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Spassprediger

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Was ist euer schönstes Urlaubserlebnis 2017? 18.09.2017

Michael Holm? Doch nicht etwa DER Michael Holm!?

Was ist euer schönstes Urlaubserlebnis 2017? Du, geschätzte*r Leser*in, wirst Dich gewiss daran erinnern, dass ich Dir gegenüber mit keiner Silbe den Unfall erwähnt habe, den ich im Frühjahr erlitten habe, unter dessen Folgen ich nach wie vor leide und der mich wahrscheinlich noch ein ganzes Weilchen beschäftigen dürfte. Heute will ich Versäumtes nachholen und mich dabei beeilen deutlich zu machen, was das eine (Unfall) mit dem anderen (Urlaub) zu tun hat. Zunächst einmal: Keine Bange. Die ausufernde Vorgeschichte, die ich stricken könnte, erspare ich Dir. Mit keinem Wort soll an dieser Stelle die Rede sein von neun Stunden, die ich in der Ambulanz verbracht habe, ohne dass auch nur eine vorläufige, kurze Anamnese geschehen wäre. Wie merkwürdig ich es fand, dass Dame Fortuna ihren Spaß daran hatte, mich im Zuge eines knapp zweiwöchigen Krankenhausaufenthaltes ein ums andere Mal und für meine Begriffe auffällig oft mit Leuten namens Günther zusammenzubringen - auch darüber will ich an dieser Stelle schweigen. Nein, ich will mich stattdessen darauf beschränken, all jenen von Euch einen gut gemeinten Rat mit auf den Weg zu geben, die damit liebäugeln, sich die Schulter zu brechen: Lasst es bleiben, sucht Euch einen:anderen Zeitvertreib. Wie aber hängen nun ein unseliger Ausrutscher auf nassem Rasen und dessen Folgen mit dem Thema Urlaub zusammen? Ganz einfach - das eine war unvorhergesehen und unglücklich, das andere geplant und auch bereits gebucht. Weshalb eine der ersten Fragen, welche der Exfreundin nach endlich ...

Habt ihr schon Mölkky gespielt und wie war eure Erfahrung? 17.08.2017

Freiluftkegelspaß aus Finnland

Habt ihr schon Mölkky gespielt und wie war eure Erfahrung? "Dieses Spiel ist der neue Trend geworden und man sieht viele Leute, die Mölkky am Strand oder im Garten spielen." Das, Herrschaften, kann ich natürlich nur unterschreiben: Vergessen ist "Pokemon Go", ad acta sind die Fidget Spinner - landauf und landab wird gemölkkt, dass die Schwarte kracht. Oder wie der Finne vielleicht sagen würde: Aloitetaan - jetzt geht's los! Aus Finnland nämlich stammt der neue Trend, der in diesem Sommer deutsche Gärten, Strände und Gartenstrände im Sturm erobert - dem Land, dem wir bereits die Mumins, die Leningrad Cowboys und Filme von Aki Kaurismäki verdanken. Diese crazy people also haben uns nun Mölkky beschert, und die Begeisterungswelle, welche die Finnen längst efasst hat, schwappt nun auch mit Macht zu uns herüber. Es heißt, in seinem Heimatland sei das Freiluft-Kegelspiel so beliebt, dass finnische Saunenhersteller zeitweise über Lieferengpässe geklagt hätten, weil schlicht nicht mehr ausreichend Holz zur Verfügung gestanden habe, um beide Märkte zu bedienen (ob das stimmt, kann ich allerdings nicht mit letzter Gewissheit sagen). Gekauft haben wir das Spiel übrigens bei einem Online-Versender, gekostet hat es uns knapp 40 Euro, und darauf gestoßen sind wir eher zufällig - nämlich bei dem Versuch, eine Kioskpackung "Milky Way" zu bestellen - "Meinten Sie vielleicht 'Mölkky'?", fragte die Suchmaschine scheinbar harmlos nach, und wir meinten zwar nicht, wurden aber neugierig und kauften schon allein deshalb flugs, weil Mölkky ja in diesen ...

Spider Murphy Gang - 25 Jahre Rock'n'Roll (DVD) 09.08.2017

Wie viele Jahre da wohl auf der Bühne stehen?

Spider Murphy Gang - 25 Jahre Rock'n'Roll (DVD) Mei, wia d' Zeit vergeht! Mehr als ein Vierteljahrhundert standen die Musiker der Band zum Zeitpunkt dieser Aufzeichnung also schon auf der Bühne? Wer hätte das gedacht!? Ich bestimmt nicht, denn der kometenhafte Aufstieg, den die 1977 gegründete Band in den 80er Jahren erlebte, ist zwar nicht an mir vorbeigegangen, die spätere Entwicklung der Combo um Frontmann Günther Sigl aber sehr wohl. Man könnte auch sagen: Die "Spider Murphy Gang" war und ist mir zwar ein Begriff; ein, zwei Single-Erfolge verbinde ich auch mit dem Namen der Band - mehr ist da bei mir aber nicht zu holen. Oder besser gesagt: zu holen gewesen, denn inzwischen habe ich dazugelernt. Begonnen hat der Lernprozess damit, dass ich eines schönen Abends beim Zappen im Münchner Circus Krone landete. In dem nämlich spielten die Jungs von der Spider Murphy Gang anlässlich ihres 25-jährigen Bühnenjubiläums auf, und Bayern 3 übertrug das Konzert. Diese Einzelheiten habe ich allerdings erst später erfahren; zunächst war ich ganz auf meine unmittelbaren Eindrücke zurückgeworfen, und die waren sehr positiv: Da spielten irgendwelche Leutchen Rock'n Roll, und was ich da sah und hörte, gefiel mir auf Anhieb. Ein paar Akkorde weiter dämmerte mir dann, dass es sich bei der Band wahrscheinlich um die Spider Murphy Gang handelte. Gab's die tatsächlich noch? Hatten die sich nie aufgelöst? Hatten die nicht damals so einen Sänger, der nicht alle Tage gewachsen war und der immer ein bisschen glubschäugig gewirkt hatte? Die ...

From Dusk Till Dawn (FSK 16) 08.08.2017

Schnitt ... bei mir nicht gut ab.

From Dusk Till Dawn (FSK 16) Es hat seinen Sinn, dass "From Dusk till Dawn" von der FSK mit der Freigabe "ab 18 Jahren" versehen worden ist. Keinen Sinn ergibt hingegen die Fassung fürs zwei Jahre jüngere Publikum, für die man den Film so amputiert hat, dass nur noch ein trauriger Torso übriggeblieben ist. Im Grunde müsste man im Feld "Gelegenheit" eine Option "Nie" wählen können, um der fürs Publikum unter 18 Jahren auf den Markt gebrachten Schnittfassung gerecht zu werden: Nein, nein und nochmals nein - diese Version sollte man sich gar nicht erst antun. Liebe Kinder, wartet lieber, bis im Personalausweis die Meldung "volljährig" aufplöppt - in dem Moment, in dem Ihr laut Gesetz alt genug seid, um ein Kfz zu steuern, Schnaps zu kaufen und nicht die FDP zu wählen, solltet Ihr Euch Robert Rodriguez' irrwitzige filmische Geisterbahnfahrt in voller Länge gönnen. Mir ist die erste Begegnung mit "From Dusk till Dawn" bis heute unvergesslich. Damals, als ich den Film auf großer Leinwand gesehen habe, habe ich das an einem Abend getan, den ich im Grunde lieber zu Hause als im Kino verbracht hätte. Allerdings hatte ich mich bereits eine Woche zuvor verabredet, und natürlich wäre es unhöflich gewesen, kurzfristig abzusagen. Genau danach war mir nach einem langen, anstrengenden Arbeitstag zwar, aber zum Glück habe ich damals in den nur vermeintlich sauren Apfel gebissen. Vor dem Kinobesuch hatte ich wohl auch irgendwo eine Kritik zum Film gelesen, aber nachdem gut eine Stunde nach Filmbeginn weit und breit ...

Orlando Kauwürstchen mit Geflügel 07.08.2017

Die Hunde-BiFi muss mit

Orlando Kauwürstchen mit Geflügel Auf dem Korruptionsindex würde unser Hund garantiert einen Platz irgendwo zwischen Nigeria und Nordkorea belegen. Mit anderen Worten: das Tier ist bestechlich, und zwar durch und durch. Für die bei Discounter LIDL unter der Handelsmarke "Orlando" vertriebenen Kauwürstchen jedenfalls macht das von uns adoptierte Flusenmonster auch dann noch sehr bereitwillig Männchen, wenn man es aus REM-Phasen holt. "Orlando" - der Markenname wirft Fragen auf. Darf man als Urheber ein literarisch bewandertes Menschlein mit Faible fürs Werk von Virginia Woolf vorstellen? Oder reicht es schon zu mutmaßen, dass bei der Namensgebung wer von sonnigen, von Orangenbäumen bestandenen Gefilden am Golf von Mexiko geträumt hat ... ? Ich werde es wohl nie erfahren - es sei denn, vielleicht, der Urheber der die Urheberin stolperte über diesen meinen Text und beschlösse, mir Nachricht zukommen zu lassen - die Welt ist klein, und es sind in ihr schon seltsamere Dinge geschehen. Je nun, "Orlando" also heißt die Marke, unter welcher Discounter LIDL Hundenahrung im Allgemeinen und "Kauwürstchen mit Geflügel" im Besonderen vertreibt. Ich persönlich habe das Produkt aufgrund seiner Optik und Haptik (über den Geschmack kann ich mangels einschlägiger eigener Erfahrung nichts sagen) ziemlich flott auf den Namen "Hunde-BiFi" getauft, und der Name ist hängengeblieben - so sehr, dass die Ex-Freundin beim kürzlichen Einkauf für Verwirrung gesorgt hat, weil auch ihr die offizielle Produktbezeichnung erst nach dem ...

Das Boot / Lothar-Günther Buchheim 07.08.2017

Lesenswert, aber das E-Book ist leider unter aller Kanone

Das Boot / Lothar-Günther Buchheim Ich widerstehe auch diesmal der Versuchung, einen Beitrag mit der Floskel "Wer kennt nicht" zu beginnen, die für meine Begriffe immer etwas anmaßend wirkt.Trotzdem vermute ich, dass die Zahl erwachsener Leser, die mit dem Titel des Romans rein gar nichts verbinden können, vergleichsweise klein sein dürfte. Zu Ruhm gelangt ist die literarische Vorlage dank Wolfgang Petersens Verfilmung. In der hat sich damals eine Riege von Darstellern die Ehre gegeben, die einem größeren Publikum erst in der Folge zum Begriff geworden sein dürften. Herbert Grönemeyer war damals schon in erster Linie das, was er heute ist (Musiker nämlich), Jan Fedder noch kein TV-Polizist im ARD-Dauerbrenner "Großstadtrevier", und der selige Klaus Wennemann war auch nicht als "Der Fahnder" unterwegs. Petersens Filmfassung kenne und mag ich, und die mehrstündige Version fürs Fernsehen ist mir noch etwas lieber als jede der diversen kürzeren Schnitfassungen für die Kinoleinwand. Die drangvolle Enge im Boot sowie die Qual des Nichtstuns, zu dem die Crew über Tage und Wochen verdammt ist, wird im TV-Mehrteiler naturgemäß einfach noch viel deutlicher spürbar als in den Kinofassungen. Allerdings wird es sicher niemanden verwundern, dass weder die Mini-Serie fürs Fernsehen noch irgendeine der Fassungen fürs Kino es mit der mehr als 600 Seiten starken literarischen Vorlage aufnehmen kann. Der Schrecken, den selbst die mehrstündige TV-Version nur andeuten kann, ist im Buch allgegenwärtig; und das Ende wartet mit ...

Spreadshirt Grill-Shirt Projektleiter Bratwurst 02.02.2017

Mein liebstes Grill-Shirt

Spreadshirt Grill-Shirt Projektleiter Bratwurst Ist das geschriebene Wort meine Domäne oder ist es doch eher die Zeichnung? Wie sagte Altkanzler Kohl einst so schön auf die Frage, ob er ein Pragmatiker sei: Sowohl als auch! Mit anderen Worten: Wer mich kennt, weiß, dass ich mich seit Jahr und Tag nicht zwischen Text und Grafik entscheiden kann. Inzwischen will ich's auch gar nicht mehr, zumal in den Designs, die ich für T-Shirt-Aufdrucke entwerfe, regelmäßig meine Affinität sowohl zum einen wie zum anderen zum Ausdruck kommt. Eines von zahlreichen Beispielen, die typisch für diese Art der Dichotomie sind, ist mein "Projektleiter Bratwurst"-Design. In dem vereinen sich nicht nur Text und Bild zu einem Motiv, für das ich im Laufe der Jahre sehr viel Zuspruch bekommen habe, sondern auch zwei scheinbar gegensätzliche Ideen. So offiziös und respektgebietend der Begriff des Projektleiters klingt, so banal und alltäglich klingt die Bratwurst. Kombiniert man die beiden bekannten Begriffe, ergibt sich ein neuer Begriff, der eine offensichtlich nicht nur in meinen Augen komische Wirkung entfaltet - der "Projektleiter Bratwurst" mag nicht das bestverkaufte meiner T-Shirt-Designs sein, aber das Motiv verkauft sich immerhin so gut, dass es im Laufe der Zeit auch zum festen Bestandteil des Sortiments von amazon.de geworden ist. In seinen Warenkatalog aufgenommen hat es der Online-Händler am 11. Juli 2014, und seitdem hat das Design auch unter Amazon-Kunden zahlreiche Fans gefunden. Das freut mich insofern besonders, als meine ...

Ein verrücktes Paar (DVD) 26.01.2017

Aus dem Spätwerk zweier Vorzeige-Komödianten

Ein verrücktes Paar (DVD) Die Nachbarn John Gustafson (Jack Lemmon) und Max Goldman (Walter Matthau) kennen einander seit Kindertagen. Damals waren die zwei dicke Freunde, aber irgendwann haben die beiden sich miteinander überworfen. Weshalb? Cherchez la femme! Seitdem machen die beiden Witwer einander das Leben schwer. John spricht von Max nur als dem Idioten, für Max ist John nur "der Penner". Im Original sprechen die beiden übrigens immer von "schmock" und "putz", was mit "Pimmelchen" und "Dödel" sinngemäß zwar richtig übersetzt wäre, aber nicht den richtigen Tonfall träfe. "Ein verrücktes Paar" heißt im Original einfach "Grumpy Old Men", und das hätte man wohl auch einfach mit "Die Griesgrame" übersetzen können. Der deutsche Filmtitel knüpft hingegen an den von Neil Simons Komödie "Ein seltsames Paar" (The Odd Couple) an. Die aus dem Jahr 1968 stammende Filmversion des erfolgreichen Bühnenstücks ist wahrscheinlich der Film, den die meisten Zuschauer auf Anhieb mit dem Komiker-Duo Lemmon/Matthau verbinden. Tatsächlich ist es ziemlich unerheblich, wie die Figuren im Film heißen. Einen Film mit Jack Lemmon und Walter Matthau sieht man sich der Hauptdarsteller wegen an, so einfach ist das. Auch "Ein verrücktes Paar" ist ein ziemlich typischer Lemmon/Matthau-Film: der ehemalige Geschichtslehrer John Gustafson ist, Lemmon-typisch, ein auf Korrektheit bedachter Ruheständler, Fernsehmonteur Goldman hingegen ist ein ziemliches Großmaul und treibt seinen Nachbarn nicht nur mit seinem Anglerlatein zur ...

Rayman Raving Rabbids (Wii) 24.10.2016

Ein Spiel für Kindsköpfe. M. a. W.: ein Spiel für mich.

Rayman Raving Rabbids (Wii) Ich sehe mich nun wirklich nicht als jemanden, der viel am Hut hat mit Spielkonsolen oder auch nur Daddel-Software für den PC. Ich habe seinerzeit versucht, mich für Lara Croft zu interessieren, dann aber schnell klein beigegeben – irgendwie erschien es mir viel zu zeitraubend, mich mit den Feinheiten der Steuerung vertraut zu machen. Die Raving Rabbids sind da schon viel eher etwas für mich. Die Geschichte meiner persönlichen Erfahrungen im Bereich der elektronischen Spiele beginnt mit Pong, setzt sich fort mit Space Invaders und endet irgendwo kurz hinter Pac-Man und Tetris. Wirtschafts-Simulationen, in deren Titel irgendwelche Tycoons oder Sims auftauchen, müssen ohne mich stattfinden. Point-and-click-Adventures stehe ich eine Stunde lang durch, bevor ich dann doch wieder zu einem Buch greife. Und irgendwelche Spiele, bei denen ich in die Haut irgendeines polygonen Wesens schlüpfe, das durch Gänge rennt und auf andere Wesen anhält? Auch hier: Bitte ohne mich. Für meinen Geschmack erfordert es schon viel zu viel Zeit, sich überhaupt nur in die grundlegenden Funktonen solcher Spiele einzuarbeiten. Jawoll: einzuarbeiten, denn Spaß macht mir das nicht. Ich kann deshalb guten Gewissens sagen, dass Raving Rabbids für die Konsole wii mir Vergnügen bereitet hat wie lange keine elektronische Daddelei mehr. Zum einen ist das den Protagonisten des Spiels geschuldet. Die wirken auf mich, als hätte irgendein wahnsinniger Genetiker Gremlins mit an ADHS leidenden Häschen gekreuzt. Die ...

A Short History of Nearly Everything / Bill Bryson 09.09.2016

Was die Schule nicht lehrt

A Short History of Nearly Everything / Bill Bryson Nachdem ich die kurze Leseprobe, die amazon.de seinen kindle-Kunden gewährt, gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich den Rest des Buchs auch lesen möchte. Und nachdem das geschehen ist, steht für mich fest: Mit "A short history of private life" werde ich beginnen, sobald das heute bestellte gedruckte Exemplar in der Post ist. Erinnern Sie sich noch? Ich hab's Ihnen ja bei passender Gelegenheit schon gesagt: Nein, ich lade mir fürderhin nicht auschließlich Dateien auf meinen E-Book-Reader, wenn mir der Sinn nach neuem Lesestoff steht. So, damit häten wir die Debatte um die Zukunft des gedruckten Buchs hoffentlich beendet, bevor sie an dieser Stelle überhaupt aufflackern kann. Und nun: in medias res! Die längste Zeit war Bill Bryson mir ein Begriff als Autor ebenso unterhaltsamer wie hintersinnig-amüsanter Reisebeschreibungen. Von seinem Ausflug in den Wissenschaftsjournalismus wusste ich zwar, aber blöderweise habe ich mir mit der persönlichen Bekanntschaft mit "A short history of nearly everything" so lange Zeit gelassen, dass mittlerweile eine revidierte Ausgabe angekündigt ist, die anlässlich des zehnten Jahrestages der Erstveröffentlichung erscheinen soll. Womit wir auch schon bei dem Umstand wären, der erklärt, warum ich keine fünf Sterne vergeben habe, sonder nur vier: So vieles in Brysons Buch sicher auch morgen und übermorgen noch gültig sein wird, so oft bin ich beim Lesen auch auf Stellen gestoßen, die deutlich machen, dass das Werk nicht mehr taufrisch ist. ...

Loriot - Vollständige Fernseh-Edition [6 DVDs] (DVD) 05.09.2016

Exit Sketch-Archiv, enter Fernseh-Edition

Loriot - Vollständige Fernseh-Edition [6 DVDs] (DVD) Es steckt traurige Ironie in der Tatsache, dass die Veröffentlichung dieser Box zeitlich zusammenfiel mit dem Tod von Evelyn Hamann, ohne die zahlreiche der Loriot’schen Sketche nicht das wären, was sie sind: Großartige TV-Unterhaltung, die erstaunlich zeitlos ist. Kleiner Trost für Fans der Sketch-Klassiker: Das Material, das im Laufe der letzten Jahre verschiedentlich auf DVD erschienen ist, ist jetzt endlich der Weihen digitaler Bildpolitur teilhaftig geworden. Ich habe lange mit mir gehadert, bevor ich mir diese Box dann doch endlich zugelegt habe. Und ich schicke gleich voraus: Ich bin leider auch mit dieser Veröffentlichung nicht ganz glücklich. Den Grund für meine Unzufriedenheit werden aber wohl nur Loriot-Fans nachvollziehen können, denen die zwei Folgen der Sendung „Cartoon“ noch in Erinnerung sind, die Loriot in grauer (bzw. schwarz-weißer) TV-Vorzeit einst moderiert hat. Ich selbst kenne die Folgen auch nur, weil sie in den fernen 70er Jahren einmal wiederholt worden sind. Seitdem warte ich darauf, dass „Cartoon“ mal wieder über den Bildschirm flackert. Übrigens nicht so sehr der Beiträge von Loriot wegen, sondern wegen eines im Rahmen der Sendung vorgestellten Films, der, wie ich inzwischen weiß, im Original "The Mad Baker" heißt und unter der Regie eines gewissen Ted Petok entstanden ist. Als ich im Zusammenhang mit dieser Box den Titel „Cartoon“ las, habe ich innerlich gejubelt. Heute weiß ich, dass ich mich zu früh gefreut habe: Ja, die „Fernseh-Edition“ ...

Was steht auf eurer Bucket Liste? 31.08.2016

Alles im Eimer? Noch lange nicht (hoffe ich jedenfalls)

Was steht auf eurer Bucket Liste? Welchem Umstand verdankt die "bucket list" eigentlich ihren Namen? Hat sich noch niemand Gedanken darüber gemacht, wie man den Anglizismus vermeiden kann und welcher Begriff eine schöne deutsche Entsprechung zur "Eimerliste" sein könnte? Fragen über Fragen, die mindestens so sehr der Beschäftigung wert sind wie die Fage danach, was einen Platz auf der persönlichen Liste verdient hat. Die sogenannte Bucket List ist quasi die ultimative To-do-Liste. Igitt - das sind ja schon zwei Anglizismen. Muss das sein? Nein, sicher nicht. Also nochmal von vorn, und zumindest ohne "to do", bitte. Der legendäre "Dead Parrot"-Sketch der englischen Komikertruppe "Monty Python's Flying Circus" führt zweierlei vor Augen: Das Thema "Tod" ist ein Tabu, weshalb es für die zum Tode führende Betätigung des Sterbens nicht nur eine umschreibende Bezeichnung gibt, sondern eine Unzahl. Zum anderen führt er vor Augen, dass der Tod hierzulande offenbar noch stärker tabuisiert ist, denn andernfalls hätten die seligen Darsteller Harald Juhnke und Eddi Ahrendt in ihrer längst dem gnädigen Vergessen anheimgefallenen deutschen Variante des Monty Python-Klassikers aus dem toten "Norwegian Blue" des Originals sicher nicht einen blauen Plüschpapagei gemacht. Ja, ganz recht: Irgendein Verantwortlicher in einer deutschen Sendeanstalt muss seinerzeit beschlossen haben, ein englischer toter Papagei sei weniger zum Lachen als ein deutscher aus Plüsch. Der englische Sinn für Humor, den man hierzulande mit kaum ...

Katakomben (2014) 16.08.2016

Größtenteils unterirdisch

Katakomben (2014) Eine Geisterbahn braucht keine Handlung. Es reicht in der Regel schon, wenn's dunkel ist und ab und an irgendetwas möglichst überraschend und unter Entwicklung lauter Geräusche aus der Finsternis auftaucht und ebenso blitzartig wieder in den Schatten verschwindet. So gesehen hat "Katakomben" eine Menge mit der Rummelplatzattraktion aus Opas Jugendzeit gemeinsam. Schauerfilme, die Maßstäbe setzen, beschert uns das Kino wahrlich nicht alle Tage. Alle Jubeljahre flackert dann aber doch etwas über die Leinwand, das bleibenden Eindruck hinterlässt - meist nicht nur beim Publikum, sondern auch bei Filmnschaffenden. Beispiel, gefällig? Bittesehr: Gut 100 Jahre lang ist niemand auf die Idee gekommen, einen Spielfilm so aussehen zu lassen, als handele es sich bei dem belichteten Material um einen Dokumentarfilm, der mehr oder minder zuverlässige Rückschlüsse auf das Schicksal dessen zulässt, der ihn gedreht hat. Nachdem jemand den Kunstgriff angewandt hatte, hatten plötztlich so viele andere Zunftgenossen die gleiche Idee, dass sich für Filme dieser Art inzwischen die Genrebezeichnung "found footage" etabliert hat. Fast genauso lange hat niemand einen Film gedreht, der mit der schockierenden Pointe aufwartet, dass eine der quicklebendig wirkenden Hauptfiguren nicht nur längst verstorben tot ist, sondern für die meisten anderen Charaktere im Film zudem unsichtbar. Im Laufe der Jahre, die seit der Leinwandpremiere verstrichen sind, hat es diverse Versuche gegeben, auch dieses ...

King Kong (1976) 27.07.2016

Gut gealtertes Affentheater

King Kong (1976) Den Namen von Produzent Dino de Laurentiis bringe ich vor allem mit filmischer B-Ware ("Conan, der Barbar", "Flash Gordon") in Verbindung. Umso angenehmer überrascht war ich, dass sich das von de Laurentiis produzierte "King Kong"-Remake 40 Jahre nach seiner Uraufführung als tricktechnisch ambitioniertes Unterhaltungskino entpuppt. Ich mochte Peter Jacksons Remake, das inzwischen auch schon ein Jahrzehnt auf dem Buckel hat. Die Monstermenagerie, die Jackson damals aufgeboten hat war, war mir zwar fast schon etwas zuviel des Guten, aber man merkt man dem Film an, dass die Neuverfilmung des Stoffs dem Regisseur wirklich eine Herzensangelegenheit war. Und obwohl die 1976 unter der Regie von John Gullermin ("Mord im Orient-Express") entstandene Version mit Blick auf die Spezialeffekte ähnlich weit von Jacksons Film entfernt ist wie das Original aus dem Jahr 1933 von King Kong anno '76, zeugt auch das Remake aus den Siebzigern vom deutlichen Bemühen darum, dem geneigten Publikum etwas zu bieten, das sehenswert ist. Hörenswerter Pluspunkt: die Filmmusik von John Barry Wann ich den 1976er "King Kong" zum ersten Mal gesehen habe, weiß ich nicht mehr (es war jedenfalls nicht 1976), aber schon allein aufgrund der Tatsache, dass die Musik zum Film aus der Feder von John Barry stammt, ist mir der Streifen in grundsätzlich guter Erinnerung geblieben. Der selige Barry ist beileibe nicht der einzige Komponist, der Musik für die Filme der James Bond-Reihe abgeliefert hat (und das ...

movie-tester.com 25.07.2016

Du möchtest gratis DVDs und Blu-Rays testen? Lies diesen Beitrag!

movie-tester.com Filme gratis nach Hause gesandt bekommen und dafür im Gegenzug eine Bewertung des Gesehenen verfassen - klingt gut, oder? Wer wie ich unaufgefordert Mail mit einem entsprechenden Angebot erhält, sollte freilich genau hinsehen: Tatsächlich spricht leider vieles dafür, dass es sich bei dem vermeintlich attraktiven Angebot in Wahrheit um den Versuch handelt, allzu arglosen Filmfans Geld aus der Tasche zu ziehen. In der letzten Zeit erreichen mich immer wieder mal Mails, deren Absender mir anbieten, mir kostenlos Produkte zur Verfügung zu stellen, damit ich im Anschluss meine hoffentlich positiven Erfahrungen mit anderen Internetnutzern teile. Auf den ersten Blick schien sich auch die Mail von movie-tester in genau diese Kategorie von Absendern einsortieren zu lassen; der zweite Blick hat mich dann allerdings stutzig gemacht - und ich habe guten Grund zu der Vermutung, dass mir der kurze Moment des Innehaltens Ärger über zum Fenster hinausgeworfenes Geld erspart hat. Zum Einen hatte es der Absender der Mail geschafft, in einem vergleichsweise kurzen Schreiben eine erkleckliche Anzahl von Rechtschreibfehlern unterzubringen - unter anderem heißt es da zum Beispiel: "Zur Auswahl stehen Monat für Monat duzende (sic) Filme als DVD oder Blue-Ray (sic)." Solche Fehler in der Korrespondenz von Unternehmen müssen vielleicht nicht immer ein zuverlässiger Hinweis auf Absender mit unseriösen oder sogar kriminellen Absichten sein, aber die Erfarung zeigt eben doch, dass eine hohe Ausdrucks- ...
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