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Wallace-Gromit

Wallace-Gromit

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Geschriebene Berichte

seit 02.10.2000

151

Ciao Quality Management 09.09.2001

Qualität - dass ich nicht gähne Ausrufungszeichen

Ciao Quality Management Viel Spaß noch bei Ciao! Ich bin jetzt hier weg, denn das ist mir alles eine Spur zu manipulativ... Einige Meinungsmonopolisten beherrschen hier den Diskurs, der Durchschnittsnutzer geht weitgehend leer aus, auch wenn er noch so ehrlich ist, Ciao kürzt Prämien und zensiert nach Lust und Laune. DAS WIRD DANN QUALITÄTSSICHERUNG genannt!!! Und letztlich geht es nur um die kommerzielle Vermarktbarkeit unserer Meinungen, für die wir, die COMMUNITY, dann ein paar Pfennige erhalten. Finanziell lohnt es schon lange nicht mehr, hier mitzumachen. Und besonders lustig finde ich die Ansammlung von verbiesterten Paragraphenreitern auch nicht. Jeder bezichtigt jeden des Betrugs, es sei denn alle halten sich gegenseitig für "sehr nützlich, pardon hilfreich". Meine Meinung kann ich auch sonstwo sagen. Nach monatelanger Ciao-Abwesenheit frage ich mich nur, warum ich das so lange hier mitgemacht habe. Schließlich gibt es wichtigere Dinge im Leben als Meinungen über Meinungen über Produkte zu bewerten. Ein Eigenwerbung: mein 5 Monate alter Bericht anläßlich des damals neuen Layouts fasst meine Argumente nochmals detailliert zusammen... Und wer trotzdem mag, der soll gerne: Viel Spaß noch bei Ciao! Und Tschüss sagen Wallace und Gromit

Alles mit E... 09.09.2001

E wie... ERFOLGREICHE WEBSITES

Alles mit E... Jeder Webmaster will möglichst viele Klicks, oftmals ist dieser Wunsch jedoch vergebens, und die eigene Seite bleibt in der Tiefe des Netzes weitgehend unentdeckt. Neulich stieß ich auf eine interessante Methode, meine Sites etwas besser zu bewerben. Unter http://www.newcounter.de/cgi-bin/start.pl?id=wallace kann das ein jeder nachvollziehen. Hierbei geht es um Bannerwerbung. Jeder Teilnehmer wirbt neue Teilnehmer, und je mehr er wirbt, umso mehr bewirbt er auch seine eigene Site. Nach der Anmeldung mit Beschreibung der Seiten bekommt jeder neue Teilnehmer einen Link zu seiner persönlichen "10.000 Besucher Seite" von Newcounter.de. Auf dieser Seite befinden sich 12 Website-Beschreibungen von anderen Mitgliedern. Sobald jemand die "10.000 Besucher Seite" aufruft und sich anmeldet, bekommt das neue Mitglied ebenfalls einen Link zu seiner persönlichen "10.000 Besucher Seite", also ein Schneeballsystem. Auf dieser neuen Seite steht dann die entsprechende Website-Beschreibung auf Platz 1. Meldet sich jemand über das von Ihnen geworbene Mitglied an, dann rutscht Ihre Website-Beschreibungen von Platz 1 auf Platz 2 . Das geht dann weiter so bis zu Platz 12. Auch wenn das Versprechen von 10000 Besuchern am Tag sehr hoch gegriffen scheint, schaden kann die Anmeldung und das Versenden des Links nichts: http://www.newcounter.de/cgi-bin/start.pl?id=wallace Schließlich ist das ganze kostenlos. Newcounter nutzt das System in erster Linie zur Eigenwerbung. Ich bin ...

Ciao Layout 26.05.2001

Bunte Beliebigkeit oder Dahinter steckt Methode

Ciao Layout Es geht hier doch gar nicht um die Schrift, um grafischen Schnickschnack oder darum, dass man als Ciao-User nach einem Monat Abstinenz einen Kompass braucht, um sich noch zurechtzufinden. Denn hinter allen Neuerungen der letzten Wochen und Monate steckte wirtschaftliches Kalkül. Zuerst sollte mit der Staffelung der Honorarsätze das Interesse ganz auf wirtschaftlich vermarktbare Bereiche gelenkt werden. Zu den Farben für Produkt-Kategorien kamen die Smartie-Points für die Mitglieder, über die ich mich kürzlich schon ausgelassen habe. Auch dies eine manipulative Sache. Die vielen Extras wie eMail, Community-Center sollten die Verweildauer erhöhen, ohne gleichzeitig Geld zu kosten. Berichte werden munter weiter verkauft. Autoren schreiben für Pfennigbeträge, T-Online und Konsorten bezahlen gutes Geld für Ciao-Dienste. Und nun wird auch noch der Link zu 20 weiteren aktuellen Berichten auf der Startseite gekappt, der bislang für etwas Leben und Transparenz sorgte, Ciao einen Live-Charakter verlieh. Er wird ersetzt durch eine Kategoriensuchmaschine. Ciao will uns zu zielstrebigen Suchern machen, die nicht wie bisher einfach mal einer witzigen Überschrift folgen. Und Ciao will weiter Honorare einsparen, bis irgendwann mal niemand mehr für Ciao schreiben will. Und dazu dient letztlich das völlig fragmentierte Layout, das schon lange keine Übersicht suggeriert, sondern einfach nur bunte Beliebigkeit.

Ciao Community Punkte 21.05.2001

Immer bunter und nicht besser

Ciao Community Punkte Was musste ich nach einigen Wochen der Abstinenz bei Ciao sehen? Wieder völlig neues Design, nichts mehr da, wo es war. Und dazu hinter jedem User-Namen bunte Pünktchen - meines ist lila! Also habe ich nachgeforscht und wurde auch bald fündig: Community Punkte heißen die Smarties-ähnlichen Gebilde. Und man kann sie sammeln, um aufzusteigen in ein neues Level - so Videogame-alike, what a surprise, äh cool! Doch, doch. Schließlich weiß jeder gleich, ob der/die AutorIn auch immer hübsch brav und fleißig war, ob er/sie viele Points gesammelt hat. Hat er/sie noch keine, dann ist das eher schlecht. Gern erinnere ich mich an meine erste Zeit bei Ciao, als ich von erfahrenen AutorenInnen immer darauf hingewiesen wurde, dass mir mit meinen lächerlichen paar Lesungen und den paar Mark eine Kritik an Ihnen mit hunderten von Lesungen pro Meinung gar nicht zu kam. Das hat mich aber motiviert! Doch jetzt habe ich über 30000 Punkte (auch wenn ich nicht artig war) für alle schönen Meinungen (Berichte?; Opinions? Reports - halt für meinen Input in die Community), auch für Bewertungen und Kommentarte. Noch ein paar tausend davon und ich stehe in der zweithöchsten Klasse (äh, Level). Und was dann? Gibt es dann, wie früher auf dem Jahrmarkt, ein Kuscheltier? Oder ein paarMark Rabatt bei einem Ciao-Premium-Partner (alle Ciao Partner sind übrigens "Premium-Partner")? NEIN -nix gibt's! Neue Points muss ich dann sammeln, und Credits und everything to get ahead... Da frag' ich mich ...

Cinema TV 28.03.2001

Dümmlichste Plattheiten der Unterhaltungsindustrie

Cinema TV Was das Sponsoring privater Fernsehsendungen so interessant für Medien-Firmen macht, birgt auch gleichzeitig eine enorme Gefahr der Desinformation des Verbrauchers. Bestes Beispiel hier Cinema TV, seit neuestem nicht mehr von der bunten Kinozeitschrift sondern vom knalligen, in letzter Zeit kräftig rote Zahlen schreibenden Multiplex-Multi CinemaxX produziert. In meiner Programmzeitschrift heißt es jetzt jedenfalls immer "CinemaxX TV". Es stand zu befürchten, dass sich damit das Produkt um die einfältig grinsende und eifrig Teleprompter ablesende Moderatorin, deren Namen niemand wissen muss, kein Deut verbessert hat. Diese Woche wollte ich es dennoch wissen, da ich bei den Oscars eingeschlafen war, und die groß angekündigte "Nachberichterstattung" genießen. Zuvor konnte ich mir ansehen, wie viele Deutsche in der vergangenen Woche in CinemaxX-Kinos gewesen sind und welche Filme sie sahen. Jedenfalls lassen diese Kino-Charts, gesponsort von Coca Cola, vergessen, dass es noch andere Lichtspielhäuser gibt. Leider bestand der Überblick der Neustarts aus sage und schreibe drei Filmen, was irgendwie an Zensur und Manipulation erinnerte. Dreist dazu, dass hier so getan wird, als seien "Miss Undercover" und "Mädchen Mädchen" eigentlich die einzig sehenswerten Filme. Ganz im Interesse des Konzerns, der systematisch qualitätsproduktionen und Independent-Filme aus seinen Kinos verbannt, wurde hier ausschließlich dem Hollywood-, Kommerz- und Starkino gehuldigt. Die ...

Miss Undercover 27.03.2001

Männer treten oder auf High Heels stolzieren

Miss Undercover Die etwas verhärmte und sehr resolute FBI-Agentin Gracie hält nicht viel von den Anweisungen ihrer männlichen Vorgesetzten. Durch einen Alleingang gefährdet sie das Leben ihrer Kollegen und wird an den Schreibtisch verbannt. Eine schwere Strafe für eine Frau, die am liebsten beim Kickboxen oder bei Einsätzen mit der Schußwaffe Bestätigung sucht. Doch eine noch schwerere Aufgabe kommt auf sie zu, als die "Miss America"-Wahlen von "Terroristen" bedroht werden. Da nämlich die einzig vorzeigbare Undercover-Agentin wegen Mutterschutzes ausfällt, muss Gracie den Job annehmen und sich der härtesten Probe ihres Lebens stellen, obwohl sie anfangs für ihren Entschluss, sich dem Wettbewerb zu stellen, nur Gelächter erntet, vor allem von der zwielichtigen Organisatorin der Miss-Wahl, hervorragend angelegt von der kanadischen Hollywood-Ikone Candice Bergen ("Murphy Brown"). Doch da Gracie frißt wie ein Schwein, immer die falschen Antworten gibt und die Cowboystiefel nicht so recht gegen High Heels eintauschen will, engagiert ihr Kollege (zurückhaltend und nett gespielt vom "Mann an Julia Roberts Seite", Benjamin Bratt) einen echten Profi, der schon mehrere schlichte Mädchen zur Miss America geformt hat. Für den Charakter des Benimm-Experten Victor hat Frau Bullock, die auch als Produzentin verantwortlich zeichnet, keine Kosten und Mühen gescheut. Der zweimalige Oscar-Preisträger Michael Caine besticht hier in einer komödiantischen Paraderolle. Eine Mischung aus Belustigung und ...

Experiment, Das (Film) 12.03.2001

Bis an die äußerste Grenze menschlicher Abgründe

Experiment, Das (Film) 4000 Mark für klinisches Experiment. Leicht verdientes Geld, so könnte man meinen. Doch bei diesem Menschenversuch geht es nicht darum, Placebos zu schlucken oder den eigenen Schlaf bewachen zu lassen. Hier geht es um die Erfahrung von Macht, Unterwerfung, Machtlosigkeit, Schmerz, Folter. Und einige Probanden werden diesen spektakulären Versuch, diese Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, nicht überleben... Zwei Wochen lang Häftling spielen, ohne jedes Persönlichkeitsrecht oder zwei Wochen lang Wärter, mit der absoluten Gewalt über die Häftlinge. Von Anfang an beschleicht den Zuschauer, dass dieses "Experiment" nur in einer Katastrophe enden kann, dass die ungeschulten Wärter ihre Machtposition gnadenlos missbrauchen, auch verbotenermaßen Gewalt gegen ihre Opfer ausüben und dass die Projektleiter sich an einer Eskalation der Lage, an Aufstand und blutigen Kämpfen erst ergötzen, um später erkennen zu müssen, dass sie die Lage - trotz ständiger Video-Überwachung - längst nicht mehr unter Kontrolle haben. Authentische Psycho-Experimente vergangener Zeiten greift dieser hervorragend gemachte Film auf und zeigt die Gefährlichkeit besessener Wissenschaft ohne ethische Grenzen. So ruft er Versuche der sechziger Jahre in Erinnerung, bei denen Probanden bereit waren, ihnen völlig unbekannte, unsichtbare Opfer im Dienste der Wissenschaft mit Stromstößen zu quälen. Viele hätten auch getötet, so der erschütternde Befund des simulierten Folter-Versuchs. Die Wärter ...

shopcontrol.de 12.03.2001

UPDATE März 2001 Geld kam erst nach vier Monaten

shopcontrol.de Alles, was in den folgenden Absätzen steht, wird nun relativiert durch folgende, für mich schon unerwartete Wendung: Shopcontrol hat vor gut einer Woche bezahlt!!! Etwa vier Monate nach Erfüllung meines Auftrags. Erst auf dreimalige Beschwerde kam eine Antwort-Mail. Erst nach unterschwelliger Drohung meinerseits kam eine fadenscheinige Entschuldigung, dann aber auch bald das Geld. Ich glaube nicht, dass ich für Shopcontrol noch mal was machen werde, schon gar keine Studie, die so aufwändig ist und dann so viel Ärger bereitet. Die Bezahlung war allerdings den Bedingungen entsprechend. Der Verdacht der Täuschung hat sich nicht bestätigt. Deshalb verbessere ich meine Bewertung von zwei auf drei Sterne. Doch nun zu meinem damaligen Bericht. Damals hatte ich dank Shopcontrol einigen Frust unterm Tannenbaum: Nach allem, was es hier zu diesem Anbieter zu lesen gibt, muss man den Eindruck gewinnen, als seien alle begeistert von der Möglichkeit, durch Testeinkäufe, Test-Diebstähle (!), Datenerfassung, Service-Checks und Produkttests einige Mark zu verdienen. Nur habe ich bisher keine Meinung eines Ciao-Mitglieds gelesen, das bereits an einem Shopcontrol-Projekt teilgenommen hat und auch bezahlt wurde... Und da mache ich keine Ausnahme, d.h. gearbeitet habe ich für Shopcontrol vor fünf bis sechs Wochen. Direkt nach meiner Registrierung auf den Internet-Seiten der Marktforscher erreichte mich ein Anruf, ob ich nicht, statt immer nur Supermärkte zu testen (!), auch einmal an ...

Sowas Wie Liebe - Michelle 03.03.2001

Sentimentale Banalität fährt nach Kopenhagen

Sowas Wie Liebe - Michelle Es war ja schon zu befürchten gewesen, dass dieses liebreizende blonde Träller-Frauchen die Grandprix-Vorentscheidung gewinnen würde. Nicht etwa wegen einer besonders begnadeten Gesangsleistung - ihr Stimmchen klang doch eher kläglich und nervös piepsend von der Bühne in Hannover - oder gar wegen der hohen Qualität des von ihr dargebotenen Liedchens, das da von Liebe und Tralala handelt, wie übrigens jedes ihrer Liedchen, das ich je zu Gehör bekam. Nein, unzählige PR-Termine hatten Michelle ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt. Sie stellte sich dort jedesmal als armes Mädchen dar, das - mit alkoholkranker Mutter belastet - vom Stiefvater mißhandelt worden sei und schon früh ausreißen mußte. Ihre 5 Taschentücher-Lebensgeschichte konnte sie zuletzt so perfekt aufsagen, dass sie am Ende sentimentale Geister zu Tränen rührte. "Ich bin so wie ich singe", das glaube ich Michelle aufs Wort. Nur leider ist es ein furchterregender Einblick in ihr Inneres, den sie da dem Publikum gewährt. Wenn sie also mit ihrer schwachen Stimme und ihrer Ambition, den deutschen Schlager zu retten, nach Kopenhagen fährt, so bleibt zu erwarten, dass sie keinesfalls die europäischen Zuschauer begeistern kann, sondern dass sie eher in den hinteren Regionen des Song-Contests landet. Dann wird den Zweitplatzierten "White Chocolate" wenigstens der Trost bleiben, dass alle Kommetatoren sich dahingehend äußern werden, dass die geballte Frauen-Power um Joy Fleming sicher einen besseren, nachhaltigeren ...

Girlscamp 22.02.2001

Hier geben sich weniger die Frauen eine Blöße

Girlscamp ... als abermals die Programmmacher. Zugegeben, lange habe ich dieses Gesülze und Gelaber um Nichtigkeiten nicht ausgehalten. Keine zehn Minuten blieb ich im Luder-Lager mit dem paramilitärischen Namen. Zuvor hatte ich mich sowieso gefragt, ob der Name Camp in unserem Kulturkreis nicht negativ genug belastet sei. Doch hier wurde weder Arbeits- noch Armee-Lager gespielt, sondern einfach geistige Einöde konzentriert. Doch ich denke, was ich in kurzer Zeit da an Dummheit und Banalität erblickte, ist symptomatisch für die gesamte Sendung. Das Konzept lautet wohl, ein Dutzend verhuschte Fräulleins in einer Villa zwischenzulagern, sie reichlich baden und duschen zu lassen, um ihnen ab und an einen Mann zuzuführen, der sich wie der "Hahn im Korb" bedienen kann. Eigentlich genau das Frauenbild, das die Leo Kirch Gruppe mit Über-Muttis a la Uschi Glas seit Jahren unters Volk zu bringen versucht. Heim und Herd sind denn auch wichtige Themen im Camp, neben Frisuren und Diätplänen. Doch nun wollte diese durchgestylte Damenriege so gar niemand sehen, zumal beim Duschen die Bikinizone so gepixelt wurde, dass die Frauen eher Aliens glichen. Also musste eine Sensation her und man schockte die biedere Zielgruppe mit einer echten Transe. Dass Transsexualität nun bereits durch die biedersten Talkshows durchgereicht worden ist und niemanden mehr ernstlich provoziert, das hatte man wohl nicht bedacht. Jedenfalls spielt die Transsexuelle Trösterin in jeder Lebenslage und Schutzengel in ...

Alles O.K - Howard Carpendale 19.02.2001

Ruf misch an dann wird alles okay

Alles O.K - Howard Carpendale Super, doch toll: Howie ist wieder da, und das gleich auf allen Kanälen: Verstehen Sie Spaß, Kerner, Goldene Eins, Sat 1 Morgenmagazin, eigenes Special am 1. März, 20.15 Uhr in der ARD. Dann die Tour durch bereits beinahe ausverkaufte große Hallen. Was ich an Howie mag: seine unbedingte Ehrlichkeit, seine Professionalität, seinen Humor, die verunglückten palatalen Spiranten (Ich-Laut, d.h. Isch-Laut). Kürzlich sagte er in einem Interview: "Isch glaube nischt mehr an Gott, isch glaube an Golf". Und das hat er nun jahrelang gespielt in Florida. Nun zieht es den immer noch blonden, immer noch braun gebrannten Südafrikaner mit sozialem Gewissen und deutschem Pass wieder in die Wahlheimat, die ihm seit den 70er Jahren Ruhm und Reichtum beschert. Besonderes Augenmerk gilt hierbei den Konzerten, bei denen sich Howie immer voll verausgabt und auch die ältesten seiner unzähligen Hits ("Alice", "Deine Spuren im Sand", "Das schöne Mädchen von Seite Eins") mit großer Inbrunst zelebriert. Das neue Album schließlich zeigt einen reifen Carpendale, der sich nicht scheut, Zeitzeichen mit aufzunehmen. Hier gibt es weit mehr als Balladen und "schubidamdam" zu hören. Rockgitarren gar, und Coverversionen angloamerikanischer Hits. So ist "Ruf mich an" eine Version von "Rollercoaster". Erneut half Joachim Horn Bernges beim komponieren. Doch der Sound klingt ganz frisch. Howie singt auch englisch in "united", und auch "Alles O.k." hat er Südafrika gewidmet. In der perfekten Werbe-Kampagne ...

Ginger und Fred 19.02.2001

Abgesang einer großen Ära

Ginger und Fred Sie waren nie Ginger Rogers und Fred Astaire, doch sie konnten mit ihrem Tanz ihr Publikum begeistern. Die beiden alternden Stars einer längst vergessenen Zeit sollen für einen kurzen Moment wieder auferstehen. Die Jahre haben ihren Tribut gefordert, und doch wollen Ginger und Fred noch einmal das Tanzbein schwingen. Nicht wie vor Jahrzehnten vor der Filmkamera, sondern in einer Fernsehshow. Das Wiedersehen der beiden Künstler weckt alte Erinnerungen an Starruhm, der ihnen als Imitatoren des Traumpaars Ginger Rogers und Fred Astair zuteil wurde. Sie lernen sich neu kennen in ihrer Zerbrechlichkeit des Alters: Ginger immer noch Dame, ganz auf Contenance bedacht und Fred, der ewige Charmeur, immer pleite. Das ungleiche Paar übt für den großen Auftritt in einer Fernsehshow, in einem Medium, das nicht das ihre ist. Doch für wenige Augenblicke setzt es glanzvolle Akzente in einer mittelmäßigen Show. Dies ist das wohl beeindruckendste Alterswerk des großen Federico Fellini. Er drehte es mit seiner langjährigen Begleiterin Julietta Masima, mit der er vor Dekaden schon mit "La Strada" weltweite Erfolge feiern konnte. Dazu Marcello Mastroiani als alternder Fred; ein hinreißendes Paar, das auf den wichtigen Filmfestivals Erfolge feierte. Ginger und Freed fühlen, dass sie nicht in das schnellebige Medium Fernsehen gehören, welches sich hier als Karikatur seiner selbst präsentiert. Von Degradierungen der Alten unter lauter Nichtskönnern bis hin zum Stromausfall während ihres ...

Mein Tagebuch / Helmut Kohl 18.02.2001

Saumagen mit Blähungen erzeugt Brechreiz

Mein Tagebuch / Helmut Kohl Das haben wir gern: erst nicht das Maul aufkriegen, um dann ein völlig unnötiges Buch zu schreiben. Eines ist gewiß: der "Dicke" nennt auch diesmal keine Spender-Namen, vom rechtmäßigen Ermittlungsverfahren kann er sich freikaufen, da hat er aber mal wieder gut und feist Grinsen! Hat sich das Aussitzen doch gelohnt. 75 Prozent der Deutschen sagen nun, er habe "seine Sache gut gemacht" (laut Politbarometer 2/2001), und ich frage mich, was das war, "seine Sache". Waren das "Flick"-Schustereien in den 80ern, war es sein herrischer Führungsstil, seine joviale populistische Art, mit der er innerparteiliche Kritiker verbannte, Duckmäuser und Nieten a la Hinze und Frollein Nolte in seine Kriechspur einreihte, waren es Peinlichkeiten wie seine Auslandsbesuche, sein treuherziger Dackelblick, der ewige Saumagen oder die alljährliche Fastenkur am Wolfgangssee. Oder aber der gelassene Schauer, die der promovierte (!) Historiker (!!!) vor seiner "Gschichtä" hatte? Letztlich symbolisiert Kohl für mich eine geistige Wende im schlechtesten Sinne des Wortes: geistiger Stillstand, gepaart mit Hochmut und Größenwahn. Lügen vor jeder Wahl. Er war wahrscheinlich noch zuletzt davon überzeugt, dass die Einheit Deutschlands allein sein Verdienst war. Versprechen von "blühenden Landschaften" zeugten entweder von völliger Inkompetenz oder von einer erneuten Lüge. Länger zu regieren als Adenauer, sein großes Vorbild als Ptriarch und Partei-Führer, das war sein Ziel. Er hat es erreicht, ging ...

Hannibal (Film, 2000) 15.02.2001

Hirnis und Innereien bergen BSE Gefahr

Hannibal (Film, 2000) offene Schädeldecken, heraustretende Innereien, Blut spuckende Schlagadern - die Rede ist nicht von anstehenden Rinder-Massakern, sondern von der Fortsetzung des Erfolgs-Schockers "Schweigen der Lämmer", der das Oscar-Kommittee ebenso wie Millionen von Zuschauern überzeugte. Im Nachfolger, wird "Hannibal" (so auch der Filmtitel) dieser Menschen fressende, perfide und höchst intelligente Arzt erneut von Anthony Hopkins gegeben. Jody Foster stand für die Rolle der FBI-Agentin Clarice Starling nicht mehr zur Verfügung. Nachdem ich diesen Film über seine ganzen lähmenden 131 Minuten mitverfolgen musste, beglückwünsche ich sie zu der Entscheidung, lieber auf ein paar Millionen Dollar zu verzichten, als im Abklatsch des einstigen Originals mitzuwirken. Denn dieser Film ist einfach eine Zumutung für sein Publikum, was sicherlich, dank immensem Werbe-Etats, trotzdem reichlich in die Kinos strömen wird. Eine Handlung ist kaum zu erkennen und bestenfalls belanglos: Sterling steckt im Karriere-Tief. Deshalb nimmt sie den Auftrag an, den vor Jahren geflohenen (siehe "Schweigen der Lämmer") Lecter zu suchen. Initiiert wurde die Jagd nach Hannibal durch den perfiden, reichen und mächtigen Mason Verger, der Blutrache geschworen hat. Schließlich hat ihn einst Lecter dazu gebracht, sich selbst zu häuten und seine Gesichtshaut an Hunde verfüttert. In Florenz bemüht sich Hannibal nun um einen Posten als Kurator. Zufällig kommt ein Polizist auf seine Spur. Statt den offiziellen Weg ...

Red Bull - Verleiht Flüüüüügel! 07.02.2001

Jungkriminelle mit FLÜÜÜÜÜÜGELN

Red Bull - Verleiht Flüüüüügel! Doch, diese Kampagne hat was!!! Der sonore österreichisch-angehauchte Sprecher erzählt hier die altbekannte Schauermär von Max und Moritz nach. Diese sind auch originalgetreu in der Mühle dargestellt. Doch, ganz anders als im Original geraten die beiden natürlich nicht unter die Mahlsteine. Dank Red Bull hat der Müller hier das Nachsehen. Nach Beutezügen durch Grimmsche Märchen ("Lass dein Haar herunter"!) und der Verarbeitung tückischer Motive des Alltags (wie etwa den kackenden Vogel oder den Gefängnisausbruch) müssen nun Max und Moritz, diese beiden bösartigen Archetypen schelmenhaft verschlagenem Rowdytums herhalten für einen abermals wirklich gelungenen Zeichentrick-Spot für die bappige kalorien- und koffeinverseuchte Brause, die auch den beiden jugendlichen Kriminellen hier Flügel verleiht. Wie schon in den Spots zuvor ein Beispiel für gelungene, da sehr ironische Werbung. Und die Moral von der Geschicht: die Werbung mog I, Red Bull nicht!!!
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