuer bezahlen. Hinzu kommen die Unwägbarkeiten der stets unberechenbaren griechischen Fährpläne: Abfahrtszeiten sind im voraus grundsätzlich nicht zu erfahren. Aber all das kann unsere ausnahmslos positiven Erinnerungen an eine sagenhafte Kykladentour 11 Jahre zuvor nicht trüben und so wollen wir erneut ein Griechenland erleben, wie man es nur auf einer Reise von Insel zu Insel erfahren kann. Ende April 2002, also praktisch mit dem Beginn der Reisesaison auf den Inseln, soll es mit einem Direktflug von Frankfurt nach Sámos beginnen. Neun Tage Aufenthalt dürften genügen, um mit dem Leihwagen alle bedeutenden Ecken des knapp 500 qkm großen Eilandes vor der kleinasiatischen Küste zu sehen. Danach folgt eine Überfahrt Richtung Süden bis nach Pátmos, dem Heiligtum der griechisch-orthodoxen Kirche. Dieses zerklüftete Stücke Felsen mit dem 1000 ...

Patmos 20.08.2002

Felsen der Apokalypse

Patmos Inselhüpfen in der Ostägäis (2. Teil) Nach neun erlebnisreichen Tagen auf Sámos stehen wir an einem Mittwoch morgen im Mai 2002 mit unserem ganzen Gepäck - Koffer, Rucksäcke, Autokindersitz, Foto- und Videoausrüstung - auf der antiken Hafenmole von Pythagório und warten auf die kleine Autofähre „Nisos Kálymnos“. Unsere sehr engagierte Reiseleiterin, eine in Deutschland aufgewachsene Griechin, hat sich alle Mühe gegeben, damit wir zu einer angenehmen Tageszeit auf diese traditionelle Art zum nächsten Eiland tuckern können. Das inzwischen vor allem bei den Einheimischen beliebtere Tragflügelboot „Flying Dolphin“ ist zwar deutlich schneller, aber auch teurer und wenig attraktiv für Fans des maritimen Reisens, wie mich und meinen knapp vierjährigen Sohn. Man sieht kaum etwas von der Inselwelt, weil es aufgrund der peitschenden Gischt ratsam ist, die meiste Zeit unter Deck des Bootes zu verbringen - mich erinnert diese Atmosphäre an ein Flugzeug und nicht an das Eintauchen in die gleißende Ägäis. Dann doch lieber 3 Stunden mythische Phantasien spinnend auf dem Oberdeck herumsitzen, ab und zu einen schwankenden Gang über die verschiedenen Ebenen des Schiffs einlegen und während der Zwischenstopps die Aufregung in den Häfen sonst verschlafener kleiner Inseln erleben. Unabhängig von der Wetterlage bei der Abfahrt gehören grundsätzlich Jacke, lange Hose und Strümpfe ins Handgepäck - auf See kann es sehr schnell unangenehm kühl werden und man will sich ja nicht wie ein Weichei ...

Vegetarische Ernährung (Ernährungsform) 26.07.2002

Eine Weltanschauung

Vegetarische Ernährung (Ernährungsform) Es nützt wenig, sich über die Zulässigkeit der Tötung von Tieren zu streiten, denn es wird immer eine grundsätzliche Einstellung von menschlichen Individuen über die Bewertung tierischen Lebens und zu ihren Ernährungsgewohnheiten bleiben. Manchem stehen Tiere sehr nah, andere wiederum haben z.B. zu Fischen eine größere Distanz als zu Säugetieren, so wie ich. Rationell erklärbar ist diese emotionale Entscheidung nicht. Ich ernähre mich seit fast 15 Jahren ovo-lacto-vegetarisch, d.h. von pflanzlicher Kost, die durch Milch und Eier ergänzt wird und zusätzlich von Fisch. Streng genommen bin ich also gar kein Vegetarier, aber eine passendere ciao-Kategorie als diese habe ich nicht gefunden. • Ethische Aspekte Wirklich verwerflich und durch nichts zu rechtfertigen sind in meinen Augen die massenhafte, qualvolle und artfremde Haltung sowie der bestialische, jede Form von menschlichem Mitgefühl ignorierende Transport von entwürdigten Haustieren quer durch Europa zu den preisgünstigsten Schlachthöfen, um ein angebliches Grundbedürfnis (?) wie den täglichen, übermäßigen und möglichst billigen Fleischkonsum zu ermöglichen. Diese hochspezialisierten Schlachthöfe betreiben letzten Endes fabrikmäßige Massenvernichtung von Leben und nichts anderes. Die Assoziation zu den Lagern des Holocaust oder des stalinistischen Terrors ist ein Tabuthema, weil in unserer Gesellschaft menschliches nicht mit tierischem Leid auf eine Stufe gestellt werden darf. Eine Herabwürdigung der Opfer ist ...

Verkehrsverbund Rhein-Main, RMV 11.07.2002

Minimalservice und Mangelverwaltung

Verkehrsverbund Rhein-Main, RMV Frankfurt am Main hat ein im Verhältnis zu anderen Städten mit teilweise deutlich größerer Einwohnerzahl relativ umfangreiches und dichtes Netz an S- und U-Bahnlinien. Neben dem Busverkehr, welcher die Anbindung der Stadtteile und Vororte an das Schnellbahnnetz sicherstellt, verkehren zusätzlich überwiegend im Innenstadtbereich noch einige der Straßenbahnen, die man im Zuge des Ausbaus des Schnellbahnsystems noch nicht stillgelegt hat. Beste Voraussetzungen für ein zufriedenstellendes Angebot im öffentlichen Nahverkehr, möchte man meinen. Wäre da nicht die unsägliche Mangelverwaltung des Kunstgebildes RMV... Dieser Verkehrsverbund, der die südliche Hälfte Hessens und noch einige angrenzende Kreise in Nachbarländern umfasst, ging vor einigen Jahren aus der Vereinigung bislang eigenständiger Verkehrsunternehmen hervor. In Frankfurt war dies der FVV. Mit der Entstehung des RMV wurden neue Angebote im S-Bahnverkehr, z.B. die südmainische Strecke nach Hanau über den neu erbauten innerstädtischen Tunnel in Offenbach in Betrieb genommen. Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf. Nicht nur, dass einige Teilabschnitte der Neubaustrecke aus Kostengründen eingleisig ausgeführt wurden - im Zeitalter verbesserter Betriebssicherheit und geforderter kürzerer Taktzeiten ein Anachronismus – nein, der RMV bzw. sein beauftragtes Unternehmen, die Bahn, wurden vom eigentlich erfreulichen Fahrgastansturm auch noch völlig überrumpelt und sind seit über 5 Jahren (!) nicht in der Lage, auf der Linie ...

Computer Bild (Magazin) 11.07.2002

Eine differenzierte Betrachtung

Computer Bild (Magazin) Zu den Vor- und Nachteilen der Computer Bild ist in den zahlreichen Beiträgen schon fast alles gesagt worden. Durch ein kostenloses Probeabonnement im Zusammenhang mit dem Kauf meiner ISDN-Karte hatte ich vor längerer Zeit Gelegenheit, drei Ausgaben begutachten zu können. Ich habe sie daraufhin wieder abbestellt, nicht etwa weil ich vom Inhalt so enttäuscht war, sondern mir die Zeit fehlte, solche Wälzer in diesem kurzen 14-tägigen Erscheinungsrhythmus durchzuarbeiten. Der Vertriebsmitarbeiter am Telefon war dann auch dem Weinkrampf nahe, als ich ihm meine Beweggründe erläuterte. Aber ich versicherte ihm, dass meine Beweggründe rein wirtschaftlicher Natur seien und seine Redaktion natürlich nicht mit der berüchtigten Bild-Zeitung gleichzusetzen ist. In der Tat finden sich für ein Blatt aus dem Hause Springer doch überraschend viele hilfreiche Details in den Artikeln. Leider werden diese dann doch in der Masse von seitenlangen Testtabellen erdrückt. Computer Bild gibt sich größte Mühe, auch dem absoluten Anfänger auf die Sprünge zu helfen, was dann in den schon beschriebenen Absurditäten wie der Umschrift für eigentlich gängige Anglizismen im Computer-Deutsch und der ständigen Wiederholung von Erklärungen der verwendeten Fachbegriffe gipfelt: Als ob es darauf ankäme, ‚Kombiudä’ oder ‚Web Hompäidsch Bilder Profeschennel’ richtig auszusprechen... Aber ein gewisser Unterhaltungswert ist Konstruktionen wie ‚Mohschn Picktscher Expörts Gruhp’ und ‚Juhlihd Mihdia Sstuhdjo 6.5 ...

Time Machine, The 26.03.2002

H.G. Wells in neuer Dimension

Time Machine, The Darf man einen unbestrittenen Klassiker wie die Zeitmaschine für das moderne Popcornkino ausschlachten? Die Verfilmung von 1960 unter George Pal („Kampf der Welten“) mit Rod Taylor in der Hauptrolle kostete vergleichsweise nur läppische 750.000 Dollar, errang aber einen Oscar und gilt bis heute als Meilenstein des Science Fiction-Genres. So weit wird es mit dem vorliegenden Remake mit einem immerhin 80 Millionen Dollar starken Budget wahrscheinlich nicht kommen. Doch greifen wir nicht vor und halten uns an die vernünftige Reihenfolge einer Filmbesprechung. · Inhalt Der geniale New Yorker Erfinder und Universitätsprofessor Alexander Hartdegen (Guy Pearce aus „L.A. Confidential“ und „Memento“) verbringt die meiste Zeit seines Lebens mit der Beschriftung von Tafeln mit unendlichem Formelsalat und der Konstruktion aberwitziger Apparaturen wie automatischer Zahnbürsten. Nebenbei pflegt er trotz seiner Zerstreutheit eine romantische Liebesbeziehung zu seiner Angebeteten, der er an einem lauschigen Winterabend des Jahres 1899 im Central Park an der Schlittschuhbahn einen Heiratsantrag macht. Durch einen grausamen Unglücksfall während eines Handgemenges mit einem Straßenräuber wird Emma tödlich von einer Kugel getroffen und Alexander verbringt sein aus den Fugen geratenes Leben fortan mit der besessenen Suche nach einer Lösung, das Unglück ungeschehen zu machen. Wie nicht anders zu erwarten steht am Ende seiner Forschung eine ...

Hauptbahnhof, Frankfurt am Main 22.02.2002

Historisches Tor zur Welt

Hauptbahnhof, Frankfurt am Main ...und es begab sich an einem Freitag ungefähr im Jahre 1975, als sich Mühlheimer, damals noch „Frankfurter“, auf den Weg machte zu seinem ultimativen Zeitschriftenhändler im nahe gelegenen Hauptbahnhof und dort die neueste Ausgabe von „YPS“, der größten Comicserie aller Zeiten, für sage und schreibe DM 2,50 erwarb. Das aktuelle Heft beinhaltete als Gimmick die sensationellen Urzeitkrebse (Artemia Salina), pulverförmige Eier in einer luftdicht verschlossenen Tüte, welche man in einen Salzwasserbehälter schütten musste und dann wartete, bis die Tierchen geschlüpft waren. Glaubt mir, das hat funktioniert! Eine Woche später im nächsten Heft gab es dann das passende Futter dazu. Zu dieser Zeit lernte ich die unmittelbare Nähe zu Frankfurts zentralen Bahnhof schätzen, denn Comics gab es dort früher als an irgendeinem anderen Kiosk der Stadt. Man konnte damals tatsächlich dort wohnen: Ich bin an der Nordseite des Hauptbahnhofs aufgewachsen – das Viertel gehört schon zum traditionellen Arbeiterstadtteil Gallus oder Kamerun, wie der Einheimische sagt. • Geschichte Der Hauptbahnhof ist nicht nur der zentrale Verkehrsknotenpunkt der Mainmetropole, sondern auch eines der imposantesten Bauwerke, die den zweiten Weltkrieg in Frankfurt in der Substanz unbeschadet überstanden haben. Dem im Osten auf der Höhe der Kaiserstraße stehenden Betrachter bietet sich eine imposante, reich strukturierte Gründerzeitfassade in hellem Sandstein. Zwar fehlt an der ...

Hochhäuser Bankenviertel, Frankfurt am Main 20.02.2002

Skyline-Impressionen

Hochhäuser Bankenviertel, Frankfurt am Main Nachdem das alte Frankfurt mit seinen nahezu 30.000 Fachwerkhäusern (!) 1945 ein Raub der Flammen geworden war, hatte die Stadt über Jahrzehnte hinweg ihre Identität verloren. Von den einstigen Prachtbauten des Römers und der Paulskirche standen nur noch die Außenmauern, über Jahrhunderte gewachsene Wohn- und Geschäftsviertel waren vollständig vernichtet. Immer wieder mussten sich die Bürger daraufhin Verhöhnungen wie Krankfurt, Bankfurt und Rotlichtviertel aus dem übrigen Deutschland anhören. In den 60er und 70er Jahren war es auch wahrlich schwierig, an dieser Ansammlung von architektonischen Menschenrechtsverletzungen, verkehrspolitischer Einseitigkeit, Drogen- und Verbrechenssumpf und Antiurbanität etwas Positives zu entdecken. Keine Stadtregierung machte sich damals die Mühe, die wenigen verbliebenen historischen Juwelen zu erhalten. Im Gegenteil: Politiker wie „Dynamit“-Rudi Arndt wollten städtebauliche Substanzwerte wie die Ruine der Alten Oper zum Wohle des fließenden Verkehrs sogar sprengen lassen. Einer der letzten authentischen Plätze in Frankfurt, der Römer, wurde mit grauenerregenden Monstrositäten wie dem technischen Rathaus und dem historischen Museum verschandelt, ehe Anfang der achtziger Jahre mit der Rekonstruktion der Römer-Ostzeile, der Entwicklung des Museumsufers und dem Wiederaufbau der alten Oper die historische Neubesinnung begann. Ende der Siebziger setzte ein in Europa beispielloser Bauboom in der Bankenwelt ein, welcher bis heute ...

Lanzarote 20.02.2002

Am Anfang war das Feuer

Lanzarote **Aktualisierte Version vom 20.2.2002** Ergänzungen: Allgemeine Informationen und Zusammenfassung Lanzarote ist schön, einzigartig, faszinierend, bizarr, karg und unwirklich. Zu einem Superlativ á la „Schönste aller Kanaren“ werde ich mich dennoch nicht hinreißen lassen, denn jede Insel der Gruppe hat einen grundlegend anderen Charakter. Keine ist wie dieses Gebilde aus Lava und Magma. Keine hat eine solch spärliche Vegetation, denn die höchsten Erhebungen erreichen nicht einmal 700 Meter und diese Tatsache ist von entscheidender Bedeutung: Sie verhindert zu allen Jahreszeiten das Abregnen oder „Auskämmen“ feuchter Passatwolken in den Lorbeer- und Kiefernwälder mächtiger Gebirgskämme wie z.B. auf La Palma oder Gomera. Über viele Monate hinweg regnet es keinen einzigen Tropfen. Lediglich Fuerteventura kann ein ähnliches trocken-heißes Wüstenklima vorweisen. Nirgendwo dominiert der Vulkanismus auf diese extreme Art und Weise. Sie strahlt in Folge dieser herben Bedingungen eine kaum zu beschreibende Erhabenheit aus. An manchen Stellen wirkt die Landschaft fremdartig wie auf einem anderen Planeten. Farben und Formen sind nicht von dieser Welt. Ich hatte Gelegenheit, 1995 und 1997 insgesamt vier Wochen dort zu verbringen und kann mit gutem Gewissen sagen, zwar nicht jeden Stein gesehen, aber im Großen und Ganzen alle Ecken besucht zu haben. • Allgemeines Die nördlichste der großen Kanareninseln ist mit 795 Quadratkilometern die viertgrößte ...

Aliens - Die Rückkehr 15.02.2002

Ausgeburt der Hölle

Aliens - Die Rückkehr · Metamorphose des Bösen... - Es schlüpft als kleines Monster aus ledrigen Eiern. - Es bewegt sich rasend schnell. - Es stürzt sich auf den Wirtsorganismus. - Es krallt sich am Kopf des Opfers fest. - Es pflanzt einen Embryo ein und stirbt. - Es wächst als Parasit im Brustkorb heran. - Es bricht auf direktem Weg aus seinem Wirt heraus. - Es wartet regungslos auf Beute, tötet sofort oder spinnt sie lebend ein. - Es sucht permanent Nahrung, wächst und häutet sich. - Es ähnelt einem schwarzglänzenden Insekt mit überlangem Schädel. - Es überlebt in der feindlichsten Umgebung. - Es enthält konzentrierte Säure, verätzt Gewebe und Metalle. - Es entwickelt in der Endphase eine Art Insektenstaat und legt Tausende von Eiern. ***Achtung: Vollständige Inhaltsangabe! Mühlheimer verrät alles!*** · Vorgeschichte 57 Jahre liegt Lieutenant Ellen Ripley (Sigourney Weaver) im Kälteschlaf und treibt durch die Weiten des Raumes, bis ihre Rettungskapsel von einem gewaltigen Schiff geborgen wird. Der Roboter meldet hinter den mit Eiskristallen überzogenen Sichtfenstern intakte Biodaten. Sie ist die einzige Überlebende einer folgenschweren Begegnung menschlichen Forschungsdranges mit der bis dahin unerbittlichsten und grausamsten Lebensform der Filmgeschichte: Wir erinnern uns: Im Jahre 2122 finden Wissenschaftler und Arbeiter des Erzfrachters Nostromo auf dem Planeten LV426 die Trümmer eines monumentalen Raumschiffes mit den sterblichen Überresten eines riesenhaften ...
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