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leonardo500

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"Jeder Fehler erscheint unglaublich dumm, wenn andere ihn begehen." Georg Christoph Lichtenberg

Geschriebene Berichte

seit 24.06.2004

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booklooker.de 03.03.2010

taberna libraria

booklooker.de "Von Kindheit an war ich ein Freund des Lesens, und das bisschen Geld, das mir in die Hände kam, wurde für gute Bücher ausgegeben." Benjamin Franklin Mir erging es ähnlich, und kaum eine Buchhandlung in meiner näheren oder weiteren Umgebung war vor mir sicher. Später dann wurde auch das Medium Internet genutzt, um meine "Lesesucht" zu stillen. Neben Amazon zählte seit nun mehr fünf Jahren das Verkaufsportal Booklooker zu meinem Favoriten. Irgendwann kam ich auf die Idee, einige von mir bereits gelesenen Bücher wieder zu verkaufen. In meinen Bücherregalen ging es recht eng zu, und der Gedanke, Platz für Neues zu schaffen, gefiel mir. Auch dafür erwies sich Booklooker als eine gute Adresse. Worum geht es? Wie lässt sich dieses Bücherportal nun am besten beschreiben? Da begeben wir uns mal auf deren übersichtliche Homepage, in dem wir www.booklooker.de eingeben und hast du nicht gesehen, sind wir schon mitten drin statt nur dabei und ehe ich hier lange nach den passenden Worten suche übernehme ich doch das, was ein schlauer Mensch in bestem Hochdeutsch da formuliert: "Hier können Sie neue, gebrauchte & antiquarische Bücher, Hörbücher, Tonträger, Filme und Spiele kaufen und selbst verkaufen - zu fairen Konditionen. Bei uns gibt es jede Menge Schnäppchen zu entdecken." Aha, also nicht nur Bücher. Seit Oktober 1999, dem Eröffnungsdatum von booklooker sind so nach und nach noch Hörbücher, Tonträger, Filme und Anfang 2009 sogar Spiele hinzugekommen. ...

Chemotherapie 07.09.2009

Morgen ist auch noch ein Tag...

Chemotherapie Chemotherapie: schon der Name verursacht Übelkeit. Man denkt an Erbrechen und Kahlköpfigkeit, elendig aussehende Menschen und unheilbare Krankheit. Die Nebenwirkungen von Zytostatika (Zellgifte)) sind heute aber weniger belastend als früher. Es gibt wirksame Medikamente gegen die Übelkeit, das Erbrechen und die Verschlechterung des Blutbildes. In einer Chemotherapie werden Gifte eingesetzt, die in erster Linie Zellen schädigen, die sich in der Zellteilung befinden. Bei einer solchen Behandlung werden Medikamente in festen Zeitabständen miteinander oder hintereinander verabreicht, meist als Infusion, manchmal auch in Tablettenform. Sie werden an einem oder mehreren Tagen gegeben. Danach erfolgt eine Pause von zwei bis vier Wochen. Einen Abschnitt der Behandlung nennt man Zyklus. In der Regel gibt man mehrere Zyklen. Sinn der wiederholten Anwendung ist es, möglichst viele Krebszellen in der Teilungsphase zu treffen. Vor der Chemotherapie werden die Funktion von Organen wie Leber, Herz und Nieren anhand von Blutuntersuchungen überprüft. Das Blutbild spielt während der gesamten Dauer der Behandlung eine wesentliche Rolle. Bei Veränderungen, die eine weitere Behandlung in Frage stellen, muss sofort reagiert werden, um den Rhythmus der Zyklen nicht zu gefährden. Allerdings teilen sich nicht nur Krebszellen schnell, sondern Zellen der Schleimhäute (Verdauungstrakt, Gebärmutter, Blase), Blutkörper und der Haarwurzeln. Als Nebenwirkungen der Therapie können ...

Brustkrebs 25.03.2009

Lebensmut

Brustkrebs Viel habe ich hier über diese Krankheit gelesen, aber ein Bericht hat mir wirklich Mut gemacht. Leider ist die Autorin nicht zu erreichen, das letzte mal online gewesen im Februar diesen Jahres, hat sie sich auf meinen Eintrag im PGB nicht gemeldet. Schade eigentlich, ich hätte noch so viele Fragen. Die Foren im Internet erscheinen mir teilweise zu widersprüchlich und machen mir gelegentlich sogar Angst, wissenschaftliche Abhandlungen zu hochtrabend...Ich möchte anderen Betroffenen anbieten, mit mir in Kontakt zu treten und gemeinsam dem Schrecken ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Es ist nicht immer ein Todesurteil, und es lohnt sich, den Mut zum (Über)leben aufzubringen! Der Knoten 28.12.2008 Es war am letzten Sonntag des Jahres 2008. Der Knoten, den ich in meiner Brust spürte, war beängstigend groß und sehr hart. Er fühlte sich keineswegs so an wie irgendwelche Brustverhärtungen, die man gelegentlich während der Regel tasten kann. Er schmerzte auch nicht, er war einfach nur da. Sein plötzliches Vorhandensein wirkte auf mich seltsam: Ein bösartiger Tumor kann es nicht sein, waren meine Gedanken. Der wächst langsam. Und vergangene Woche war das Gebilde noch nicht zu spüren, ganz sicher. Auf keinen Fall in dieser Größe. Und selbst ein kleinerer Knoten wäre mir aufgefallen, oder nicht? Gelegentlich tastete ich meine Brust schon ab und war dann jedes Mal heilfroh, nichts Auffälliges zu spüren. Anders die jetzige Situation: was ist das für ein Ding, was sich ...

Happy-Go-Lucky 17.09.2008

Glücksgefühle

Happy-Go-Lucky " Meine Zielsetzung ist es, das Gewöhnliche außergewöhnlich zu machen, den Zuschauer mit Figuren zu konfrontieren, die er extrem findet, denn Menschen sind extrem." Mike Leigh Seit dem 3. Juli diesen Jahres ist ein Film in deutschen Kinos zu sehen, den es sich anzuschauen lohnt. Aufmerksam geworden bin ich durch eine Filmempfehlung spät in der Nacht im WDR. Da ich ohnehin die Absicht hatte, endlich mal wieder Kinoluft zu schnuppern, Popcorn zu futtern und dabei entspannt dem Gemurmel und Rascheln vor und hinter mir zu lauschen und endlos lange Werbung über mich ergehen zu lassen lud ich spontan meine Tochter zu einem Kinobesuch im Leipziger Passagekino ein. All meine Erwartungen wurden übererfüllt, besonders beeindruckend fand ich aber den Film von Mike Leigh, Happy Go Lucky, was soviel wie unbeschwert, sorglos, leichtlebig bedeutet und genau das verkörpert dieser anspruchsvolle Streifen. Den kann man tatsächlich mit allen Sinnen genießen und dabei so herrlich lachen und alles ringsumher vergessen. Das ist Aufputschmittel für die Seele pur. Und dieser Film erspart mit Sicherheit ein bis zwei Sitzungen beim Psychoanalytiker. Man muss ihn nur auf sich einwirken lassen, zumal einige Szenen in diesen Film ganz großes Kino sind. Der Film Gestatten: Das ist Poppy, die eigentlich Paulin heißt und wir sehen sie, wie sie mit ihrem Fahrrad die Strassen von London unsicher macht. Ein total aufgedrehtes, quirliges, immerzu gutgelauntes Wesen, das mit seiner ...

Alles mit S... 01.04.2008

Schon wieder 1.April!

Alles mit S... Im Kalender der populären Irrtümer, der vergangenes Jahr meine Küche zierte, war am ersten April so ein schöner Text zu finden: "Es handelt sich um einen gewaltigen Irrtum, dass Spaghetti aus Nudelteig hergestellt werden. Tatsächlich wachsen Spaghetti auf Spaghettifeldern, hauptsächlich in der Umgebung von Neapel. Bei der Ernte werden die Wurzeln und Knospen entfernt, nur die dünnen und geraden Halme der Spaghettipflanze werden verwendet. Die Ernte erfolgt mit vespaähnlichen Spezialmaschinen und ist sehr aufwändig, da die Spaghetti leicht brechen und krumme Gewächse schon bei der Ernte aussortiert werden müssen. Diese Spaghettispreu wird zum größten Teil unter dem Markennamen "Pasta Fatale" nach China und Island exportiert. Kenner schwören auf spezielle Jahrgangsspaghetti von besonders sonnenreichen Jahren, die in den deutschen Supermärkten meist nur unter dem Ladentisch zu erstehen sind." Mein Rechtschreibprogramm lässt sich definitiv nicht in den April schicken. Wörter wie Spaghettifelder, Spaghettipflanze oder Spaghettispreu werden sofort als falsch gekennzeichnet, schlaues Programm*gg* Ja, ich kenne genügend Leute, denen leichter bei zu kommen ist. Und solche Geschichten, wie die aus meinem Kalender, werden von manch einem, ob ihr es glaubt oder nicht, als durchaus möglich akzeptiert. Und mir macht es schon Spaß, diese Toleranzgrenze immer mal wieder zu testen. Allerdings beschränkt sich das keinesfalls nur auf den 1.April. An diesem Tag haben sowieso schon die ...

Alles mit A... 01.04.2008

April, April!

Alles mit A... Ursprungforschung Im Jahr 1564 wurde durch den französischen König Karl IX. eine Kalenderreform durchgeführt. Bis dahin galt der 1. April als erster Tag im Jahr, nun wurde dieser Tag auf den 1. Januar verlegt. Feierten einige unbelehrbare weiterhin Neujahr am ersten April, wurden sie zur Zielscheibe des Spottes… oder: Der Verräter Jesus Christus, Judas Ischarot, soll, glaubt man der Überlieferung, am ersten April gestorben oder geboren (so groß ist der Unterschied ja wohl nicht) sein. Außerdem zog Luzifer am 1. April in die Hölle, also auf jeden Fall ein Unglückstag, wo man besonders acht haben sollte… noch ein Erklärungsversuch: Am ersten April wurde Jesus "von Pontius zu Pilatus" also "in den April" geschickt. wem das noch nicht reicht: Das römische Narrenfest und ebenso das indische Hulifest fallen auf den ersten April. Selbst das unregelmäßige Aprilwetter musste schon für einen Erklärungsversuch herhalten. Nur, so richtig weiß es wohl niemand, woher der Brauch, am ersten April jemanden zum Narren zu halten oder ihm ein Lügenmärchen aufzutischen, stammt. Fakt ist, das der Begriff: "jemanden in den April schicken" schon 1618 in Bayern auftauchte. Und durch europäische Auswanderer wurde dieser Brauch wohl auch nach Amerika gebracht. In Spanien ist es üblich, sich am 28. Dezember (Tag der unschuldigen Kinder) zu veralbern. Die spanische Verfassung trat aus diesem Grunde auch nicht, wie geplant, am 28.12. 1978 sondern erst einen Tag später in ...

Leipziger Buchmesse, Leipzig 25.03.2008

Frühlingsfest der Leselust 2008

Leipziger Buchmesse, Leipzig Besuchermagnet Zum Höhepunkt der Leipziger Kulturszene gehört zweifelsohne die jährlich stattfindende Buchmesse. Diese Veranstaltung lockt tausende Besucher aus aller Welt an: unzählige Verleger, Autoren, Leser, Buchhändler…alle, die sich in irgendeiner Form für Bücher interessieren. Presse und Funk lassen kaum eine Gelegenheit aus, über dieses Großereignis zu berichten. Gute Gelegenheit auch, Autoren zu interviewen und für zahlreiche Prominente schlägt die Stunde der Offenbarung: endlich können sie völlig ungezwungen über ihre neusten Werke in Form von Autobiografien berichten. Gehört ja inzwischen zum guten Ton, sich so wichtig zu fühlen, um aller Welt seine Memoiren präsentieren zu müssen. Publikumswirksam ist es auf jeden Fall, sich auf einem blauen, roten oder grünen Sofa zu regeln und intelligent klingende Sätze an den Mann zu bringen. Nie ist das so wertvoll wie gerade jetzt und hier in Leipzig und möglichst befragt von jemand, der sich damit auskennt…und davon gibt es gerade auf der Leipziger Buchmesse viele. Günstiger Zeitpunkt Immer im März (in diesem Jahr vom 13.bis16.03.2008) findet dieses Frühlingsfest der Leseratten statt. Wir haben es uns zur Angewohnheit gemacht, gleich am ersten Tag nach der Eröffnungsgala, die Mittwochs Abends im Gewandhaus stattfindet, die Messe zu besuchen. Am Wochenende ist das Gewimmel und der Andrang zu groß, was wohl auch daran liegen mag, dass gerade Samstag und Sonntag so viele der oben erwähnten Prominenten die ...

Familienfeiern 11.03.2008

Familienbande

Familienfeiern Im Dezember 2006 waren meine Eltern nun schon 50 Jahre miteinander verheiratet, und bei den Beiden hatten wir nie das Gefühl, dass ihre Liebe irgendwann einmal an Abnutzungserscheinungen leidet. Nein, sie säuseln sich bestimmt nicht Tag für Tag Nettigkeiten in die Ohren oder zeigen aller Welt ihre Zuneigung. Es sind eher die kleinen Dinge des Alltags, die Achtung voreinander und das aufeinander acht geben. Die Sorge, dass es dem Partner auch gut geht. Und da eine Goldene Hochzeit sowieso etwas ganz Besonderes ist, sollte dieses Fest dementsprechend gestaltet werden. Wir galten nie als eine "gewöhnliche" Familie, schon wegen der Anzahl der Kinder. Immerhin waren wir insgesamt 9 Geschwister- Kunststück, drei Zwillingspärchen trieben die Quote ganz schön in die Höhe. Auch hielt sich der Drang, mit vorbildlichen Verhalten vor der Öffentlichkeit zu punkten, in Grenzen. So galten meine Geschwister (ich war lange Zeit die Jüngste, und wurde selten auf Räubertour mitgenommen)als ausgesprochen rauflustig (was so nicht stimmte) und gerechtigkeitsfanatisch (traf zu) Kurz: unsere Rasselbande war immer irgendwo auf Achse. So wurde z.B. die Tür unserer Kirche mit Nixen verziert(oben ohne, versteht sich), die Kirsch-und Apfelplantagen in der Umgebung geplündert, Spülmittel in den Brunnen am Markt geschüttet (das sah so stark aus, nur der Bürgermeister fand das nicht), aus unwegsamen Gelände eine verunglückte Dohle gerettet oder die Nachbarsjungen verprügelt, weil sie wiedermal ...

Ich seh doch, was hier los ist (Regine Hildebrandt Biografie) / Hans-Dieter Schütt 20.02.2008

"...die Wärme ist wichtig"

Ich seh doch, was hier los ist (Regine Hildebrandt Biografie) / Hans-Dieter Schütt Gibt es in Deutschland Politiker mit Vorbildcharakter? Mir kommt da nur eine Frau in den Sinn, und sobald ihr Name fällt, werden Kommentare wie "An solchen Politikern fehlt es" oder "Schade, dass sie so früh gehen musste" laut. Gerade die Älteren beginnen zu schwärmen, was für eine warmherzige, (laut)starke und eigenwillige Persönlichkeit das war. Doch auch der Jugend ist dieser Name ein Begriff, Regine Hildebrandt. Nur wenig Menschen gibt es in der heutigen Zeit, die sich tatsächlich noch, ohne an Eigennutz oder Gewinn zu denken, mutig für andere einsetzen. So ist aus Regine Hildebrandt eine Art Ikone des Ostens geworden, ohne dass ihr jemals danach der Sinn stand. Wirklich gewollt hat sie wahrscheinlich nur eins: Mit ihrer Familie zusammen in einem Staat leben, der das Wort Sozialstaat nicht zu Unrecht auf seine Fahne geschrieben hat. Und Mensch unter Menschen bleiben: geradlinig, helfend, fröhlich und kompromisslos. Porträt einer unverwechselbaren Frau Um ein wirklichkeitsnahes Bild von ihr zu erhalten, was nicht von den Medien verzerrt und den politischen Gegnern zerrissen wurde, kann man sich entweder an ihre Freunde, Bekannte und Familie wenden oder einem Autor vertrauen, der dies in Form von Interviews und intensiven Gesprächen bereits getan hat. Die Biographie: "Regine Hildebrandt- Ich seh doch, was hier los ist" liefert mir genügend Information, ein paar Fotos und Schilderungen, Zitate, Reportagen, so dass dieses Bild anfängt, Konturen anzunehmen. Leider ...

Etretat, Frankreich 01.11.2007

Bienvenue en Etretat!

Etretat, Frankreich Wir sitzen in einem Restaurant am Strand von Etretat und genießen den Blick auf das türkisfarbene Meer. Wohlweißlich haben wir angesichts der Möwen einen überdachten Platz gewählt. Da das Bedienungspersonal ständig mit einem Lappen und einem Reinigungsmittel die Tische abwischt, scheint diese Entscheidung richtig gewesen zu sein. Flatsch- am Nachbartisch ging gerade wieder eine Hinterlassenschaft der laut schreienden Meeresvögel nieder. Das Ehepaar, welches sich gerade noch an den Sonnenstrahlen erfreut hat, wechselt den Platz und hat nun auch ein Dach über den Kopf. Der Kellner bringt uns den georderten Roten Burgunder, wie Rubin schimmert er in den Gläsern anderer Gäste, was uns auf den Geschmack gebracht hat. Die Bezeichnung Burgunder ist nur den Weinen der Bourgogne vorbehalten. Es ist ein voller, wohlschmeckender, außerordentlich harmonischer Wein von prächtiger Purpurfarbe. Natürlich gibt es auch den weißen Burgunder, den seine besondere Feinheit auszeichnet. Der junge Mann hat seine Mühe, den Korken aus der Flasche zu bringen. Schon wie er den doch eigentlich leicht zu bedienenden Hebelkorkenzieher in die Flasche wuchtet, macht mir Angst. Um den guten Wein natürlich. Ein Weilchen schaue ich mir das Dilemma noch an. Als er dann ansetzt, den Korken endgültig zu zerstören, nehme ich ihm konsequent die Flasche samt Korkenzieher aus der Hand, schraube das Ganze etwas zurück um mühelos den Hebel ansetzten zu können. Flupp…wie erwartet habe ich eine tadellos geöffnete ...

Normandie 18.10.2007

Chambre á louer(Zimmer frei)?

Normandie Dieses Jahr stand Frankreich als Urlaubsland auf der Wunschliste. Unsere Unentschlossenheit, wohin es gehen sollte, zeigte sich darin, dass wir ursprünglich Südfrankreich heimsuchen wollten. Die Reiseroute war schon fast in Sack und Tüten, der Termin Anfang bis Mitte August stand auch fest, als wir dann doch die Küste im Norden des Landes favorisierten. Aber den Plan, ohne ein festes Ziel loszufahren und keine Unterkunft zu buchen behielten wir bei. Ohne Kind und Kegel ist das im Grunde auch kein Problem. Irgendetwas findet sich immer und wo es uns gefällt, da bleiben wir länger. Ich möchte hier mal in den Raum stellen, dass unser Vorhaben in der Hauptsaison vielleicht doch etwas, sagen wir mal, gewagt ist. Aber wir konnten, was unseren Jahresurlaub betrifft, nun mal nicht wählerisch sein. Also, auf geht's! Zuvor gefiel es uns, in Marburg einen Zwischenstopp einzulegen. Dort wohnen Onkel und Tante von uns, die wollten wir schon lange mal besuchen. Wie schade, dass der Tag, den wir in Marburg verbrachten, völlig verregnet war. So konnten wir den Ausflug in die Umgebung der schönen Stadt an der Lahn gar nicht so richtig genießen. Der Blick vom Richtsberg, der sicher überwältigend ist, erfreute uns in Anbetracht des uns heftige Regenschauer ins Gesicht blasenden Windes nicht wirklich. Am nächsten Tag, es regnete immer noch, brachen wir auf. Unsere Route führte über Luxemburg nach Belgien. Dort wollten wir bis zum Abend die belgische Küstenstadt Ostende erreichen, ...

Tomatenhaus Basic 24.05.2007

Vom Winde verweht

Tomatenhaus Basic Die gesunde Tomate oder wieso ich mich für ein Tomatenzelt entschied Es gibt gewiss einige Gründe, warum man der Tomate (Solan lycopersicum) selbst in unseren Breiten ein Dach über den Kopf, z.B. in Form eines Zeltes, anbieten sollte. Durch das warme, gleich bleibende Klima wird das Wachstum dieses Nachtschattengewächses gefördert was eine zeitigere Ernte zur Folge hat. Wenn das auch ziemlich verlockend klingt: der eigentlich Grund, warum ich mich für ein Tomatenzelt entschied, ist die Eindämmung der am häufigsten auftretenden Krankheit, der Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans de Bary) Diese befällt in erster Linie Tomaten- aber auch Kartoffelpflanzen, die dem Regen ausgesetzt sind. Vergangenes Jahr hat mir diese heimtückige Krankheit meine gesamte Tomatenernte vernichtet, also habe ich mich heuer entschlossen, meinen Tomaten ein Dach zu verpassen. Keinesfalls wollte ich wieder erleben, dass meine gehegten und gepflegten Paradeiser plötzlich hässliche braune Flecke bekommen und, ohne auf meine Empörung Rücksicht zu nehmen, noch vor der Vollreife abfallen. Wo kauft man so ein Zelt und was darf's denn kosten? Angeboten werden solche Zelte in unterschiedlichen Größen und zu verschiedenartigen Preisen in Bau-und Gartenmärkten. Aber auch in Supermärkten hat man diese Teile schon gesichtet. Ich entschied mich nach längerer Suche für ein zwei Meter hohes und 190 cm breites Zelt mit dem schönen Namen Tomatenhaus der Firma Basic. Ich erwarb es im ...

Alles mit T... 16.05.2007

Lustig ist das Taucherleben...

Alles mit T... In der Nähe von Leipzig liegt der malerische Steinbruch Ammelshain. Ein winziger See inmitten von Felsgestein. Die südliche, schöne Uferseite ist komplett von steilen Wänden und Wasser umgeben, erreichbar nur durch geübte Schwimmer oder waghalsigen Kletterer. Hierher, zu diesem Paradies, zog es die Frohburger Taucher immer wieder. Und natürlich musste es der wirklich schwer erreichbare Strand sein, dort war auch Platz genug für Zelte, Taucherausrüstung, Schlauchboote, Kompressor, Kinder, Kegel, Lagerfeuer und was man sonst noch so zum Leben braucht. Mein Vater war damals Leiter der Tauchsportgruppe und wir Kinder waren immer mit dabei, wenn es am Wochenende auf Tour ging. Unser Transportmittel war der gute alte Ello (wir schreiben das Jahr 1979), ein LKW mit Lade- und Sitzfläche. Und genau dieses Fahrzeug stand direkt neben unserem Campingplatz auf der eigentlich gar nicht zugänglichen Seeseite. Unwissende, die nach uns eintrafen, bekamen jedes mal tellergroße Augen, wenn sie unseren Zeltplatz nebst LKW zu Gesicht bekamen und nicht selten stellten sie die Frage: "Wie seit ihr denn hier rüber gekommen?" Atze, der Witzbold, meinte: "Den LKW mitsamt Ladung haben wir mit einem Flaschenzug abgeseilt." oder: "Noch nie was von Frachtfallschirmen gehört?" Aber selbst die ehrliche Antwort: "Wir sind durch den See gefahren.", hatte nur ein "Verscheißern könnt ihr jemand anderen" zur Folge. Dabei war das die reine Wahrheit. Zu beide Seiten des Sees ...

Galerie für zeitgenössische Kunst, Leipzig 14.04.2007

Von einem der auszog, Kunst zu begreifen

Galerie für zeitgenössische Kunst, Leipzig Was ist Kunst? Diese Frage stellte sich mir, als ich vergangene Woche mit meiner Tochter in der Galerie für zeitgenössische Kunst (GfzK) an einer Führung teilnahm. Laut Wikipedia soll Kunst das Ergebnis eines kreativen Prozesses sein. Ich will das mal so stehen lassen, denn je mehr man sich mit diesem Thema beschäftigt, desto komplizierter scheint es zu werden. Muss man zwangsläufig studiert haben, um in die Tiefen des Verstehens vorzudringen? Muss man Kunst überhaupt verstehen? Und muss man still und ehrfurchtsvoll vor einem undefinierbaren Gebilde stehen bleiben und Interesse heucheln, um zu verhindern, dass einer der Anwesenten bemerkt, dass das Dargestellte allerhöchstens Heiterkeitsausbrüche hervorruft? Ist ja auch was Schönes, nur befürchte ich, dass der "Künstler" nicht einen Lachanfall auslösen sondern uns lieber weit schweifende, tiefgründige Aussagen entlocken möchte. Zur allgemeinen Erläuterung muss ich aber ganz von vorn beginnen, verwirrend wird es noch früh genug. Verwirrend und ziemlich erheiternd. Adeline, meine Kunst studierende Tochter und ich hatten uns den Mittwoch auserkoren, um die Galerie der bildenden Künste in Leipzig zu besuchen. Eine Max-Klinger-Ausstellung ist derzeit dort zu besichtigen. Ich war in gewisser Weise mal wieder ziemlich ausgehungert, was meinen Bedarf an Bildern und anderen Kunstgegenständen betrifft und hatte Lust auf beruhigende, schöne Bilder oder Statuen, deren Sinn und Wesen man sich nicht erst lang und ...
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